Forstwirtschaft Archive - Forst erklärt https://forsterklaert.de/tag/forstwirtschaft Wissen aus dem Wald Wed, 13 May 2026 06:49:44 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.5 https://forsterklaert.de/wp-content/uploads/2020/02/cropped-FavIconForstErklaert-32x32.png Forstwirtschaft Archive - Forst erklärt https://forsterklaert.de/tag/forstwirtschaft 32 32 WMADWR #35 – Neues von Förster Simon https://forsterklaert.de/wmadwr35foerstersimon https://forsterklaert.de/wmadwr35foerstersimon#respond Sat, 16 May 2026 22:01:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=6689 Die letzte Folge in der OG-Forst erklärt Besetzung ist drei Jahre her. Dass Jan und Felix zusammen mit Simon vor...

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Die letzte Folge in der OG-Forst erklärt Besetzung ist drei Jahre her. Dass Jan und Felix zusammen mit Simon vor dem Mikro sitzen, passiert nämlich gar nicht so oft. Jan und Felix kennen wir alle, wir hören und sehen beide regelmäßig im Podcast und in Videos. Simon hingegen taucht nur noch ab und zu auf, obwohl er Forst erklärt-Mitgründer ist. Das liegt daran, dass er mittlerweile im fünften Winter als Förster sein eigenes Revier bewirtschaftet. Trotz des Frühlingbeginns rechnet Simon in Wintern, weil das die arbeitsreichste Zeit im Wald ist. Und damit steigt er direkt ins Thema ein: wie ist seine Arbeit im Wald und wie hat sie sich in den letzten Jahren entwickelt?

Simon im fünften Winter

Dieses Jahr gab es im Winter zum Beispiel eine Herausforderung, der Simon in den Jahren vorher nicht begegnet ist. Es hat innerhalb kürzester Zeit viel geschneit, sodass auf einigen Bäumen richtig schweres Gewicht lag. Nicht alle Bäume konnten das stemmen und sind teilweise umgeknickt. In Simons Revier oben an der Ostsee ist es sonst meistens eher der Wind, der die Bäume umlegt.

Aber der Förster ist nach wie vor sehr glücklich mit seinem Revier: Nach fünf Jahren hat er es geschafft, sich durch jede Ecke einmal durchzuarbeiten. Das heißt, jetzt kennt er jedes Detail und sieht die Veränderungen, die er mit seiner eigenen Arbeit erreicht. Gleichzeitig ist er auch sehr zufrieden mit seinem “Erbe”, denn in seinem Wald wird schon lange mit dem Ziel gearbeitet, einen klimastabilen Mischwald zu erschaffen und zu erhalten. So muss er sich der großen Aufgabe eines ganzen Waldumbaus nicht stellen, die seit ein paar Jahren auf den Flächen ehemaliger Reinbestände gestemmt werden muss. Trotzdem gibt es natürlich auch die größten Fails und Simons größte Erkenntnisse zu küren.

Erzählt uns gerne, wie Ihr unseren Podcast findet, welche Gäste Ihr gerne hören würdet und welche Themen wir in den nächsten Folgen besprechen sollen. Tippt Eure Anregungen einfach hier unten in die Kommentare! Oder wollt Ihr uns sogar selbst mal für eine Podcastfolge buchen?

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WMADWR #33 – Was ist uns Wald wert? https://forsterklaert.de/wmadwr33wert https://forsterklaert.de/wmadwr33wert#respond Sun, 29 Mar 2026 08:00:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=6532 Was ist Wald eigentlich wert? Wenn man Wald verkauft, dann schaut man, wie viel Holz auf der Fläche steht, also...

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Was ist Wald eigentlich wert? Wenn man Wald verkauft, dann schaut man, wie viel Holz auf der Fläche steht, also wie viele Bäume können geerntet und verkauft werden und wie viel wächst potenziell dazu. Und mit ein bisschen Finanzmathematik erhält man am Ende einen Wert. Aber das kann’s doch nicht gewesen sein!? Wald ist doch so viel wertvoller, als nur der finanzielle Gewinn aus dem Holzverkauf. Er reinigt die Luft und das Wasser, ist Erholungs- und Bildungsort und Klimaschützer. All das hat doch auch einen Wert. Die Frage “Wie viel ist unser Wald wirklich wert?” hat sich der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) gestellt und das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) mit einer Studie dazu beauftragt.

Dr. Andreas Bley und Dr. Jesko Hirschfeld erzählen Euch in dieser Folge vom wahren Wert unserer Wälder, bzw. wie viel uns mehr Wald wert wäre (cooler Zungenbrecher!). Das Ergebnis hat uns aus den Socken gehauen… aber hört selbst! Klar ist: Jeder Baum, der gepflanzt wird, rentiert sich um ein Vielfaches – um im Finanzsprech zu bleiben. Bäume pflanzen lohnt sich also doppelt und dreifach. Der BVR hat es vorgemacht und bereits 1,4 Millionen Baumsetzlinge finanziert und gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) größtenteils in die Erde gebracht – und jetzt seid Ihr dran mit Bäume spenden. Die SDW, die Ihr aus dieser Folge hier schon kennt, erhält Eure Spende direkt und pflanzt sie bei der nächsten Aktion ein. Ihr könnt die Region auswählen und nach Lust und Laune Bäumchen spenden.

Erzählt uns gerne, wie Ihr unseren Podcast findet, welche Gäste Ihr gerne hören würdet und welche Themen wir in den nächsten Folgen besprechen sollen. Tippt Eure Anregungen gerne einfach hier unten in die Kommentare! Oder wollt Ihr sogar selbst mal mit uns quatschen?

Dieser Podcast ist Teil einer Werbekooperation mit dem BVR.

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WMADWR #21 – Arbeiten im Wald – mit Ausbilder und Forstwirtschaftsmeister Lars Busch https://forsterklaert.de/wmadwr21forstwirtschaftsmeister https://forsterklaert.de/wmadwr21forstwirtschaftsmeister#respond Thu, 04 Apr 2024 14:55:11 +0000 https://forsterklaert.de/?p=4723 In unserer 21. Podcastfolge von „Wie man aus dem Wald ruft…“ behandeln wir ein Thema, dass wir Euch eigentlich schon...

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In unserer 21. Podcastfolge von „Wie man aus dem Wald ruft…“ behandeln wir ein Thema, dass wir Euch eigentlich schon viel früher vorstellen wollten. Es geht um die Arbeit im Wald – und zwar die praktische Arbeit. Mit Lars Busch haben wir einen Forstwirtschaftsmeister als Gast, der seit über 10 Jahren schon im Wald als Forstwirt (aka „Waldarbeiter“) arbeitet und mittlerweile jungen Menschen den Beruf des Forstwirts bzw. der Forstwirtin näher bringt. Wir klären ein für alle mal was der Unterschied zwischen einem Forstwirt und einem Förster ist. Wir sprechen über die Gefahren, die die Arbeit im Wald mit sich bringt. Und Lars erklärt uns, wieso die Waldarbeit keine reine Männersache ist und Frauen in der Ausbildung herzlich willkommen sind. Außerdem erzählen Jan und Felix lustige Geschichten aus dem Waldbildungszentrum und Lars spricht darüber, wieso die Arbeit als Ausbilder so erfüllend und doch manchmal auch nervenaufreibend ist…. wir sagen nur: 16 Jährige mit einer Motorsäge in der Hand… Viel Spaß beim Zuhören.

Erzählt uns gerne, wie Ihr unseren Podcast findet, welche Gäste Ihr gerne hören würdet und welche Themen wir in den nächsten Folgen besprechen sollen. Tippt Eure Anregungen gerne einfach hier unten in die Kommentare!

Hier seht Ihr Lars und Felix in Action. Felix lernt, wie man eine Kettensäge ordentlich scharf macht.

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Kettensäge richtig schärfen – vom Forstwirtschaftsmeister erklärt https://forsterklaert.de/kettensaege https://forsterklaert.de/kettensaege#respond Sun, 24 Mar 2024 16:30:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=4737 Mit einer stumpfen Kettensäge Holz zu sägen, macht genauso wenig Spaß, wie mit stumpfen Messern zu schneiden. Die Kette muss man also regelmäßig schärfen. Wie das funktioniert und wie Ihr dabei bares Geld spart, erfahrt Ihr nun.

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Mit einer stumpfen Kettensäge Holz zu sägen, macht genauso wenig Spaß, wie mit stumpfen Messern zu schneiden. Die Kette muss man also regelmäßig schärfen. Wie das funktioniert und wie Ihr dabei bares Geld spart, erfahrt Ihr nun.

Weil wir von der ganzen Thematik nicht so viel Ahnung haben, waren wir zu Besuch bei Lars, der ist Forstwirtschaftsmeister und Ausbilder im Waldbildungszentrum der Landesforsten Rheinland-Pfalz.

Ihr braucht folgende Utensilien:

  • Werkbank mit Schraubstock bzw. Feilbock (Mini-Schraubstock) für Holzstumpf
  • Arbeitshandschuhe
  • Rundfeile und Flachfeile
  • Motorsägen-Kombischlüssel
  • Tiefenbegrenzerlehre
  • Schärfgitter
  • Edding

YouTube-Link: 

Wie Ihr richtig eine Kette schärft, haben Euch Lars und Felix in diesem Video erklärt. Oder eher: Lars erklärt und Felix stellt doofe Fragen. Viel Spaß beim Zusehen!

Kurz vorab: Eine scharfe Motorsäge, bzw. Kette zu haben macht nicht nur mehr Spaß – es ist auch sicherer. Dass man sich mit stumpfen Küchenmessern eher schneidet als mit scharfen, trifft genauso auf stumpfe Motorsägen zu. Wenn die Säge nicht richtig schneidet, fangen wir an unnötig Kraft einzusetzen, rumzuruckeln und ermüden schneller. All das kann zu Unfällen führen. Daher ist eine scharfe Säge nicht nur “nice-to-have” sondern ein “must-have”. Und dazu schont eine scharfe Kette die Motorsäge und Ihr benötigt weniger Sprit.

1. Motorsäge einspannen und Kette spannen

Um die Kette auf der Kettensäge richtig zu schärfen, spannt Ihr sie waagerecht in einen Schraubstock ein. Dies sollte immer möglichst nah am Motorblock, also dem Schwerpunkt geschehen. Die Kette müsst Ihr dann spannen. Die Treibglieder sollten unten nicht durchhängen und stramm, aber nicht zu fest in der Führungsschiene sitzen. Zum Kettespannen muss die Kettenraddeckelschraube gelöst und dann über die Spannschraube die Kette vorsichtig gespannt werden. Nun kann es auch schon losgehen. 

Tipp aus der Community:
Ein paar von Euch haben uns bei Instagram den Tipp gegeben, die Säge auf dem Kopf einzuspannen. So kommt man besser an das Schwert, weil der Motorblock nicht im Weg ist!

Eure Kettensäge spannt Ihr zum Schärfen idealerweise in eine Schraubstock. So könnt Ihr einfach und sicher Arbeiten.

2. Welche Feile brauche ich für welche Motorsägenkette? 

Es geht los bei der richtigen Feile. Die Feile muss immer passend zur Kettenteilung gewählt werden. Die Kettenteilung steht auf Eurem Sägeschwert bzw. Führungsschiene. Gängig sind die Teilungen 0,325’’ (8,25 mm) bei mittelgroßen Sägen und 3/8 ‘’ (9,52 mm) bei größeren Motorsägen. Hierzu wählt Ihr dann die passende Rundfeile mit einem Durchmesser von 4,8 bzw. 5,2 mm. Je öfter Ihr die Kette schleift, desto kleiner werden die Zähne. Irgendwann müsst ihr dann eine kleinere Feile z.B. 4,5 statt 4,8 mm nutzen.

Auf Eurem Sägeschwert findet Ihr die Kettenteilung. Sie entscheidet darüber, welche Feile Ihr nutzen müsst, um Eure Säge richtig scharf zu machen.

3. Kette schärfen / Den richtigen Schleifwinkel wählen

Die Sägezähne werden nun mit der Feile geschärft. Ihr markiert Euch dazu den Sägezahn, bei dem Ihr anfangen wollt, mit einem Edding. Dann befestigt Ihr das Schärfgitter mit dem Schärfwinkel am Sägeschwert. Mit einem Schleifwinkel von 30° könnt Ihr in der Regel nichts falsch machen – wichtig ist, dass Ihr den Winkel immer gleich haltet. Nun beginnt Ihr mit der Feile den Sägezahn zu feilen. Ihr schiebt dazu die Feile waagerecht von Euch weg (! – nicht nach oben oder unten) entlang des Sägezahns. Auf dem “Rückweg” löst Ihr die Feile von der Kette und beginnt von neuem. Das macht Ihr solange, bis sich ein feiner Grat umblättert – in der Regel reichen dazu drei bis vier Feilenzügen. Im Video kann man das übrigens ganz gut erkennen!

Um Eure Kette richtig scharf zu machen, müsst Ihr die Sägezähne so lang feilen, bis sich ein kleiner Grat umblättert.

4. Säge drehen

Nun schiebt Ihr die Kette weiter zu Eurem nächsten Treibglied. Spätestens jetzt sollte Euch auffallen, dass die Sägezähne immer abwechselnd nach rechts und links stehen. Ihr schärft also immer nur jeden zweiten Zahn. Wenn Ihr Euren Eddingstrich wieder erreicht habt, dann müsst Ihr die Motorsäge aus dem Schraubstock ausspannen, drehen und wieder einspannen. Nun feilt Ihr die andere Seite.
Falls Euch das ganze “Rechts” und “Links” und “Waagerecht” und “Winkel hier und da” verwirrt, schaut doch gerne mal ins Video, da erklärt Lars das Ganze für Anfänger (also Felix) sehr verständlich.

5. Tiefenbegrenzer schleifen

Die meisten Motorsägenketten sind sogenannte Hobelzahn-Ketten. Die Sägezähne hobeln quasi kleine Späne aus dem Holz und schneiden es so. Die Spanstärke wird durch den Platz zwischen Sägezahn und Tiefenbegrenzer bestimmt. Auf deutsch: Ist der Tiefenbegrenzer ganz runtergefeilt, dann hackt der Sägezahn riesige Hobel aus dem Holz und die Säge braucht dafür enorm viel Kraft. Wenn Sägezahn und Tiefenbegrenzer aber gleich hoch sind, dann schleift die Kette ohne zu schneiden über das Holz. Mit der Tiefenbegrenzerlehre stellt Ihr fest, ob Hobelzahn und Tiefenbegrenzer auf passender Höhe sind. Falls nicht, könnt Ihr den Tiefenbegrenzer etwas herunter schleifen.

Mit der aufgelegten Tiefenbegrenzerlehre stellt Ihr fest, ob Eure Sägezähne zu tief ins Holz eingreifen oder sie nur knapp über das Holz schleifen.

Wie viel kostet es, eine Kettensäge schärfen zu lassen?

Wenn Ihr keine Lust auf das ganze Gefeile habt, dann könnt Ihr die Kettensäge auch in den Baumarkt oder zum Landmaschinenhändler bringen. Hier kostet das Schleifen in der Regel zwischen 10 und 15 €. Ganz schön viel Geld, wenn Ihr überlegt, dass Ihr es mit unserer Anleitung und einem Satz Feilen für circa 40 € ein Leben lang quasi kostenlos machen könnt. Alternativ gibt es auch Schärfmaschinen im Baumarkt zu kaufen. Erfahrene Forstwirt:innen behaupten aber, sie kriegen ihre Kette mit der eigenen Feile tausend mal schärfer als jede Maschine.

Lasst uns gerne einen Kommentar dazu da, wie Ihr Eure Kette schärft und wenn Ihr Bäume lieber fällen lasst, dann lest doch mal unseren Artikel zum Harvester.

Übrigens: Wir haben eine neue Funktion hier auf der Website, mit der Ihr Euch benachrichtigen lassen könnt, wenn jemand auf Euren Kommentar antwortet. Es ist nämlich leider oft vorgekommen, dass Ihr unsere Antworten gar nicht mitbekommen habt!

Bis bald im Wald!

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Neozoen – Tierische Migration https://forsterklaert.de/neozoen https://forsterklaert.de/neozoen#respond Sun, 27 Mar 2022 15:30:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=3084 Seid Ihr schon mal einem Waschbären über den Weg gelaufen? Die Wahrscheinlichkeit ist gar nicht so gering. Denn die eigentlich nachtaktiven Tiere ziehen regelmäßig durch die Straßen von Großstädten wie Berlin oder Kassel, plündern dort die Mülltonnen der Anwohner:innen und vermehren sich in rasantem Tempo. In den 1920er Jahren wurden sie für die Pelzzucht aus Nordamerika nach Deutschland gebracht und gelten damit als Neozoen. Was es damit auf sich hat und welche Probleme sich durch Neozoen für das gesamte Ökosystem ergeben können, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

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Seid Ihr schon mal einem Waschbären über den Weg gelaufen? Die Wahrscheinlichkeit ist gar nicht so gering. Denn die eigentlich nachtaktiven Tiere ziehen regelmäßig durch die Straßen von Großstädten wie Berlin oder Kassel, plündern dort die Mülltonnen der Anwohner:innen und vermehren sich in rasantem Tempo. In den 1920er Jahren wurden sie für die Pelzzucht aus Nordamerika nach Deutschland gebracht und gelten damit als Neozoen. Was es damit auf sich hat und welche Probleme sich durch Neozoen für das gesamte Ökosystem ergeben können, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Die Renaisscance im 15. und 16. Jahrhundert war die Zeit der Entdeckungen. Hier hat Christoph Kolumbus Amerika entdeckt.

Wie kommen Neozoen zu uns?

Neozoen sind Tiere, die sich nach dem Jahr 1492 (dem Jahr der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus) durch uns Menschen in Gebieten verbreitet haben, die sie ohne Hilfe nicht erreicht hätten. Das pflanzliche Pendant zu Neozoen nennt man Neophyt (mehr zu fremden Baumarten findest Du hier).

Die Verbreitungsgebiete von Tierarten unterliegen einem ständigen natürlichen Wandel. Das hängt mit Umweltbedingungen wie zum Beispiel Nahrungsverfügbarkeit oder dem Klima zusammen. Eine natürliche Verbreitung schreitet nur langsam, Stück für Stück voran. So kann sich das Ökosystem auf die Veränderungen einstellen. Das ist der wesentliche Unterschied zur menschengemachten Verbreitung von Neozoen. Wenn eine Art, die nur in Amerika vorhanden ist, plötzlich im Fluggepäck mit nach Deutschland kommt, kann das ein totales Chaos im hiesigen Ökosystem verursachen.

Wenn die Tiere als blinder Passagier mitreisen, ist das jedoch normalerweise ein Versehen. Oft überleben diese Arten nicht lange oder können sich wegen fehlender Partner nicht vermehren. Anders sieht es bei Pelzfarmen aus. Aus den häufig in Osteuropa ansässigen Betrieben ist es mehrmals zu Ausbrüchen gekommen. Viele dieser Tiere stammen aus Amerika und haben sich rasend schnell in ganz Europa ausgebreitet. So kommt es, dass Waschbär, Bisam, Mink & Co Deutschland heute als ihre Heimat bezeichnen können.

Bei der Zucht von Pelzen für beispielsweise solche Jacken können die Tiere manchmal flüchten und verbreiten sich dann ungehindert.

Bedrohung der Artenvielfalt

Manche Tiere, die wir Menschen in Deutschland ausgewildert haben, verursachen keine Probleme. Ein Beispiel hierfür ist das Muffelwild, das im 20. Jahrhundert zu jagdlichen Zwecken aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland kam. Und obwohl es ein vergleichsweise sehr großes Säugetier ist, ist es zu keinen nennenswerten Konflikten mit anderen Tierarten gekommen. Das liegt daran, dass seine Nahrung vor allem aus Gräsern besteht. Diese ökologische Nische war bis dato von keinem heimischen Tier besetzt. Deshalb tritt es nicht in Nahrungskonkurrenz zum heimischen Reh– und Rotwild.

Muffelwild hat seine Heimat auf den Mittelmeerinseln Korsika und Sardinien.

Problematisch wird es dann, wenn Tiere, die sich auf unnatürliche Weise etabliert haben, in Konkurrenz mit der heimischen Fauna treten und diese verdrängt. Ab diesem Zeitpunkt gelten sie als invasive Art. Zum Beispiel hat der Mink (Amerikanischer Nerz) den heimischen Europäischen Nerz vielerorts bereits verschwinden lassen. Schlimmstenfalls führt das zu einem Aussterben der heimischen Tierart und trägt damit zum globalen Artensterben bei. Somit bedrohen Neobiota (Oberbegriff für Neozoen und Neophyten) die biologische Vielfalt.

Wusstest Du schon…?
Die sogenannte “Zehner-Regel” besagt, dass 10% aller eingeführten/eingeschleppten Arten sich unbeständig halten können. 10% davon etablieren sich dauerhaft in naturnahen Lebensräumen. Und davon wiederum gelten 10% als invasiv. Das heißt, von 1.000 eingeführten Arten ist statistisch eine Art invasiv.

Auch unter Wasser ein Problem

Nicht nur an Land, sondern besonders auch im Wasser können Arten eingeschleppt werden. Wenn man neue Kanäle baut, bieten solche Wasserstraßen vielen aquatischen Tierarten ein neues Verbreitungsgebiet. Sehr unmobile Arten wie Krebse können sich auch einfach an ein Schiff heften und als Passagier auf Expedition gehen. Ein aktuelles Beispiel unter den Fischen ist die Schwarzmundgrundel. Sie stammt aus Osteuropa und dem nahen Osten und hat in nur wenigen Jahren nahezu alle deutschen Gewässer besiedelt und steht jetzt in Konkurrenz zu vielen heimischen Fischen. Bei den heimischen Edelkrebsen zeigt sich das Ausmaß der Probleme noch deutlicher. Sie haben sowieso schon mit der Bebauung von Gewässern und deren Schadstoffbelastung zu kämpfen. Allerdings ist die größte Bedrohung für ihre Existenz die sogenannte Krebspest. Das ist eine Krankheit, die durch die Ansiedlung von amerikanischen Flusskrebsen eingeschleppt wurde.

Neozoen können eine ernsthafte Bedrohung für die globale Artenvielfalt sein.

Was tun mit den Neozoen?

Wie gehen wir also mit dem Waschbären in der Mülltonne um? Manche sagen, dass sie eigentlich schon zur heimischen Tierwelt dazugehören und man sie in Ruhe lassen sollte. Hier lässt man meistens außer Acht, welche Auswirkungen die Waschbären auf unsere heimische Tierwelt haben können. Andere Leute fordern die Ausrottung der Tiere. Das ist leichter gesagt als getan. Expert:innen sagen, dass sie Waschbären durch die Jagd in ihrem Bestand nicht reduzieren oder gar ausrotten können. 

Was würdet Ihr sagen, wie man mit dem Problem der Neozoen umgehen sollte? Einfach alles seinen Weg gehen lassen, weil man eh nichts mehr ändern kann? Oder alle Maßnahmen ergreifen, um die heimische Fauna bestmöglich zu schützen?

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Unsere Sträucher – Die Haselnuss (Corylus avellana) https://forsterklaert.de/haselnuss https://forsterklaert.de/haselnuss#respond Sun, 20 Mar 2022 16:30:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=3080 Egal ob in Gebäck, Süßigkeiten oder dem morgendlichen Aufstrich: Die Haselnuss ist ein Teil unserer alltäglichen Lebensmittel. Aber auch als Kleinigkeit zwischendurch kann sie in Studentenfutter Wunder vollbringen und müden Studierenden neues Leben einhauchen. Dabei ist in diesen Produkten meist nicht unsere heimische Haselnuss enthalten, sondern die sogenannte Bluthasel (Corylus maxima Purpurea). Was kann dann unsere Haselnuss hierzulande und wo liegt der Unterschied? Da gibt es so Einiges!

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Egal ob in Gebäck, Süßigkeiten oder dem morgendlichen Aufstrich: Die Haselnuss ist ein Teil unserer alltäglichen Lebensmittel. Aber auch als Kleinigkeit zwischendurch kann sie in Studentenfutter Wunder vollbringen und müden Studierenden neues Leben einhauchen. Dabei ist in diesen Produkten meist nicht unsere heimische Haselnuss enthalten, sondern die sogenannte Bluthasel (Corylus maxima Purpurea). Was kann dann unsere Haselnuss hierzulande und wo liegt der Unterschied? Da gibt es so Einiges!

Auf einen Blick: Die Erkennungsmerkmale des Haselnussstrauches 

Haselnusssträucher könnt Ihr oft an Waldrändern entdecken, da sie hier ausreichend Licht bekommen. Sie können als Strauch oder kleiner Baum bis zu sechs Meter hoch wachsen.

Bei der Haselnuss handelt es sich um eine monözische oder auch einhäusig genannte Pflanze. Das bedeutet, dass sie sowohl männliche, als auch weibliche Blütenstände besitzt und deshalb ein “Zwitter”-Gewächs ist. 

Die männlichen Kätzchen der Haselnuss – sie sind ab März an den Sträuchern sichtbar.

Die männlichen Blüten kennt man besser unter der Bezeichnung Kätzchen. Sie werden 4 – 8 cm lang und tragen ihre Samen durch den Wind zu den weiblichen Blüten. Diese sind im Frühling als rote Fäden zu erkennen, welche aus der Knospe heraushängen. Die weiblichen Blüten eines Haselnussstrauches können jedoch nicht durch die Pollen der Kätzchen derselben Pflanze befruchtet werden. Dies wird dadurch verhindert, dass die Kätzchen ihre Pollen verbreiten, bevor die weiblichen Blüten zum Vorschein treten.

Die weibliche Blüte der Haselnuss – sie ragt in Form von roten Fäden aus der Knospe heraus.

Die Blätter des Strauches sind bis zu 10 cm lang und an den ovalen Seiten gezackt. Die Unterseite ist behaart, während die Oberseite ein mattes Grün aufweist.  

Die Haselnüsse reifen erst von September bis Oktober heran. Sie sind zunächst gelb gefärbt und entwickeln erst nach einiger Zeit die bekannte braune Farbe und eine harte Schale. 

Wusstest Du schon…? 
Die Haselnussbäume, die man oft in der Stadt antrifft, sind ebenfalls nicht heimisch. Es handelt sich dabei um die Baum-Hasel, auch Türkische-Hasel (Corylus colurna) genannt. Sie kann über 15 Meter groß werden. 

Die große Fangemeinde der Haselnuss  

Der Haselnussstrauch erfreut sich nicht erst seit gestern großer Beliebtheit. Nach der Eiszeit war dieser ein dominantes Gehölz in Europa. Die schlagartige Verbreitung der Haselnuss 7000 v. Christus lässt sich unter anderem damit erklären, dass die Menschen sie bereits damals wegen ihres hohen Nährstoffgehalts und der guten Lagerfähigkeit angebaut haben. Es war ein aktives Eingreifen in die Vegetation, um sesshaft werden zu können. Die Haselnüsse bildeten eine Grundlage für die Menschen, um auch über den Winter mit Nahrung versorgt zu sein. 

Mit der Entwicklung des Menschen wurde auch die Nutzung des Haselnussstrauches ausgeweitet. So wurde das biegsame und zähe Holz für Fassreifen, Spazierstöcke oder Körbe verwendet. 

Und auch die Tierwelt profitiert von der Haselnuss. Durch ihre frühe Blüte im März bis April bietet sie schon früh im Jahr Pollen für Bienen und andere Insekten. Auch die Blätter bieten so einigen Krabbeltieren eine gute Mahlzeit. Doch gerade die Nüsse bilden für viele Tiere eine wichtige Nahrungsgrundlage für die Überwinterung. Insbesondere Eichhörnchen sorgen durch ihre Nuss-Verstecke für die rege Verbreitung der Haselnuss. 

Wusstest Du schon…? 
Unser heimisches Eichhörnchen hat eine rötliche Färbung und besitzt Pinsel, also lange Haare an den Ohren. Das amerikanische Eichhörnchen besitzt diese Pinsel nicht und ist grau gefärbt. 

So sehen die Haselnüsse unseres heimischen Haselstrauches aus. Die uns bekannten runden Nüsse stammen von der Bluthasel.

Ein relativ unscheinbarer, doch vielleicht der größte Fan der Haselnuss ist die Haselmaus. Die Haselnuss ist dabei nicht nur namensgebend für die Maus, sondern bildet die Hauptnahrung des kleinen Gefährten. Die Haselmaus ist durch den Verlust ihrer Lebensräume sehr gefährdet. In Haselnusssträuchern, welche sich an Waldrändern oder Gebüschen befinden, kann sie die für sie überlebenswichtigen Lebensraumstrukturen finden. 

Wusstest Du schon…?  
Haselnüsse verbreiten sich sehr gut durch Eichhörnchen. Sie verstecken Nüsse, um sie im Winter wiederzufinden und zu essen. Doch nicht jede Nuss kann von ihnen wiedergefunden werden. So wächst aus der versteckten Nuss ein neuer Haselnussstrauch.  

Nackte Weihnacht durch Haselzweige  

Auch in der Mythologie wurden dem Haselstrauch einige Eigenschaften zugesprochen. Die Germanen und Kelten ehrten ihn und nutzten ihn für kultische Handlungen. Die Germanen gaben Haselnusszweigen den Namen Frija, benannt nach der Göttin der Liebe und der Fruchtbarkeit, da sie das Volk durch den Winter brachten. Um ihre Haustiere zu beschützten, steckten sie Haselnusszweige in den Mist, um Hexen fernzuhalten.

Ein Haselmauskasten. Sie werden aufgehängt, um den Mäusen eine Nistmöglichkeit zu geben. In der Nähe dieses Kastens befinden sich viele Haselnusssträucher, damit die Maus das neue zu Hause gut annimmt.

Bis heute werden die Zweige auch als Wünschelruten genutzt, um Wasser- oder Erzadern aufzuspüren. Es heißt, dass der Haselzweig nur zur Wünschelrute wird, wenn man ihn an Heiligabend um Mitternacht abschneidet. Darüber hinaus muss der Weg zum Strauch schweigend und nackt bewältigt werden. Das erfordert schon ein großes Engagement. 

Würdet Ihr Euch das trauen? Oder habt ihr das in einer Nacht und Nebel Aktion vielleicht doch schon mal heimlich gemacht? Lasst uns auch gerne in den Kommentaren wissen, über welche Sträucher oder Bäume iIr gerne noch mehr erfahren möchtet.

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Wie aus einer Eiche ein Fass entsteht – Ein Besuch beim Küfer https://forsterklaert.de/fassbau https://forsterklaert.de/fassbau#respond Sun, 13 Mar 2022 16:30:31 +0000 https://forsterklaert.de/?p=3070 Fässern ab. In diesem Schuppen haben Simon und Jan während des Studiums viele Abende verbracht. Und bei dem ein oder anderen Bier kam uns dann die Frage in den Sinn, wie man so ein Fass überhaupt herstellt. Zum Glück haben wir heute Forst erklärt und so konnten Felix und Jan die Chance nutzen, sich in Rheinland-Pfalz einmal die Herstellung von Fässern genauer anzugucken.

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In Göttingen gibt es das Trou, eine verruchte Kneipe in einem historischen Gewölbekeller. Die Wände sind schwarz vom Ruß historischer Fackeln und die Getränke stellt man auf uralten Fässern ab. In diesem Schuppen haben Simon und Jan während des Studiums viele Abende verbracht. Und bei dem ein oder anderen Bier kam uns dann die Frage in den Sinn, wie man so ein Fass überhaupt herstellt. Zum Glück haben wir heute Forst erklärt und so konnten Felix und Jan die Chance nutzen, sich in Rheinland-Pfalz einmal die Herstellung von Fässern genauer anzugucken.

Wusstest Du schon…?
Ein Küfer ist ein:e Handwerker:in, welche:r Fässer aus Holz herstellt. Ein anderes Wort für Küfer ist Böttcher, Büttner oder Fassbinder. In Deutschland ist das sogar ein eigener Ausbildungsberuf! Das Wort Küfer leitet sich von Küfe, einer anderen Bezeichnung für einen Eimer oder Bottich ab. 

Das Fass t perfekte Thema

Heute geht es um Fässer!

Alles begann mit einem Anruf bei Charlotte. Wir hatten gerade einen Dreh zur Submission geplant, also einem Ort, an dem man besonders wertvolles Holz versteigert. Schon länger hatten wir bei uns in der “Forst erklärt”-Redaktion die Idee, auch einmal die holzverarbeitende Seite zu zeigen. Im Telefonat schlug Charlotte vor, dass wir ja bei einem Küfer drehen könnten, zu dem Sie auch schon Kontakt hatte.

Um ehrlich zu sein, haben wir dann erstmal schnell und unauffällig gegooglet, was genau ein Küfer ist – vermutlich haben wir in der Uni mal wieder gefehlt, als das behandelt wurde. Als die kurze Recherche und Charlottes überzeugender Bericht aber ergaben, dass es sich dabei um einen Betrieb handelt, der aus den besonderen Eichen des Pfälzerwaldes Whisky- und andere Fässer herstellt, waren alle direkt begeistert. Die Begeisterung wurde noch größer, als wir in ersten Telefonaten Jonas Eder kennenlernten. Dieser ist gelernter Küfer und kam schon am Telefon richtig ins Schwärmen, als es um die Herstellung von Fässern und ihren wunderbaren Eigenschaften zur Lebensmittelproduktion ging. Ein Drehtermin war also schnell gefunden und Jonas hat uns einen Tag lang in das Handwerk des Fässer-Herstellens eingeführt!

Schritt 1 – Das richtige Holz für das richtige Fass

Die Arbeit von Jonas beginnt dort, wo wir mit unserem letzten Video aufgehört haben – auf der Submission! Für die Herstellung von Fässern benötigen die Küfer ganz besonderes Holz. Zwar gibt es Fässer aus Eiche, Walnuss, Kastanie und sogar Robinie – in unserem Fall sucht Jonas aber nach besonderen Eichenstämmen. Diese müssen ziemlich spezielle Kriterien erfüllen: Sie müssen gerade gewachsen sein, dürfen keine Holzfäule oder Fraßspuren von Insekten haben und dürfen auch nicht zu viele Äste aufweisen. Denn all diese Faktoren würden später im Fass stören. Solch besondere Ansprüche finden sich natürlich nicht sehr oft bei einem Naturprodukt wie Holz. Und umso seltener etwas ist, desto höher ist auch der Preis. Jonas hat uns verraten, dass er bereit ist, zwischen 700€ und 1000€ für einen Festmeter Eichenholz auszugeben, wenn es seinen Ansprüchen entspricht!

Aus der Not eine Tugend machen

Bei dem Holzeinkauf fasziniert uns eine Sache ganz besonders: Eigentlich ist der Pfälzerwald kein guter Ort für Bäume, um gut zu wachsen. Die Böden hier stellen nur wenige Nährstoffe bereit. So dauert es im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands ziemlich lange, bis eine Eiche eine gewisse Dimension erreicht. Das sieht man auch, wenn man sich den Jahrringaufbau der Stämme anschaut, denn die Jahrringe der Eichen hier sind verhältnismäßig eng. Eben diese engen Jahrringe sind aber hervorragend für die Verwendung im Fassbau, da das Holz so eine höhere Massendichte hat. Die hohe Massendichte sorgt auch für eine höhere Dichtigkeit. Und die ist eben wichtig, damit keine Flüssigkeit aus den Fässern hinausläuft. Bei den Eichen im Pfälzerwald hat man also aus einem vermeintlichen Problem eine wirkliche Stärke gemacht!

Wusstest Du schon…?
Jedes Jahr bilden Bäume so genannte Jahrringe. Je nach Baumart sind diese unterschiedlich gut zu erkennen. Die Jahrringe bestehen aus einem eher hellen Bereich, dem so genannten Frühholz und einem eher dunklen Bereich, dem Spätholz. Aus der Breite eines Jahrrings kann man schließen, wie gut das Wachstum des Baumes in diesem Jahr war. So kann man Rückschlüsse auf das Wetter, die Nährstoffversorgung oder auch Krisen wie Waldbrände oder Insektenplagen ziehen!

Schritt 2 – Im Sägewerk des Fassbauers

Sind die richtigen Stämme erst einmal ausgewählt, geht es ins Sägewerk. Hier werden aus den Stämmen die so genannten Rohdauben geschnitten. Dabei kommt es auf eine ganz besondere Sägetechnik, den Spiegelschnitt an. Im Video erklärt Jonas, wie genau die Schnitte gesetzt werden, damit die Jahrringe in den Dauben immer “stehen”. Wichtig ist nämlich, dass die Holzstrahlen in den Fassdauben später nie vom Fassinneren zum -äußeren zeigen dürfen. Denn sonst könnte Flüssigkeit austreten. Nachdem man die Stämme zu Dauben geschnitten hat, trocknen sie mehrere Jahre, um sie dann endlich weiter zu verarbeiten.

Schritt 3 – von der Rohdaube zur Fassdaube

Nach dem Trocknen werden die Rohdauben von den Küfer:innen abgeschliffen und gehobelt. Damit das Fass später Rund wird, ist der Feinschliff der Dauben eine wahre Millimeterarbeit und erfordert viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Am Ende müssen die Dauben so gearbeitet sein, dass sie zusammengelegt die typisch runde Fassform ergeben. Bei diesem Schritt sind die Dauben allerdings noch immer gerade – und nicht gebogen.

So sieht das Fass vor dem Toasten aus.

Schritt 4 – Ein hitziger Prozess

Damit die Dauben dann zusammen zu einem Fass werden, setzt man diese zunächst in geschmiedeten Ringen nebeneinander. Hierbei stehen die einzelnen Dauben dann noch lang voneinander weg. Um die bauchige Form des Fasses zu erzeugen, biegt man die Dauben als nächstes. Dies passiert, indem man innerhalb des Fasses ein Feuer entfacht. Unter der Hitze des Feuers können die Dauben dann mit Hilfe von Stahlseilen gebogen werden, um sie dann mit einem weiteren Stahlreifen in der endgültigen Fassform zu fixieren. Dieser Vorgang wird auch das Toasten genannt. Durch das Feuer erhält das Fassinnere auch noch einmal ein ganz besonderes Aroma – welches natürlich am Ende Auswirkungen auf die im Fass gelagerten Getränke oder Speisen hat!

Hier wird ein riesiges Fass abgeschliffen und für den Verkauf fertig gemacht.

Schritt 5 – Das Finish fürs Fass

Zu guter letzt wird das Fass dann noch abgeschliffen und eine Nut für den Deckel und den Fassboden eingelassen. Wie Ihr seht, braucht es eine Vielzahl von Arbeitsschritten und einen langen Zeitraum, bis aus einer kleinen Eichel im Wald mal ein fertiges Fass wird. Und bis dann ein Whisky seinen Weg ins Glas findet, vergehen ja auch nochmal bis zu 30 Jahre, die dieses Getränk reifen muss. Nun stellt ihr Euch vielleicht die Frage ob sich der ganze Aufwand überhaupt lohnt. An dieser Stelle wollen wir Euch nochmal einen Blick in unser Video mit Jonas empfehlen. Mit einem Strahlen in den Augen berichtet er nämlich von dem einzigartigen Geschmackserlebnis und dem Mundgefühl, welches eben nur durch die Lagerung von Lebensmitteln in Holzfässern erzeugt werden kann. Und nur damit das ganz klar ist: Auch wir finden, dass sich all dieser Aufwand definitiv lohnt. Denn der gute Geschmack ist nicht das einzig besondere an Holzfässern…

Co2 Speicher mit Geschmack

Am Schluss unserer Führung durch die Küferei hat Jonas uns noch das Fasslager gezeigt. Ein Bestandteil seiner Arbeit liegt auch im Handel und der Wiederaufarbeitung von alten Fässern. Manche Fässer im Lager sind sogar über hundert Jahre alt! 

Besonders dieser Aspekt hat uns wirklich imponiert. Denn wir setzen uns ja für einen bewussten und nachhaltigen Umgang mit dem Rohstoff Holz ein. In unseren Beiträgen betonen wir daher immer wieder, wie wichtig es ist gerade Holzprodukte auch langfristig und nachhaltig zu nutzen. Denn so können wir das Holz als Kohlenstoff-Speicher verwenden, um Treibhausgase in der Atmosphäre zu reduzieren. Die (Wieder-) Verwendung von Fässern ist also nicht nur aus geschmacklicher Hinsicht eine Wohltat, sondern eben auch im Kampf gegen den Klimawandel.

Wir waren wirklich überrascht, was für ein vielschichtiges und spannendes Thema sich hinter der Küferei verbirgt und wir sind Jonas und der Firma Eder sehr dankbar für den Einblick in dieses spannende Handwerk. Ebenfalls waren wir überrascht wie viele Speisen und Getränke in Fässern reifen. Neben eher offensichtlichen Vertretern wie Whisky und Wein werden nämlich auch Tabasco oder Essig in Fässern hergestellt!

Abschiedsfoto im Fass.

Kennt ihr noch weitere Speisen, die man in Fässern zubereitet? Habt ihr noch weitere Fragen zum Handwerk der Küfer? Schreibt uns gerne einen Kommentar, wir freuen uns immer von Euch zu lesen!

Quellen:

Küfer Jonas Eder

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Vertragsnaturschutz – Geld fürs Nichtstun? https://forsterklaert.de/vertragsnaturschutz https://forsterklaert.de/vertragsnaturschutz#comments Sun, 27 Feb 2022 17:37:01 +0000 https://forsterklaert.de/?p=3021 Doch wie sieht es eigentlich in bewirtschafteten Wäldern aus? Gibt es dort auch Möglichkeiten, naturschutzfachliche Ziele voran zu bringen? Und können sich Waldbesitzer:innen das überhaupt leisten? Eine Möglichkeit stellt zum Beispiel der Vertragsnaturschutz dar. Was das überhaupt bedeutet und welche Umsetzungsmöglichkeiten es hierbei gibt, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

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Alte Bäume mit Höhlen, abgebrochenen Ästen oder Rissen sehen nicht nur ästhetisch aus. In einigen Artikeln haben wir Euch bereits erklärt, dass es verschiedenste Strukturen gibt, die in einem Wald aus naturschutzfachlicher Sicht sehr bedeutsam sind. Sie können beispielsweise eine Nahrungsgrundlage oder Lebensraum für unzählige Arten sein. Damit führen sie zu einer erhöhten Biodiversität und helfen außerdem selten gewordene Tiere oder Pflanzen zu erhalten. In Deutschland gibt es unter anderem Nationalparks, in denen sich solche Strukturen wieder ohne menschlichen Einfluss entwickeln sollen. Doch wie sieht es eigentlich in bewirtschafteten Wäldern aus? Gibt es dort auch Möglichkeiten, naturschutzfachliche Ziele voran zu bringen? Und können sich Waldbesitzer:innen das überhaupt leisten? Eine Möglichkeit stellt zum Beispiel der Vertragsnaturschutz dar. Was das überhaupt bedeutet und welche Umsetzungsmöglichkeiten es hierbei gibt, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Was ist überhaupt Vertragsnaturschutz?

Den sogenannten Vertragsnaturschutz gibt es schon lange in Deutschland. Eventuell ist  Euch dieser Begriff bereits aus der Landwirtschaft bekannt. Nun ist der Vertragsnaturschutz seit einigen Jahren auch in der Forstwirtschaft bedeutsamer geworden. Doch was bedeutet das eigentlich? 

Es handelt sich dabei um Verträge, die Waldbesitzer:innen für einen bestimmten Zeitraum eingehen können. Teilweise handelt es sich dabei um fünf Jahre, aber auch längere Zeiträume bis zu zwölf oder mehr Jahren sind möglich. Es gibt auch Verträge, die ein ganzes Baumleben halten sollen. Für diesen Zeitraum verpflichten sich die Vertragspartner für eine bestimmte Bewirtschaftungsweise, die auf naturschutzfachliche Ziele ausgerichtet ist. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass die Waldbesitzer:innen einige Bäume auswählen, die man als Biotopbäume ausweist. Aus diesen Bäumen entsteht kein Brett oder Stuhl, sondern sie verbleiben als Lebensraum für bestimmte Arten im Wald. Wenn Ihr Euch nochmal genauer zum Thema Totholz oder Mikrohabitate informieren wollt, schaut auch gerne in unseren Artikeln dazu vorbei. 

Wie kommen Waldbesitzer:innen trotzdem an Geld?

Eine andere Möglichkeit könnte aber auch sein, eine ganze Fläche des Waldes nicht mehr zu bewirtschaften und einfach sich selbst zu überlassen. 
Da Waldbesitzer:innen dadurch teilweise kein Geld mehr mit dem Holz verdienen oder auch ein Mehraufwand für die Umsetzung solcher Maßnahmen entsteht, bekommen sie eine Gegenleistung in Form von Geld. Durch die Honorierung der naturschutzfachlichen Maßnahmen soll ein Anreiz geschaffen werden, denn natürlich spielt die Ökonomie vor allem bei Wald in privater Hand eine große Rolle.

Der Zunderschwamm besiedelt gerne geschwächte Laubbäume, vor allem Buchen und Birken. Der Pilz sorgt für die weitere Zersetzung des schon liegenden Stammes. In einigen Jahrzehnten wird aus diesem Buchenstamm also wieder neuer Humus werden.

Die Finanzierung erfolgt dabei aus unterschiedlichen Töpfen. Teilweise handelt es sich um EU-Mittel oder, wie in Bayern, um eine Förderrichtlinie des Landes. In Hessen gibt es die Stiftung “Natura 2000”, aus welcher sich die Maßnahmen finanzieren. Der Betrag variiert je nach Maßnahme und wird entweder einmalig auch jährlich ausgezahlt. Außerdem unterscheiden sich in den jeweiligen Bundesländern die Maßnahmen, die förderfähig sind, sowie die dafür vorgesehenen Honorierungen.

Wusstest Du schon…?
Im Vergleich zu anderen Bundesländern setzt Bayern den Vertragsnaturschutz am häufigsten um. Wieso ist das so? Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass in Bayern ein großer Teil (57%) der Waldfläche in privater Hand liegt. 

Wieso braucht man das überhaupt im Wald?

Wieso brauchen wir Vertragsnaturschutz im Wald? Die Forstwirtschaft an sich ist doch schon relativ umweltschonend? Beispielsweise gibt es kaum Düngung oder den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Auch der Zeitraum, in dem man produziert, ist im Vergleich zur Landwirtschaft (Kartoffel) deutlich länger (Buche). In der naturnahen Forstwirtschaft gibt es sogar ein Verbot von Kahlschlägen. 

Wie schon erwähnt, gibt es in Deutschland bestimmte Gebiete in denen man die Natur wieder sich selbst überlässt. Ein bekanntes Beispiel dafür sind die Nationalparks. Hier sollen Bäume alt und schließlich zu Totholz werden können. Dieses bietet Tieren, Pflanzen und Pilzen einen wichtigen Lebensraum. Einige Arten sind sogar explizit auf Totholz angewiesen. Teilweise sogar auf bestimmte Baumarten, ein bestimmtes Alter, Größe und Zersetzungsgrades des Holzes. Vor allem diese Arten sind deshalb selten geworden, denn Totholz ist in bewirtschafteten Wäldern eher unterrepräsentiert. 

Wusstest Du schon…?
In Deutschland haben wir in bewirtschafteten Wäldern ca. 20,6 m³ Totholz je Hektar.

Vertragsnaturschutz fördert historische Nutzungsformen von Wäldern

Auch historische Nutzungsformen wie zum Beispiel Nieder- oder Hutewälder will man durch den Vertragsnaturschutz fördern und erhalten. Vor allem in Süddeutschland haben diese Formen der Bewirtschaftung einst eine wichtige Rolle gespielt. Durch den Rückgang dieser Nutzungsformen sind auch bestimmte Arten selten geworden und gelten heute als gefährdet. Viele Studien konnten das bestätigen. Insgesamt kamen Forscher:innen zu dem Ergebnis, dass die Forstwirtschaft trotz umweltschonender Nutzung zur Abnahme der Artenvielfalt beiträgt und einen Verlust von Arten verursacht. Dem muss man natürlich entgegen wirken. Also hat man sich überlegt wie man auch außerhalb von Naturschutzgebieten den Naturschutz weiter voran bringen kann. Innerhalb von bewirtschafteten Wäldern spricht man dabei von integrativem Naturschutz. Um diesen auch für Privatwaldbesitzer:innen reizvoll zu machen, hat man den Vertragsnaturschutz eingeführt.

Mal angenommen wir wären ein:e Waldbesitzer:in

Sagen wir mal wir wären ein:e Waldbesitzer:in in Bayern. Dort gibt es das sogenannte Vertragsnaturschutzprogramm. Das Land hat dieses Förderprogramm im Jahr 2005 eingeführt und finanziert es. Als Waldbesitzer:in könnte ich nun beim Amt und dort bei der zuständigen Förster:in einen Antrag auf eine bestimmte Maßnahme im Rahmen diesen Programms stellen. Im Internet finde ich als Waldbesitzer:in zuvor schon eine Übersicht über mögliche Maßnahmen. Als Beispiel möchte ich mir einige Bäume als Biotopbäume ausweisen lassen. Hierfür erhält man je nach Art und Alter der Bäume eine einmalige Summe von 125 bis 160 Euro je Baum. Diese Bäume dürften wir dann für einen Zeitraum von 12 Jahren nicht mehr nutzen.

Dieser Baum ist abgestorben und bereits in der Phase der Zersetzung. Damit bietet er unzähligen Lebewesen Nahrung und einen Lebensraum. Leider ist Totholz im Wirtschaftswald immer noch unterrepräsentiert. Durch den Vertragsnaturschutz erhalten Waldbesitzer:innen einen finanziellen Ausgleich, wenn sie solche Alt- und Habitatbäume stehen lassen und damit ihrem natürlichen Alterungsprozess überlassen.

Ist Vertragsnaturschutz ein Erfolgsmodell?

In Bayern nutzten 1.900 Betriebe das Vertragsnaturschutzprogramm im Jahr 2020 und bekamen dafür insgesamt 8,4 Mio. Euro. Damit ist Bayern ein Paradebeispiel für den Vertragsnaturschutz, steht jedoch auch ziemlich alleine da. Für viele andere Bundesländer bleiben diese Zahlen weiterhin nur wünschenswert. Je nach Bundesland kann es für Privatwaldbesitzer:innen deutlich schwieriger sein, Vertragsnaturschutz wahrzunehmen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es momentan nur einen sogenannten Erschwernisausgleich, wenn die Waldflächen der Privatperson ausgewiesene FFH-Flächen sind. Also besonders naturschutzfachlich bedeutsame durch die EU ausgewiesene Flächen. Gebiete, die bisher keinen besonders naturschutzfachlichen Wert hatten, bleiben weiterhin auf dem bestehenden Level, denn Maßnahmen sind hier nicht förderfähig. Ganz schön unflexibel? Das finden die Waldbesitzer:innen leider auch…

Chancen für die Zukunft

Auch wenn der Vertragsnaturschutz im Wald bisher noch eine untergeordnete Rolle in Deutschland spielt, stellt er ein wichtiges Förderinstrument dar, um naturschutzfachliche Ziele auch in bewirtschafteten Wäldern zu verwirklichen. Dass es wichtig ist, diese Ziele umzusetzen, steht außer Frage. Wichtig ist, dass man den Vertragsnaturschutz für Waldbesitzer:innen durch eine faire Honorierung und einfache Abwicklung noch reizvoller macht!

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Submission – Ebay für Bäume https://forsterklaert.de/submission https://forsterklaert.de/submission#respond Sun, 13 Feb 2022 16:04:34 +0000 https://forsterklaert.de/?p=2983 geht es um das wertvollste Holz, das in unseren Wäldern zu finden ist. Diese ganz besonderen Stämme sind extrem selten und werden auf einer sogenannten Submission verkauft. Warum dieses wertvolle Holz so selten ist und wie eine Submission abläuft, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

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Über 1.000€ für einen Baumstamm? Solche Erlöse sind der Traum aller Waldbesitzenden. Heute geht es um das wertvollste Holz, das in unseren Wäldern zu finden ist. Diese ganz besonderen Stämme sind extrem selten und werden auf einer sogenannten Submission verkauft. Warum dieses wertvolle Holz so selten ist und wie eine Submission abläuft, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

So kann ein Submissionsplatz aussehen.

Wie man Holz normalerweise verkauft

Die gewöhnliche Methode des Holzverkaufs besteht darin, dass Förster:innen das geerntete Holz in verschiedene Qualitätsklassen sortieren und anschließend zusammengefasst an der Waldstraße ablegen. Das sind die sogenannten Polter. Für Stammholz gilt in aller Regel die Sortierung anhand der “Rahmenvereinbarung für Rohholzhandel” (RVR), in der alle Kriterien zur Bewertung eines Stammes aufgelistet sind. Die Qualitätsklassen erstrecken sich von A (sehr gut) bis D (schlecht). Und wenn das Holz sogar noch schlechter und damit nicht mehr für ein Sägewerk brauchbar ist, dann wird es zum Beispiel als Industrieholz zu Papier verarbeitet oder dient als Brennholz zum Heizen im Winter. Wenn Ihr mehr darüber wissen wollt, schaut mal hier rein!

Die Créme de la Créme

Wir widmen uns heute den besonders guten Stämmen aus der Qualitätsklasse A. Das sind dicke Stämme ohne wertmindernde Fehler wie Äste, krummer Wuchs oder Fäule im Holz. Und sowas ist wirklich sehr selten zu finden. Warum? Wenn man durch den Wald läuft, könnte man denken, dass eigentlich viele “schöne” Bäume zu finden sein müssten. Der Teufel steckt jedoch im Detail. Oft erkennt man Fehler erst, wenn man den Baum bereits gefällt hat. Erst dann kann man in das Holzinnere schauen und überprüfen, ob eine Fäule oder Risse im Holz vorhanden sind. Und so kommt es zustande, dass lediglich 0,6 Prozent des gesamten Holzes diese hohe Qualität aufweist. Der überwiegende Teil besteht aus Holz in normaler Qualität, welches man hauptsächlich als Sägeholz für beispielsweise Dachstühle oder Möbel verwendet. Und über ein Drittel des gesamten Holzes lässt sich nur noch für die Verwendung als Industrieholz gebrauchen.

Wusstest Du schon…?
Wir haben zu dem Thema auch ein spannendes Video gedreht! Für noch mehr Infos, schaut doch gerne mal auf unserem YoutTube-Kanal vorbei:

Wieso es die Submission gibt

Das besonders gute Holz wird also als Qualitätsklasse A eingestuft und könnte auch regulär an Sägewerke oder andere Interessent:innen verkauft werden. Allerdings gibt es hierbei einige Hindernisse. Da es sich oft nur um wenige einzelne Stämme handelt, lohnt sich der ganze Aufwand für die Käufer:innen meistens nicht. Das Stichwort lautet hier “Mindestabnahmemenge”. Diese beträgt oft eine volle Lkw Ladung. Was soll ein großes Sägewerk auch mit einem einzelnen Stamm anfangen? Aus diesem Grund gibt es die sogenannte Submission. Hier können alle Förster:innen aus der Umgebung ihre wertvollsten Stämme zentral an einem Ort, dem Submissionsplatz, sammeln. Das ist dann sozusagen ein riesiger Polter für wertvolles Holz.

Ein weiterer Grund für den Holzverkauf auf einer Submission besteht darin, dass die RVR nicht auf jeden Stamm anwendbar ist. So kann es vorkommen, dass ein Stamm eine sehr gute Qualität aufweist, aber wegen einer Kleinigkeit in eine schlechtere Qualitätsklasse rutscht. In diesem Fall ist es vorteilhaft, wenn Förster:innen genau wissen, wie Holz verarbeitet wird. Denn dadurch können sie beurteilen, ob es sich lohnt, diesen Stamm zur Submission zu bringen. Denn möglicherweise ist für bestimmte Verwendungsarten dieser Fehler total egal und Interessent:innen bieten trotz des Fehlers einen hohen Preis. Hier gilt der Spruch “Immer verwendungsbezogen denken”.

Was genau ist eine Submission?

Die Submission ist ein Verkaufsverfahren, bei dem potentielle Käufer:innen ihre Gebote auf einen Stamm schriftlich bei der Verkaufsleitung abgeben. Es ist also nicht wie bei einer öffentlichen Auktion, bei der sich die Bieter:innen laut schreiend gegenseitig überbieten. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die Interessent:innen nicht wissen, wie hoch die anderen Gebote sind. Das verhindert weitestgehend geheime Absprachen untereinander.

Wusstest Du schon…?
Eine Submission ist immer für eine Überraschung gut. Oft erzielt man Preise, mit denen vorher niemand gerechnet hätte. Die Ergebnisse einer Submission werden regelmäßig veröffentlicht und dienen als Anhaltspunkt für die Preise auf dem Holzmarkt. Hier findet Ihr beispielhaft die Submissionsergebnisse der Niedersächsischen Landesforsten aus den letzten Jahren.

Wie läuft eine Submission ab?

Zuerst wählen die Förster:innen die wertvollsten Stämme in ihrem Revier aus. Anschließend übermitteln sie die wichtigsten Daten wie Baumart, Länge und Durchmesser an die Verkaufsleitung der Submission. Danach organisiert man den Transport zum Submissionsplatz, wo alle Stämme gesammelt und ordentlich nach Baumart sortiert aufgereiht liegen. Dann veröffentlicht man die fertige Verkaufsliste aller vorhandenen Stämme und schickt sie an potentielle Kund:innen gleichzeitig.

Der Kran legt die Stämme ordentlich ab, so können Käufer:innen sich alle genau anschauen.

Diese haben nun mehrere Wochen Zeit, um zu dem Submissionsplatz anzureisen und die Stämme zu begutachten. Der lange Zeitraum ist notwendig, da sogar Interessent:innen aus dem Ausland anreisen. Meistens wird ein bestimmter Zeitraum von etwa einer Woche festgelegt, in dem man die Stämme “sauber” hält. Das ist vor allem dann wichtig, wenn es geschneit hat. Denn mit Schnee lassen sich die wichtigen Holzmerkmale nicht erkennen. Nach Begutachtung der Stämme schicken die Interessent:innen ihre Gebote in einem verschlossenen Briefumschlag an die Verkaufsleitung. Diese öffnet am zuvor festgelegten Stichtag alle Umschläge und vergibt die Zuschläge an die Bieter:innen mit den Höchstgeboten.

Hank muss diesen Stamm noch putzen.

Was passiert mit den Stämmen?

Wenn man bedenkt, dass es viele Jahrzehnte und mehrere Generationen von Förster:innen gedauert hat, bis man solche wertvollen Stämme ernten kann, sind solche hohen Preise mehr als gerechtfertigt. Denn auch die Bäume von schlechterer Qualität haben einen ähnlich hohen Aufwand gefordert, man kann sie aber nur zu einem sehr viel geringeren Preis verkaufen. Habt Ihr denn eine Idee, zu welchen Produkten die besten Stämme verarbeitet werden? Schaut Euch mal in Eurer Wohnung um und schreibt uns Eure Ideen in die Kommentare!

Quellen:
https://www.landesforsten.de/bewirtschaften/holz/holzverkauf/submissionen-2/
https://www.landesforsten.de/bewirtschaften/holz/holzverkauf/

https://www.rvr-deutschland.de/struktur.php?id=47

Vorlesungsunterlagen Holzaushaltung

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Was ist Forstwirtschaft? Ein Überblick über die Arbeit von Förster:innen https://forsterklaert.de/forstwirtschaft-ueberblick https://forsterklaert.de/forstwirtschaft-ueberblick#comments Sun, 30 Jan 2022 19:40:33 +0000 https://forsterklaert.de/?p=2932 Was machen eigentlich Förster:innen und was ist Forstwirtschaft? Diese Fragen waren vor zwei Jahren einer der Auslöser für unser Forst erklärt-Projekt. In diesem Artikel wollen wir Euch erneut mitnehmen in die Arbeit von Förster:innen. Heute soll es um die Forstwirtschaft, also um die Holzernte und die Produktion von Holz als einen wertvollen, nachwachsenden Rohstoff gehen!

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Was machen eigentlich Förster:innen und was ist Forstwirtschaft? Diese Fragen waren vor zwei Jahren einer der Auslöser für unser Forst erklärt-Projekt. Seitdem ist es aber auch eine Frage, die uns in unserem Schaffen hier auf der Seite und auch bei Instagram oder YouTube immer wieder begleitet. Denn so richtig auserzählt ist die Antwort auf diese Frage wohl nie. In diesem Artikel wollen wir Euch erneut mitnehmen in die Arbeit von Förster:innen. Heute soll es um die Forstwirtschaft, also um die Holzernte und die Produktion von Holz als einen wertvollen, nachwachsenden Rohstoff gehen!

Ein Forstwirt auf dem Weg zur Arbeit.

Produktion, Wert, Rohstoff – Das klingt für Euch jetzt alles vielleicht erstmal etwas befremdlich und nicht nach dem, was die meisten Menschen mit dem Wald verbinden. Aber unsere Wälder sind eben nicht nur tolle Erholungsräume, Lebensräume, Wasserfilter und CO2-Speicher, sondern eben auch Holzproduzenten. Wir Forstleute sind in der Verantwortung all diese Funktionen zu wahren und ein Gleichgewicht herzustellen. Worauf wir dabei achten müssen, und was alles zur Forstwirtschaft dazu gehört wollen wir in den nächsten Zeilen erklären.

Wertvolles Holz aus der Forstwirtschaft

Wenn wir von “Holz” sprechen, dann ist das eigentlich ein viel zu umfassendes Thema, um es in diesem kleinen Artikel zu erklären. Zum Glück haben wir dazu schon einige andere Texte verfasst, die wir Euch wärmstens empfehlen wollen. In diesem Artikel geht es zum Beispiel darum, wie man mit Holz Geld verdient! Kurz zusammengefasst, brauchen wir in den meisten Fällen möglichst langes, gerades Holz mit wenigen Ästen. Stellt Euch nur mal einen Dachstuhl vor, der krumm und schief ist, oder ein Weinfass mit lauter Astlöchern. Umso gerader und astfreier Holz ist, Desto wertvoller ist es also auch. Der Verkauf von Holz ist die Haupteinnahmequelle in Forstbetrieben. Man kann fast sagen, dass mit dem Geld aus dem Holzverkauf alle anderen Aufgaben des Waldes finanziert werden. Daher ist es das Bestreben von Förster:innen, möglichst wertvolles Holz zu produzieren.

Wie produziert die Forstwirtschaft Holz?

Bei der Holzernte wird extrem auf die Arbeitssicherheit geachtet.

Um lange, gerade und astfreie Stämme ohne Schäden an der Borke zu schaffen, greifen wir Menschen der Natur oftmals unter die Arme. Denn von Natur aus wachsen Bäume (je nach Baumart) zwar gerade in den Himmel –  aber meistens nicht so perfekt wie es unser Holzbedarf verlangt. Dies sollte aber immer eine Arbeit mit der Natur sein. Förster:innen sprechen hier in der Verbindung von natürlichen Prozessen und forstlichem Handeln von “biologischer Automation”. Und diese Arbeit beginnt schon mit dem Keimen des Baumes. 

Selbstgewachsen oder Selbstgepflanzt?

Wenn ein neuer Wald heranwächst, sprechen Forstleute von der Bestandesbegründung. Diese kann entweder vollkommen natürlich entstehen, indem ältere Bäume ihren Samen verteilen, aus dem dann neue Bäume wachsen (die Rede ist dann von Naturverjüngung). Oder mit Hilfe von Forstwirt:innen, die neue Bäume aussäen oder kleine Bäume aus Baumschulen pflanzen.

Im Studium und im Wald: Ein Leben voller Konkurrenzdruck

Nachdem ein Baum gepflanzt wurde, oder von selbst durch Naturverjüngung gekeimt ist, beginnt sein Wachstum. Besonders in den ersten Jahren hat er es nicht leicht. Denn er konkurriert stets mit anderen Bäumen und Pflanzen um Wasser, Licht und Nährstoffe. Gerade während dieser Anfangsphase kommt es oft vor, dass andere Vertreter:innen des Ökosystems Wald die Bäume überholen und der jungen, aufstrebenden Pflanze ein jähes Ende setzen. Zu diesen Vertreter:innen zählt zum Beispiel unser Wild, welches besonders im Winter die Knospen der Bäume als schmackhafte Nahrungsquelle schätzt. Ist eine Knospe aber erstmal abgefressen, kann aus ihr kein neuer Zweig und kein neues Blatt entstehen. Hier greift der Mensch nun ein und reduziert durch die Bejagung des Wildes den Druck, den das Wild auf den Wald ausübt. Diese ganze Thematik ist natürlich extrem komplex. Wenn Ihr Euch damit weiter beschäftigen wollt, empfehlen wir unsere Artikelreihe “Warum wir jagen (müssen)”.

Doch das Wild ist nicht die einzige Herausforderung, die ein junger Baum zu bestehen hat. Besonders auf Freiflächen sind Kräuter und Büsche oft schneller im Wachstum und überwuchern die jungen Pflanzen. Auch hier greifen wir Menschen durch die Forstwirtschaft wieder ein, um unsere Bäume zu fördern und so einen Wald nach unseren Bedürfnissen zu schaffen. 

Abgestorbene Waldflächen können neu bepflanzt werden – oder die Arbeit wird der Natur überlassen, wie hier im Harz.

Ein beliebter Ferienjob für Studierende der Forstwirtschaft ist, in den Semesterferien frisch gepflanzte Waldflächen von Brombeeren und anderem Gestrüpp zu befreien, damit die Bäume ungehindert wachsen können. 

Rangeleien in der Pubertät

Wenn die Bäume dann größer werden, und Wild und Brombeeren nicht mehr eine so große Bedrohung darstellen (man spricht auch von “aus dem Äser”, also dem Maul der Rehe, gewachsen), beginnt die Konkurrenz der Bäume untereinander. Da wir als Förster:innen einen stabilen Mischwald begründen wollen, greifen wir auch hier wieder der Natur etwas unter die Arme. Wir entfernen die Bäume, die krumm und schwach sind, und andere, gut gewachsene Bäume bedrängen. Hierbei können wir auch Einfluss auf die Baumartenzusammensetzung unseres Waldes nehmen. Dies tun wir, indem wir Baumarten, die wir behalten möchten, fördern und Arten, von denen zu viele existieren oder die bspw. nicht mehr mit dem kommenden Klima zurechtkommen, fällen. Gleichzeitig entfernen wir bei manchen Bäumen auch die Äste, um ein möglichst langes, astfreies Stammstück zu erhalten. Man spricht hier auch von Wertastung.

Besonders im Jugendstadium haben Bäume viele Konkurrenten.

Bei all diesen Eingriffen ist es aber wichtig, nicht die anderen Funktionen des Waldes zu vergessen. So wird darauf geachtet, dass  Bäume, in denen Tiere leben, nicht gefällt werden. Das können Greifvögel-Horste sein, aber auch Bäume mit Baumhöhlen, in denen Fledermäuse, Siebenschläfer, Vögel und Insekten  leben. Gleichzeitig werden auch besonders gewachsene, besonders alte, besonders markante, oder einfach besonders schöne Bäume geschützt und als Habitatbaum gekennzeichnet. Und auf der anderen Seite müssen Bäume, die zu nah an Straßen stehen, oder die anderweitig eine Gefahr für Waldbesucher:innen darstellen können, gefällt werden. Und so gibt es verschiedenste Gründe, aus denen Bäume gefällt werden, und für die Förster:innen das Ökosystem Wald gestalten.

It’s a long way to the top

Es sind also ziemlich viele einzelne Schritte über einen sehr langen Zeitraum, die nötig sind, bis ein Baum einen hohen Wert erreicht. Viele Bäume haben gar nicht das Potenzial, überhaupt mal ein wertvolles Stück Holz zu werden. Das ist aber völlig okay, denn jeder einzelne Baum übernimmt eine wichtige Funktion im Ökosystem Wald. Wenn ein Baum dann aber hoch gewachsen und astfrei ist und eine ordentliche Stärke erreicht hat (Förster:innen sprechen hier von Zielstärke), dann kann er gefällt werden. Das läuft so ab, dass zunächst die Förster:innen die zu fällenden Bäume mit Sprühfarbe markieren. Als nächstes fällen dann Forstwirt:innen diese Bäume, teilen sie in Abschnitte, die zuvor vom Förster oder der Försterin vorgegeben wurden, und entfernen die Äste. Damit bei all diesen Arbeitsschritten kein Chaos entsteht, schreiben Förster:innen einen Arbeitsauftrag. Das ist eine Zusammenfassung aller Informationen, die Forstwirt:innen brauchen, wenn sie Bäume fällen. Ganz wichtig bei der Arbeit mit der Motorsäge ist die Arbeitssicherheit – deswegen sind im Arbeitsauftrag auch immer ein Rettungsweg, sowie weitere Informationen zur Sicherheit angegeben.

Wusstest du schon…?
Die Zielstärke ist der BHD, eines Baumes, bei dem er dick genug ist, um gefällt zu werden. Oft gibt das die Verwendung der Holzart vor. Das Höhenwachstum bei Bäumen verringert sich mit steigendem Alter immer weiter. Die genaue Zielstärke eines Baumes ist aber sowohl von der Baumart als auch von wirtschaftlichen Zielen abhängig.

Aus dem Wald an den Waldweg

Forwarder rücken das Holz zu so genannten Poltern.

Um die gefällten Bäume aus dem Wald zu bekommen, werden die Stämme zunächst von so genannten Rückemaschinen an den Waldweg transportiert. Das passiert entweder mit langen Stahlseilen oder auch mit Greifarmen, die an die Maschinen montiert sind. Am Waldweg bilden Forstleute dann verschiedene Sortimente. Auf so genannten Poltern sammeln Förster:innen Stämme, die eine:n gleichen Käufer:in haben. Da jeder Baum anders gewachsen ist und jede:r Holzkäufer:in eigene Ansprüche hat, ist das manchmal eine ziemliche Puzzelei, bis alle Polter gebildet sind. Förster:innen müssen dann den Holzkäufer:innen Bescheid geben, wo das Holz liegt, damit diese es mit LKWs aus dem Wald transportieren können. Ganz am Schluss kann der Förster oder die Försterin dann eine Rechnung für den Holzverkauf schreiben. Wenn Ihr wissen wollt, was für Zahlen auf so einer Rechnung stehen, schaut doch mal in unserem Artikel vorbei. Dabei denkt man oft an die vielen Jahre und Stunden an Arbeit, die in so einen Baumstamm geflossen sind.

Das Wort zum Sonntag

Wenn man sich die Holzgegenstände anschaut, die uns täglich umgeben, vergisst man oft, wie viel Zeit, Geld und Arbeit in diesem Holz steckt, und auch wie viele Faktoren auf das Wachstum des Baumes Einfluss hatten. Gleichzeitig neigt man manchmal auch dazu, die Nutzung von Holz und die Forstwirtschaft generell in Frage zu stellen und zu rufen “lasst den Wald doch einfach in Ruhe!”. Aber wir Menschen leben nunmal in einer vom Konsum geprägten Welt. Und Holz ist einer der wenigen wirklich nachhaltig zu erwirtschaftenden, nachwachsenden Rohstoffe, die wir haben. Zusätzlich speichert Holz auch noch Kohlenstoff und hilft uns so enorm im Kampf gegen den Klimawandel.

In unserem Studium und auch bei den vielen Filmdrehs durften wir überall in Deutschland Forstleute kennenlernen, die sich dafür einsetzen den Wald als wertvolles Ökosystem zu schützen und gleichzeitig auch das Holz zu nutzen. In vielen Wäldern kann man wunderbar sehen, dass beides gleichzeitig möglich ist. Und mit unserem Projekt möchten wir Euch zeigen, wie das aussieht. 
Hättet Ihr gedacht, dass es so viel Arbeit ist, bis man einen Baum fällen kann? Und war Euch klar, dass Forstwirtschaft immer eine Arbeit mit der Natur ist? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

Quellen:

https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/bundeswaldinventur3.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Beruf Forstwirt. Joachim Morat. 7., aktualisierte Auflage 2019 ISBN 978-3-8186-0790-6. Waldbau auf ökologischer Grundlage von Ernst Röhrig, Norbert Bartsch, Burghard von Lüpke ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3825283100

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