Invasive Arten Archive - Forst erklärt https://forsterklaert.de/tag/invasive-arten Wissen aus dem Wald Mon, 17 Nov 2025 07:40:03 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.8 https://forsterklaert.de/wp-content/uploads/2020/02/cropped-FavIconForstErklaert-32x32.png Invasive Arten Archive - Forst erklärt https://forsterklaert.de/tag/invasive-arten 32 32 Unsere Bäume – Die Robinie https://forsterklaert.de/robinie https://forsterklaert.de/robinie#respond Sun, 15 Sep 2024 15:30:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=5226 Sie stammt eigentlich aus Nordamerika, ist mittlerweile jedoch oft in Gärten und Parks anzutreffen. Im Wald findet man sie deutlich...

Der Beitrag Unsere Bäume – Die Robinie erschien zuerst auf Forst erklärt.

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Sie stammt eigentlich aus Nordamerika, ist mittlerweile jedoch oft in Gärten und Parks anzutreffen. Im Wald findet man sie deutlich seltener. Die Robinie oder auch Schein-Akazie genannt ist eine umstrittene Baumart. Als nicht heimische Art, die sich an einigen Orten sehr schnell verbreitet, kann sie andere heimische Arten verdrängen. Das Bundesamt für Naturschutz stuft die Robinie als Gefahr für die Biodiversität ein und führt sie auf der sogenannten Liste für invasive Arten. Was das genau bedeutet und welche positiven Eigenschaften diese Baumart trotzdem besitzt, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

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Die Robinie wurde vor ca. 400 Jahren aus Nordamerika durch Menschen zu uns nach Europa gebracht, wo man sie gerne überall in Parks oder Gärten pflanzte. Daher bezeichnet man diese Baumart auch als sogenannten Neophyt, also als nicht heimische Art. Sie gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler und wird oftmals auch als Schein-Akazie bezeichnet. Dies ist auf das ähnliche Aussehen zurückzuführen. Nah verwandt sind Robinien und Akazien jedoch nicht. Ob es sich um eine Robinie oder um eine Akazie handelt, könnt Ihr recht einfach feststellen. Seid Ihr in Europa? Dann ist es ziemlich sicher eine Robinie. Akazien wachsen vor allem in subtropischen und tropischen Gebieten. In Mitteleuropa sind die Robinien hingegen weit verbreitet. Doch wie genau sieht eine Robinie überhaupt aus?

Wusstest Du schon…?
Der Naturwissenschaftler Carl von Linné, der viele Pflanzenarten zum ersten Mal wissenschaftlich beschrieben hat und deren Nomenklatur prägte, veröffentlichte auch die Gattung der Robinie erstmals. Nomenklatur bedeutet, dass man die Pflanzen mittels eines systematischen und internationalen Systems beschrieben hat. So kommt es, dass die wissenschaftlichen Namen von Pflanzen heute immer aus zwei Wörtern bestehen. Das erste Wort beschreibt dabei die Gattung und das zweite Wort die Art. Früher waren die Bezeichnungen teilweise elendig lang und nicht einheitlich. Heute wissen alle auf der ganzen Welt, welche Pflanze mit Robinia pseudoacia gemeint ist. Namensgebend war bei der Robinie ein Hofgärtner verschiedener französischer Könige namens Jean Robin.

Die Rinde der Robinie ist graubraun und bekommt mit zunehmendem Alter des Baumes richtig tiefe Furchen und Einkerbungen.

Wie erkennt Ihr die Robinie?

Die Robinie hat eine sehr raue, rissige Borke, die im Alter richtig tiefe Furchen am Stamm entwickelt. Die Farbe des Stammes ist dabei grau-bräunlich. Der Baum kann ca. 20-30 m hoch werden. Die Zweige der Robinie sind bewehrt. So nennt man es, wenn eine Pflanze an ihren Trieben Dornen ausbildet. Robinien neigen dazu, eine doppelte Krone zu entwickeln. Häufig findet Ihr diese Baumart an Straßenrändern von Alleen oder in Parkanlagen.

Die kleinen Teilblätter sind oval geformt und sind vorne abgerundet. Sie sind gegenständig, sitzen also genau gegenüberliegend am Stiel des Blattes.

Robinien blüht von Mai bis Juni. Die weißlichen Blüten hängen ähnlich wie Trauben von den Ästen und duften wunderbar. Der Duft soll an Bergamotte erinnern. Die Blüten riechen nicht nur für uns so fabelhaft, sondern locken im Frühsommer auch viele Insekten an. 

Ihre Früchte reifen bis zum September am Baum. Sie sehen aus wie Schoten. In diesen Schoten oder Hülsen befinden sich meist zwischen 4 und 14 Samen. Irgendwann reißen die Hülsen auf und der Samen kann durch den Wind weiterverbreitet werden. Oftmals hängen die Hülsen jedoch noch bis zum Frühjahr am Baum.

Vorsicht, die Zweige der Robinie sind durch die Dornen pieksig!

Die Robinie kann bereits ab dem 6. Jahr Früchte bilden. Sie ist in diesem Punkt deutlich schneller als andere Baumarten. Bei der Rotbuche dauert es bspw. circa 40 Jahre, bis sie zum ersten Mal Früchte bildet. Da die Früchte der Robinie jedoch eher schwer sind, verteilt der Wind sie meist nur circa 100 m um den Baum. 
Eine andere Ausbreitungsstrategie erfolgt über Wurzelbrut. Dabei bilden die Bäume aus den Wurzeln neue Pflanzentriebe. Warum die Robinie dadurch problematisch werden kann, erfahrt Ihr noch später in diesem Artikel.

Das Holz der Robinie ist äußerst hart und biegfest. Die Farbe ist goldgelb und bräunlich. Das Holz gilt als sehr widerstandsfähig und dauerhaft und wird deshalb auch gerne im Außenbereich bspw. für Spielgeräte auf Spielplätzen aber auch im Bergbau genutzt.

Die duftenden Blüten der Robinie sind sehr beliebt bei Insekten.

Wo wächst die Robinie?

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Robinie liegt im Osten der USA. Heute findet man diese Baumart nicht nur bei uns in Europa, sondern auch in Nordafrika oder Westasien.

Die Einführung der Robinie erfolgte wohl vor allem aufgrund ihrer Schönheit und des Dufts der Blüten. Der Gärtner Jean Robin brachte diese Baumart vermutlich bereits um 1601 nach Frankreich. Von Frankreich aus verbreitete sie sich dann weiter nach England, Italien und schließlich weiter nach Deutschland. In Berlin hat man die Robinie 1670 im Berliner Lustgarten angepflanzt.

Wusstest Du schon…?
Zwei gepflanzte Robinien in der Nähe der Notre-Dame gelten als älteste Bäume in der Stadt Paris. 

Erst später wurde die Robinie auch für die forstwirtschaftliche Nutzung attraktiv. Vor allem auf ärmeren Standorten galt diese Baumart als vielversprechend, denn sie kommt auf nährstoffarmen und trockenen Böden sehr gut zurecht. Sie kann den Boden sogar eigenständig düngen. Doch wie funktioniert das?

Ein Baum, der selbst den Boden düngt

Die Robinie kann mit Hilfe von Bakterien im Boden an den Wurzeln, sogenannten Knöllchenbakterien, Stickstoff aus der Luft binden und diesen dann im Boden anreichern. Auch andere Hülsenfrüchtler teilen diese Fähigkeit, darunter zum Beispiel Klee oder Wicken. 

Was für die Robinie natürlich eine echte Überlebensstrategie ist, kann jedoch zur Gefahr werden. Denn teilweise wollen wir nährstoffarme Standorte, wie zum Beispiel Kalkmagerrasen, erhalten. Denn dort befinden sich seltene, spezalisierte Arten. Eine Robinie kann also diese anderen Arten von ärmeren Standorten verdrängen.
Insgesamt ist ihr Anteil im Wald heute noch sehr gering. Nach den Erhebungen der Bundeswaldinventur im Jahr 2012 kommt sie nicht mal auf einen Prozent Flächenanteil. Häufig findet man die Robinie bei uns an Straßen, Parks und Gärten oder auf Brachflächen.

Die Robinie kam bereits um 1601 nach Europa. Der Gärtner Jean Robin brachte ihr ihren Namen ein.

Wusstest Du schon…?
Weltweit hat sich der Anbau von Robinien zwischen den 1960er und 1980er Jahren verzehnfacht. Neben Pappeln und Eukalyptus gilt sie mit als häufigste Baumart, die in Plantagen angepflanzt wird.

Probleme der Robinien-Invasivität

Die Robinie gilt als biodiversitätsgefährdende Baumart, vor allem für Arten auf mageren Standorten. Weltweit zählt sie zu den am meisten verbreiteten invasiven Arten. In der Schweiz steht sie auf der sogenannten Schwarzen Liste der invasiven Neophyten. Auch das Bundesamt für Naturschutz in Deutschland führt die Robinie als invasive Art auf der Management Liste. Was Neophyten und Invasivität bedeuten, haben wir bereits in diesem Artikel erklärt. Problematisch ist, wenn nicht heimische Pflanzen sich bei uns so weit ausbreiten, dass sie dadurch andere heimische Arten verdrängen und gefährden. Auch die Robinie gilt deshalb als umstrittene Baumart, die mit Vorsicht zu genießen ist. 

Wir hoffen, Ihr konntet in diesem Artikel einiges Neues über Robinien lernen und wisst jetzt, dass es kein Akazien, sondern Robinienhonig ist, den Ihr esst!

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnliche_Robinie

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/pflanzen/pflanzenportraets/wildpflanzen/gehoelze/27145.html

https://www.lbv.de/ratgeber/naturwissen/artenportraits/detail/robinie-robinia-pseudoacacia

https://www.lwf.bayern.de/forsttechnik-holz/holzverwendung/265497/index.php

https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/waldbau/kurzportrait-robinie

https://www.studysmarter.de/studium/biologie-studium/botanik-studium/botanische-nomenklatur/#:~:text=Die%20botanische%20Nomenklatur%20ist%20ein,Benennung%20von%20Pflanzen%20zu%20gew%C3%A4hrleisten.

https://www.mein-schoener-garten.de/natur-tiere/natur/knoellchenbakterien-39712

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Neophyten – Pflanzliche Migration https://forsterklaert.de/neophyten https://forsterklaert.de/neophyten#comments Sun, 21 Apr 2024 15:30:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=4812 Im Containerschiff oder unter der Schuhsohle  - nicht heimische Pflanzenarten gelangen auf vielen Wegen zu uns. Manche davon beabsichtigt, andere kommen eher zufällig nach Deutschland. Was genau Neophyten sind, warum sie Gefahren für unsere heimischen Ökosysteme bergen und wie Ihr selbst dazu beitragen könnt, dass sie sich gar nicht erst ausbreiten, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

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Im Containerschiff oder unter der Schuhsohle  – nicht heimische Pflanzenarten gelangen auf vielen Wegen zu uns. Manche davon beabsichtigt, andere kommen eher zufällig nach Deutschland. Zu den sogenannten Neophyten gehören auch die Tomate oder die Kartoffel – gut schmeckende Neophyten. Andere Neophyten können Förster:innen das Leben schwer machen, denn sie verdrängen heimische Baumarten. Was genau Neophyten sind, warum sie Gefahren für unsere heimischen Ökosysteme bergen und wie Ihr selbst dazu beitragen könnt, dass sie sich gar nicht erst ausbreiten, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Was genau sind Neophyten?

Diese schöne Zimmerpflanze ist aktuell sehr beliebt und steht zum Beispiel im Forst erklärt-Büro. Im Wald hat die Monstera allerdings nichts zu suchen!

Im Allgemeinen werden alle Arten, die nicht in Deutschland heimisch sind, sondern durch den Menschen hierher gebracht wurden, als Neobiota bezeichnet. Wenn eingeschleppte Tiere gemeint sind, nennen wir das Neozoen. Nicht heimische Pflanzen dagegen heißen Neophyten. Und um die geht es heute. Oftmals wird dabei auch von nicht heimischen oder gebietsfremden Arten gesprochen. Zu den Neophyten gehören zum Beispiel das Indische Springkraut und die Kanadische Goldrute. Diese Pflanzen sieht man mittlerweile sehr häufig an Waldrändern oder Böschungen. 

Wusstest Du schon…?
Das Jahr 1492 gilt als Stichjahr für die starke Ausbreitung von gebietsfremden Arten. In diesem Jahr entdeckte Christoph Kolumbus Amerika und der weltweite Handel stieg stark an. Alle Arten, die nach diesem Jahr neu eingeführt wurden, werden als Neobiota bezeichnet.

Wie gelangen Neophyten zu uns?

Doch wie gelangen diese Arten überhaupt hierher? Das kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Unter anderem durch den immer weiter ansteigenden, globalen Austausch von Waren und Handelsgütern. Beispielsweise können wir heute Möbel aus tropischem Holz (Teak, Mahagoni etc.) kaufen, das hier gar nicht wachsen würde. Oder uns ganz verrückte Zimmerpflanzen in die Bude stellen. Oder jeden Tag Toast mit Avocado essen. 

Mais ist eine attraktive Nutzpflanze, die vielfältig eingesetzt werden kann und heute großflächig auf über 2 Mio. Hektar in Deutschland angebaut wird. 

Manche Neophyten wurden beabsichtigt hier eingeführt, weil man sie zum Beispiel in der Landwirtschaft oder als Gartenpflanze nutzen wollte. Klassische Beispiele dafür sind Mais, Tomaten oder Kartoffeln. Diese Arten werden heute ganz normal in der Landwirtschaft angebaut. 

Wusstest Du schon…?
Die Hälfte der bei uns etablierten Neophyten wurde mit Absicht eingeführt. Die meisten davon als Zierpflanzen und der Rest für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke, also als Nutzpflanze. Die andere Hälfte gelangte unbeabsichtigt zu uns, bspw. als blinder Passagier beim Warentransport oder auf dem Rückweg aus dem Sommerurlaub am Autoreifen oder der Schuhsohle.

Diese schönen Blüten sind Euch vielleicht bereits an einem Waldrand aufgefallen. Das Indische Springkraut kommt ursprünglich aus dem Himalaya Gebiet und breitet sich vor allem an Wasser stark aus, wo es heimische Pflanzenarten verdrängt.

Ein weiteres Beispiel ist die Spätblühende Traubenkirsche aus Nordamerika. Diese konnte man bereits in 1623 in Gärten in Frankreich nachweisen. Eigentlich brachte man sie als Zierpflanze für Gärten und Parks nach Europa. Später gab es auch im Wald Pflanzversuche, wobei sich jedoch herausstellte, dass diese Baumart bei uns nur zu einem Strauch und nicht zu einem richtigen Baum wächst. Viele Förster:innen haben heute Probleme, diese Baumart wieder “weg” zu bekommen, denn sie breitet sich sehr schnell und großflächig aus. Dabei nimmt sie so viel Platz ein, dass andere Baumarten keine Chance haben, unter dem Neophyt zu wachsen.

Teilweise ist die Spätblühende Traubenkirsche in reinen Kiefernbeständen nützlich, da sie als Brand- und Windschutz fungiert und durch ihr Laub den Boden verbessern kann. Ein richtiger Baum wird bei uns aber nicht daraus. 

Blinde Passagiere

Die Kermesbeere breitet sich so stark aus, dass die heimischen Baumarten sich nicht mehr verjüngen können. Vermutlich gelangte sie durch achtlos entsorgte Gartenabfälle in den Wald.

Teilweise kommen Samen oder Pflanzenteile aber auch unbeabsichtigt, also als blinde Passagiere, bspw. an Bord eines Schiffs oder sogar unter der Schuhsohle mit hierher und können sich dann in der Natur und im Wald ausbreiten. 

Auch durch Abfälle, bspw. aus dem eigenen Garten, die achtlos im Wald entsorgt werden, gelangen neue Arten auf einmal in das Ökosystem und können riesige Schäden anrichten. Im Rhein-Main-Gebiet gibt es seit einiger Zeit zum Beispiel die Kermesbeere. Diese Strauchart breitet sich in einigen Waldgebieten, bspw. in Rheinland-Pfalz, extrem stark aus. Andere Baumarten, die natürlicherweise dort wachsen würden, werden dadurch so verdrängt, dass sie gar nicht mehr wachsen können oder absterben. So hat es der Förster Alex mittlerweile echt schwer einen klimastabilen Wald für die Zukunft zu etablieren. Mehr dazu erfahrt Ihr in diesem Video.

Wieso sind Neophyten problematisch?

Teilweise verschwinden die eingeschleppten Arten einfach wieder, da sie unter den neuen Bedingungen nicht überleben können. Wenn eine Art jedoch, ohne dass der Mensch weiter eingreift, bestehen bleiben kann und sich von alleine verbreitet, gilt sie als etabliert.

Wie bereits beschrieben, können Neophyten heimische Arten verdrängen, indem sie ihnen Nährstoffe oder Licht wegnehmen. Eingeschleppte Pflanzenarten können aber auch neue Krankheiten mitbringen. In ihrer Heimat hatten sie viele Jahrhunderte Zeit einen wirksamen Schutz gegen eine Krankheit zu entwickeln. Die einheimische Art kennt den neuen Erreger allerdings nicht und hat auch keine Abwehrmechanismen entwickelt. Das kann zum Absterben einer Baumart innerhalb eines großen Gebietes führen.

Auch für uns Menschen können Neophyten problematisch sein. Ein Beispiel dafür ist der Riesenbärenklau. Wenn Ihr diese Pflanze berührt, kann es zu starkem Hautausschlag kommen, denn diese Pflanze zerstört den natürlichen Sonnenschutz der Haut, wodurch es zu starken Verbrennungen kommen kann. 

Der Riesenbärenklau kann bis zu 3 m hoch werden. Anfassen solltet Ihr die Pflanze besser nicht. 

Was bedeutet invasive Art?

Das Bundesamt für Naturschutz beobachtet neuartige etablierte Arten. Dabei prüfen sie, ob die Pflanzenart invasiv ist. Invasiv bedeutet, dass diese Art negative Auswirkungen auf (eine) andere heimische Art(en) hat. Dabei wird auch unterschieden, ob die Art potentiell invasiv werden könnte oder bereits invasiv ist. 

Wusstest Du schon…?
Etwa 10 % der etablierten gebietsfremden Tier- und Pflanzenarten führen zu Problemen und Schäden innerhalb des heimischen Ökosystems. 

Doch nicht bei allen Arten ist die Einschätzung zur Invasivität vollständig geklärt. Eine umstrittene Art ist beispielsweise die Douglasie. Diese wird seit einigen Jahrzehnten vermehrt angebaut, da sie als Zukunftsbaumart als Ersatz für die Fichte gilt. Im Gegensatz zur Fichte wird sie vermutlich besser mit der zunehmenden Hitze und Trockenheit klar kommen. Das Bundesamt für Naturschutz stuft die Douglasie allerdings als invasiv ein, da sie “aus Sicht des Naturschutzes eine Gefährdung der heimischen Biodiversität darstellt” (Pukall 2014). Der Deutsche Verband Forstlicher Versuchsanstalten (DVFFA) vertritt hier eine weniger starke Kategorisierung. Mehr dazu könnt Ihr hier nachlesen.

Was kann man gegen invasive Arten tun?

Durch die Globalisierung ist es kaum zu vermeiden, dass nicht heimische Arten zu uns gelangen und sich eventuell auch hier ausbreiten.

Ihr könnt aber darauf achten, keine Gartenabfälle in den Wald zu werfen. Denn auch dadurch kann sich eine Pflanze auf einmal ungehindert ausbreiten, siehe Kermesbeere. 

Schuhe putzen!

Wenn Ihr in einem Gebiet unterwegs seid, wo es bereits Neophyten gibt, macht es Sinn die Schuhe nach dem Spaziergang dort ordentlich zu reinigen. So verhindert Ihr, dass sich dieser Neophyt auch in eurem heimischen Wald ausbreitet. Habt Ihr noch mehr Tipps? Schreibt sie uns gerne in die Kommentare!

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