Die Forstwelt ist voll mit einer Vielzahl von Fachbegriffen. Um dem Ganzen einen besseren Überblick zu verschaffen, wollen wir euch in diesem Glossar ein paar grundlegende Begriffe erklären. Diese Sammlung wächst also mit jedem neuen Artikel weiter. Euch fällt ein Begriff ein, der hier unbedingt erklärt werden sollte? Schick uns gerne eine Mail an kontakt@forsterklaert.de !



A

Schäden, die durch Umweltfaktoren wie Temperatur, Licht oder Wasserverfügbarkeit entstanden sind.

Ist eine Art Wälder zu bewirtschaften, bei der alle Bäume gleich alt sind. Diese Form ist sehr anfällig für Stürme oder andere Schäden und ist daher heute nicht mehr zeitgemäß. Viele Fichten- Monokulturen sind Altersklassenwälder.

B

Weibliche Wildschweine werden so genannt. Erfahrene Leitbachen übernehmen die Führung in einem Familienverband.

Wenn Förster*innen von ihrem Wald sprechen, sagen sie Bestand.

Eine Familie der Nagetiere. Einer der bekanntesten Vertreter dieser Gruppe ist der Siebenschläfer.

C

Während wir Menschen immer mehr CO2 produzieren und damit den Klimawandel beschleunigen, ist Holz in der Lage CO2 zu speichern. Um so nachhaltiger wir das Holz nutzen, desto länger ist das CO2 also auch im Holz gebunden!

F

Ein Raumaß für eine Menge fester Holzmasse. Ein Fm entspricht einem Kubikmeter Holzmasse, also der Holzmasse eines Würfels mit 1m Kantenlänge. Anders als beim Raummeter sind hier keine Zwischenräume eingerechnet.

So werden Wildschweinkinder genannt, bis sie ein Jahr alt sind.

G

Sind bodennah wachsende Pflanzen, die mittels verschiedener Speicherungsorgane wie Wurzeln oder Rhizome mehrjährig vorkommen und auch ungünstige Lebensbedingungen überstehen können.

H

100m*100m Fläche, ein übliches Maß für Flächen im Forst

ist die fein zersetzte organischen Substanz eines Bodens.

K

Bei dieser Form der Forstwirtschaft werden ganze Flächen systematisch abgeholzt und von allen Bäumen auf der Fläche entfernt. Kahlschläge sind in Deutschland nur auf Kleinstflächen erlaubt und darüber hinaus genehmigungspflichtig.  

Fläche, die durch klimatische oder tierische Schädigungen, abgestorben ist.

Die älteren, männlichen Wildschweine, die nur noch als Einzelgänger unterwegs sind.

Handwerksbetrieb, der seit dem Mittelalter Holzkohle herstellt. Dabei wurde Holz in einem Holzhaufen, einem sogenannten Meiler, der mit Erde abgedichtet wurde, verschschwelt. Das Holz wurde also nicht verbrannt, sondern durch die geringe Sauerstoffzufuhr zu Holzkohle. Die Herstellung dauerte 1-3 Wochen lang, wobei der “Köhler” aufpassen musste, das kein offener Brand aus dem Inneren entfacht!

L

Benötigen eine bestimmte Mindestmenge an Licht, um wachsen zu können. Sie haben ein sehr schnelles Jugendwachstum.

Jagdsprache für den Kot, also die Hinterlassenschaften von Wildtieren. 

O

So nennt man Allesfresser

P

Die Bäume, die zuerst unbewaldete Flächen erobern. Sie vertragen viel Licht und haben ein schnelles Wachstum.Ihre Samen werden durch den Wind weit verbreitet.

Große Holzstapel nennen Förster*innen „Polter“. Bei der Holzernte werden die Bäume zunächst gefällt und dann von großen Forstmaschinen oder Treckern (in seltenen Fällen sogar mit Rückepferden) an die Forstwege gezogen. Dort werden die Stämme meist zu Poltern aufgestapelt und vermessen, bevor sie dann vom LKW abgeholt werden, der das Holz zum Sägewerk oder zu anderen Nutzern transportiert.

Die Gesamtzahl aller Individuen einer Art an einem begrenzten Ort.

Ein Maß für den sauren oder basischen Charakter einer wässrigen Lösung. Wird auch für die Beurteilung von Bodenarten genutzt.

Die potentiell natürliche Vegetation, also die Pflanzen, die ohne menschlichen Einfluss an einem Ort wachsen würden.

R

Ein Raummeter (1 rm) entspricht einem Würfel mit einer Kantenlänge von einem Meter (1 m) aus parallel geschichteten Holzstücken. Rm ist eine Angabe einschließlich der Luftzwischenräume in der Schichtung.

Anzahl der in einem bestimmten Zeitraum produzierten Nachkommen eines Individuums.

Eine meist dicht unter dem Boden wachsende Sprossachse (Stängel), die Nährstoffe einlagert. Bsp. Knollengemüse wie Möhren, Zwiebeln (vom Bärlauch).

So wird der Familienverband von Wildschweinen genannt. Sie besteht aus einer erfahrenen Bache, den halbstarken Überläufern und jungen Frischlingen.

S

Benötigen wenig Licht zum Überleben und können deshalb gut unter den Kronen älterer Bäume wachsen. Das ist ein wichtiges waldbauliches Kriterium.

Der Ort, an dem ein Wald (Bestand) wächst. Man nutzt diesen Begriff, wenn man die ökologische Geländesituation eines bestimmten Gebietes beschreibt.

Landwirtschaftliche Waldnutzung, bei der Nadeln, Laub und Moos gesammelt und als Einstreu im Stall, Dünger oder auch als Füllung der Matratze gebraucht wurden. Beim Zusammenharken wurde häufig auch die oberste Erdschicht entnommen, was man Plaggenhieb nennt.

T

Ist für das Höhenwachstum der Pflanze verantwortlich. Er bildet den späteren Stamm. Daher ist es besonders wichtig, ihn z.B vor Rehen zu schützen.

So wird der Fußabdruck von einem Wildtier von Jäger:innen und Förster:innen genannt.

U

So nennt man die jugendlichen Wildschweine im Alter von ein bis zwei Jahren.

V

Nennt man das Abbeißen und Fressen von Knospen, Trieben und Blättern von jungen Waldbäumen und Forstpflanzen durch Wildtiere. 

Etwas ist sauer, wenn es einen geringen pH Wert (pH1 bis pH6) hat.