Making Of Archive - Forst erklärt https://forsterklaert.de/category/making-of Wissen aus dem Wald Mon, 09 Feb 2026 15:56:21 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 https://forsterklaert.de/wp-content/uploads/2020/02/cropped-FavIconForstErklaert-32x32.png Making Of Archive - Forst erklärt https://forsterklaert.de/category/making-of 32 32 Lesung: Wir haben ein Buch geschrieben! https://forsterklaert.de/lesung https://forsterklaert.de/lesung#respond Mon, 09 Feb 2026 15:56:17 +0000 https://forsterklaert.de/?p=6399 Das Buch trägt den Namen “Forst erklärt: Warum wir den Wald brauchen – und er uns” und erscheint am 18.03.26...

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Das Buch trägt den Namen “Forst erklärt: Warum wir den Wald brauchen – und er uns” und erscheint am 18.03.26 im EMF-Verlag. Und wir sind stolz wie bolle! Hier findet Ihr alle Infos rund ums Buch und unsere ganz offizielle Einladung zur Release-Lesung!

Das Cover unseres ersten Buchs!

Worum geht’s in unserem Buch?

Dieses Buch beginnt mit der Frage, was Wald eigentlich ist. Es geht um den Wirtschaftsraum, der gleichzeitig Erholungsort ist und nebenbei essentiell für das Leben auf unserem Planeten. Es geht aber auch um andere Aspekte, wie die Jagd, wie man mit Holz Geld verdient und ob das alles so gut fürs Klima ist. Wir erklären, warum nichts tun oft keine Option ist, wenn der Wald allein nicht mehr gegen den Klimawandel ankommt. Mit Steckbriefen werden die wichtigsten Tier- und Pflanzenarten in unseren Wäldern vorgestellt. Schon bald werdet Ihr Fichten und Tannen voneinander unterscheiden und Tiere aufzählen können, denen man beim Waldspaziergang am ehesten begegnet. Und Ihr erhaltet Tipps, wie nachhaltiges Walderleben für Erwachsene und Kinder noch mehr Spaß machen kann. Mit diesem Buch schauen wir auch gemeinsam in die Zukunft und fragen uns, wohin sich der Wald entwickeln könnte. Denn obwohl es beim Thema Wald vor allem um das Analoge geht, hält auch hier die Digitalisierung und der technische Fortschritt Einzug.

Die Idee hinter unserem Buch ist eigentlich die gleiche, die wir mit all unseren Plattformen, vor allem aber mit der Website und dem Blog verfolgen. Wir wollen Wissen über den Wald leicht zugänglich machen und für den Wald begeistern. Wichtig ist uns dabei, den Wald als Ganzes zu erfassen und die verschiedenen Perspektiven einzunehmen. Deshalb ist unser Buch nicht nur Waldführer, sondern zeigt mit einer gehörigen Portion Realismus auf, warum wir den Wald brauchen – und er uns.

Warum ausgerechnet ein Buch?

In unserem Buch können wir unsere Inhalte nochmal anders und neu angehen, manchen Themen mehr Platz geben oder für eine neue Übersichtlichkeit sorgen. Und vor allem: Ein Buch bleibt. Das Haptische eines Buches sorgt dafür, dass man Informationen anders, teilweise besser aufnehmen kann. Man kann sich Wichtiges markieren, vielleicht sogar Eselsohren reinmachen. Man kann ein Buch verschenken und sich darüber austauschen, wie man es über einen Artikel im Internet selten macht. Außerdem lädt es zum Blättern und Schmökern ein, das kann man über keine Internetseite sagen.

Klingt toll, wo kriege ich dieses Buch?

Bei uns! Und überall, wo es Bücher gibt. Ihr könnt also in den Buchladen Eures Vertrauens gehen, besonders gerne natürlich in unabhängige Buchhandlungen, und dort dieses Buch kaufen. Genauso könnt Ihr das Buch natürlich in allen bekannten Online-Shops bestellen – und auch bei uns.

Wenn Ihr das Buch bei uns (vor-)bestellt, verdienen wir ein klein wenig mehr daran. Da wir alle Einnahmen aus dem Buch verwenden, um unser Projekt und damit die Bildungsarbeit für Naturthemen weiter voranzutreiben, freuen wir uns, wenn Ihr uns mit einem Kauf in unserem Shop direkt unterstützt. Als kleines Add-On werden wir alle bei uns im Shop vorbestellten Exemplare persönlich für Euch signieren!

Als Autor:in verdient man erst so richtig gut, wenn man sämtliche Bestsellerlisten anführt. Bis dahin muss man sich mit Anteilen am Verkaufspreis zufriedengeben, nachdem Kosten für Druck und Material abgezogen wurden und natürlich andere Akteure wie Handel und Verlag ihre Anteile bestimmt haben. Wenn wir über unseren eigenen Shop verkaufen, ist unser Anteil vom Kuchen einfach etwas größer. Dadurch wird es uns ermöglicht, unsere Arbeit fortzuführen und mehr solcher Bildungsprojekte umzusetzen!

Hab ich da was von Lesung gehört?

Absolut! Das Erscheinen unseres ersten Buches wollen wir mit Euch feiern. Und deswegen veranstalten wir unsere erste Lesung in unserer Geburtststadt Göttingen: 

Datum: 20. März 2026
Zeit: 19:00 – 21:00 Uhr
Veranstaltungsort: Nörgelbuff
Adresse: Gronerstraße 23, 37073 Göttingen
Abendkasse: 20 €
Vorverkauf: 15 € (zzgl. Gebühren)
Kulturticket (gilt für Studis aus Göttingen): VVK 1 € (zzgl. Gebühren), AK 5 €

Tickets bekommt Ihr hier:

Was erwartet mich bei der Lesung?

Felix darf unter Beweis stellen, dass er das Buch tatsächlich endlich komplett durchgelesen hat (kein Versprechen, testen wir dann gemeinsam). Er, Lea und Jan führen uns etwas durch das Buch, erzählen von seiner Entstehungsgeschichte und lesen vielleicht die ein oder andere Stelle vor. Außerdem zeigen wir Filme und werden bestimmt auch die ein oder andere witzige oder abenteuerliche Geschichte aus 6 Jahren Forst erklärt erzählen. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen von Forst erklärt und von dem Prozess, ein Buch zu schreiben. Vor allem wollen wir aber diesen Meilenstein zusammen feiern!

Im Anschluss an die Lesung gibt es natürlich die Möglichkeit, das Buch und weiteren Forst erklärt-Merch zu kaufen und ne Runde zu plaudern.

Danach (ab 22 Uhr) legt Jan bei der Indie Party “Ich geh heut tanzen” auf und alle, die schon bei der Lesung waren, kriegen einen Rabatt auf den Einlass! Es wird schön und vielleicht auch ein bisschen wild! Bis bald im Buff!

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Darf ich Wildtiere füttern – Weihnachten Gutes für die Wildtiere tun https://forsterklaert.de/weihnachten https://forsterklaert.de/weihnachten#respond Sun, 21 Dec 2025 09:00:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=6246 Weihnachten steht vor der Tür und egal, ob man feiert oder nicht: Die Schulen und Universitäten sind zu, auf der...

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Weihnachten steht vor der Tür und egal, ob man feiert oder nicht: Die Schulen und Universitäten sind zu, auf der Arbeit ist nicht viel los und die meisten Leute haben frei. Toll! Endlich Zeit, mal wieder in den Wald zu gehen. Zu dieser besonderen Zeit im Jahr überlegt vielleicht der ein oder die andere, ob man den Spaziergang etwas anders gestalten kann. Setzt man da mal eine der gängigen Suchmaschinen in Gang, kommt schnell ein Vorschlag: Tierweihnacht. Was ist das und können wir das empfehlen? Das erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Ast mit verwelktem Laub, schneebedeckt
Alles ist (machmal) schneebedeckt und die Pflanzen schon verwelkt. Muss man den Tieren da unter die Arme oder Hufe greifen?

Tierweihnacht mit Kindern

Bei meiner ersten Recherche (Google-Suche) zu “Weihnachten Wald” war direkt der erste Vorschlag bei den weiteren Fragen “Welche Tiere im Wald kann man zu Weihnachten füttern?”. Hab ich natürlich nicht verstanden, also direkt angeklickt. Die KI-Zusammenfassung fängt mit folgendem Satz an: “Es ist keine gute Idee, große Wildtiere wie Rehe, Füchse oder Wildschweine im Wald zu füttern, da dies gegen Gesetze verstoßen kann und schädlich für die Tiere ist.”

Zwei Einträge später berichtet aber ein Lifestyle-Blog von der wundervollen Familientradition der Tierweihnacht. Am ersten Weihnachtstag gehen die Eltern mit ihren Kindern in den Wald und bringen den Tieren ihre Geschenke, also Nahrung, die sie in den letzten Monaten gesammelt haben. Etwas Ähnliches berichtet auch ein Zeitschriftenartikel für Kitas. Die Gruppe hat Futtergeschenke zusammengestellt und in ein Waldstück gebracht. Dabei haben sie viel über den Wald und die Tiere gelernt. Die Aktion kam bei den Kleinen so gut an, dass daraus eine Tradition für die nächsten Jahre werden sollte.

Was also ist richtig? Darf man Tieren im Winter Futtergeschenke machen und ihnen ein Weihnachten bescheren?

Eine Ente schwimmt auf dem Wasser und spreizt die Flügel
Wo wir schon beim Thema Tiere füttern sind: Dass man Enten mit Brot füttern sollte, ist ein Mythos. Menschenfutter bleibt in den meisten Fällen am besten beim Menschen.

Gute Frage!

Kennt Ihr noch “GuteFrage.net”? Das ist ein Online-Forum, in dem alle ihre offenen Fragen stellen können und irgendwelche anderen User:innen geben dann Antworten. Expertise ist hierbei erstmal egal. Vor ein paar Jahren hat eine Userin eine ganz ähnliche Idee gehabt wie der Lifestyle-Blog:

"Weihnachten für Waldtiere? gerne würde ich mit meinen Mädchen und Eltern an heilig abend in den Wald gehen und dort einen Baum für Tiere schmücken mit essen...gefüllte Kokosnüsse etc....hättet ihr Ideen, was alles wichtig wäre an Lebensmitteln damit wir an alle Tierlein denken und Zero waste vllt auch mitbedienen."

Ihren Vorschlag, Kokosnüsse in Bäume zu hängen, lehnen die Antworten (zum Glück) alle ab. Genauso einig sind sie sich in ihrem Tipp, Kontakt zu den Förster:innen, Jäger:innen oder den Waldbesitzer:innen aufzunehmen und erstmal zu fragen. Wie praktisch, dass wir unseren eigenen Förster und Jäger:innen im Team haben.

Das sagt Jäger Felix

Felix guckt ernst und erhebt den Zeigefinger
Felix ist schon seit Jahren Jäger und kennt sich daher gut mit den geltenden Gesetzen und Regeln aus.

Tierweihnacht mit Geschenken?

Die Tradition, an Weihnachten mit der ganzen Familie raus in den Wald zu gehen, ist super schön. Auch die Idee, das Ganze mit einem besonderen Anlass zu verknüpfen, ist schön und nachvollziehbar. Die Geschenke für die Tiere sollte man aber Zuhause lassen.

Welchen Tieren darf man sich nähern?

Mal ganz abgesehen vom Füttern selbst, sollte man sich keinem wilden Tier nähern, gerade im Winter. Das löst bei den Tieren Stress aus und die meisten fliehen. Das verbraucht hohe Energiemengen, die die Tiere in den kalten Monaten nicht erübrigen können.

Darf man Tiere im Wald füttern?

Nein, nie. Das ist in allen Landesjagdgesetzen ausdrücklich verboten. Ein paar Kastanien zu sammeln und an Weihnachten in den Wald zu bringen, ist zwar sehr nett gemeint, kann aber auch schlimme Konsequenzen für die Tiere haben. Das Verhalten und das ganze Verdauungssystem der Tiere passt sich an die kalten, eher nahrungsarmen Monate an. Sie verbrauchen weniger Energie und verbrennen die Fettschicht, die sie sich im Sommer und Herbst angefressen haben. Die Tiere sind nicht mehr auf viel Nahrung angewiesen. Sollten die Tiere auf einen Schlag “zu viel” oder das falsche Futter finden, kann sich ihr auf den Winter eingestelltes Verdauungssystem hochfahren. Stellt sich das System auf Frühling (mit viel Nahrung) um, fährt auch der Energieverbrauch wieder hoch. Liegen dann noch einige Frostmonate vor ihnen, können sie ein riesiges Problem kriegen und das Verdauungssystem muss sich wieder anpassen.

Wenn man dann regelmäßig füttern würde, würde man sehr in das natürliche Gleichgewicht des Waldes eingreifen. Vor allem, weil man das erste Ungleichgewicht selbst verursacht hat. Und ein weiteres Problem entsteht: Regelmäßige Futterstellen werden zu Sammelplätzen für die Tiere. So treffen viel mehr Tiere viel öfter zusammen, als sie es natürlicherweise tun würden. Die Konsequenz? Krankheiten können sich viel leichter verbreiten. So kann die gut gemeinte Idee, die Tiere gesund durch den Winter bringen sollte, sie stattdessen krank werden lassen. Und kranke Tiere haben im Winter viel schlechtere Chancen.

Ein Rothirsch steht auf einer Lichtung und brüllt
Die Organe vom Rothirsch passen sich der Jahreszeit an.

Wusstest Du schon…?
Im Winter schrumpfen die Organe von Rothirsch und Co., damit weniger Energie verbraucht wird. Auch ihr Ruhepuls verringert sich stark, wie man es auch bei anderen Wildtieren in der Winterruhe kennt. Sogar die Darmwand passt sich der kargen Nahrung an und die Tiere benötigen weniger Futter und verwerten dieses deutlich besser.

Aber können wir nicht mal zu Weihnachten eine Ausnahme machen?

Im Gesetz gibt es eine Ausnahme, der sind Daten und Feiertage aber ziemlich egal. Es geht nur darum, ob eine so genannte Notzeit herrscht. Wenn so eine Notzeit offiziell ausgerufen wird, dann dürfen Wildtiere gefüttert werden. Aber das heißt immer noch nicht, dass wir alle Geschenke in den Wald bringen sollten. Die Fütterung übernehmen die Jäger:innen, bzw. die Jagdpächter:innen. Die sind für die Tiere in dem Gebiet, das sie gepachtet haben, verantwortlich und damit in der sinnvollsten Position, sich um die Fütterung zu kümmern. Das ist zum Wohl der Tiere, denn die Jäger:innen wissen am genauesten, wie viele welcher Tierarten in ihrem Gebiet leben und welche Pflanzen dort wachsen. Sie können also auch das reguläre Futterangebot gut einschätzen und mit ihrer Fütterung möglichst passend nachahmen.

Ein Rehkitz liegt im Gras
Die Aufzuchtsphase ist sensibel, eine harte Kälteperiode in der Zeit kann vielen Tieren richtig Stress machen.

Weihnachten ist keine Notzeit

Notzeiten sind in der Vergangenheit mal vorgekommen, wenn im Frühling, also ungefähr März oder April, noch eine längere oder härtere Frostperiode kam und eine dicke Schneedecke mögliches Futter bedeckt hat. Zu diesem Zeitpunkt haben viele Tiere ihre Fettreserven aufgebraucht und brauchen frische Nahrung, gleichzeitig sind einige Tiere trächtig (also schwanger) oder bekommen schon Nachwuchs. Das ist also eine sehr sensible Zeit in der Tierwelt, in der eine Frostperiode wirklich Konsequenzen haben kann. Aber aktuell zeichnet sich ab, dass es solche Notzeiten eigentlich nicht mehr gibt. Wegen des Klimawandels sind unsere Winter immer milder geworden und die kurzen kalten Phasen, die wir noch haben, machen den Tieren wenig aus.

Wusstest Du schon…?
Es mag hart erscheinen, aber so herausfordernde Zeiten wie frostige Winter sind in der Natur vorgesehen. So sortiert die Natur selbst die kranken und schwachen Tiere aus. Dadurch wird der Bestand mit starken Tieren gesichert und gleichzeitig reguliert. Dass wir mancherorts eine Wildschweinplage haben, die ganze landwirtschaftliche Felder platt machen und Unheil anrichten, liegt auch daran, dass kaum noch Frischlinge im Winter erfrieren.

Was kann man stattdessen machen?

Statt die Tiere im Wald zu füttern und eine Tierweihnacht zu veranstalten, kann man vor der eigenen Haustür schauen. Im dicht besiedelten Gebiet finden die Tiere viel weniger Nahrung als im Wald, vor allem wenn einige in der Nachbarschaft Steingärten schön finden. Man kann sich also erkundigen, ob man Anlaufstellen für Igel anlegen sollte, welche Vogelhäuschen schön und sinnvoll wären und wo man Meisenknödel, also Vogelfutter, aufhängen kann. Bei all dem lohnt es sich, vorher herauszufinden, was die Tiere in der Nähe brauchen. Der Nabu oder der BUND sind dafür zum Beispiel meistens gute Anlaufstellen. Wenn Ihr Ideen sucht, was Ihr in Eurem eigenen Garten machen könnt, oder eine Anleitung braucht, um selbst Vogelhäuschen zu basteln, schaut mal hier vorbei.

In dem eingangs erwähnten Lifestyleblog erzählt die Autorin, dass sie neben der Geschenkaktion auch mit ihren Kindern einen Baum weihnachtlich schmückt und die Tee- bzw. Kaffeezeit des Weihnachtstages in den Wald verlegt. Da am Ende sowohl Deko als auch Snacks komplett wieder mit nach Hause genommen werden, klingt das nach einer schönen, festlichen Aktion für die Kinder! Vielleicht könnt Ihr Euch lieber von dieser Idee inspirieren lassen.

Es hängen drei Beutel mit Vogelfutter aus, auf dem mittleren sitzt ein Vogel
In städtischen, verbauten Gebieten kann man Vögeln mit etwas extra Futter im Winter etwas Gutes tun.

Wünscht Ihr Euch weitere Vorschläge, was man für den Wald tun kann oder welche Aktionen man mit und ohne Kindern auch im Winter im Wald machen kann? Dann schreibt es uns in die Kommentare! Bis dahin wünschen wir Euch schöne Feiertage und ein schönes neues Jahr! Natürlich begleitet Forst erklärt Euch auch durch die nächsten 12 Monate, online, im Wald und mit unserem Kalender. Bis bald im Wald!

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Buchrezension Tina Stein: Secret Forest Academy https://forsterklaert.de/secretforestacademy https://forsterklaert.de/secretforestacademy#respond Sun, 07 Dec 2025 09:00:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=6227 Ich habe schon als Kind und Jugendliche gerne gelesen. Eigentlich kein Wunder, dass mein Weg mich dann in die Redaktionsarbeit...

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Ich habe schon als Kind und Jugendliche gerne gelesen. Eigentlich kein Wunder, dass mein Weg mich dann in die Redaktionsarbeit geführt hat. Und jetzt führt mich diese Leidenschaft zu einem sehr ungewöhnlichen Forst erklärt-Artikel: Eine Buchrezension. Tina Stein hat uns ihr Buch “Secret Forest Academy – Avas Bestimmung” zugeschickt. Wer des Englischen ein wenig mächtig ist, weiß auch direkt warum. Das Buch spielt im Forest, also im Wald, doch der Wald ist noch viel mehr als nur ein Ort.

Eine Reise durch den Forest äh Wald? Wir sind dabei!

Warum schreiben wir eine Buchrezension?

Unser Anspruch bei Forst erklärt ist, für alle da zu sein. Man braucht keinen akademischen Abschluss und kein forstliches Vorwissen, um bei uns mitlesen zu können. Dennoch sind unsere Texte und Beiträge auf einem gewissen Niveau, sodass zumindest eine Grenze klar ist: das Alter. Mit einigen Waldpädagog:innen im Team wissen wir aber auch, dass die Bildung zum Wald und die Begeisterung für den Wald früh beginnen kann und sollte. Und wisst Ihr, was da gut funktioniert? Kinderbücher.

Daher hatten wir sofort Interesse, als Tina uns geschrieben hat. An dieser Stelle einmal der Disclaimer: Wir kriegen kein Geld für diesen Artikel, haben das Buch aber als Rezensionsexemplar zugesandt bekommen.

Das Buch ist von außen schön gestaltet.

Wie begeistert man Kinder für den Wald?

Man nimmt sie mit und zeigt ihnen, wie vielfältig, wie aufregend der Wald ist. Man zeigt und erklärt, lässt sie spielerisch die Magie des Waldes entdecken und nutzt die Gelegenheit, um Baumarten vorzustellen oder vielleicht sogar um zu erläutern, wie wichtig der Wald für unseren Planeten und uns Menschen ist. Wichtig ist dabei die Sprache, die wir nutzen. Auch mit Kindern kann man auf Augenhöhe sprechen. Gleichzeitig wird auch die Sprachentwicklung der Kinder angeregt, da sie im Wald auf neue Formen, Farben und Strukturen treffen, die dazu einladen, neue Worte zu lernen.

Was die Sprache gut ergänzt, ist klar: Kinderbücher. Die sind vor allem praktisch in den dunklen Stunden des Tages, um die Fantasie der Kinder anzuregen, aber auch, um ihren Wissensdurst zu stillen. Als Jugendliche habe ich gerne eine Reihe Romane über die Geschichte des englischen Königshauses gelesen und noch immer weiß ich mehr über die Rosenkriege, als der Geschichtsunterricht in der Schule je hätte erreichen können. Wenn ich mich als Teammitglied von Forst erklärt vorstelle, sage ich gerne (halb ernst gemeint), dass ich die einzige ohne forstlichen Hintergrund bin und keine drei Bäume bestimmen kann. Hätte ich als Kind Bücher wie Secret Forest Academy gelesen, könnte ich diesen Spruch vermutlich nicht bringen. In diesem Buch lernt man sogar die wissenschaftlichen Namen der verschiedenen Arten!

Wusstest Du schon…?
In der Waldpädagogik verweist man gerne auf die Theorie von Kopf, Herz und Hand nach Pestalozzi. Wenn das Denken (Kopf), die Gefühle (Herz) und das Handeln (Hand) angeregt werden, ist das Lernen besonders nachhaltig. Ein Waldbesuch schafft das spielerisch! Ein gutes Buch kann das perfekt ergänzen.

Für eine kürzere Zusammenfassung, ist hier die Rückseite des Buchs.

Worum geht es in Secret Forest Academy?

Die 12-jährige Ava wohnt mit ihren Eltern in einem Haus im Wald, umgeben von Bäumen und mit nur einer Nachbarin weit und breit. Eines Tages, während Ava in der Schule ist, brennt ihr Haus und ihre Eltern verschwinden. In den Wochen darauf lebt sie bei ihrer Nachbarin, aber natürlich ist alles komisch und Ava und ihr ganzes Leben sind verändert. Sie fängt an zu schlafwandeln und wacht morgens manchmal mitten im Wald auf. An so einem Morgen trifft sie auf zwei sehr sonderbare Gestalten. Der eine stinkt faulig, ist übersät von Käfern und droht Ava: sie soll ihn begleiten, sonst verletzt er sie. Zum Glück bricht da ein Bär durch die Bäume und beschützt sie vor der stinkenden Figur.

Während Ava erleichtert ist, versteht sie auch die Welt nicht mehr, denn der Bär kann mit ihr sprechen und stellt sich als Urs vor. Um sie zu schützen und damit sie mehr über sich, den Wald und ihre Eltern herausfinden kann, will er sie zu einer Akademie bringen. Dort beginnt das Abenteuer so richtig! Sie wohnt in einem Riesenmammutbaum und trifft viele spannende Waldbewohner. Mehr will ich an dieser Stelle aber noch nicht verraten…

Kann Forst erklärt die Forest Academy empfehlen?

Ein Kinderbuch, in dem verschiedenste Arten von Bäumen und Waldbewohnern nicht nur vorgestellt werden, sondern sogar mit wissenschaftlichen Namen benannt werden, kann den Wissensdurst von 12-jährigen anregen. Während die lateinisch wirkenden Namen einen schnell erschlagen können, sind sie in diesem Buch eher spielerisch platziert. Außerdem wird an mehreren Stellen das Problem der Waldrodungen benannt, ohne dass es erdrückend wird. Ein komplexes Thema wie der Landraub und die Waldrodung von Gebieten, die eigentlich die Heimat indigener Völker waren, ist emotional aufgeladen und kompliziert. Einerseits wird das Ausmaß in so einer Geschichte natürlich nicht erklärt, andererseits eröffnet das die Gelegenheit, Fragen zu stellen und überhaupt darüber nachzudenken. So können die Eltern mitentscheiden, was und wie ihre Kinder lernen.

Bei der Schriftgröße schafft sogar Felix mal mehr als ein Bilderbuch (oder Fachliteratur)!

Gleichzeitig ist es einfach eine süße, magische Geschichte, die zu einem fantastischen Ausflug in den Wald einlädt. Wenn ich mir nur eine Veränderung im zweiten Teil (erscheint Anfang nächsten Jahres) wünschen dürfte, dann wäre es, dass größere Teile des Buchs in den Wäldern Deutschlands spielen könnten. Die Geschichte und die Figuren sind international, was zur Magie des Buches beiträgt. Aber wie schon die Brüder Grimm bewiesen haben, ist auch der deutsche Wald ziemlich vielfältig und mystisch! 

Schnelle Einschätzung

Autorin: Tina Stein

Seitenzahl: 284

Preis: 14,90 €

Zielgruppe: ca. 12-Jährige 

Verlag: Fischer Sauerländer

Fortsetzung: kommt 2026

Auf einer Skala von 1 bis 5 Bäumen

Idee: 🌳🌳🌳🌳

Spaß: 🌳🌳🌳🌳🌳

Vermittelt Wald-Wissen: 🌳🌳🌳🌳🌳

Wie gefällt es Euch, wenn wir uns den Wald auch aus der Perspektive der Bücher anschauen? Gibt es Bücher, über die Ihr gerne solche Rezensionen lesen wollen würdet? Schreibt es uns in die Kommentare! Und wenn ihr selbst Bücher schreibt oder bei einem Verlag arbeitet und Interesse an Rezensionen von uns habt, schreibt uns gerne eine Mail mit einer kurzen Beschreibung an redaktion@forsterklaert.de. Bitte nicht einfach so Pakete schicken! Wir wollen ja nicht unnötig Ressourcen verbrauchen, sollte es bei uns gerade nicht passen.

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Unser Wald-Kalender 2026 ist da! https://forsterklaert.de/kalender26 https://forsterklaert.de/kalender26#respond Sun, 19 Oct 2025 08:00:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=6136 Mit etwas mehr als fünf Jahren seit der Gründung ist Forst erklärt noch kein Unternehmen mit Traditionen. Aber mit einer...

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Mit etwas mehr als fünf Jahren seit der Gründung ist Forst erklärt noch kein Unternehmen mit Traditionen. Aber mit einer Sache haben wir sehr früh angefangen und wir und ihr habt sie sehr lieb gewonnen. Das ist unser Kalender. Natürlich gibt es den auch für das kommende Jahr 2026 und schwöre, der ist richtig geil.

In dem Kalender sind mal wieder richtig tolle Bilder!

Rückblick 2025

Okay, ganz ohne Traditionen kommen wir dann doch nicht aus, denn wir werfen wie immer zunächst einen Blick auf das vergangene Jahr. Dieses Jahr war ein guter Mix daraus, dass wir liebgewonnene Projekte weiterführen durften und Neues ausprobieren konnten. 

Für die “Artenkenntnis mit Forst erklärt”-Einspieler, haben wir zum ersten mal im Studio gedreht. Außerhalb des Waldes eine Kamera auf sich gerichtet zu haben, war ein völlig anderes Gefühl. Einige neue Formen der Moderation waren auch dabei, weil Jan und Felix oft nicht nur unsere eigenen Vorträge gehalten, sondern unterschiedliche Teile von Veranstaltungen begleitet und moderiert haben. Mit dabei: Panel Diskussionen und Kneipenpodcasts – die Spanne ist also groß.

Zum Glück (für uns) scheint es so, als würde Euch das alles ganz gut gefallen, zumindest sagen unsere Klickzahlen auf YouTube uns das. Da war das ein oder andere Video dabei, gerade aus der Kooperation mit Landesforsten Rheinland-Pfalz, das richtig steil gegangen ist. Nehmen wir gerne mehr von!

In der Redaktion hingegen war es zeitweise ruhiger als sonst die Jahre. Zumindest wird es für Euch so gewirkt haben. Hinter den Kulissen… dazu später mehr. 

Kommen wir zum Kalender

Seht her, was unsere Fotograf:innen geleistet haben!

Wir haben so coole Fotografen und Fotografinnen am Start, da kann so ein Kalender nur wunderschön werden. Unser hauseigener ausgebildeter Fotograf Jan hat natürlich schöne Bilder zu unserem Kalender beigetragen. Zum ersten Mal ist auch unsere Miterklärerin Liz mit einem Bild dabei! Da beide aber mehr filmen als zu fotografieren, haben uns drei weitere tolle Fotografen unterstützt:

Jonathan Fieber hat schon als Kind seine Eindrücke von der Natur festgehalten und ist nur irgendwann von Wachsmalstiften zu Kamera und Designprogramm gewechselt. Schaut auch in sein Buch: “Naturfotografie im Garten – Lebensräume gestalten, Vielfalt entdecken, einzigartige Naturmomente festhalten.” 

Wenn Ihr nochmal neu von unserer Natur und vor allem den wilden Tieren hier begeistert werden wollt, schaut auf jeden Fall auf dem Profil von Jasper Brennberger vorbei. Er fängt so einzigartige Momente mit den Tieren ein, man könnte meinen, er lebt im Wald! Daher finden seine Fotos immer öfter ihren Weg in unsere Artikel und Posts.

Marcel Blank ist vor 18 Jahren aus Zufall zur Fotografie gekommen und seitdem dabei geblieben, zum Beispiel als selbständiger Fotograf für seine Heimatstadt Recklinghausen. Er liebt alles an der (Landschafts-)Fotografie, sogar das gottlos frühe Aufstehen für den perfekten Sonnenaufgang und die frühe Fahrradfahrt durch den Wald. Hauptberuflich ist er eigentlich Webentwickler, auch für Forst erklärt!

Wer ganz genau hinschaut, erkennt vielleicht, wo viele der schönen Naturmotive aufgenommen wurden: in den Wäldern von Rheinland-Pfalz. In RLP drehen wir beinahe jeden Monat Videos und dürfen dort für Landesforsten den Forst und alles, was dazu gehört, erkunden. Dabei lernen wir immer wieder tolle Menschen, einzigartige Waldbilder und spannende Geschichten kennen. Neben den Videos ist dieser Kalender auch Teil unserer großartigen Zusammenarbeit! 

Bei der Gestaltung des Kalenders wollen wir ein großes Dankeschön an Maren Mußenbrock aussprechen! Sie hat das Layout für uns gestaltet. 

Die harten Fakten

Süße Tierchen sind auch wieder dabei.
  • 13 Motive, 14 Blatt, DIN A3
  • 25 €* zzgl. Versandkosten
  • gedruckt in der Nähe von Münster, auf PEFC-zertifiziertem Papier
  • limitiert!
  • wer bis zum 18.12. bestellt, bekommt seine Bestellung laut DHL bis Weihnachten! Die letzten Pakete packen wir am 22.12., vielleicht habt Ihr damit auch noch Glück.

*Rabatt für alle, die ihn brauchen: 

Das Leben ist teuer geworden. Für alle Studierenden, Schüler:innen, Azubis oder Menschen, die aus anderen Gründen nicht so viel Geld zur Verfügung haben, bieten wir einen 5 €-Rabatt auf unsere Kalender an. Waldwissen und schöne Naturmotive sollen für alle da sein. Wir brauchen keinen Nachweis von Euch, sondern vertrauen darauf, dass Ihr verantwortungsvoll mit diesem Rabattcode umgeht: forstfetzt.
Die Einnahmen aus dem Kalender fließen direkt ins Projekt zurück und ermöglichen es uns zum Beispiel, Podcasts aufzunehmen oder Artikel zu schreiben.

Vorbestellung ab sofort, Versand ab dem 20.10.! Nur solange der Vorrat reicht. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Försterin, Ihren Förster oder Ihren Jagdhund.

Jede Kalender-Bestellung kann natürlich unendlich mit den anderen Produkten in unserem Shop kombiniert werden. Wir haben Bauchtaschen, Holzschilder und Postkarten & Sticker-Sets. Ganz besonders können wir Euch die Shirts ans Herz legen! Bei einigen Größen steht da nämlich bald: Ausverkauft.

Auf ins neue (Kalender-)Jahr

Nach dem 22.12. geht Forst erklärt für zwei Wochen in den Winterschlaf, aus dem wir nur ab und zu aufwachen, um Eure Nachrichten zu beantworten. Ansonsten werden nur Kekse gegessen, Weihnachtsfilme geguckt und Geschenke ausgepackt. Vielleicht schaffen wir es ab und zu vom Sofa raus in die Natur! Dann heißt es: Bild bald im Wald!

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Wald und Kommunikation – OPTKOM https://forsterklaert.de/wald-und-kommunikation-optkom https://forsterklaert.de/wald-und-kommunikation-optkom#respond Wed, 15 Oct 2025 07:17:37 +0000 https://forsterklaert.de/?p=6103 Wie kommuniziert man über Wälder so, dass das Gesagte wirklich ankommt? Das Projekt OPTKOM erforscht, welche Kommunikationspräferenzen verschiedene gesellschaftliche Zielgruppen...

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Wie kommuniziert man über Wälder so, dass das Gesagte wirklich ankommt? Das Projekt OPTKOM erforscht, welche Kommunikationspräferenzen verschiedene gesellschaftliche Zielgruppen haben – und entwickelt darauf aufbauend zielgruppengerechte Kommunikationsstrategien. Willkommen in unserem neuen Format, in dem wir mal eine etwas andere Videoform als bisher ausprobieren.

Vanillekekse aus Erdöl: Können wir die Natur nachbauen?

Im ersten Video unserer Mini-Serie geht es um das Thema Biotechnologie im Wald. Hättet Ihr gedacht, dass Bäume, bzw. deren Holz ein Ersatz für Erdöl sein können, das in vielen Alltagsprodukten Verwendung findet? Die Recherchen zu diesem Video waren auch für uns an einigen Stellen überraschend. Zum Glück haben wir mit Dr. Franziska Müller-Langer (Leiterin des Forschungsschwerpunktes am DBFZ) eine Expertin gefunden, die uns (und Euch) nochmal einige spannende Details zum Thema erläutern konnte.

3 Übungen: So hilft Wald gesund zu bleiben

Die Erholungsfunktion des Waldes ist keine spirituelle Überzeugung, sondern eine wissenschaftlich nachgewiesene Tatsache. Schon kurze Aufenthalte im Wald haben positive Effekte. Mit Hilfe von Waldcoachin Birte Schmetjen von feel wood ® stellen wir Euch drei Übungen vor, mit denen Ihr diese Effekte steigern könnt. Die Übungen sind nicht kompliziert und haben keine großen Ziele, sie sollen nur die Aufmerksamkeit fokussieren und es der Erholung damit leichter machen. Neugierig geworden? Dann schnell das Video gucken und ab in den Wald!

Das ist das teuerste Holz aus unseren Wäldern

Wusstet Ihr, wie riesig die Spanne ist, wie viel Holz aus unseren Wäldern kosten kann? In diesem Video aus unserem neuen Format geht es um Holzprodukte, die so richtig teuer sein können. Das hat nichts mehr mit der Fichte zu tun, die für 40 € pro Kubikmeter zu Papier verarbeitet wird. Hier geht es um Dinge wie Möbel und Musikinstrumente. Auch die können aus Fichte sein, die Qualität ist aber nicht vergleichbar. Einen Einblick in die Herstellung solch teurer Holzprodukte geben uns MAXLUZI, die zum Beispiel wunderschöne Lampenschirme aus Pappelholz drechseln.

Lohnt sich das Investieren in Wald?

Bitcoin war gestern, nachhaltig denkende Menschen können auch in Wald investieren! Wusstet Ihr, dass das geht? Ganz so einfach ist das natürlich nicht und im Video erklären wir Euch, worauf man achten muss und vor allem, welche Risiken ein Waldinvestment haben kann. Mit Prof. Dr. Carola Paul (Georg-August-Universität Göttingen) haben wir aber auch eine Expertin am Start, die uns die Vorteile erklärt! Das alles natürlich, ohne dass wir eine Beratung ersetzen wollen.

Förderung von OPTKOM

Diese Videos sind Teil des Forschungsprojekts „Zielgruppenoptimierte Kommunikation für nachhaltige Waldbewirtschaftung und Waldnaturschutz“ (OPTKOM). OPTKOM wird durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, dem Projektträger FNR und dem Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe gefördert und durch die Universität Freiburg umgesetzt. Mehr Informationen findet Ihr hier: www.waldkommunikation.org.

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Bits statt Bäume zählen – Willkommen im digitalen Wald! https://forsterklaert.de/digitalerwald https://forsterklaert.de/digitalerwald#comments Sun, 09 Mar 2025 09:00:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=5737 Mit Zollstock und Maßband durch den Wald spazieren und hier und da mal an einen Baum halten – das reicht...

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Mit Zollstock und Maßband durch den Wald spazieren und hier und da mal an einen Baum halten – das reicht leider nicht, um einen Wald und das Holz darin sinnvoll zu vermessen. Dafür hat man verschiedene Methoden und Instrumente entwickelt, die das Ganze etwas leichter machen. Aber der Wald entwickelt sich immer weiter, unsere Ansprüche an ihn verändern sich und damit auch unsere Methoden: Herzlich willkommen im digitalen Wald. In diesem Artikel nehmen wir Euch mit zu Forschungsprojekten, die sich mit genau dieser Entwicklung beschäftigen und die wir für zwei Videoproduktionen begleiten durften!

Unser Wald verändert sich

Über Jahrzehnte hat man im Wald vor allem eins im Fokus gehabt: die Holzproduktion. So entstanden – vor allem in der Nachkriegszeit – Monokulturen, oder forstlich richtig Reinbestände. Heute wollen wir lieber Mischwälder haben, warum lest Ihr am besten hier nach. Das bedeutet, die Bäume stehen nicht mehr auf gleicher Höhe und mit gleicher Dicke in Reih und Glied. Wir können nicht mehr durch den Wald durchschauen, sondern blicken auf eine grüne Wand. Während so ein Mischwald einige Vorteile hat, bringt er auch eine klare Schwierigkeit mit sich: Es ist viel anspruchsvoller, den Überblick zu behalten. Wie viel Holz steht im Wald? Wie ist der Zustand des Waldes? Diese Fragen lassen sich nicht mehr auf den ersten Blick beantworten und auch die Nutzung unserer bisherigen Messinstrumente wird schwieriger.

Wie messen wir den Wald?

Mit Kluppe, Bitterlichstab und Baumhöhenmessgerät. Wer jetzt nur Fragezeichen in den Augen stehen hat, keine Sorge. Hier kommt eine kurze Erklärung:

  • Kluppe: Die Kluppe ist ein Messgerät, um den Durchmesser von Bäumen bzw. Rundhölzern zu messen. An einem Messstab ist ein bewegliches Element, das man verschieben und so an den Baum anpassen kann. Dadurch kann man den Durchmesser einfach ablesen. Das macht man meist auf Brusthöhe.
  • Bitterlichstab: Der Bitterlichstab, benannt nach seinem Erfinder, sieht in etwa so aus wie ein Zollstock, hat aber andere Zählfaktoren. Mit der Dicke der Plättchen am Bitterlichstab kann man die Dicke von Bäumen anpeilen und kriegt so relativ schnell einen Überblick, wie viel Holz auf einer Fläche steht.
  • Baumhöhenmessgerät: Diese Gerät misst – Überraschung – die Höhe der Bäume. Und das ganz ohne in die Krone des Baumes hochzuklettern!

Das klingt alles ganz logisch, aber erscheint recht mühselig. Ein geübter Mensch kann mit diesen Methoden circa 30 Hektar Wald am Tag vermessen. Eine Drohne vermisst ganz entspannt 100 Hektar pro Stunde. Und damit kommen wir zu den neuen Möglichkeiten und in den digitalen Wald!

3D-Forst

Hier seht Ihr den Wald im Computerspiel-Modus.

Die Forschungsprojekte arbeiten mit Drohnen, KI und 3D- Erfassungstechniken, um die Waldinventur zu vereinfachen. So kann man sogar digitale 3D-Modelle von ganzen Waldflächen erstellen! Das sieht dann ein bisschen so aus wie bei Zoo Tycoon, falls Ihr das Computerspiel noch kennt, ist aber enorm hilfreich. Es sind verschiedene Darstellungen möglich, die uns Infos über die verschiedenen Ebenen im Wald geben. Man kann sich die Geländebeschaffenheit mit dem Wegenetz anzeigen lassen, die Höhe der Baumkronen und jeder einzelne Baum wird gezählt.

Möglich ist dies durch Satelliten, Flugzeuge und in diesem Projekt vor allem Drohnen. Diese Drohnen sind unter anderem mit besonderen Sensoren ausgestattet, den sogenannten Lidar-Sensoren. Diese senden Laserstrahlen aus und vermessen anhand der Rücklaufzeit dieser Strahlen, was da im Wald steht und wie groß das ist. Noch genauer kann diese Messung werden, wenn man zusätzlich noch mit den Lidar-Sensoren durch den Wald läuft, so erfasst man zum Beispiel auch den Brusthöhendurchmesser.

Felix und die Drohne vermessen jetzt den Wald.

Wusstest Du schon…?
Der Brusthöhendurchmesser ist im Forst eine wichtige Größe. Will man den Durchmesser eines Baumes angeben, wenn das Holz zum Beispiel in den Verkauf geht, misst man diesen immer auf Brusthöhe. Damit man immer die gleichen Werte misst, hat man die Brusthöhe irgendwann auf 1,30 Meter festgelegt. Ganz egal, ob die messende Person 1,50 oder 2 Meter groß ist!

Wege im digitalen Wald

In dem zweiten Projekt, das wir filmisch begleiten durften, steht nicht das Holz im Wald im Vordergrund, sondern die Wege. In Deutschland sind so gut wie alle Waldflächen mit einem Wegenetz erschlossen. Das ist auch gut so, denn Waldwege haben einige Funktionen: Sie erleichtern den Abtransport des Rohstoffes Holz, sie dienen als Rettungswege und schützen den restlichen Wald. Die schweren LKWs und andere Fahrzeuge halten sich an diese Fahrspuren, sodass der Waldboden möglichst unangetastet bleibt. Wichtig dafür ist, dass man einen guten Zustand dieser Wege erhält.

Da Waldwege nie eine geschlossene Fahrbahndecke haben, entstehen bei der Nutzung durch schwere Fahrzeuge immer wieder Schäden. Sie drücken das Material der Wege an die Ränder und darüber hinaus und es entstehen Schlaglöcher. Man muss also regelmäßig erfassen, wie viel Wegstrecke beschädigt ist, denn um ein einzelnes Schlagloch zu reparieren, fährt niemand los.

Dafür nutzt man bisher zum Beispiel eine Art Laufrad, mit dem man die Strecke ablaufen kann. Das dauert. Stattdessen haben findige Forschende um Prof. Notni eine digitale Lösung entwickelt.

Dieses sehr, sehr teure Auto misst die Waldwege. So kommen sie vom echten in den digitalen Wald!

Auf einem Fahrzeug sind so viele Kameras und Technik angebracht, dass das Ding insgesamt so viel kostet wie ein Haus. Dafür kann es auch sehr viel! Verschiedene Kameras und Lidar-Sensoren messen den Zustand der Wege, indem man sie ganz einfach abfährt. Dabei geht es nicht nur um das ein oder andere Schlagloch, man misst auch zu den Seiten hin und nach oben. Damit Wege lange erhalten bleiben und große Fahrzeugen über sie hinweg düsen können, dürfen Wege möglichst nicht überwachsen sein.

Zusätzlich steht auf dem Auto noch ein Server, der die Daten direkt verarbeitet. Man kann sich also in Echtzeit anschauen, wie ein Modell des Wegenetzes entsteht! Ganz schön cool, oder?

Wofür das Ganze?

Skeptische Personen können jetzt einwenden, wofür das alles? Warum muss man teure Instrumente entwickeln, wenn es doch Messmethoden gibt?

Die Digitalisierung des Waldes bringt vor allem zwei Vorteile. Zum einen sind die so erfassten Daten wesentlich genauer und es ist einfacher, diese Informationen aktuell zu halten. Die Laser sind zum Teil auf den Zentimeter genau, sodass sie aus der Luft anhand der Rinde die Baumart bestimmen können. So umfangreiche Informationen über ganze Wälder zu sammeln war bisher einfach nicht möglich. Bisher wissen wir noch gar nicht, was für ungenutzte Möglichkeiten in diesen umfangreichen und genauen Daten liegen. Da eröffnen sich gerade ganz neue Richtungen!

Zum anderen spart man extrem viel Zeit. Da der Fachkräftemangel vor dem Forst keinen Halt macht, ist das ein nicht zu unterschätzender Faktor. Die Digitalisierung ist daher auch im Wald notwendig, damit sich Forstleute weiter gut um unsere Wälder kümmern können.

Der (gespielt) derangierte Felix findet gut, wenn man die Wälder leichter messen und in Stand halten kann!

Wie gefällt Euch dieser Einblick in die Forschung und Entwicklung? Wir sind total gespannt, was noch alles möglich sein wird. Habt Ihr noch mehr Beispiele? Oder Fragen? Schreibt es uns in die Kommentare!

Quellen:

https://www.fnr.de

https://digitalisierung.fnr.de/videos

https://www.hs-nb.de

https://www.ogf.de

https://www.fh-erfurt.de

https://www.tu-ilmenau.de

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3 Tipps & Tricks, die Euer Foto besser machen https://forsterklaert.de/foto https://forsterklaert.de/foto#respond Sun, 02 Mar 2025 09:00:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=5729 Die Naturfotografie ist eine faszinierende, aber auch anspruchsvolle Art der Fotografie. Von wilden Tieren, über atemberaubende Landschaften, bis hin zu...

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Die Naturfotografie ist eine faszinierende, aber auch anspruchsvolle Art der Fotografie. Von wilden Tieren, über atemberaubende Landschaften, bis hin zu kleinsten Pflanzen kann alles ein Motiv sein. Wart Ihr auch schon mal enttäuscht von Eurem Foto? In Echt sah alles viel besser aus, oder? Heute zeigen wir Euch 3 Tricks, wie Eure Fotos direkt besser aussehen!

Die Makrofotografie ist eine der beliebtesten Bereiche der Fotografie. Man findet überall passende Motive und kann seine Kreativität voll ausleben.

1. Drittel-Regel & Goldener Schnitt

Wer kennt es nicht? Bei dem ersten Foto ist der Kopf abgeschnitten und im nächsten sind keine Füße drauf. Bei der Drittel-Regel und dem Goldenen Schnitt handelt es sich um Gestaltungsprinzipien für einen optimalen Bildaufbau. Wenn Fotograf:innen sich an diese Regeln halten, wirken ihre Bilder direkt viel harmonischer und interessanter. Bei der Drittelregel teilt man das Bild in 9 gleich große Teile, sodass ein Raster entsteht. Das Hauptmotiv platziert man auf einem der Eckpunkte. Der Goldene Schnitt ist ein mathematisches Verhältnis, das schon seit der Antike existiert. Fotograf:innen orientieren sich an der „Fibonacci-Spirale“, um den Blick des Betrachtenden durch das Bild zu führen.

Hier ist das Hauptmotiv (die Pilze) exakt auf einer der Drittel-Linien platziert.

2. Mit Perspektive und Bildausschnitt experimentieren

Diese Fotografie-Regeln kennen so ziemlich alle halbwegs professionellen Fotograf:innen. Dadurch wirken diese eigentlich sehr guten Regeln manchmal langweilig, weil man sie schon so oft gesehen hat. Deshalb lautet die Devise: Experimentieren! Hockt Euch vielleicht einfach mal hin und macht ein Foto aus der “Froschperspektive” oder sucht Euch einen natürlichen Rahmen um Euer Hauptmotiv. Das können zum Beispiel ein paar Zweige sein. Und last but not least: “Vordergrund macht Bild gesund”. Der typische Fotografiespruch. Sucht Euch bei Eurem nächsten Landschaftsfoto einen interessanten Vordergrund. Das können zum Beispiel ein paar Blümchen oder eine Wasserpfütze sein. Mit dieser Technik baut Ihr Spannung in das Bild und erzeugt mehr Tiefe. Probiert es mal aus!

Die unscharfen grünen Blätter im Vordergrund verleihen dem Bild mehr Tiefe.

3. Die Zeit ist entscheidend fürs Foto

In der Naturfotografie arbeitet man meistens mit natürlichem Licht durch die Sonne. Fotograf:innen sind also extrem abhängig vom Wetter. Aber auch die Tageszeit hat einen großen Einfluss. Hat man morgens bei der Landschaftsaufnahme ein schönes Gegenlicht, wäre die Sonne am selben Abend im Rücken und das Bild sieht völlig anders aus. Neben der Tageszeit spielt die Jahreszeit eine ebenso große Rolle. Vor allem im Wald finden wir im Sommer ein Meer aus grünen Blättern, im Herbst eine gelb-rote Farbstimmung und im Winter ist alles kahl (oder weiß, falls es tatsächlich mal Schnee gibt). Der Tipp ist also: Besucht die gleiche Location immer wieder aufs Neue. Das Bild wird jedes mal anders aussehen.

Immer auf Augenhöhe mit den wilden Tieren.

Zusatztipp: Der richtige Umgang mit der Technik macht den Unterschied

Die beste Ausrüstung bringt nichts, wenn man nicht mit ihr umgehen kann. Fotografieren ist eigentlich nichts anderes als “Malen mit Licht”. Die Belichtung stellt Ihr mit der ISO, der Blende und der Verschlusszeit ein. 

Die Blende steuert die Menge an Licht, die durch das Objektiv auf den Kamerasensor trifft und beeinflusst auch die Tiefenschärfe. Teure Objektive haben häufig eine Blende, die sich sehr weit öffnen lässt (kleine Zahl, zum Beispiel f/1.8), mit der man einen besonders unscharfen Hintergrund erreicht. Das ist ideal für Portraits oder Details. Bei Landschaftsaufnahmen will man häufig lieber alles scharf haben. Deshalb bietet sich hier eine geschlossene Blende mit einer größeren Zahl, zum Beispiel f/8, an. 

In der Naturfotografie ist die Sonne meistens die einzige Lichtquelle.

Die Verschlusszeit steuert, wie lange Licht auf den Sensor einfallen kann. Kurze Verschlusszeiten können Bewegungen “einfrieren”. Zum Beispiel einen Wassertropfen, der herunterfällt. Lange Verschlusszeiten lassen die Bewegungen dagegen verschwimmen. Das will man häufig bei fließenden Gewässern oder Wolken. 
Mit der ISO stellt Ihr die Lichtempfindlichkeit der Kamera ein. Je höher der Wert, umso empfindlicher reagiert der Kamerasensor auf Licht. Das benötigt Ihr bei schlechten Lichtverhältnissen. Allerdings leidet auch die Bildqualität unter hohen ISO-Werten.

Habt Ihr noch weitere coole Fotografie-Tipps? Haut sie gerne mal raus!

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Kalender 2025, Shirts und mehr – wir öffnen unseren Shop! https://forsterklaert.de/kalender2025 https://forsterklaert.de/kalender2025#respond Mon, 09 Dec 2024 15:25:24 +0000 https://forsterklaert.de/?p=5523 Ja, es ist schon wieder ein Jahr rum. Wir können es auch kaum glauben. Es fühlt sich so an, als...

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Ja, es ist schon wieder ein Jahr rum. Wir können es auch kaum glauben. Es fühlt sich so an, als seien wir gerade erst mit dem Verkauf des Kalenders 2024 fertig geworden, jetzt ist der schon fast zu Ende geblättert. Dieses Jahr öffnet unser Shop aber nicht nur für den neuen Kalender!

Rückblick

Ab dem dritten Mal ist es Tradition. Hiermit manifestieren wir, dass wir IMMER erst einen Rückblick auf das vergangene Jahr werfen, bevor es um das Neue geht. Der Kalender ist ja schon lange Tradition.

2024 war ein großes Jahr für Forst erklärt. Einiges davon habt Ihr gesehen und miterlebt, ganz viel ist aber auch hinter den Kulissen passiert. Fangen wir aber vor der Kamera an:

Ist natürlich alles Quatsch. Aber war ein aufregender Dreh!

Jan und Felix haben bei den Video- und Podcastaufnahmen viel gelernt. Felix hat sich “das Bein gebrochen” und musste lernen, wie Rettung im Wald funktioniert. Jan wollte besser auf Felix aufpassen und hat kurzerhand Felix besendert, als kein Reh in die Falle tappen wollte. Praktisch, da Forst erklärt für Drehs und Vorträge in ganz Deutschland unterwegs ist: Von Rheinland-Pfalz über Göttingen und Eberswalde bis nach Sebnitz in Sachsen. Als nächstes möchte Forst erklärt die Musik-Festivals dieses Landes erobern und hat dafür dieses Jahr beim Kein-Geburtstag-Festival in Münster das Debut getestet. Klappt, Forst erklärt kann Festivals! 

Das alles sieht besser aus als jemals zuvor, dank des Glow Ups für unsere Website und Social-Media-Kanäle, bei dem wir neue Grafiken und ein neues Erscheinungsbild erstellt haben!

Hinter den Kulissen ist es noch wilder: Jan, Felix und Simon haben aus Forst erklärt eine GmbH gemacht! Das wurde natürlich mit einem kleinen Champagner begossen und dann haben wir alle fix weiter gearbeitet. Aus den Forst-Studenten sind nämlich jetzt so richtig echte, voll arbeitende Mitglieder der Gesellschaft geworden. Aber keine Sorge, die Redaktion hält uns jung. Die meisten hier studieren noch, unser Neuzugang Zoe (hallo Zoe!) ist zum Beispiel noch im Bachelor. Über diesen Team-Zuwachs haben wir uns sehr gefreut!

Man muss die Feste feiern, wie sie fallen!

Wo wir gerade von der Redaktion sprechen, habt Ihr dieses Jahr ALLE unsere Artikel gelesen? Da waren einige Highlights dabei, wie ich als bescheidene Redaktionsleitung wohl sagen darf. Unsere Autor:innen leisten wirklich großartige Arbeit!

Wir haben da mal wieder spannende Artenportraits von Pflanzen und Tieren (zum Beispiel vom Storch, von der Pappel, vom Holunder). Oder es geht ums große Ganze und wir lernen etwas zur Jagdgeschichte oder der Waldpädagogik. Oder es geht ums ganz Kleine wie Wurzeln und die kleinen Nager, die diese gerne mal ansnacken.

Dieses Jahr hat sich also einiges bei Forst erklärt getan – und dann auch wieder nicht. Wir bemühen uns, Euch weiter die Inhalte in gewohnter Form zu liefern, wegen denen Ihr überhaupt hier seid. Klappt das? Wir freuen uns immer über Lob, Feedback, Lob, Kritik, Anregungen. Schreibt es uns in die Kommentare, oder auch per DM auf Instagram, Tiktok oder wo auch immer Ihr wollt.

Der Kalender 2025

Schön, oder?

Wer Forst erklärt kennt, kennt auch unseren Waldkalender. Wir gehen damit nämlich in die fünfte Runde! Mit 12 wunderschönen Motiven, nehmen wir Euch und Euer Wohn-, WG- oder Badezimmer mit in den Wald. Zu jedem Bild gibt es einen kleinen Text im Kalender und einen dazu passenden Artikel hier auf der Website. Außerdem könnt Ihr jeden Monat Euer Waldwissen testen mit einem Holzarten-Quiz! Wir haben Euch 12 verschiedene Holzarten abfotografiert, könnt Ihr sie richtig zuordnen?

Die harten Fakten

  • 12 Motive, 14 Blatt, DIN A3
  • 25 €* zzgl. Versandkosten
  • gedruckt in der Nähe von Göttingen, auf PEFC-zertifiziertem Papier
  • limitiert!
  • wer bis zum 18.12. bestellt, bekommt seine Bestellung laut DHL bis Weihnachten!

*Rabatt für alle, die ihn brauchen: 

Das Leben ist teuer geworden. Für alle Studierenden, Schüler:innen, Azubis oder Menschen, die aus anderen Gründen nicht so viel Geld zur Verfügung haben, bieten wir einen 5 €-Rabatt auf unsere Kalender an. Waldwissen und schöne Naturmotive sollen für alle da sein. Wir brauchen keinen Nachweis von Euch, sondern vertrauen darauf, dass ihr verantwortungsvoll mit diesem Rabattcode umgeht: KalenderLGV5

Shoutout an unsere Fotografen und Gestalterinnen

Jan hat auch oft die „große“ Kamera für Forst erklärt in der Hand.

Unser hauseigener ausgebildeter Fotograf Jan hat natürlich schöne Bilder zu unserem Kalender beigetragen. Da der aber immer öfter filmt statt zu fotografieren, haben uns zwei weitere tolle Fotografen unterstützt:

Jonathan Fieber hat schon als Kind seine Eindrücke von der Natur festgehalten und ist nur irgendwann von Wachsmalstiften zu Kamera und Designprogramm gewechselt. Demnächst erscheint sogar ein Buch von ihm: “Naturfotografie im Garten – Lebensräume gestalten, Vielfalt entdecken, einzigartige Naturmomente festhalten.” 

Wenn Ihr nochmal neu von unserer Natur und vor allem den wilden Tieren hier begeistert werden wollt, schaut auf jeden Fall auf dem Profil von Jasper Brennberger vorbei. Er fängt so einzigartige Momente mit den Tieren ein, man könnte meinen, er lebt im Wald! Daher finden seine Fotos immer öfter ihren Weg in unsere Artikel und Posts.

Wer ganz genau hinschaut, erkennt vielleicht, wo viele der schönen Naturmotive aufgenommen wurden: in den Wäldern von Rheinland-Pfalz. In RLP drehen wir beinahe jeden Monat Videos und dürfen dort für Landesforsten den Forst und alles was dazu gehört erkunden. Dabei lernen wir immer wieder tolle Menschen, einzigartige Waldbilder und spannende Geschichten kennen. Neben den Videos ist dieser Kalender auch Teil unserer großartigen Zusammenarbeit! 

Bei der Gestaltung des Kalenders wollen wir ein großes Dankeschön an Maren Mußenbrock aussprechen! Sie hat das Layout für uns gestaltet. Doch nicht nur das! Auch bei den Shirts hat sie viel geleistet. 

Wenn das nicht mal der perfekte Übergang ist…

…zu den Shirts!

Das Forst erklärt Shirt gibt es in zwei Varianten: Leberblümchen und Elsbeere.

Unser Shop platzt aus allen Nähten und wir freuen uns, Euch endlich eins unserer diesjährigen Herzensprojekte zeigen zu können. Wir haben zwei T-Shirts designt!

Die Shirtentwicklung hat viel Liebe, Zeit und Energie gekostet und ganz ehrlich, wir sind sehr stolz auf das Ergebnis.

Wir haben zwei ziemlich coole Pflanzen aus den heimischen Wäldern ausgewählt und ihnen mit den Shirts die Aufmerksamkeit gegeben, die sie verdienen. Warum gerade Elsbeere und Leberblümchen, fragt Ihr Euch? Cool, das könnt Ihr direkt auf den Shirts nachlesen. Wir nehmen unseren Bildungsauftrag sehr ernst, deshalb habt Ihr die wichtigsten Fakten bald immer dabei. Wenn Ihr noch mehr zu diesen Pflanzen lesen wollt, haben wir hier einen passenden Artikel für Euch, für den zweiten haltet die Augen offen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Preis: 35 € zzgl. Versandkosten
  • Farbe: off-white
  • Shirt aus zertifizierter Bio-Baumwolle
  • bedruckt bzw. bestickt in Deutschland
  • lockerer oversized Schnitt

Beide Shirts sind auf ihre Weise jeweils besonders. Die Elsbeere ist mit einem hochwertigen Stick vorne auf der Brust verewigt. Das Leberblümchen stiehlt mit einem großflächigen Druck auf dem Rücken allen anderen Shirts die Show. Aber schaut es Euch selbst an, präsentiert von der Mama von Jan und dem Papa von mir, Lea:

Neben Maren wollen wir hier noch Louisa danken, die mit Hilfe einer historischen Vorlage aus den wunderschönen Pflanzen wunderschöne Zeichnungen gemacht hat!

Wir hoffen, Euch gefallen die neuen Sachen genauso gut wie uns! Kauft uns den Shop leer und rutscht gut ins neue Jahr. Damit sagen wir – und die Shirts auch – bis bald im Wald!

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Planetare Belastungsgrenzen https://forsterklaert.de/planetarebelastungsgrenzen https://forsterklaert.de/planetarebelastungsgrenzen#comments Sun, 18 Feb 2024 16:30:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=4584 Der menschengemachte Klimawandel stellt eine existentielle Bedrohung für uns Menschen dar. Darüber hinaus gibt es noch weitere Lebensgrundlagen, die durch unser Handeln gefährdet sind, wie zum Beispiel die Meere oder die Artenvielfalt.
Unsere Erde stößt an ihre Grenzen - die planetaren Belastungsgrenzen!

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Der menschengemachte Klimawandel stellt eine existentielle Bedrohung für uns Menschen dar. Darüber hinaus gibt es noch weitere Lebensgrundlagen, die durch unser Handeln gefährdet sind, wie zum Beispiel die Meere oder die Artenvielfalt.
Unsere Erde stößt an ihre Grenzen – die planetaren Belastungsgrenzen! Das klingt erstmal relativ abstrakt. Dabei geht es lediglich darum, wie weit Ökosysteme von Menschen beeinflusst und verändert werden können, bevor sie durch menschliches Umgestalten kollabieren. Diese Grenzen können uns also dabei helfen, besser mit unserer Welt umzugehen. Wenn Ihr mehr darüber erfahren wollt, lest einfach weiter!

Wie wir unsere Welt an ihre Belastungsgrenzen bringen

Erstmal etwas Kontext. Die planetaren Belastungsgrenzen basieren auf einem durch Johan Rockström entstandenen Fachartikel von 2009. Er ist Wissenschaftler und Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Zusammen mit über 30 internationalen Wissenschaftler:innen verfasste er “A safe operating space for humanity” – Ein sicherer Handlungsbereich für die Menschheit. In dem Artikel präsentieren die Forscher:innen neun zentrale, natürliche Erdsysteme.

Damit meinen sie die wichtigsten Bestandteile der Erde, die unser Leben maßgeblich beeinflussen. Wenn Ihr mehr über die einzelnen Grenzen selbst wissen möchtet, könnt Ihr sie euch im Drop-Down Menü weiter unten näher erklären lassen.

Der Zustand der neun planetaren Belastungsgrenzen hat sich seit 2009 stark verschlechtert. Damals waren 3 der Grenzen überschritten. Nun sind es 6 und viele davon auch über die Zone eines hohen Risikos hinaus. 

 

Mittlerweile wissen alle, dass wir Menschen das Klima beeinflussen. Durch die Forscher:innen um Rockström ist jedoch klar, dass wir einen derart starken Anstieg der Temperaturen bewirken, dass wir uns sogar selbst aus dem gegenwärtigen Zeitabschnitt der Erdgeschichte katapultieren. Wie ist das möglich und was bedeutet das?

Das sogenannte Holozän ist das erdgeschichtliche Zeitalter, in dem wir uns durch die natürlichen Entwicklungen der Erde seit über 11.000 Jahren befinden. Dieses Klima würde normalerweise noch mehrere tausend Jahre erhalten bleiben. Doch durch den menschengemachten Klimawandel steigen die Temperaturen so stark, dass wir in ein neues erdgeschichtliches Zeitalter eintauchen werden. Wissenschaftler:innen wollen diesen neuen Zeitabschnitt Anthropozän nennen.

Wusstest Du schon…?
Von 2001 – 2021 verlor die Welt eine Waldfläche, die ungefähr halb so groß ist wie China.

Über die Belastungsgrenzen hinaus ins nächste Erdzeitalter

Das klingt zunächst nicht weiter dramatisch, doch dieses Erdzeitalter bringt Veränderungen mit sich, die wir zuletzt vor 5 – 10 Millionen Jahren hatten. Die Forscher:innen sehen die Stabilität unseres jetzigen Klimas als maßgeblichen Faktor für die große Entwicklung der Menschheit an. Denn die Gewissheit von Jahreszeiten mit bekannten Temperaturen oder moderatem Regenfall sichert die Lebensgrundlage der Menschen beispielsweise durch absehbare Ernten in der Landwirtschaft.

Die Wissenschaftler:innen um Rockström plädieren deshalb dafür, dass wir versuchen, das Holozän zu erhalten. Dies kann uns nur gelingen, wenn wir in den von ihnen vorgegebenen Grenzen der Systeme handeln.  

Der Mensch beeinflusst die Welt seit vielen Jahrhunderten. Doch erst seit der Industrialisierung und dem starken Anstieg der Weltbevölkerung steigt das Ausmaß der Veränderungen in einem bedrohlichen Tempo.

Genau dafür gibt es nun die planetaren Belastungsgrenzen. Sie zeigen, wie weit die Ökosysteme oder andere grundlegende Prozesse unseres Planeten von Menschen beeinflusst und verändert werden können, bevor sie aus den Fugen geraten und weitere Konsequenzen nach sich ziehen.

Dafür entwickelten die Wissenschaftler:innen ein Ampel-System. Grün steht für den Bereich, in dem sich der sichere Handlungsraum befindet. Gelb steht für ein steigendes und rot für ein hohes Risiko. Da einige der Grenzen bereits so weit überschritten sind, dass das potentielle Risiko bereits drastische Folgen hatte, wurden weitere Farben wie Schwarz später ergänzt. Sie zeigen, dass wir uns teilweise schon jetzt an Kipppunkten befinden, die desaströse Ausmaße hervorrufen werden, sofern man nicht jetzt handelt. 

In Grün der sichere Handlungsbereich. Überschreitet man diesen, folgt ein höheres Risiko für unabsehbare Folgen oder Kipppunkte, welche auch Einfluss auf andere planetare Belastungsgrenzen haben können. 

Welche Grenzen gibt es, abgesehen vom Klimawandel?

Neue Substanzen und modifizierte Lebensformen

Durch die Landwirtschaft, unterschiedliche Industriezweige oder Energiegewinnung gelangen oftmals Substanzen in die Natur, mit denen diese nicht umgehen kann. Pestizide, Düngemittel, Schwermetalle oder radioaktive Materialien verändern unsere Umwelt und können die Tier- und Pflanzenwelt stark beeinträchtigen. Viele Materialien werden vor ihrem Einsatz nur unzureichend auf ihre Wechselwirkungen mit der Umwelt getestet. Das kann auch dazu führen, dass sich das Erbgut von Lebensformen ändert, weil sie sich an die vom Menschen verursachten Veränderungen anpassen. Doch auch der Mensch bringt diese veränderten Lebensformen aktiv ein. Dazu gehören beispielsweise genetisch veränderte Weizen-Sorten, die schneller reif werden oder mehr Früchte tragen. Dies bringt den Menschen zwar vorerst einen Vorteil, verdrängt jedoch die ursprünglichen Arten.

Intaktheit der Biosphäre

Die Biosphären-Intaktheit beschreibt die starken Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen vielen Tier- und Pflanzenarten.  

Diese planetare Belastungsgrenze ist in die Teile funktional und genetisch gegliedert. Denn das Artensterben bedroht nicht nur die genetische Vielfalt von Artengruppen und damit auch ihre Anpassungsfähigkeit an Umweltänderungen. Durch die unweigerlichen Zusammenhänge können auch die Funktionen von Ökosystemen stark beeinträchtigt werden. Ein Beispiel dafür sind die Folgen des Bienensterbens. Alleine der Verlust dieser Artengruppe würde das Wegfallen von vielen Pflanzenarten und Lebensmitteln bedeuten, die durch eine Bestäubung auf die Bienen angewiesen sind. Ein Aussterben von mehr als einer Tiergruppe zieht demnach noch größere Folgen nach sich.

Einige Pflanzen werden nicht von Bienen bestäubt, sondern ausschließlich von Fliegen oder anderen Insekten. Fällt diese Insektenart aus, kann sich auch die von ihr abhängige Pflanzenart nicht weiter vermehren. 
Ozonverlust der Stratosphäre

Einige Industriegase – Achtung, Zungenknoten: Fluorchlorkohlenwasserstoff (kurz FCKW, das kennt Ihr vielleicht noch vom Kühlschrank Eurer Großeltern) – haben zu der Schädigung der Ozonschicht geführt, wodurch ein höheres Maß an UV-Strahlung auf die Erde gelangen kann. 1985 wurde der Ausstoß dieser Stoffe untersagt, die unter anderem in Kühlschränken als Kältemittel, aber auch in den Farbdosen von Förster:innen genutzt wurden. Mehr dazu findet Ihr unter “Jetzt mal Schluss mit Hiobsbotschaften”.

Aerosole 

Aerosole sind Schwebeteilchen, die sich in unserer Luft befinden. Neben Staub, der zum Beispiel natürlicherweise aus der Sahara kommen kann, produzieren die Menschen auch selbst Aerosole wie Feinstaub. 

Da die Schwebeteilchen in manchen Gebieten sehr stark ausgestoßen werden, können sie dort das Klima, Wetter und die Gesundheit der Menschen beeinflussen. Die Industrie- und Verkehrsabgase verursachen dabei Atemwegserkrankungen. Darüber hinaus sorgen sie dafür, dass es geringeren Regenfall in Monsun-Gegenden gibt oder sich der Ort des Regenschauers verschiebt. Befinden sich zum Beispiel in der südlichen Hemisphäre viele Aerosole, fällt als Auswirkung in der nördlichen Hemisphäre mehr Regen, der dafür im Süden fehlt. 

Landnutzungswandel

Der Mensch verändert seine Umwelt immerzu. Wenn wir Straßen oder Häuser bauen, führt das zu einer Versiegelung von Flächen. Zum Beispiel kommt der Regen an diesen Orten nicht mehr ungestört ins Erdreich. Neben Flächenversiegelungen gibt es auch Flächenumwandlungen, wie zum Beispiel Felder. Die Wissenschaftler:innen um Rockström sehen den Wald als einen wichtigen CO2-Speicher, dessen Umwandlung zu Ackerland oder anderen Nutz- und Wohnflächen drastische Folgen nach sich zieht. Deswegen geben sie als sicheren Handlungsspielraum dieser Grenze eine angestrebte Bewaldung der tropischen, borealen und gemäßigten Klimazonen an. So können ihrer Meinung nach Kipppunkte der Ökosysteme vermieden werden.

Die planetare Belastungsgrenze des Landnutzungswandels ist bereits überschritten. Doch es gibt Lösungsansätze, wie die fortschreitende Umwandlung von Wäldern beendet werden und die Nahrungssicherung dennoch bestehen bleiben könnte. Mehr dazu erfahrt Ihr in unserem Artikel zum Landnutzungswandel. 

Auch wenn ein blühendes Rapsfeld stets ein schöner Anblick ist, kann man hier genauso von einer Monokultur sprechen, wie in einem Reinbestand mit Fichte. Obgleich Insekten hier Blüten finden, verdrängen Feldfrüchte oftmals die ursprüngliche, wilde und vielfältigere Vegetation. Durch Pestizide werden die Wildpflanzen aus den Kulturen herausgehalten. 

Wusstest du schon…?
Der größte Flächenverbrauch geht mit dem Fleischkonsum der Menschen einher. Für die Viehhaltung werden Wälder in Weideflächen umgewandelt oder Soja für die Massentierhaltung angebaut.    

Biogeochemische Kreisläufe

Diese planetare Belastungsgrenze ist in den Stickstoff- und Phosphorkreislauf unterteilt. Stickstoff und Phosphor sind  Elemente, die natürlicherweise im Boden vorkommen. Durch chemische Düngemittel nimmt ihre Menge in der Umwelt jedoch drastisch zu und bringt ein Ungleichgewicht hervor. Die überschüssigen Mengen werden durch Regen ausgewaschen und gelangen in Seen oder Flüsse, wo sie durch einen Nährstoffüberschuss (auch Eutrophierung genannt) ganze Ökosysteme bedrohen. Ihr kennt das vielleicht aus dem Sommer, wenn der nahegelegene Badesee wieder gekippt ist und dort die Fische sterben. Das ist eine Folge von Eutrophierung.

Die überschüssige Gülle aus der Massentierhaltung wird zumeist als Dünger auf die Felder ausgebracht. Oftmals sind dies viel zu hohe Mengen, welche in den biogeochemischen Kreislauf eingehen. 
Versauerung der Meere

Diese planetare Belastungsgrenze wird maßgeblich durch die menschlichen Emissionen beeinflusst. Die Meere nehmen das Kohlenstoffdioxid (CO2) aus der Atmosphäre auf und binden es. Doch je mehr CO2 aufgenommen wird, desto mehr reagiert das Wasser damit. Und es entsteht Kohlensäure. Säuren haben bekanntlich einen niedrigen pH-Wert, wodurch Lebensformen wie Korallen angegriffen und somit getötet werden. Aber auch die natürliche Erwärmung setzt vielen Tieren zu. 

Süßwassernutzung

Die Süßwassernutzung wird in die Grenzen des Grünen und Blauen Wassers unterteilt. Blaues Wasser beschreibt Oberflächen- und Untergrundwasser in Flüssen oder das Grundwasser. Grünes Wasser ist das pflanzenverfügbare Wasser. Dieses beeinflusst Ökosysteme, Klima und biochemische Prozesse.

Auch hier gibt es Abweichungen von den ursprünglichen Verteilungen des Wassers. Das Problem stellt dabei nicht nur das Ausbleiben von Wasser und die damit einhergehende Dürre dar. Der Überschuss von Wasser durch Überflutungen nimmt zu. Verändert sich der Wasserhaushalt von Ökosystemen, führt dies oftmals zum Tod vieler Tier- und Pflanzenarten, da sie spezifisch auf das Ökosystem angepasst sind.

Schon jetzt gibt es Sommer, in denen das Wasser knapp wird. Vor allem in den südlichen Ländern Europas kommt es jedes Jahr zu Einschränkungen im Wassergebrauch. Aufgrund von heißen Temperaturen und wenig bis keinem Regen wird das Wasser knapp. 

Wie schlagen wir uns?

Seit 2009 hat sich leider noch nichts verändert. Wir steuern weiterhin auf die Überschreitung der meisten Grenzen zu. In Rockströms erstem Fachartikel waren es nur drei überschrittene Grenzen, nun sind es bereits sechs von neun. 

Wusstest Du schon…?
Ein Achtel aller Tierarten der Welt sind gefährdet. Über 10 Prozent der genetischen Vielfalt von Pflanzen und Tieren hat die Menschheit wahrscheinlich in den letzten 150 Jahren schon verloren. 

Dennoch wurden die planetaren Belastungsgrenzen 2015 mit in die Sustainable Development Goals (kurz SDGs) mit aufgenommen.

Die SDGs sind eine Agenda für 2030, welche von den Vereinten Nationen entworfen wurde. Durch 17 globale Ziele sollen ökonomische, ökologische und soziale Aspekte auf der Welt vereinigt werden, um ein gemeinsames Leben auf der Erde zu ermöglichen. 

Die planetaren Belastungsgrenzen finden durch die Punkte Klima, Trinkwasser, Biodiversität und Meere Einzug. Sie werden als ökologische Grundlage von allen anderen Nachhaltigkeitszielen wahrgenommen und sollten also bis 2030 weiterhin gesichert und zugänglich sein. Ein Schritt in die richtige Richtung ist also getan.

Jetzt mal Schluss mit Hiobsbotschaften! 

Das war jetzt viel auf einmal. Doch die Botschaft dieses Textes soll nicht sein, dass die Welt unweigerlich untergehen wird. Denn es gibt immer mehr Menschen, die sich der Probleme der anthropozänen Einflüsse bewusst werden und etwas dagegen tun möchten. 
Nicht ohne Grund gehen seit 2018 etliche Schüler:innen bei Fridays for Future auf die Straße. Nicht ohne Grund versuchen viele, ihr Konsumverhalten zu verändern. Und nicht ohne Grund lest Ihr gerade diesen Text. Es ist nämlich nicht zu spät!

Ein Beispiel, was uns Hoffnung machen kann, ist das Ozonloch. Klingt erstmal komisch, aber lasst mich ausschreiben. Nachdem 1985 bekannt wurde, dass durch einen weltweit viel genutzten Stoff das Ozonloch entstanden war, arbeitete die Welt zusammen. Die schädlichen Stoffe wurden verboten. Forscher:innen gehen davon aus, dass sich das Loch 2100 wieder geschlossen haben wird, da die Stoffe dann vollständig abgebaut sein werden. Ja, wir waren auch der Grund für die Entstehung, aber der Notstand wurde erkannt und die Maßnahmen haben gefruchtet. Und genau da wollen wir hin.
Die planetaren Belastungsgrenzen können uns dabei helfen.

Wollt Ihr wissen, was der Wald damit zu tun hat und wie wir die Landnutzung verändern müssen, um etwas verändern zu können? Dann gibt es in unserem Artikel zur Landnutzungswende nächsten Monat mehr zu dem Thema.

Quellen:

BMUV: Planetare Belastbarkeitsgrenzen (2021), URL: https://www.bmuv.de/themen/nachhaltigkeit/integriertes-umweltprogramm- 2030/planetare-belastbarkeitsgrenzen, Zugriff am 14.01.2024

Research Gate, URL: https://www.researchgate.net/figure/Conceptual-framework- for-planetary-boundaries-and-their-interactions-a-Planetary_fig1_337953629, Zugriff am 23.01.2024

Richardson, K. et al.: Earth beyond six of nine planetary boundaries (2023), in: Science Advances, URL: https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.adh2458, Zugriff am 23.01.2024

Rockström, J. et al.: A safe operating space for humanity (2009), in: Nature

Schulz, C.: Planetare Grenzen – Über die Belastbarkeitsgrenzen der Erde (2023), in: CareElite, URL: https://www.careelite.de/planetare-grenzen/, Zugriff am 14.01.2024

Stockholm Resilience Centre: Planetary boundaries (2023), URL: https://www.stockholmresilience.org/research/planetary-boundaries.html, Zugriff am 16.01.2024

TED: Johan Rockström – 10 years to transform the future of humanity or destabilize the planet (2020),URL: https://www.youtube.com/watch?v=8Sl28fkrozE&t=305s&ab_channel=TED, Zugriff am 23.01.2024

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Auf ein neues: Forst erklärt-Waldkalender 2024 https://forsterklaert.de/kalender2024 https://forsterklaert.de/kalender2024#respond Wed, 22 Nov 2023 09:29:10 +0000 https://forsterklaert.de/?p=4343 Auch dieses Jahr haben wir es wieder gewagt. In kleiner limitierter Auflage haben wir unseren Waldkalender erschaffen und gedruckt. Wir - und Ihr hoffentlich auch - haben den Forst-erklärt-Kalender aus dem vergangenen Jahr alle in unseren Büros, Wohn- oder WG-Zimmern hängen. Deshalb stand außer Frage, dass es den Forst erklärt-Kalender 2024 geben wird! Wir freuen uns riesig, dass auch einige von Euch schon danach gefragt haben. Nun endlich können wir die Frohe Kunde verkünden. Doch vorher, alle Jahre wieder, ein kleiner Jahresrückblick.

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Auch dieses Jahr haben wir es wieder gewagt. In kleiner limitierter Auflage haben wir unseren Waldkalender erschaffen und gedruckt. Wir – und Ihr hoffentlich auch – haben den Forst-erklärt-Kalender aus dem vergangenen Jahr alle in unseren Büros, Wohn- oder WG-Zimmern hängen. Deshalb stand außer Frage, dass es den Forst erklärt-Kalender 2024 geben wird! Wir freuen uns riesig, dass auch einige von Euch schon danach gefragt haben. Nun endlich können wir die Frohe Kunde verkünden. Doch vorher, alle Jahre wieder, ein kleiner Jahresrückblick.

Hat sich überhaupt etwas verändert?

Die kurze Antwort darauf ist: jein. Oberflächlich nicht wirklich. Noch immer seht Ihr uns in Film, Funk und Fernsehen, jede Woche erscheint ein neuer Artikel auf der Website, wir nehmen Podcasts auf und drehen Videos für YouTube. Im Hintergrund allerdings, da passiert Einiges. Zum einen lernen wir von den Leuten, die wir durch unsere Kooperationen, durch Veranstaltungen und den Forst erklärt-Alltag kennenlernen dürfen, konstant dazu. Zum anderen verändern sich auch die Leben von uns und Forst erklärt muss da irgendwie Schritt halten können, denn wir lieben dieses Projekt, und das soll auch so bleiben.

Dank des Vertrauens und der Begeisterung unserer Kooperationspartner konnten wir, Jan und Felix, je eine halbe Stelle schaffen. Nachdem wir beide unser Studium beendet haben, sind wir froh, dass wir unser Leben durch das Projekt finanzieren können. Dass wir unsere Arbeit also fortsetzen und Euch regelmäßig mit dem heißen Scheiß aus dem Wald versorgen können, ist doch hervorragend, oder?! Die Frage an Euch ist aber dennoch, soll sich denn was ändern? Habt Ihr Wünsche, Anregungen? Meldet Euch, gerne in den Kommentaren.

Waldkalender 2024

Diesen Teil hier fassen wir mal kurz, denn Ihr kennt das Spiel aus 2023, 2022 und 2021. Ihr kriegt wieder 12 wundervolle Wald-Motive, wieder 12 „Artikel des Monats“, die Ihr über QR-Code oder Link aufrufen könnt, und (bevor Ihr ungeduldig werdet), ja, es gibt auch wieder ein Quiz! Wenn Ihr wissen wollt, was Ihr errätseln könnt, kauft den Kalender. Wenn Ihr das Projekt „Forst erklärt“ unterstützen wollt, kauft den Kalender. Wenn Ihr Euer WG-Wohn-Schlafzimmer upgraden wollt, kauft den Kalender. Wenn Ihr besseres Marketing wollt, spendet uns Geld, weil dafür reicht der Waldkalender nicht.
Spaß beiseite, wir freuen uns ehrlich über jeden verkauften Kalender, aber auch über jeden netten Kommentar unter unseren Artikeln, jedes Like bei YouTube oder Instagram und jedes einzelne Mal, wenn Ihr Bekannten von uns erzählt.
Bevor das hier aber noch weiter abschweift, hier die Hard Facts:

Die harten Fakten

  • 14 Blatt, 12 Motive, DIN A3
  • 250 g Papier
  • gedruckt in der Nähe von Göttingen auf PEFC zertifiziertem Papier
  • Preis 25€* zzgl. 5 € Versandkosten
  • limitiert auf 200 Stück!
  • Am 22.11. geht die erste Versandrutsche raus, ab dann wird jeden Montag und Donnerstag versendet.
  • Wer bis zum 19.12. bestellt, bekommt sein Paket (laut DHL) sicher vor Weihnachten!


*für Studierende, Schüler:innen, Azubis und Menschen, die aus anderen Gründen nur wenig Geld zur Verfügung haben, geben wir einen Rabatt von 5 € auf dieses Produkt. Nutzt dazu einfach diesen Rabattcode im Shop: abiesalba 
Ihr braucht uns keine Erklärung und keinen Nachweis schicken, wir vertrauen Euch, dass Ihr verantwortungsvoll mit dem Code umgeht.

Wusstest Du schon…?
Wie der Waldkalender zu Euch kommt und was dieser Verkauf für unsere finanzielle Situation bedeutet, hat sich in den letzten Jahren nicht verändert. Schaut dafür einfach in den Artikel zum Kalender 2022

Bis bald im Wald

Wusstet Ihr, dass Forst erklärt bald den vierten Geburtstag feiern kann? Für uns ist das immer noch unglaublich. Wer weiß, wohin uns dieses Projekt noch so führt, und damit auch Euch. Wir sind ganz gespannt auf alles, was noch kommt. Ihr hoffentlich auch? Bis dahin heißt es aber erstmal, bis bald im Wald!

Kalender online bestellen!

Wir senden Euch den Wald nach hause!

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