Simon, Autor bei Forst erklärt https://forsterklaert.de/author/simon Wissen aus dem Wald Mon, 23 Jun 2025 10:35:55 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.6 https://forsterklaert.de/wp-content/uploads/2020/02/cropped-FavIconForstErklaert-32x32.png Simon, Autor bei Forst erklärt https://forsterklaert.de/author/simon 32 32 Frühjahrsspaziergang im Wald https://forsterklaert.de/fruehjahr https://forsterklaert.de/fruehjahr#respond Sun, 19 Mar 2023 17:46:19 +0000 https://forsterklaert.de/?p=3877 Nachdem es in vielen Teilen von Deutschland zuletzt nochmal im Frühjahr Schnee gegeben hat, wird es nun allmählich wärmer und man spürt, dass der Frühling Einzug hält. Im Wald erklingen wieder viele unterschiedliche Vogelstimmen und einige Vogelarten haben bereits mit dem Nestbau begonnen. Was im Frühjahr jetzt alles im Wald passiert, erfahrt Ihr in diesem Artikel, in unserem neusten Video von einem Waldspaziergang im Göttinger Umland und durch das Verlassen der Haustür.

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Nachdem es in vielen Teilen von Deutschland zuletzt nochmal im Frühjahr Schnee gegeben hat, wird es nun allmählich wärmer und man spürt, dass der Frühling Einzug hält. Im Wald erklingen wieder viele unterschiedliche Vogelstimmen und einige Vogelarten haben bereits mit dem Nestbau begonnen. Was im Frühjahr jetzt alles im Wald passiert, erfahrt Ihr in diesem Artikel, in unserem neusten Video von einem Waldspaziergang im Göttinger Umland und durch das Verlassen der Haustür.

Wusstest Du schon…?
Die Brutzeiten von Vögeln sind ganz unterschiedlich. So beginnt der Seeadler als eine der ersten heimischen Arten mit dem Aufbau seines Nestes und der Brut. Aufgrund der klimatischen Veränderungen kommen Zugvögel generell früher aus ihren Winterquartieren zurück und beginnen auch früher mit dem Brüten.

Schonzeit in Wald und Flur

Seit Ende Januar wird, bis auf das Wildschwein und z.B. den Waschbär, nicht mehr in Wald und Flur gejagt. Das Wild hat gesetzlich festgelegte Jagd- und Schonzeiten. Jetzt gilt es, dem Wild für die Geburt und die Aufzucht der Jungtiere Ruhe zu geben. Erst ab Mai, oder in manchen Bundesländern auch im April, beginnt wieder die Jagdzeit, festgelegt für Wildart, Geschlecht und Altersklasse.

Dieses weibliche Reh hat aktuell nichts zu befürchten. Es hat Schonzeit und wird momentan nicht bejagt.

Winter- und Vegetationsruhe

Im Frühjahr erwachen nach und nach die unterschiedlichsten Tier- und Pflanzenarten. Die Fledermaus hält z.B. einen Winterschlaf von November bis März. Erst dann gibt es im Wald und im Offenland wieder Insekten zu finden, welche ihre Nahrungsgrundlage sind. Wie Tier- und Pflanzenarten generell überwintern, könnt Ihr in unserem Artikel nachlesen.

Die Bäume im Wald tragen zur Zeit noch keine Blätter. Sie befinden sich in der Vegetationsruhe und beginnen mit dem Austrieb der angelegten Knospen erst langsam ab April. Diese Zeit und das Licht, welches durch die blätterlosen Kronendächer scheint, nutzen andere Pflanzenarten auf dem Waldboden. Bestimmt habt Ihr in den letzten Tagen schon Schneeglöckchen oder Märzenbecher entdecken können. Es gibt allerdings eine Vielzahl von sogenannten Frühblühern, die Ihr in den kommenden Tagen und Wochen vermehrt am Waldboden finden könnt.

Auf dem Waldboden gibt es mit jedem kommendem Tag im Frühjahr im Wald mehr zu entdecken. Dieses Leberblümchen gehört zu den sogenannten Frühblühern.

Waldspaziergang im Göttinger Umland

Ende Februar haben wir uns aufgemacht, um das Frühjahr und Indizien dafür im Wald zu entdecken. Unseren Waldspaziergang haben wir festgehalten und die Eindrücke davon könnt Ihr Euch bei YouTube anschauen:

Im Video nimmt Simon Euch mit auf einen Waldspaziergang

Frühjahrs-Arbeiten im Wald

In den letzten Wochen und Monaten war in vielen unserer Wälder Hochbetrieb. Der Winter ist die Hauptsaison der Holzernte und so hatten Förster:innen, Forstwirt:innen, Maschinenführer:innen und Dienstleistende im Forstsektor Allerhand zu tun. Im Frühjahr fällen sie gerade noch Bäume und viele Privatpersonen sind mit dem Anhänger und der Motorsäge im Wald unterwegs, um ihr Brennholz zu sägen. Doch nicht nur das Fällen, sondern auch das Pflanzen von Bäumen passiert aktuell noch im Wald. Aufgrund zunehmender Klimaschäden müssen wir ehemals bewaldete Flächen wieder aufforsten. In bereits bestehende Wälder müssen wir weitere Baumarten pflanzen, zur Anreicherung von Mischwäldern.

Ein Forstwirt bei der Holzernte. Den Winter und auch jetzt im Frühjahr hat er viel Arbeit im Wald zu verrichten.

Für mich, Simon, im Schleswig-Holsteinischen Forstrevier klingt die hohe Arbeitsbelastung der Wintermonate ein wenig ab und schafft Luft für Neues. Das Neue gilt es nun zu entdecken und so bin ich die Tage viel in vierbeiniger Begleitung im Wald unterwegs und genieße die anbrechende Frühjahrsstimmung. Die graue Zeit im Wald ist vorüber, das Grün lebt auf.

Wir hoffen wir konnten Euch einen kleinen Einblick geben, was aktuell draußen im Wald alles so passiert. Hoffentlich tut Ihr es uns nach und verlasst die Wohnung für einen Waldspaziergang! „Der Weg entsteht beim Gehen“ – nehmt Eure Frühlingsgefühle mit, sowie eine nette Begleitung, und genießt die Frühjahrsstimmung in der Natur.

Bis bald im Wald!

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Die Zukunft vom Weihnachtsbaum?! https://forsterklaert.de/weinachtsbaum https://forsterklaert.de/weinachtsbaum#respond Sun, 12 Dec 2021 16:30:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=2836 Ab Dezember haben viele Forstbetriebe und Förster:innen mit dem Verkauf vom Weihnachtsbaum zu tun. So haben auch Jan und Simon in einer Försterei in Schleswig-Holstein Weihnachtsbäume für den Verkauf vorbereitet, ausgewählt, geschlagen, verladen und sogar bis nach Göttingen geliefert.

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Ab Dezember haben viele Forstbetriebe und Förster:innen mit dem Verkauf vom Weihnachtsbaum zu tun. So hat auch Förster Simon in in Schleswig-Holstein Weihnachtsbäume für den Verkauf vorbereitet, ausgewählt, geschlagen (so nennt man das Fällen mit der Motorsäge und nicht eine Auseinandersetzung mit einem Baum), verladen in viele Teile Norddeutschlands geliefert.

Hier sieht es schon weihnachtlich weiß verschneit aus!

Der Weihnachtsbaum in Deutschland

Jedes Jahr aufs Neue stellen wir zur Weihnachtszeit  in deutschen Haushalten etwa 25 Millionen Weihnachtsbäume auf. Dabei sind mehr als 80% dieser Weihnachtsbäume Nordmanntannen (Abies nordmanniana). Die Nordmanntanne kommt ursprünglich aus dem Kaukasus und wurde in Deutschland erst als Parkbaum und dann auch zur Holzerzeugung als Waldbaum genutzt, bis ihr Wert in der Weihnachtsbaumproduktion erkannt wurde. Bis solch eine Tanne in unserem Wohnzimmer landet, dauert das im Schnitt 8 – 10 Jahre. Dann haben diese eine Größe von etwa 1,5 – 1,7 m erreicht, welche aktuell im Trend liegt und von uns am meisten nachgefragt werden. 

Hier seht Ihr eine Weihnachtsbaum-Kultur.

Wo kommt der Baum her? 

Das man einfach in den Wald geht und dort eine Tanne für die Stube aussucht, entspricht nicht der Realität. Nordmanntannen werden in Kulturflächen zu tausenden gepflanzt und müssen bis zur Ernte in vielen Schritten gepflegt und bearbeitet werden. Eine Übersicht der Produktionsschritte im Jahresverlauf seht Ihr weiter unten. Man muss die Bäume in Form schneiden, Unkraut entfernen, damit diese nicht das Wachstum der kleinen Bäume einschränkt und für eine volle Farbe der Nadeln düngen. Der beschriebene Prozess ist eine konventionelle Form der Weihnachtsbaumproduktion. Mittlerweile gibt es andere Ansätze, wie der biologische Anbau oder der Produktion von “Ökoweihnachtsbäumen”. Hiermit ist gemeint, dass keine Pestizide, Fungizide, schädliche Dünger oder Ähnliches eingesetzt werden und die Bäume natürlich wachsen.

Simon erklärt euch, wo die kleinen Tannen herkommen!
Die Schritte der Weihnachtsbaumproduktion.

Was es für andere Baumarten für einen Weihnachtsbaum gibt und wie man diese anbaut, könnt Ihr Euch übrigens in einem Video von uns ansehen. Hier waren wir zu Besuch bei einem Weihnachtsbaumproduzenten in der Nähe von Göttingen. 

Infobox: Wie unterscheidet man Tanne und Fichte? 
Am einfachsten geht das an den Nadeln: Reißt man die Nadel der Fichte gegen die Wuchsrichtung ab, bleibt ein bisschen Holz an der Nadel hängen, das aussieht wie ein Fähnchen. Fähnchen Fichte. Bei der Tanne hingegen sitzen die Nadeln wie mit Saugnäpfen am Zweig! Außerdem piksen die Nadeln der Fichte! Blöder Merksatz: Fichte sticht, Tanne nicht!

Wo geht die Reise hin?

Jährlich werden viele Weihnachtsbäume aus Nachbarländern, wie z.B. Dänemark importiert. Manche Bäume legen tausende Kilometer zurück, um am nächsten Supermarktverkaufsplatz zu landen. Man wendet viele Ressourcen dafür auf, dass eine Tanne nur ein paar Tage als Deko dient und danach weggeschmissen wird. Neben unterschiedlichen Ansätzen von Weihnachtsbaumproduktionen, gibt es auch neue Konzepte wie den “Miet-Baum”. Hier wird der Weihnachtsbaum in einem Ballen oder Topf nach den Festtagen wieder abgeholt und das nächste Jahr erneut hingestellt. Über das Konzept vom Mietbaum hat Felix einer Artikel geschrieben den Ihr hier findet.

Weihnachtsbaum-Eintüt-Maschine

Ist die Tradition mit unserem Weihnachtsbaum eigentlich noch zeitgemäß? Was meint Ihr, stellt Ihr auch wieder einen Baum auf oder habt ihr vielleicht eine ganz andere Alternative? Uns ist es eigentlich immer wieder eine Freude einen Baum selber auszusuchen, zu fällen und aufzustellen. Dafür haben wir Kontakt mit einem Forstbetrieb in unserer Region, wo wir wissen wo die Bäume herkommen und wie diese produziert werden. Teilt uns doch gerne Eure Meinung in den Kommentaren mit! Euch ein paar herrliche Festtage! 

Quellen:

Fließer, G. (2015): Christbaumkulturen. Pflanzung, Pflege, Vermarktung!. Graz, Stuttgart Leopold Stocker Verlag. S. 155

Koether, R. (2011): Weihnachtsbaumanzucht mit Nordmannstannen. AFZ-DerWald. 21 (2011). S. 12-13

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Rettung aus der Luft – Kitzrettung mit einer Drohne https://forsterklaert.de/kitzrettung https://forsterklaert.de/kitzrettung#respond Sun, 25 Jul 2021 19:13:55 +0000 https://forsterklaert.de/?p=2408 Bayern, Ende Mai, vier Uhr morgens: Das Forst erklärt Team macht sich auf zu den umliegenden Wiesen und Feldern. Das heutige Ziel ist es, Rehkitze vor einem Mähtod zu retten. Felix Kuwert von Jagdmomente hat uns eingeladen, ihn bei der Kitzrettung aus der Luft zu begleiten. Wieso Rehkitze gerettet werden müssen und wie das angestellt wird, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

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Bayern, Ende Mai, vier Uhr morgens: Das Forst erklärt Team macht sich auf zu den umliegenden Wiesen und Feldern. Das heutige Ziel ist es, Rehkitze vor einem Mähtod zu retten. Felix Kuwert von Jagdmomente hat uns eingeladen, ihn bei der Kitzrettung aus der Luft zu begleiten. Wieso Rehkitze gerettet werden müssen und wie das angestellt wird, erfahrt Ihr in diesem Artikel. 

Das Rehkitz 

Zwischen Mai und Juni setzt das weibliche Reh, die Ricke, ihre Kitze in die Welt. Meistens sind das ein bis zwei, manchmal sogar drei Jungtiere. In den ersten paar Lebenswochen legt die Ricke ihre Kitze in deckungsreichem Gelände ab. Das sind oft hohe Wiesen oder Felder, wo die jungen Tiere vor Fressfeinden geschützt sind. In den ersten Lebenstagen bewegen sich die Kitze nicht von diesen Stellen weg und die Ricke sucht sie regelmäßig zum Säugen auf. In dieser Zeit haben die Kitze einen sehr geringen und volatilen (flüchtigen) Eigengeruch und sind somit für Räuber, wie dem Fuchs, sehr schwer zu finden.

Droht dem Kitz Gefahr, ist es daher seine Strategie, sich zu ducken und abzuwarten, bis das Muttertier zurückkommt. Über das Rehwild haben wir einen ganzen Artikel geschrieben, schaut mal rein!

Dieses Rehkitz ist schon ein bisschen älter und macht schon seine ersten eigenen Ausflüge.

Der Mähtod und die Rettung 

Zur gleichen Zeit, in der Kitze ihre ersten Lebenswochen in Wiesen verbringen, muss man solche auch für der Landwirtschaft mähen. Witterungsbedingt bleibt den Landwirt:innen oft nur ein kleines Zeitfenster für die Mahd. So werden jährlich tausende Rehkitze durch landwirtschaftliche Maschinen getötet. Natürlich ist das keine Absicht von Landwirt:innen. Man entdeckt die jungen nicht flüchtigen Kitze jedoch nicht mit bloßem Auge im hohen Gras. Leider gibt es aber manchmal auch Negativbeispiele und die Kommunikation zwischen Landwirt:innen und Jäger:innen klappt nicht, sodass Wiesen zum Teil nicht abgesucht werden können.

Klassisch hat man Wiesen vor der Mahd mit größeren Menschengruppen und Hunden abgesucht. Dabei ist man in einer engen Streife über die Wiese gelaufen und hat die gefundenen Kitze abseits der Wiese abgelegt und direkt mit dem Mähen begonnen. Ein weiterer Schutz für die Kitze stellen Vergrämungen dar. Eine Methode ist, am Tag vor der Mahd die Wiese zu durchlaufen und Flatterbänder aufzustellen, sodass die Ricke das Kitz dort nicht ablegt. 

Neue Technik zur Kitzrettung

So rettet man ein kleines Kitz. Wichtig ist dabei, Handschuhe zu tragen und das Tier mit genügend Gräsern aufzunehmen, sodass das junge Tier nicht die Witterung des Menschen annimmt und die Mutter es daraufhin verstößt.

Heutzutage kommt eine neue Technik für die Kitzrettung zum Einsatz. Felix hat eine Thermaldrohne. Mit dieser kann er aus mehreren Metern Entfernung Wärmequellen am Boden ausmachen und oft schon da erkennen, ob es sich um ein Rehkitz handelt. Damit sich diese von der Umgebungstemperatur abheben, ist es notwendig, früh am Morgen, bevor die Sonne zu stark wird, unterwegs zu sein. Er spricht sich mit den Landwirt:innen vor Ort ab und bevor eine Wiese gemäht wird, wird diese systematisch mit der Drohne abgeflogen.
Einen Effekt hat das Ganze nur, wenn es kurz vor der Mahd geschieht, weil die Kitze ansonsten wieder zurück in die zu mähende Wiese wechseln.

Entdeckt er ein Kitz, navigiert er Helfer und Helferinnen zu der Stelle. Die Kitze nimmt man mit Handschuhen und Gräsern behutsam auf und legt sie abseits der Wiese ab, wo die Ricke sie wiederfinden kann.

Macht Euch selbst ein Bild!

Diese Momente haben wir natürlich auch mit der Kamera eingefangen und ein Video auf YouTube veröffentlicht. Macht Euch selber einen Eindruck von diesem schönen Erlebnis, ein junges Kitz zu entdecken und zu retten:

Landwirt:innen sind gesetzlich dazu verpflichtet, Wiesen abzusuchen. Jäger:innen machen das oft ehrenamtlich und halten Absprachen, um somit Leben zu retten. An dem Wochenende, an dem wir in Bayern zu Besuch waren, haben wir insgesamt sieben Kitze ausfindig gemacht. In dieser Saison hat Felix 45 Rehkitze mit seiner Drohne gefunden und gerettet.

Felix ist die ganze Woche täglich um 03:30 Uhr aufgestanden und hat insgesamt 45 Rehkitze mit seiner Drohne gerettet.

Hut ab für dieses hohe ehrenamtliche Engagement und dem bedingungslosen Respekt und der Achtung vor unserer belebten Natur und Umwelt.

Forst erklärt auf Kitzrettung?

Wir persönlich sind nun natürlich hin und weg von der Kitzrettung mit einer Wärmebilddrohne. Der Bund fördert eine Anschaffung von Drohnen zur Wildtierrettung. Bis zum September diesen Jahres kann man beim BLE noch Förderungsanträge stellen. Voraussetzung dafür ist ein gegründeter Verein. Wenn Ihr mit dem Gedanken spielt, davon Gebrauch zu machen, können wir Euch nur ermutigen! Es mangelt immer noch an Drohnenführer:innen. 

Was meint Ihr, sollten wir uns eine Drohne zulegen? 😉

Und Wie gefällt Euch dieser Einblick, in die etwas andere Arbeit von Jäger:innen? Habt Ihr so eine Kitzrettung vielleicht selbst schon mal miterlebt oder habt ein Kitz gesehen? Erzählt uns gerne davon in den Kommentaren!

Quellen:

https://www.ble.de/DE/Projektfoerderung/Foerderungen-Auftraege/Rehkitz/Rettung_node.html
https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/038-rehkitze.html

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Wie man aus dem Wald ruft #4 – Mit dem Klötzchenschein zur Förster:in https://forsterklaert.de/wie-man-aus-dem-wald-ruft-4-mit-dem-kloetzchenschein-zur-foersterin https://forsterklaert.de/wie-man-aus-dem-wald-ruft-4-mit-dem-kloetzchenschein-zur-foersterin#respond Wed, 14 Jul 2021 13:58:10 +0000 https://forsterklaert.de/?p=2344 Klötzchenschein, Lochschein, Käferschein, Jagdschein und mehr. Wir haben uns im neusten Podcast von und mit Forst erklärt mit Katharina Rohde...

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Klötzchenschein, Lochschein, Käferschein, Jagdschein und mehr. Wir haben uns im neusten Podcast von und mit Forst erklärt mit Katharina Rohde darüber unterhalten, wie man Förster:in wird und was sie eigentlich im Wald macht. Wie die aktuellen Chancen stehen in so einem grünen Beruf tätig zu werden und was alles mit einem Forstwirtschaftsstudium möglich ist, erfahrt Ihr von der jungen Försterin.

Wir würden uns total freuen, wenn ihr uns Feedback gebt! Schreibt uns doch, wie Ihr die Idee zum Podcast findet, welche Gäste Ihr gerne hören würdet und welche Themen wir in den nächsten Folgen besprechen sollen. Tippt Eure Anregungen gerne einfach hier unten in die Kommentare!

Shownotes:

  • Wie und wo man Forstwirtschaft studieren kann erfahrt Ihr hier
  • Den Instagram Account von den Landesforsten Rheinland Pfalz findet ihr hier
  • Ihr interessiert Euch für Jagdhunde? Wir haben hier mal etwas zusammengefasst
  • Die Videos mit Leonie und Katharina findet Ihr ab August hier
Gruppenbild mit Hund(en)

Forst erklärt unterstützen:

Die Produktion dieses Podcasts kostet leider einiges an Zeit und Geld. Daher freuen wir uns über jede (finanzielle) Unterstützung. Das geht zum Beispiel ganz einfach per PayPal an Paypal.me/forsterklaert oder per Überweisung. Wir können leider momentan keine Spendenquittungen ausstellen. Wenn Du Fragen hast, schreib uns gerne eine Mail an kontakt ät forsterklaert.de!

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Gefahr: Waldbrand – von Erdfeuern bis Wipfelbränden https://forsterklaert.de/waldbrand https://forsterklaert.de/waldbrand#respond Sun, 20 Jun 2021 17:00:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=2266 Und damit zum Wetter: In den letzten Tagen bestand in einigen Teilen Deutschlands die höchste Gefahrenstufe für einen Waldbrand. Das Ausbleiben von Regen und extrem heiße Temperaturen erhöhen diese Gefahr täglich. Was die Ursachen für Waldbrände sind und was die Forstwirtschaft und jede:r von Euch zum Schutz unserer Wälder vor Bränden tun kann, erfahrt Ihr im folgenden Artikel.

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Und damit zum Wetter: In den letzten Tagen bestand in einigen Teilen Deutschlands die höchste Gefahrenstufe für einen Waldbrand. Das Ausbleiben von Regen und extrem heiße Temperaturen erhöhen diese Gefahr täglich weiter. Zum Glück soll es jetzt deutschlandweit wieder abkühlen und Niederschläge geben. Was die Ursachen für Waldbrände sind und was die Forstwirtschaft und jede:r von Euch zum Schutz unserer Wälder vor Bränden tun kann, erfahrt Ihr im folgenden Artikel.

Wir haben auch letztes Jahr schon, als die Gefahr von einem Waldbrand wieder besonders hoch war, einen Artikel zu diesem Thema geschrieben. Bei etwas so Wichtigem wollen wir aber lieber einmal zu oft darauf hinweisen! Deshalb auch nochmal der Hinweis zu unserem Artikel für das richtige Verhalten im Wald.

Hauptursache von einem Waldbrand: wir Menschen 

Aus der letzten Statistik zu Waldbränden in Deutschland geht hervor, dass es in den letzten Jahren überdurchschnittlich viele Waldbrände im Vergleich zu den Vorjahren gab. 2019 waren es 1.523, die zum Großteil in Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen und Bayern passiert sind. Wenn eine  Ursache festgestellt werden konnte, waren die Waldbrände zum Großteil auf den Menschen zurückzuführen. Lediglich 6% der Waldbrände aus 2019 sind aufgrund natürlicher Ursachen geschehen. Das kann z.B. ein Blitzschlag sein, der lokal ein kleines Feuer entfacht. 

Hier sieht Ihr nochmal, welch geringen Teil natürliche Ursachen ausmachen.

Jahreszeitlich befinden wir uns gerade in einem “Hoch” der Waldbrandgefahr. Die meisten Waldbrände passieren im Frühsommer, in den Monaten Juni und Juli. 

Es gibt verschiedene Arten von Waldbränden, die unterschiedlich schädlich für den Wald sein können. Erdfeuer finden im Boden statt und zerstören so Wurzeln und Samen. Boden- oder Lauffeuer brennen die bodennahe Vegetation ab, haben aber einen geringeren Einfluss auf große Bäume. Wenn Bodenfeuer so stark werden, dass sie Stämme entzünden und auf ältere Bäume überspringen, spricht man von Vollfeuern oder Wipfelbränden. Wenn die Kronen der Bäume brennen, ist das Risiko einer schnellen Verbreitung der Brände am höchsten. 

Wie könnt Ihr dazu beitragen, das Risiko für Waldbrand zu verringern? 

Grillen und Lagerfeuer bitte nur weit weg von trockenen Wäldern!

Auch wenn es sich erst einmal an banal anhört, ist das Wichtigste, offenes Feuer im Wald zu verhindern. Also bitte keine Lagerfeuer im Wald und auch kein Rauchen! Das ist übrigens zu dieser Jahreszeit gesetzlich verboten und kann bis zu 100 Euro Strafe kosten. Weiterhin solltet Ihr kein Glas im Wald liegen lassen. Sammelt dieses lieber auf. Durch den sogenannten „Brennglaseffekt“ kann selbst durch liegengelassene Glasflaschen ein Feuer entfacht werden. Auch durch Grillen in der Nähe eines Waldes können ungewollt Brände entstehen, da die Funken vom Wind in Richtung Wald getragen werden können.

Wusstest Du schon…?
Das aktuelle Waldbrandrisiko für Eure Region, könnt Ihr über den Waldbrandgefahrenindex vom Deutschen Wetterdienst einsehen.

Ein oft unterschätztes Risiko ist das Befahren des Waldes mit Autos. Wenn der heiße Auspuff an trockenes Laub kommt, können sich Glutnester bilden. Also sollte man, besonders wenn es trocken ist, nie mit dem Auto jenseits der Wege durch den Wald fahren. Dass das auch ohne Waldbrandgefahr ein No-Go ist, ist Euch vermutlich ohnehin klar. Das Gleiche gilt natürlich auch für das Parken. Wenn Ihr also die heißen Sommertage im Wald verbringen wollt, achtet darauf, dass das abgestellte Auto nicht zum Brandherd wird!

Waldbrände sind auch für die im Wald lebenden Tiere lebensbedrohlich!

Was tut die Forstwirtschaft gegen Waldbrände?

Um Waldbränden vorzubeugen gibt es verschiedene Möglichkeiten: Das Risiko eines Brandes hängt auch mit der spezifischen Baumart vor Ort zusammen. Besonders harzhaltige Nadelbäume und gerade die Kiefer sind dabei stark risikobehaftet. In Wäldern in Brandenburg, wo aufgrund von sandigen Böden und vielen Kiefern jedes Jahr eine hohe Waldbrandgefahr besteht, werden Brandschutzstreifen angelegt. Diese bestehen aus anderen Baumarten, wie z.B. Pappeln und Roteichen, die das Feuer aufhalten sollen. Manchmal sind sind diese Brandstreifen auch vollständig kahl und ohne Bäume bewachsen. Auch im Wald sind Löschwasserteiche angelegt worden, die während eines Lösch-Einsatzes genutzt werden können. Zur Prävention gegen die Ausbreitung von Bodenfeuern wird oft an Straßenrändern brennbares Material entfernt.  

Wusstest Du schon…?
Manche Bäume, wie der Riesenlebensmammutbaum aus Amerika, sind auf Waldbrände angewiesen. Die Zapfen benötigen starke Trockenheit oder besondere Hitze, wie sie eben bei Waldbränden entsteht. Erst dann öffnen sie sich und geben die Samen frei. Nach Waldbränden ist der Boden außerdem frei und durch die Asche sehr mineralhaltig. So bietet er optimale Wachstumsbedingungen für die Keimlinge.

In vielen Teilen der Welt sind Waldbrände noch ein viel größeres Thema. Wir hoffen aber auch hier lokal mal auf etwas regenreichere Sommer, um den warmen Temperaturen im kühleren Wald zu entfliehen. Habt Ihr schon mal einen Waldbrand erlebt?

Lagerfeuer sind super, haben aber besonders bei Trockenheit im Wald nichts zu suchen!

Quellen:

Waldbrände | Umweltbundesamt
BLE – Wald
Wetter und Klima – Deutscher Wetterdienst – Leistungen – Waldbrandgefahrenindex (dwd.de)
Waldbrände – Ursachen und vorbeugende Maßnahmen (waldhilfe.de)

Hohe Waldbrandgefahr – Appell an die Waldbesucher – forstpraxis.de

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Was der Wald alles kann – die Funktionen des Waldes https://forsterklaert.de/waldfunktionen https://forsterklaert.de/waldfunktionen#comments Tue, 01 Jun 2021 15:30:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=2216 Wälder nehmen in der aktuellen Klimakrise immer mehr an Bedeutung zu und gelangen immer häufiger in die Medien. Doch der Wald ist schon seit Jahrhunderten ein Alleskönner. Was der Wald alles kann, erfahrt Ihr im Folgenden.

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Wälder nehmen in der aktuellen Klimakrise immer mehr an Bedeutung zu und gelangen immer häufiger in die Medien. Doch der Wald ist schon seit Jahrhunderten ein Alleskönner. Denn er übernimmt neben Funktionen des Lebensraums für Tier- und Pflanzenarten und der Bereitstellung des nachwachsenden Rohstoffes Holz, viele Aufgaben und gesellschaftliche Leistungen. Förster:innen unterteilen die Funktionen des Waldes grundsätzlich in drei Gruppen: Die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion. Was der Wald alles kann, erfahrt Ihr im Folgenden. 

Nutzfunktion – die wirtschaftliche Bedeutung des Waldes

Wälder liefern nachhaltig den vielseitigen und klimaschonenden Rohstoff Holz .

Unter der Nutzfunktion des Waldes versteht man vor allem wirtschaftliche Aspekte, also generell die wirtschaftliche Bedeutung des Waldes:  

  • Rohstoff Holz – durch die nachhaltige und naturgemäße Forstwirtschaft wird in unseren Wäldern der umweltfreundliche und kohlendioxidneutrale Rohstoff und Energieträger Holz gewonnen 
  • Saatgut – für die Vermehrung von Bäumen sammelt man in manchen Wäldern das Saatgut von älteren Bäumen
  • Wildbret – durch die Jagd wird unter anderem das hochwertige Lebensmittel Wildfleisch gewonnen
  • Arbeitsplatz – in Deutschland leben etwa 1 Millionen Beschäftigte direkt oder indirekt vom Wald 

Schutzfunktion – der Wald kümmert sich um Mensch und Umwelt

Wälder schützen die Umwelt und den Menschen.

Unter der Schutzfunktion werden Leistungen zusammengefasst, die der Wald für den Schutz der Umwelt oder des Menschens vollbringt:

  • Natur- und Artenschutz – Wälder sind Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten 
  • Biotopschutz – Wälder beinhalten in unserer Kulturlandschaft selten gewordene Biotope, wie z.B. Moore
  • Klimaschutz – Wälder sind Kohlenstoffsenken. Das bedeutet, dass Bäume für ihr Wachstum das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid aus der Luft aufnehmen und den Kohlenstoff dann im Holz speichern. Ein weiterer Effekt ist die Filterung und Reinigung der Luft. Zu viel Kohlenstoffdioxid in der Luft begünstigt den Klimawandel.
  • Temperaturausgleich – in Wäldern können Temperaturunterschiede zur umliegenden Landschaft von bis zu 4 °C herrschen.
  • Wasserschutz – Über den Boden wird in Wäldern das Regenwasser gefiltert und gereinigt, wodurch sauberes Grundwasser entsteht 
  • Bodenschutz – Wälder schützen vor Erosion, also dem Abrutschen von Hängen oder Erdmassen  
  • Lawinenschutz – in Gebirgen schützen Wälder vor Lawinen oder Steinschlag 

Erholungsfunktion

Wälder bieten uns einen Erholungsort für den Alltag.

Vor ein paar Jahren noch ein unbekannter Begriff, heutzutage in aller Munde, das “Waldbaden”. Wälder dienen uns Menschen auch als Ausgleich und Erholungsort vom Alltag. In Folge der Corona-Pandemie wurde in Studien1 bereits aufgezeigt, dass stadtnahe Wälder vermehrt besucht wurden und sich auch die Dauer des Besuchs verlängerte. Aktivitäten, die unter die Erholungsfunktion fallen sind z.B. Spazierengehen, Wandern, Joggen, Radfahren, Reiten, Mountainbiking, Geocaching oder Klettern. Wie verbringt Ihr Eure Zeit im Wald?

Wusstest Du schon…?
Deutschland ist eines der waldreichsten Länder der EU und ist zu einem Drittel der Landesfläche bewaldet. Mehr Informationen und Fakten rund um den deutschen Wald findet Ihr hier.

Multifunktionalität von Wäldern

Wälder haben noch weitere Funktionen, ein wichtiges Beispiel ist die Bildung. Denn Natur und Wald sind immer häufiger Lernort für Jung und Alt. Der Aspekt der Umweltbildung treibt uns von Forst erklärt auch an, dieses Projekt zu betreiben und über den Wald und die Forstwirtschaft aufzuklären.

Ihr seht, der Wald übernimmt eine Vielzahl von Aufgaben und Funktionen. Hierbei spricht man von der Multifunktionalität des Waldes und damit verbunden auch von der multifunktionalen Forstwirtschaft. Denn die Schwierigkeit liegt darin, den verschiedenen Interessengruppen und deren individuellen Ansprüchen gerecht zu werden und diese zu erhalten und zu fördern. Dies ist nicht nur Aufgabe von Förster:innen und Forstbetrieben, sondern auch von Politik und Gesellschaft. 

Eine aktuelle Debatte in Politik und Gesellschaft ist, inwieweit man diese Leistungen des Waldes für die Waldbesitzenden honoriert. So könnte eben auch ein Anreiz geschaffen werden, diese Leistungen zu erhalten, zu verbessern und der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Wie der Waldbesitz in Deutschland verteilt ist, könnt Ihr übrigens hier erfahren. Habt Ihr dazu eine Meinung? Schreibt es uns in die Kommentare!

Quellen:

Möhring, B. & U. Mestermacher (2009): Gesellschaftliche Leistungen der Wälder und der Forstwirtschaft und ihre Honorierung. Landbauforschung – vTi Agriculture and Forestry Research Sonderheft. S. 65-73 


1Palm, T., Weinbrenner, H. & K. Wirth (2020): Die Bedeutung von Stadtwäldern während der Corona-Pandemie. AFZ – Der Wald. S. 12-15


https://www.forstwirtschaft-in-deutschland.de/waelder-entdecken/waldfunktionen/

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Ist Holznutzung Klimaschutz? – Was Holz alles kann https://forsterklaert.de/holznutzung https://forsterklaert.de/holznutzung#comments Tue, 23 Mar 2021 16:00:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=1869 Holz ist ein unglaublich vielseitig verwendbarer Rohstoff und aus unserer heutigen Welt kaum wegzudenken. Holz wird zum Bauen in Form von Konstruktionen wie z.B. Dachstühlen, in Fachwerkhäusern oder auch im Schiffsbau eingesetzt. Wie die Nutzung von Holz zum Klimaschutz beiträgt und wie Ihr durch eine nachhaltige und bewusste Verwendung einen Teil dazu beitragen könnt, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

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Holz ist ein unglaublich vielseitig verwendbarer Rohstoff und aus unserer heutigen Welt kaum wegzudenken. Holz wird zum Bauen in Konstruktionen wie z.B. Dachstühlen, in Fachwerkhäusern oder auch im Schiffsbau eingesetzt. Im Innenausbau wird Holz für Fußböden, Verkleidungen und für die Herstellung von Möbeln genutzt. Holz kann zu Papier oder auch Dämmstoffen weiterverarbeitet werden und wird weiterhin auch als thermische Energiequelle, also zum Heizen genutzt. Wie die Holznutzung zum Klimaschutz beiträgt und wie Ihr durch eine nachhaltige und bewusste Verwendung einen Teil dazu beitragen könnt, erfahrt Ihr in diesem Artikel. 

Während ihres Wachstums entziehen Bäume der Atmosphäre CO2. Dieses wandeln sie bei der Photosynthese in Kohlenstoff, der im Holz gespeichert wird, und Sauerstoff, der freigesetzt wird, um. Das Treibhausgas CO2 wird also zu einem Teil durch den Wald aufgenommen und umgewandelt. Damit ist der Wald grüne Lunge, Kohlenstoffsenke und aktiver Klimaschützer.  

Wusstest du schon…?
Jeder Kubikmeter Holz, der im Wald zuwächst, entzieht der Luft eine Tonne CO2. Dabei werden 250 kg Kohlenstoff im Holz, der Rinde, in Ästen, Blättern und den Wurzeln gebunden und 750 kg Sauerstoff freigesetzt.

Wichtig ist es auch schon im Vorfeld zu wissen, dass der Wald aber auch leider nicht das Allheilmittel in Bezug auf den Klimawandel ist. In Deutschland werden pro Jahr rund 858 Mio.t CO2 ausgestoßen. Der Wald kann aber nur 126 Mio. t CO2 binden: Der Wald kann also die Atmosphäre momentan nur mit 14,7% entlasten.

Wie kann dann eine Holznutzung gut fürs Klima sein?

Der Kohlenstoff im Holz der Bäume ist dort nicht für immer gebunden, sondern wird beim Absterben von Bäumen und der Verrottung von Holz wieder freigesetzt. Durch eine nachhaltige und naturgemäße Forstwirtschaft kann neben der Speicher- und Senkenfunktion des Waldes auch durch die Holznutzung weiterhin das klimaschädliche CO2 gebunden und eingespart werden. Bei der Weiterverarbeitung von Holz zu Möbeln oder Dachstühlen wird der einst durch den Baum gebundene Kohlenstoff weiter gespeichert. Alte Fachwerkhäuser oder Möbel von den Großeltern sind damit uralte Speicher von Kohlenstoff. 

Ein weiterer Vorteil der Holznutzung: Die Substitutionsfunktion?

Es geht also immer darum, möglichst wenig CO2 freizusetzen. Dies kann auch erreicht werden, indem man Stoffe, die problematisch für das Klima sind, durch Holz ersetzt. Die Baustoffe Beton, Stahl oder Aluminium sind in ihrer Herstellung wesentlich klimaschädlicher als die Verwendung von Holz (stoffliche Substitution). Endliche fossile Energieträger wie Öl, Gas oder Kohle sind für einen wesentlichen Anteil der Treibhausgase verantwortlich. Stattdessen kann Holz für die Energiegewinnung durch Verbrennung genutzt werden (energetische Substitution). Die Verwendung von Holz als Brennstoff ist übrigens klimaneutral. Bei der Verbrennung wird der gleiche Betrag des einst aufgenommenen CO2 wieder freigesetzt und kein zusätzliches produziert. Der Einsatz von Holz als Ersatz für andere Baustoffe oder Heizmittel ist also klimafreundlich! 

Bei der Verbrennung von Holz wird der gleiche Betrag des einst aufgenommenen CO2 wieder freigesetzt und kein zusätzliches produziert

Wusstest du schon…?
In der Hamburger Hafencity hat der Baustart von Deutschlands höchstem Holzhaus begonnen. Mit dem 65 m hohen Gebäude sollen auch neue Maßstäbe für ein ökologisches Bauen gesetzt werden.

Natürlich ist auch Holz nur in einem begrenzten Rahmen verfügbar und langfristig nutzbar. Wichtig ist daher eine nachhaltige und naturgemäße Forstwirtschaft zur Sicherung des Waldes, seiner vielfältigen Funktionen und zur Rohstoffproduktion, sowie eine möglichst langfristige Nutzung von Holzprodukten. In anderen europäischen Ländern finden ganz andere Formen der Forstwirtschaft als hier in Deutschland statt. Diese sind noch eher mit einer Kahlschlagwirtschaft vergleichbar. In vielen Teilen der Welt findet auch immer noch eine großflächige Zerstörung von Wäldern und Raubbau statt. Unter diesem Link findet Ihr ein englischsprachiges Dokument, indem weitere Informationen zur weltweiten Waldzerstörung enthalten sind.

Wie erkennt man faires Holz?

Um zu erkennen woher Holzprodukte stammen, gibt es zwei Siegel und Zertifizierungsformen: PEFC und FSC. Diese setzen sich für eine nachhaltige Forstwirtschaft ein. PEFC hat beispielsweise eine Zertifizierungskette, in der Unternehmen die Holzprodukte verkaufen, nachweisen müssen, dass alle bei der Herstellung beteiligten Unternehmen ebenfalls zertifiziert sind. Damit werden in der Produktion soziale, ökologische und ökonomische Werte gesichert. 

Was könnt Ihr tun?

Alte Möbelstücke mit Geschichte sind jahrzehntelang Kohlenstoffspeicher

Nutzt Holz bewusst. Achtet beim alltäglichen Einkauf von Holzprodukten auf Zertifizierungssiegel und erhöht die Nutzungsdauer von Holzprodukten. Der Einkauf bei einem skandinavischen Groß-Möbelhersteller ist zum Beispiel nicht sonderlich empfehlenswert. Das Holz für die Möbel stammt zu einem großen Teil aus Skandinavien und Osteuropa, in denen das Holz in Form von Kahlschlägen gewonnen wird. Dieses Holz ist meist nicht zertifiziert und die Massenproduktion fördert meist nur eine geringe Nutzungsdauer der Möbel oder Holzprodukte. Wesentlich schöner ist es da doch, alte Möbelstücke mit Geschichte weiterzunutzen oder vielleicht auch selber zu bauen. 

Außerdem könnt Ihr durch ein bewusstes Konsumverhalten, z.B im Bereich der Ernährung, dazu beitragen oder eben verhindern, dass für Landwirtschaft oder Futtermittelproduktion Waldflächen, oftmals in Südamerika, abgeholzt werden. 

Wusstest du schon…?
Im sogenannten Cluster Forst und Holz, welches den Arbeitsplatz rund um die Herstellung und die Weiterverarbeitung von Holz abbildet, sind über 1 Millionen Menschen in Deutschland beschäftigt. Darunter fallen die holzbearbeitende Industrie (Sägewerke), holzverarbeitende Industrie (Möbelindustrie) und auch Verlagsbetriebe, Papierherstellung etc. Die Verarbeitung von Holz ist hauptsächlich im ländlichen Raum angesiedelt und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des ländlichen Raums. 

Wir hoffen, wir konnten Euch von dem tollen Rohstoff Holz überzeugen und Euch anregen, in Zukunft einfach bewusst auf Holzprodukte zurückzugreifen. Erzählt uns gerne, wie Ihr Holz nutzt und ob Ihr noch andere Ideen habt, die jede:r unterstützen kann!

Bis bald im Wald!

Quellen:

BMEL – Holz – Nachwachsender Rohstoff Holz
Bäume: Rohstoff Holz – Pflanzen – Natur – Planet Wissen (planet-wissen.de)
Cluster Forst & Holz – Forstwirtschaft in Deutschland (forstwirtschaft-in-deutschland.de)
Holzverwendung ist Klimaschutz – waldwissen.net
https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn057044.pdf
https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/treibhausgas-emissionen-in-deutschland#treibhausgas-emissionen-nach-kategorien
Vorlesung Waldnaturschutz Prof. Dr. Schuldt Georg-August-Universität Göttingen

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Auf den Spuren der Bewohner des Waldes https://forsterklaert.de/tierspuren https://forsterklaert.de/tierspuren#respond Sun, 21 Mar 2021 16:10:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=1853 Wildtiere sind in unseren Wäldern nicht immer einfach zu entdecken und zu beobachten. Denn sie sind scheu und manch ein Waldbewohner ist nur nachts unterwegs. Es gibt jedoch viele Anzeichen und Spuren im Wald, die für die Anwesenheit einer Tierart sprechen. In diesem Artikel erfahrt Ihr, wie Ihr mit einem Blick auf den Waldboden und in die Baumkronen Hinweise auf das Vorkommen von Tieren entdecken könnt und auf welche Arten diese hindeuten.

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Wildtiere sind in unseren Wäldern nicht immer einfach zu entdecken und zu beobachten. Denn sie sind scheu und manch ein Waldbewohner ist nur nachts unterwegs. Es gibt jedoch viele Anzeichen und Spuren im Wald, die für die Anwesenheit einer Tierart sprechen. In diesem Artikel erfahrt Ihr, wie Ihr mit einem Blick auf den Waldboden und in die Baumkronen Hinweise auf das Vorkommen von Tieren entdecken könnt und auf welche Tierarten diese hindeuten.

Die Straßen der Tiere

Wildwechsel nennt man Wege, die Wildtiere regelmäßig benutzen. Gerade Rehe und Wildschweine bevorzugen ihnen bekannte Routen, die sie auch im Falle einer Gefahr für ihre Flucht benutzen. Wildtiere kennen sich also in ihrem Lebensraum gut aus und verwenden oft die gleichen Wege zur Nahrungssuche oder für eine Flucht.  

Wildwechsel sind regelmäßig benutzte Wege von Wildtieren. Oft kreuzen diese auch befestigte Wege und sind an den Wegrändern zu erkennen.

Spuren im Detail: Die Fährte

Auf solchen Wildwechseln kann man oft Trittsiegel, die Fußabdrücke von Tieren, sehen und darauf schließen, von welchem Tier dieser Wechsel ist. Die Aufeinanderfolge von Trittsiegeln nennen Jäger:innen Fährte. Auf dem Bild ist die Fährte eines Rehs zu sehen. Das Erkennungsmerkmal: zwei kleine Schalenabdrücke – “Schalen” stehen für die Klauen des Rehs und anderen Wildarten, wie dem Wildschwein oder dem Rotwild.  

Die Aufeinanderfolge von Trittsiegeln, also von den Fußabdrücken, vom Reh werden Fährte genannt.

Wusstest Du schon…?
Fußabdrücke vom Fuchs oder Hase heißen, im Gegensatz zu der Fährte von Schalenwild wie dem Reh und dem Wildschwein, “Spur”. Abdrücke von Vogelfüßen nennt man übrigens “Geläuf”.  

Gefundenes Fressen – Verbiss als Spur

An Jungpflanzen auf dem Waldboden kann man häufig Fraßspuren von Tieren entdecken. Rinde, Knospen und Zweige junger Bäume und Büsche stellen gerade im Winter für viele Wildtiere, von Mäusen bis hin zum Rothirsch, eine wichtige Nahrungsquelle dar. Auf unserer Spurensuche haben wir an vielen jungen Bäumen wie dem Bergahorn oder der Esche fehlende Knospen und “verbissene” Triebe gefunden. Das Reh nutzt die Knospen von jungen Bäumen als energiereiche Nahrung. Ein Erkennungsmerkmal ist, dass die Spitze des Triebes, an der die Knospe saß, wie abgezupft aussieht. 

Ein vom Reh verbissener Bergahorn: Erkennungsmerkmal – die Knospe an der Spitze sieht wie abgezupft aus.

Wenn die Kacke nicht mehr dampft

Bei genauerem Absuchen des Waldbodens lassen sich auch noch andere Hinterlassenschaften von Tieren wie die Losung, also Kot, finden. Auf unserer Suche haben wir Losung vom Wildschwein gefunden. Schwarzwildlosung ist recht groß und grob. Ein typisches Gebilde für einen Allesfresser. 

Losung vom Wildschwein ist recht groß und grob. 

Spurensuche bis vor die Haustür: Zu Besuch bei Frau Fledermaus

Mit einem Blick in die Baumkronen lassen sich gerade in alten und auch abgestorbenen Bäumen Spechthöhlen entdecken. Eine ausgebaute Spechthöhle bietet über Dauer nicht nur dem Specht sondern einer Vielzahl von Wildtieren einen Lebensraum. Erst einmal ist sie Brutstätte für den Specht, danach nutzen häufig Fledermäuse diese Höhlen als Tag- oder Überwinterungsquartier. Auch andere Vogelarten wie der Waldkauz oder die Hohltaube können, wenn die Eingangslöcher groß genug sind, die Höhlen als Übernachtungsquartier oder Bruthöhle nutzen. Weiterhin werden diese auch gerne von Bilchen, wie dem Siebenschläfer, aufgesucht. In den Hinterlassenschaften auf dem Boden der Höhle finden viele Insektenarten ihre Nahrungsquelle oder Brutmaterial.  

In der alten abgestorbenen Buche hat ein Specht seine Spechthöhlen gezimmert. Diese sind auf Dauer ein Lebensraum für eine Vielzahl von Tierarten.

Wichtiger Hinweis zum Schluss

In Niedersachsen beginnt mit dem 01.04. der Leinenzwang für Hunde im Wald aufgrund der Brut- und Setzzeit. Wir möchten Euch auch darauf hinweisen, dass wir im Vorfeld eine Drehgenehmigung in dem Waldstück vom Förster erhalten haben und Euch bitten wildlebenden Tieren nicht nachzustellen oder gezielt nach solchen Spuren und Hinweisen zu suchen! Wir möchten die Tiere in ihrem Lebensraum nicht stören oder aufschrecken. 

Ohne ein Wildtier direkt zu beobachten, können wir doch mit Hilfe von Hinweisen, wie Spuren, Fährten, Fraßzeichen und Losung auf die Anwesenheit von bestimmten Wildtieren schließen. Wir sind gespannt, was Ihr auf Eurem nächsten Spaziergang für Anzeichen entdeckt. Teilt uns doch gerne mit welche diese sind und welche Vielfalt von Tieren bei Euch vorkommen. Bis bald im Wald!

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Neues von Forst erklärt: Wir waren im Fernsehen! https://forsterklaert.de/im-fernsehen https://forsterklaert.de/im-fernsehen#comments Thu, 18 Mar 2021 13:24:59 +0000 https://forsterklaert.de/?p=1715 Auf einer Zusammenstellung von Etappenzielen für Forst erklärt war eines der Auftritt im Fernsehen. In dem Beitrag von SAT1 hat uns ein Produktionsteam bei der Aufnahme von einem neuen Forst erklärt Video im Wald begleitet.

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Ein großes Etappenziel für Forst erklärt war ein Auftritt im Fernsehen. Daher haben wir uns sehr gefreut, als wir schneller als erwartet eine Anfrage von Sat1 regional bekommen haben! Der Sender ist auf unser Projekt aufmerksam geworden und will über uns berichten. 

Simon wird im Wald interviewt.

In dem Beitrag von SAT1 hat uns ein Produktionsteam bei der Aufnahme von einem neuen Forst erklärt Video im Wald begleitet (hier geht’s zum dazugehörigen Artikel). Währenddessen wurden wir einzeln vor der Kamera zu den Hintergründen, unserer Motivation und zur Zukunft des Projektes interviewt. Neuerdings haben wir in der Kreativetage des Kulturvereins Musa Göttingen ein Büro zur Mitbenutzung. Dort haben wir noch Einblicke in unsere Medienarbeit gegeben. Am Ende ist ein kurzer TV-Auftritt herausgekommen, den Ihr Euch in der Mediathek (Link) nochmal anschauen könnt. 

Das Video

Videobeitrag von Sat1 Regional

Unsere nächsten Pläne

Jetzt warten wir auf die Einladung in eine Talkshow im Fernsehen. Also falls ihr jemanden kennt, der jemanden kennt… 

Kleiner Spaß, wir sind immer wieder überrascht und begeistert von Eurem Feedback und Interesse zu unserem studentischen Projekt. So war die Anfrage zu einem Auftritt im Fernsehen weiterer Ansporn und Motivation für uns! Wir hoffen, Euch gefällt unser kleiner Auftritt im Fernsehen!

Auch Stars werden bei so einem Dreh müde.

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Neues von Forst erklärt: Der Wald im Radio https://forsterklaert.de/der-wald-im-radio https://forsterklaert.de/der-wald-im-radio#respond Tue, 09 Mar 2021 16:00:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=1815 Einige von Euch Haben Jan in der Morningshow vom Radiosender ffn zugehört. Vielleicht seid Ihr auch dadurch auf unser Projekt aufmerksam geworden. Jetzt ist unser zweites Interview im Radio online gegangen!

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Einige von Euch Haben Jan in der Morningshow vom Radiosender ffn zugehört. Vielleicht seid Ihr auch dadurch auf unser Projekt aufmerksam geworden (wenn ja, könnt Ihr uns hier nochmal kennenlernen). Jetzt ist unser zweites Interview im Radio online gegangen!

Unsere Stimmen hört Ihr dann auf den verschiedenen Kanälen!

Auftritte im Radio machen uns richtig Spaß. Wir freuen uns, Neuigkeiten und Fakten des Waldes auch auf dieser Plattform mit Euch teilen zu können. Daher freuen wir uns, Euch berichten zu können, dass Jans Auftritt bei Radio ffn nur der erste Streich war. Ein zweiter folgt sogleich: das von der HAWK – Fachhochschule in Göttingen durchgeführte Interview mit Jan und Simon ist mehrfach auf dem Radiosender tonkuhle gesendet worden. Wir sprechen dort generell über die Hintergründe und Ziele unseres jungen Projektes. Hier könnt Ihr es Euch nochmal anhören. Auf die Ohren wird es von Seiten Forst erklärt demnächst mehr geben, seid gespannt!

Radio-Sendung verpasst?

Falls Ihr die Ausstrahlung der Interviews verpasst habt, könnt Ihr das jetzt gerne noch nachholen. Und falls Ihr zufällig einen eigenen Radiosender oder Podcast betreibt, ladet uns doch gerne mal zu einem Interview ein. 😉  

Nochmal die Sender und Radios in der Übersicht:

FFN
HAWK Radio | Höre auf hearthis.at 
Das Lokalradio für Hildesheim und die Region – Radio Tonkuhle Hildesheim
Und vergesst nicht unsere Gastauftritte bei Talking Wild!

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