Bei der Wahl des Berufs und der dazugehörigen Ausbildung stellt man sich viele Fragen. Ist es das, was ich mal 40 Jahre lang machen möchte? Wie zukunftssicher ist der Job? Und vor allem: Was verdiene ich mal? Was Försterinnen und Förster in Deutschland verdienen und wovon das abhängig ist, erfahrt Ihr jetzt. 

Wo werden Förster:innen angestellt?

Nach dem Studium der Forstwirtschaft, -wissenschaft und vergleichbaren Studiengängen, geht die Suche nach einem Job los. Möchte man nach dem Studium den “klassischen” Weg ins Forstrevier gehen, dann gibt es unterschiedliche Arbeitgeber. Als Försterin oder Förster kann man beim Bund, beim Land, bei einer Kommune oder in einem Privatwaldbetrieb angestellt werden. Denn der Wald in Deutschland gehört unterschiedlichen Menschen und Institutionen. Je nach Besitz richtet sich dann die Art der Anstellung. Die Anforderungen sind dabei teils sehr unterschiedlich. Um bei einer Landesforstverwaltung angestellt zu werden, benötigt man in der Regel einen sogenannten “Anwärter”, also ein Vorbereitungsjahr. Ist dieser Anwärter erfolgreich abgeschlossen, kann man beim Bundesland angestellt werden. Wie genau man Förster:in wird erfahrt Ihr in unserem passenden YouTube Video

Wusstest Du schon…?
Forstwirt:innen sind die Menschen, die die Tätigkeiten im Wald ausführen, also Bäume pflanzen, pflegen und fällen. Dafür benötigt man eine Ausbildung und kein Studium. Die Gehälter sind meist geringer als die von Förster:innen.

So viel verdienen Förster:innen wirklich

Wird man beim Land oder der Kommune angestellt, ist man verbeamtet oder Angestellte:r des öffentlichen Dienstes. Man wird also besoldet oder nach einem Tarif bezahlt. Das Einstiegsgehalt liegt nach Tarifverträgen bei E9 bis E10 (später bis zu E12). Das sind im ersten Jahr zwischen 3.000-3.500 € brutto im Monat oder 36.000 – 42.000 € im Jahr. Mit der Dauer der Beschäftigung steigt das Gehalt an. Hier kannst Du einmal nachschauen wie die Bezahlung in anderen Entgeltgruppen ist. Wird man verbeamtet, dann gilt die Besoldungsstufe A9 bis A10 (später bis zu A12). Hier liegt die Höhe des Bruttogehaltes etwas niedriger, die Abzüge sind aber bedeutend geringer und das Nettogehalt deswegen teils sogar höher.

Dann gibt es natürlich noch die Privatwirtschaft. Hier sind die Gehälter nicht an Stufen oder Tarife gebunden. Das Gehalt orientiert sich daran meist als Referenz. Im Schnitt sind in Privatwaldbetrieben die Gehälter höher, denn hier wird teilweise ein noch höheres Leistungspensum erwartet.

Wusstest Du schon…?
Als Leiter:in eines Forstamtes kann man bedeutend mehr Geld verdienen. Dazu benötigt man zusätzlich einen Master Abschluss und anstatt des Anwärters ein Referendariat. Dann kann das Einstiegsgehalt schnell auf 4.500 € bis 5.500 € brutto pro Monat ansteigen. 

Simon ist mittlerweile Förster in Schleswig Holstein. Mit seiner Hündin Maira bewirtschaftet er die Wälder im “Echten Norden”.

Selbst und ständig

Interessanterweise kann man sich als Försterin oder Förster auch selbstständig machen. Man kann dazu Privatwaldbesitzenden seine Dienstleistungen anbieten, zum Beispiel kann man eine Holzernte vorbereiten oder den Holzverkauf organisieren. Generell ist die Betreuung von Privatwald ein Aufgabenfeld, das einen großen Anteil der Stellen in der Forstwelt ausmacht.

Es muss nicht der Revierdienst sein

Neben dem klassischen Revierdienst bietet die Forstwirtschaft zahlreiche weitere Stellen für studierte Förster:innen. Beispielsweise kann man in der Sägeindustrie als Holzeinkäufer:in arbeiten. Aber auch in der Waldpädagogik oder im Bereich des Naturschutzes warten spannende und vielseitige Berufe auf die Absolvent:innen. Auch andere Branchen und Arbeitgeber suchen Menschen mit einem Forststudium. Beispielsweise sucht die Deutsche Bahn zur Streckenkontrolle genau jene. Die Gehälter können sich in diesen Bereichen unterscheiden, liegen jedoch meist zwischen 3.000 € und 4.500 € brutto pro Monat.

Dort arbeiten wo andere sich erholen. Für viele Försterinnen und Förster in Deutschland die Wirklichkeit.

Eins steht auf jeden Fall fest. Reich wird man als Försterin oder Förster nicht. Für die meisten ist das Gehalt auch völlig irrelevant. Denn für viele Forstleute ist die Arbeit für den Wald mehr Berufung als Beruf. Zu arbeiten, wo andere Erholung finden, ist Lohn genug, oder nicht? Wir hoffen, Ihr konntet ein wenig über den Beruf und die Bezahlung von Förster:innen lernen. Wenn Ihr wissen wollt, was Forstleute sonst so machen, dann lest doch mal den Überblick über die Arbeit von Försterinnen und Förstern.