Studium Archive - Forst erklärt https://forsterklaert.de/category/studium Wissen aus dem Wald Fri, 13 Feb 2026 12:25:41 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 https://forsterklaert.de/wp-content/uploads/2020/02/cropped-FavIconForstErklaert-32x32.png Studium Archive - Forst erklärt https://forsterklaert.de/category/studium 32 32 Ernte von Saatgut in schwindelerregenden Höhen https://forsterklaert.de/saatgut https://forsterklaert.de/saatgut#respond Sun, 15 Feb 2026 09:00:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=6442 Wir brauchen auch in Zukunft gesunde Wälder, vor allem brauchen wir in diesen eine größtmögliche Baumartenvielfalt. Förster:innen sind seit Jahren...

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Wir brauchen auch in Zukunft gesunde Wälder, vor allem brauchen wir in diesen eine größtmögliche Baumartenvielfalt. Förster:innen sind seit Jahren dabei, dem Wald unter die Arme zu greifen, um ihn klimafit zu gestalten. Stichwort Waldumbau! Dazu nutzen sie unter anderem Bäume, die in Baumschulen aus einer kleinen Frucht oder einem Saatkorn herangezüchtet wurden. Doch woher kommt eigentlich das Saatgut für alle diese Bäume? Kann man das einfach vom Boden aufsammeln? Nicht ganz. Für manches Saatgut, beispielsweise der Tanne, müssen Zapfenpflücker:innen bis zu 35 m hoch hinauf in die Baumkronen – ganz schön wackelig und gefährlich. Was vom Sammeln des Saatgutes bis zum Pflanzen eines neuen Baumes noch alles passieren muss, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Wusstest Du schon…?
Während bei der Fichte die Zapfen nach unten hängen, stehen die Zapfen der Tanne auf dem Ast. Sie lösen sich irgendwann langsam auf und rieseln als Einzelteile auf den Boden. Wenn Ihr auf dem Waldboden also einen ganzen Zapfen seht, kann es sich dabei niemals um einen Tannenzapfen handeln. 

Eine Weißtanne aus der Vogelperspektive. Um an die oben auf dem Ast stehenden Zapfen zu gelangen, müssen die Zapfenpflücker:innen bis hoch hinauf in die Krone.

Vom Mutterbaum zum Wald von morgen

Bei der Saatguternte werden die Samen, Zapfen oder die Früchte von Bäumen geerntet, um daraus neues Pflanzmaterial für Baum-Nachwuchs zu erzeugen. Gerade im Hinblick auf den Klimawandel und den Waldumbau spielt die Gewinnung von hochwertigem Saatgut eine zentrale Rolle. Aus dem geernteten Saatgut sollen gesunde und qualitative neue Bäume wachsen. Bis so ein neuer Baum aber wieder irgendwo in den Wald gepflanzt wird, steht erstmal einiges an Arbeit an: Zunächst identifiziert man geeignete Samenbäume, das Saatgut muss man ernten und lagern bzw. weiterverarbeiten. Anschließend verkauft man entweder das Saatgut oder bereits daraus gezogene junge Bäumchen. Doch wie genau läuft dieser ganze Prozess ab?

Vom Saatkorn zum neuen Baum. Um diese junge Weißtanne in den Wald pflanzen zu können, benötigen wir mutige Baumkletter:innen.

Wusstest Du schon…?
Fruktifizieren nennt man das Ausbilden von Früchten des Baumes. Teilweise dauert es Jahrzehnte, bis ein Baum zum ersten Mal Früchte ausbildet. Bei der Weißtanne sind es beispielsweise um die 40 Jahre. Außerdem tragen die Bäume nicht in jedem Jahr gleich viele Früchte. In sogenannten Mastjahren bilden sie besonders viele aus.

Auch beim Saatgut kommt es sowohl auf äußere, als auch innere Werte an

Wichtig ist, dass man beim Saatgut auf eine geeignete Herkunft und Qualität achtet. Man erntet die Samen, Früchte oder Zapfen der sogenannten Mutterbäume. Diese Bäume müssen, um beerntet werden zu können, aus zugelassenen Erntebeständen stammen. Das bedeutet, die Vitalität, also die Gesundheit des Baumes, sowie auch die Wuchsleistung und äußere Qualität, bspw. ein gerader Wuchs, wurden geprüft und erfüllen die gestellten Voraussetzungen. 

Aber auch die inneren Werte, die genetischen Eigenschaften der Bäume, sind enorm wichtig. Auch dabei gilt es, eine hohe Vielfalt zu bewahren, um möglichst viele unterschiedliche genetische Voraussetzungen zu sichern. So gibt es genetische Unterschiede zwischen den Baumarten, aber auch zwischen Bäumen einer Art. Die Herkunft der Bäume gibt Informationen zur Angepasstheit, Stresstoleranz und Widerstandsfähigkeit. Also wie gut oder lange ein Baum zum Beispiel mit Trockenstress umgehen kann. 

Woher das Saatgut für neue Bäume stammt, kann genau nachvollzogen werden. Um Zapfen oder Früchte ernten zu dürfen, müssen die Wälder dafür zugelassen sein.

Welches Saatgut für welche Region?

Zusätzlich achtet man deshalb noch auf die Herkunft des Saatgutes. In Deutschland gibt es verschiedene Herkunftsgebiete, aus denen das Saatgut stammen kann. Je nach Herkunft können sich Bäume „innerlich“, also genetisch, sowie von ihrem äußerlichen Erscheinungsbild unterscheiden. Ein Herkunftsgebiet weist gleiche ökologische Bedingungen auf, differenziert nach klimatischen Gegebenheiten. Bei manchen Baumarten ist zusätzlich die Höhenlage besonders wichtig. Die Fichten aus höheren Bergregionen haben bspw. schmalere Kronen und sind so besser gewappnet gegen Schnee und Sturm als Fichten aus flachen Lagen. Wichtig ist also, dass das Herkunftsgebiet des Saatgutes mit dem des neuen Pflanzortes des Baumes übereinstimmt.

Fichte ist nicht gleich Fichte! So besitzen Fichten, die aus höheren Lagen stammen, meist eine säulenförmigere Krone mit kürzeren Ästen. So sind besser vor Schnee und Stürmen geschützt. Fichten, die in tieferen Lagen stehen, haben eher Kronen in Form eines Kegels.

Wusstest Du schon…?
Nichts passiert hier ohne Regeln! Das Inverkehrbringen von forstlichem Saat- oder Pflanzgut wird seit 2003 durch das sogenannte Forstvermehrungsgutgesetz geregelt. Nur in dafür zugelassenen Beständen darf eine Saatguternte überhaupt durchgeführt werden. Eine klitzekleine Ausnahme gibt es. Wenn ich in meinem eigenen Wald junge Pflanzen ausbuddele und sie an einem anderen Ort in MEINEM Wald wieder einpflanze, ist das erlaubt. Man bezeichnet es auch als Wildlinge werben. 

Wie erntet man das Saatgut?

Ab dem Frühsommer kann man bei den meisten Baumarten beispielsweise anhand der Dichte von Blüten festgestellen, wie viele Samen bzw. Früchte sie tragen werden und ob sich eine Ernte lohnen wird.

Je nach Baumart unterscheidet sich das Saatgut erheblich in seiner Größe und Form. Eicheln und Bucheckern sind vergleichsweise schwere Baumfrüchte, die “einfach” von den Bäumen fallen und die man entweder mit Hilfe von ausgebrachten Netzen oder durch Aufsammeln ernten kann. Gleiches gilt auch für Nüsse, wie Walnuss oder Schwarznuss. Bei Wildobstarten, wie der Kirsche oder auch der Mehlbeere, pflückt man die Früchte von den Ästen aus dem Baum. 

Eicheln und Bucheckern lassen sich in sogenannten Mastjahren gut vom Boden aufsammeln. Teilweise legt man auch Netze unter die Kronen, um die Früchte so aufzufangen.

Weiter gibt es sogar richtige Samenplantagen, die man extra für die Gewinnung von Saatgut angelegt hat. Auf diesen Plantagen hat man Bäume gepflanzt, die eine besondere Vitalität, Form und Wuchsleistung aufwiesen. Hier pflegt man die Bäume extra so, dass sie sich gut vom Boden aus beernten lassen, aber trotzdem ausreichend Saatgut liefern.

Saatguternte in windigen Höhen

Teilweise kann eine Ernte von Saatgut auch am liegenden Stamm erfolgen. Am aufwändigsten und auch am gefährlichsten ist das Ernten von Saatgut am stehenden Stamm. Diese Arbeit leisten die Baumsteiger:innen, auch als Zapfenpflücker:innen  bezeichnet. Um beispielsweise an die Zapfen der Weißtanne zu kommen muss man sich in schwindelige Höhen begeben – nämlich bis zur Krone des Baumes. Das sind mal eben ganz sportliche 35 bis 50 Meter! Die Baumsteiger:innen sammeln in der Krone die noch geschlossenen Zapfen, in denen sich der Samen befindet. Eine ausreichende Sicherung ist dafür unabdingbar. Einen Baumsteiger in Action könnt Ihr Euch in diesem Video ansehen. 

Was passiert mit dem geernteten Saatgut?

Da viele Baumarten nicht jährlich Früchte ausbilden, ist eine korrekte Lagerung notwendig, um jedes Jahr Saatgut anbieten zu können. In sogenannten Samendarren wie in Jatznick oder Annaburg werden Nadelholz- oder Erlenzapfen weiterverarbeitet. Felix durfte für den Videodreh zur Saatguternte einen Blick in die Samendarre des FOGZ (Forstliche Genressourcen Zentrum) der Landesforsten Rheinland-Pfalz werfen. Gemeinsam mit Mitarbeiter Lars können wir jetzt den Weg des gepflückten Zapfens bis hin zum fertig aufbereiteten Saatgutes verfolgen:

Zunächst werden die Zapfen zum Nachreifen und Trocknen gelagert. Durch regelmäßiges Umschichten verhindert man, dass sie schimmeln und entzieht weiter Feuchtigkeit.

Die Natur kontrolliert nachahmen

In der Natur würde der Tannenzapfen irgendwann einfach zerbröseln und der Samen durch den Wind verbreitet werden. In der Samendarre muss man nach dem Trocknen des Zapfens das “Zerbröseln” nachahmen und die verschiedenen Bestandteile des Zapfens mit Hilfe einer Siebtrommel voneinander trennen. Die sogenannte Entflügelungsmaschine befreit am Ende den Samen noch vom Flügelchen. Danach reinigt man mit Hilfe von Luftdruck noch weiter und siebt, bis am Ende dann nur noch das Saatkorn übrig bleibt. Das Saatgut von Nadelbäumen kann man, wenn man es gut gekühlt, bis zu zehn Jahre aufbewahren.

Wusstest Du schon…?
Tannenzapfen bestehen aus der sogenannten Spindel (Längsachse im Zapfen), dem Samenkorn mit dem Flügelchen und den Zapfenschuppen.

Laubholzsamen können entweder direkt ausgesät oder auch eingelagert werden. Bucheckern müssen beispielsweise trocken, im Dunkeln und vor allem sehr kühl eingelagert werden. Am besten bei 3-5°C, wobei die Luftfeuchtigkeit bei 28-30 % liegen sollte. Bei diesen Bedingungen verbleibt das Saatgut bis zu 100 Tage. Wenn man erste Keimwurzeln erkennen kann, ist das Saatgut bereit, um es auszusäen. Das Saatgut wird dann vor allem an Baumschulen oder direkt an Landesforstverwaltungen verkauft, diese nutzen es, um den klimastabilen Wald von morgen zu pflanzen. 

Et voilà – nun lagert man das fertige Weißtannen Saatgut erstmal ein.

Wusstest Du schon…?
Strati – was? Die sogenannte Stratifikation bedeutet, dass das eingelagerte Saatgut vor der Aussaat gekühlt gelagert wird. Damit simuliert man den “Winter”, um die Keimung des Saatgutes zu fördern. Why that? Natürlicherweise würden die Samen, nachdem sie am Mutterbaum gereift sind, in eine Ruhephase (Dormanz) verfallen. Sie benötigen dann eine Kältephase, denn erst danach überwinden sie die Keimruhe und die Samen beginnen zu keimen. 

Saatgut-Forschung für den klimastabilen Wald von morgen

Auch zu Forschungszwecken wird das Saatgut genutzt. Beispielsweise um zu testen, wie bestimmte Herkünfte auf Stress, bspw. wenig Wasser, reagieren. So kann man Hinweise darüber bekommen, welche Genetik potentiell in Zukunft am besten für den Klimawandel gewappnet ist.

Um den klimastabilen Mischwald von morgen zu gestalten, braucht es hochwertiges Saatgut. Der Weg vom gesammelten Zapfen über die Aufbereitung und Lagerung bis hin zum ausgepflanzten Pflänzchen und dem erfolgreichen Heranwachsen eines Baumes dauert mindestens so lange, wie diesen Satz zu lesen. Wir hoffen, dass Ihr in diesem Artikel etwas Neues lernen konntet – vor allem aber, dass deutlich geworden ist, wie viel Geduld, Fachwissen und Verantwortung in der Saatguternte stecken. Denn jeder gesammelte Samen ist ein kleiner, aber entscheidender Baustein für die Wälder der Zukunft.

Quellen:

Morat, J. (2015). Der Forstwirt (6. Aufl.). Verlag Eugen Ulmer, 679 S.

https://fgrdeu.genres.de/nationales-inventar/herkunftsgebiete/fov-herkunftsgebiets-vo

https://baumspezialisten.de/leistungen/saatguternte/#:~:text=Was%20ist%20Saatguternte?,sowie%20in%20der%20Holzqualit%C3%A4t%20erbringen.

https://www.nw-fva.de/unterstuetzen/vermehrungsgut

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Was macht man nach dem Abschluss vom Forststudium?  https://forsterklaert.de/nachdemabschluss https://forsterklaert.de/nachdemabschluss#comments Sun, 20 Jul 2025 08:00:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=6061 Der Weg ins Forststudium steckt voller Entscheidungen. Welches Studium genau, Uni oder Hochschule, welcher Standort. Hat man das alles geschafft...

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Der Weg ins Forststudium steckt voller Entscheidungen. Welches Studium genau, Uni oder Hochschule, welcher Standort. Hat man das alles geschafft und sich im Studium selbst zurechtgefunden, steht man schon wieder vor der nächsten Entscheidung. Was mache ich nach meinem Abschluss? Viele haben von Vornherein ein klares Ziel: Förster:in werden. Doch das wird man nicht automatisch mit Überreichen des Bachelor-Zeugnisses. Und was, wenn ich meine Pläne doch noch ändern möchte? Welche Wege stehen mir noch offen? Um diese Fragen geht es in unserem letzten Teil der “Förster:in werden”-Reihe.

Simon ist nach seinem Abschluss direkt Förster in einem Privatwald geworden und genießt hier ein Grillwurst-Brötchen mit Wildfleisch, dass in seinem eigenen Revier geschossen wurde.

Nach dem Abschluss ist vor…?

Nachdem Ihr an einer FH oder Uni Eurer Wahl Euren Bachelor und damit Euren Abschluss habt, ist die nächste spannende Frage, wie es nun weitergeht. Wenn es Euch in den Fingern brennt, endlich loszulegen und wirklich als Förster:in zu arbeiten, würde sich ein Anwärter oder ein Trainee anbieten. Der Anwärter bzw. “eine Laufbahneignung” benötigt Ihr, wenn Ihr im öffentlichen Dienst als Revierleitung arbeiten möchtet – also wenn Ihr klassisch Förster oder Försterin werden wollt.

Wusstest Du schon…?
Das hier ist nur ein Teil unserer „Förster:in werden“-Reihe. Die anderen Teile findest Du hier und hier. Und hier haben wir auch noch ein Video dazu!

Für den Anwärter bewerbt Ihr Euch bei den Landesforsten Eurer Wahl. Ihr lernt ganz konkret, wie der Berufsalltag eines Försters oder einer Försterin aussieht und Ihr übernehmt sogar schon eigene Projekte, um Erfahrung zu sammeln. Am Ende gibt es eine Laufbahnprüfung. Wie lange der Anwärter dauert, welche genauen Inhalte Ihr lernt oder auch wie viel Ihr verdient, hängt stark von den jeweiligen Landesforsten ab. Manche Landesforsten verlangen auch, dass Ihr vorher 6 Monate Praktikum in einem Forstbetrieb gemacht habt. Da lohnt es sich also, wenn Ihr Euch vorher gut informiert.

Oben hatte ich außerdem den Trainee erwähnt. Der Trainee ist etwas anders als der Anwärter und wird auch nicht von allen Landesforsten angeboten. Die Niedersächsischen Landesforsten bieten beispielsweise ein Trainee-Programm an. Dort werdet Ihr für eine konkrete Stelle eingearbeitet, lernt aber ebenfalls die unterschiedlichen Tätigkeiten eines Forstbetriebes kennen.

Jan hat vor dem Forst-Studium schon eine Fotografen-Ausbildung gemacht. Er ist von Anfang an also nicht den „klassischen“ Weg Richtung Förster gegangen – und arbeitet jetzt trotzdem im und mit dem Wald.

Wusstest Du schon…?
Vielleicht seid Ihr hier im Text über den Begriff Landesforsten gestolpert. So nennen wir die die Forstbetriebe, die den Wald verwalten, der den Bundesländern gehört. Die Namen unterscheiden sich je nach Bundesland, eine ganze Liste findet Ihr hier.

Nach dem Abschluss ist vor der Uni?

Es kann natürlich auch sein, dass Euer Wissensdurst noch nicht gelöscht wurde, dann könnt Ihr an Euren Bachelor natürlich noch einen Master dranhängen. Dafür könnt Ihr nach dem einen Abschluss auch an eine andere Hochschule oder Uni wechseln. Es gibt viele verschiedene Studiengänge in ganz Deutschland, die Ihr mit diesem Bachelor-Abschluss besuchen könnt, auch an Unis oder FHs, die wir oben nicht genannt haben. Außerdem könnt Ihr auch den Fachbereich wechseln, z.B. wenn es Euch eher Richtung Biologie oder Ökosystemforschung zieht. Mit einem Master im Forstbereich könnt Ihr allerdings in den sog. “Höheren Dienst” gelangen, also in die Forstamtsleitung. Dort übernehmt Ihr dann die Verantwortung für den Forstbetrieb, die Personen, die dort arbeiten (Revierleiter:innen, Forstwirt:innen usw.) und organisiert alles. 

Felix hat nach dem ersten Abschluss noch einen Master gemacht und könnte jetzt, wenn er nicht unbedingt für Forst erklärt arbeiten wollen würde, Forstamtsleiter werden.

Sowohl mit einem Master, als auch mit einem Bachelor gibt es natürlich auch viele andere Berufe, die Ihr statt der klassischen Berufe “Revierleitung” oder “Forstamtsleitung” ausüben könnt. Einige Optionen wären, z.B. die Waldpädagogik (wenn Ihr ein entsprechendes Zertifikat habt), die Holzwirtschaft, forstliche Versuchsanstalten, Saatgutherstellung, Umwelt-/Naturschutz, Umweltbildung, Forsteinrichtung, Öffentlichkeitsarbeit, Forstpolitik – Ihr merkt die Liste könnte ewig so weitergehen. Wenn Ihr glaubt, dass Euch ein Forststudium prinzipiell interessieren würde, Ihr aber nicht wisst, ob Ihr damit in die Praxis möchtet, gibt es viele Berufsmöglichkeiten, aus denen Ihr stattdessen wählen könnt.

Wusstest Du schon…?
Es gibt im Englischen die Bezeichnung für jemanden als “Jack of all trades“, das bedeutet im übertragenen Sinne, dass die Person von Allem ein wenig Ahnung hat. Im Forststudium lernt man viel unterschiedliches Wissen, von Pflanzenbestimmung über Bodenkunde bis hin zu Forst- und Privatrecht, Waldpädagogik und sogar BWL! Ich habe jetzt also Ahnung von jedem Thema, das irgendwie mit dem Wald zu tun hat.

Wo der Wald wächst

Überall dort wo Wald wächst, werden Personen gebraucht, die sich mit dem Ökosystem Wald auskennen. Da zählen allerdings nicht nur die Landesforsten zu, sondern auch Privatwaldbesitzende oder Gemeinden. Hier findet Ihr einen Überblick, wem der Wald in Deutschland eigentlich gehört. Dies sind klassische Arbeitgebende für Försterinnen und Förster. 

Wusstest Du schon…?
Sogar die Deutsche Bahn beschäftigt Förster:innen! Die sorgen dafür, dass der Wald rund um die Gleise gepflegt wird und dass die Bäume nicht auf die Gleise fallen und so für Verspätung sorgen. 

Es gibt natürlich auch andere Arbeitgebende, z.B. Unternehmen, die jemanden brauchen, der eine Kompensationsfläche betreut. Als ausgebildete Person im Fachbereich Forst könnt Ihr auch Jobs bei der Landwirtschaftskammer finden. Es gibt sogar Personen, die für Jagd- oder Forstzeitschriften schreiben, oder hauptberuflich Youtube-Videos über den Wald drehen – Ihr seht, genauso vielfältig wie das Jobangebot nach Eurem Abschluss sind auch die Arbeitgeber:innen. Dies gilt auch für die Arbeit in einem Forstbetrieb. Es kann also sein, dass Ihr nach Eurem Studium und abgeschlossenem Anwärter nicht direkt ein Revier leitet. Manchmal müsst Ihr eine Weile warten bis eines frei wird – oder Ihr merkt, dass Euch die andere Tätigkeit im Forstbetrieb sogar noch besser gefällt!

Ob Felix‘ Mama wohl erwartet hat, dass sein Studium zu so einem Foto führt? Ob Felix selbst es am Anfang erwartet hat?

Viele Wege führen in den Wald

Waldwege sind häufig gewunden und meistens gibt es mehr als einen, der in den Wald hineinführt. Dieses Bild lässt sich genauso gut auf die Berufe anwenden, die im Wald stattfinden. Es gibt genug Möglichkeiten als Quereinsteiger:in im Bereich Forst zu arbeiten. Außerdem könnt Ihr auch ohne Abitur im Wald arbeiten. Der Beruf der Forstwirt:innen ist z.B. ein Ausbildungsberuf, der viel Abwechslung und Arbeit an der frischen Luft beinhaltet. Wenn Ihr mehr über diesen spannenden Job herausfinden möchtet, schaut gerne mal bei unserem Artikel darüber vorbei!

Ein weiterer spannender Beruf im Wald ist die Arbeit als Ranger oder Ranger:in. Die Ausbildung hierfür hängt sehr vom Arbeitgebenden ab, allerdings ist es häufig der Fall, dass Ranger:innen vorher eine Lehre in einem grünen Beruf abschließen (Forstwirt:in, Gärtner:in usw.) und manchmal wird auch ein Kurs zum “Geprüften Natur- und Landschaftspfleger” benötigt. Dieser wird häufig vom Arbeitgebenden übernommen. Als Ranger:in könnt Ihr die unterschiedlichsten Aufgaben übernehmen, vom Monitoring unterschiedlicher Arten bis hin zur Umweltbildung. (Mehr zum Alltag eines Rangers oder einer Ranger:in hier.)

Der Wald bietet also etwas für alle. Wollt Ihr lieber ein Forststudium anstreben, um als Förster:in durch den Wald zu streifen? Möchtet Ihr nach dem ersten Abschluss einen Master dranhängen? Oder doch lieber als Forstwirt:in in der Holzernte arbeiten? Wofür auch immer Ihr Euch entschieden habt, schreibt es uns gerne in die Kommentare!

Quellen:

https://wald.fnr.de/wissen/ausbildung-studium-beruf/berufsbilder/berufsbild-foersterin

https://studiengaenge.zeit.de/ratgeber/forster-werden-voraussetzungen-ausbildung-gehalt-und-co

https://de.wikipedia.org/wiki/Trainee

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Welche Forst-Uni ist die Beste? Wir haben EUCH gefragt https://forsterklaert.de/forst-uni https://forsterklaert.de/forst-uni#comments Wed, 16 Jul 2025 04:00:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=6029 Im letzten Artikel haben wir Euch davon überzeugt, dass das Forststudium das absolut beste Studium in der ganzen Welt ist....

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Im letzten Artikel haben wir Euch davon überzeugt, dass das Forststudium das absolut beste Studium in der ganzen Welt ist. Da stellt sich jetzt also nur noch die Frage: Wo genau kann man denn überhaupt Forst studieren? In diesem Artikel findet Ihr eine kleine Forst-Uni Übersicht über die Standorte in Deutschland. Außerdem haben wir eine kleine Umfrage gestartet: In jedem Ort haben wir Studis befragt, wie sie ihr Studium finden.

Wenn Ihr in Tharandt studieren wollt, könnte das so aussehen.

Wusstest Du schon…?
Das hier ist nur ein Teil unserer „Förster:in werden“-Reihe. Die anderen Teile findest Du hier und hier. Und hier haben wir auch noch ein Video dazu!

Wo wollt Ihr studieren?

Die Inhalte der unterschiedlichen Studiengänge, ob an der Uni oder an der FH, unterscheiden sich immer ein wenig. Neben diesem groben Überblick lohnt es sich immer, wenn Ihr Euch vorher über die Module informiert, die Ihr habt. Außerdem kann es sehr hilfreich sein, wenn Ihr Euch mit Leuten unterhaltet, die bereits an der Einrichtung Eurer Wahl studiert habt, damit Ihr wisst, was auf Euch zukommt. 

Hier seht Ihr eine Karte, auf der alle Studienstandorte abgebildet sind. Dann könnt Ihr schauen, wo Ihr es am schönsten findet, oder wo der Weg nach Hause am kürzesten ist:

Steckbriefe und Eure Meinung

Diese Steckbriefe wurden mithilfe von Umfragen erstellt, dementsprechend sind solche Kriterien wie “Wohnsituation” oder “studentisches Leben” sehr subjektiv. Manchmal können sich deshalb die Meinungen der Studierenden widersprechen. Auch der NC verändert sich jedes Jahr. Am besten schaut Ihr Euch die Hochschule oder die Universität, mit der Ihr liebäugelt, auf der Homepage genauer an.

Universitäten mit forstlichen Bachelor-Studiengängen

Technische Universität Dresden/Tharandt

Studiengang: Forstwissenschaften

Tharandt

NC: lag zwischen 2,4 und 2,9, mittlerweile wohl NC-frei

Dauer: 6 Semester / 3 Jahre

Größe: unbekannt

Praxisbezug: Ab der ersten Woche gehen Exkursionen los, meist natürlich im SoSe. Fast in jedem Fach ist man mindestens einmal auf Exkursion. Die Exkursionen werden mit höheren Semestern häufiger, im Schnitt so einmal die Woche.

Zusätzliche Angebote: unbekannt

Besonderheiten: Der Standort. Die Nähe zu Dresden, gleichzeitig liegt der Campus fast im Wald. Die Geschichte mit Heinrich Cotta. Der forstbotanische Garten. Der Campus ist klein und familiär, keine weiten Wege zwischen den Hörsälen und man kennt die meisten Menschen vom Sehen, die Situation in der Mensa ist entspannter als am Hauptcampus.

Wohnsituation: Eher schwierig. Das Studentenwohnheim empfehle ich maximal! Ein Jahr. Die Mieten sind bodenlos, genau wie die Vermieter. Mit Glück kommt man in eine WG oder an eine Wohnung. Es ist immer mal was frei. In Dresden gibt es zahlreiche Möglichkeiten, dafür ist der Wohnungsmarkt anstrengender und eventuell teurer.

Studentisches Leben: In Tharandt ist eher weniger los. Außer einem Studentenclub und zwei Studentenverbindungen ist nicht wirklich studentisches Leben vorhanden. In Dresden sieht das natürlich wieder ganz anders aus. Dort ist man mit der Bahn und Auto in 20 min.

Link zur Homepage: https://tu-dresden.de/bu/umwelt/forst

Universität Freiburg

Studiengang: Waldwissenschaften (den Studiengang Forstwissenschaften könnt Ihr hier im Master machen)

Freiburg

NC: ist auf jeden Fall begrenzt, NC aber nicht bekannt

Dauer: 6 Semester / 3 Jahre

Größe: 90 Plätze

Praxisbezug: Exkursionen und Praxis sind fester Bestandteil des Studiums.

Zusätzliche Angebote: unbekannt

Besonderheiten: In Freiburg liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf ökologischen Themen rund um den Wald und weniger auf wirtschaftlichen Aspekten.

Wohnsituation: Um ein Zimmer zu finden, muss man allerdings immer Glück haben und sich am besten frühzeitig bei den Wohnheimen melden. Ansonsten können die Mietpreise schon echt teuer werden.

Studentisches Leben: In der Stadt selbst gibt es viele gemütliche Kneipen, in denen man sich auf ein Bier verabreden kann. Alles ist mit dem Fahrrad zu erreichen und gutes Wetter haben wir auch meistens.

Link zur Homepage: https://www.bsc-wald.uni-freiburg.de/

Georg-August-Universität Göttingen

Studiengang: Forstwissenschaften und Waldökologie

Felix an seiner Uni

NC: unsicher, wurde mit 2,1 zugelassen

Dauer: 6 Semester / 3 Jahre

Größe: relativ groß, so zwischen 100 bis 200 Studierende

Praxisbezug: Bei den Pflichtmodulen gibt es einige, die Exkursionen anbieten. Zum Beispiel für Standortskartierung, Holzkunde und Waldbewirtschaftung. Aber man merkt auch, dass man auf die Forschung vorbereitet wird. Gerade bei Wahlmodulen gibt es viel Auswahl für exkursionsreiche Blockmodule. 

Zusätzliche Angebote: den Jagdschein könnt Ihr während des Studiums in Form von Wahlmodulen erwerben. Außerdem könnt Ihr Euer Waldpädagogik-Zertifikat machen (auch in Form von Wahlmodulen). Der Sachkundenachweis Pflanzenschutz ist in den Pflichtmodulen inbegriffen.

Besonderheiten: die vielseitigen und umfänglichen Lehrangebote des Studiengangs, die einen wirklich gut auf die realen Berufsmöglichkeiten vorbereiten! Es war toll, dass kritisches Hinterfragen und eigenständiges Denken gefördert wurden und unterschiedlichste Meinungen zu Inhalten zugelassen wurden. Große Modulauswahl im Studium.

Wohnsituation: die Wohnsituation ist, denke ich, eher schwierig. Ich hatte während Corona viel Glück, aber im normalen Alltag ist es schwer eine WG oder Wohnheimsplatz zu finden. 

Ich kann Weende oder den Kellnerweg als Studiwohnhheim empfehlen! Möglichst früh beim Studiwerk melden, wenn man in ein Wohnheim möchte!

Studentisches Leben: Göttingen ist eine super Studentenstadt, lebendig, dynamisch und vielseitig! Es gibt eine ausgeprägte Kneipenkultur, viele süße Cafés, Kultur- und Musikveranstaltungen und auch viel Grün drumherum! Und die Stadt ist sehr fahrradfreundlich, man ist super fix von a nach b fahren! Es gibt durch den Unisport viel Auswahl und Möglichkeiten neue Leute kennenzulernen. 

Link zur Homepage: https://www.uni-goettingen.de/de/610610.html

Technische Universität München/Freising

Studiengang: Forstwissenschaften und Ressourcenmanagement an der TU München – Fakultät ist in Freising

NC: NC-frei

Dauer: 6 Semester / 3 Jahre

Größe: unbekannt

Praxisbezug: Exkursionen waren im 1. Semester eher wenige, im 2. Semester ist man aber jede Woche mindestens einmal für 2,5 Stunden im Wald oder im Staudengarten.
Die Exkursionen sind gut über das Studium verteilt & recht abwechslungsreich, aber vor allem im vierten Semester ist man nahezu wöchentlich unterwegs. Im Master folgen dann auch mehrtägige Exkursionen, zum Beispiel in die Schweiz oder nach Österreich.

Zusätzliche Angebote: Den Jagdschein kann man auch über das Studium erwerben, ebenso den Theorieteil des Angelscheins, den Pflanzenschutzlehrgang, Arbeitssicherheits- und Waldpädagogikzertifikate.

Besonderheiten: Man bekommt neben dem „klassischen“ Forstwissen auch viel über die Holzeigenschaften vermittelt und hat so die Chance nach dem Studium auch in die Richtung der Holzforschung zu gehen oder man wird Förster.
Besonders ist unter anderem die Zusammenarbeit mit der HSWT (Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, die ebenfalls Forst-Studiengänge anbietet) und der LWF (Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft). Es wird viel Rücksicht auf die Studierenden genommen, beispielsweise hatten wir oft die erste Mai-Woche frei, sodass die Jäger*innen den Aufgang der Bockjagd im heimischen Revier verbringen konnten.

Wohnsituation: Wenn man sich früh genug (ab Anfang Juni) um eine Wohnung kümmert, dann bekommt man recht gut eine, da viele das 6. Semester zuhause verbringen und ab September einen Nachfolger suchen.
Allerdings ist die Wohnsituation eine Katastrophe. Freising ist ein sehr teurer Landkreis durch die Nähe zu München. Man muss früh genug nach Wohnungen/WGs auf allen möglichen Plattformen suchen, um am Ende nicht auf der Straße zu sitzen.

Studentisches Leben: studentisches Leben ist super! Man hat es von der Uni nicht weit bis in die Innenstadt (15 Minuten zu Fuß), kann ganz entspannt mit der S1 nach München fahren (dauert knapp 30 Minuten), es gibt regelmäßig Quizabende in einer Studentenkneipe und auch viele Veranstaltungen von der Uni wie z.B das Sommerfest der Förster/innen

Link zur Homepage: https://www.ls.tum.de/ls/studium/studiengaenge/forstwissenschaft-und-ressourcenmanagement-bsc/

Wusstest Du schon…?
Die Forst erklärt Seite kann Dir beim Lernen eine große Hilfe sein! Die Forst erklärt-Redaktion hat fast vollständig einen Forst-Bachelor (oder ist noch dabei) und wir schreiben über Themen, die uns in unserem Studium begegnet sind. Wenn Ihr mehr über Forststudium Lifehacks wissen wollt, schaut Euch diesen Artikel an!

Hochschulen mit forstlichen Bachelor-Studiengängen

Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) Eberswalde

Studiengang: Forstwirtschaft B.Sc.

Eberswalde

NC: 2,1, später 2,2

Dauer: 6 Semester / 3 Jahre

Größe: unbekannt

Praxisbezug: Nach wie vor zu wenige Exkursionen, aber doch recht regelmäßig. Die ANW Hochschulgruppe sorgt aber dafür, dass es im Monat gut 2-3 außercurriculare Exkursionen gibt.

Zusätzliche Angebote: Ihr könnt das Waldpädagogik Zertifikat im Laufe Eures Studiums erwerben.

Besonderheiten: Ich finde die Nähe zu vielen “guten” Forstbetrieben sehr gut, da man schnell gute Exkursionen machen kann. Zudem sind wir immer maximal 50 Leute im Jahrgang, wir waren ungefähr 40 Leute. Das ist sehr angenehm, da es nicht zu voll ist und man dann eigentlich seinen ganzen Jahrgang kennt. Der Campus ist eher klein und dadurch auch sehr familiär. Man hat mehrere Kurse mit anderen Studiengängen zusammen, sodass man nicht nur seine Bubble kennt. Gibt viele außer-universitäre Angebote in Richtung Waldbau und Jagd.
Die Nähe zum Wald (der Campus ist quasi mittendrin), die Anbindung zweier Forschungsinstitute (LFE und Thünen Institut, die Interdisziplinarität durch die Vielfalt an anderen nachhaltigen Studiengängen.

Wohnsituation: In den Studiheimen ist die Wohnsituation gut, da wir vier Wohnheime haben. Der Preis ist relativ in Ordnung, man kann eine eigene Wohnung oder eine WG haben. Außerhalb der Wohnheime wird es immer schwieriger, eine Wohnung zu finden, die bezahlbar ist, vor allem durch die Nähe zu Berlin. Man zahlt bereits ca. 700-800 € warm für eine 50qm2 Wohnung.

Studentisches Leben: Sehr entspannt und fast ruhig. Die Hochschule bietet viele Veranstaltungen und Partys, vor allem mit dem Studiclub. Ansonsten bietet die Stadt Eberswalde eher weniger. Ein paar Bars gibt es und mehrere Parks.
Eberswalde ist klein und das muss man mögen. Die studentische Bubble bestimmt das Stadtbild sehr und es gibt alles was man braucht, von Kneipe über nachhaltige Tante Emma Läden bis hin zu Raves. Wer mehr Stadtfeeling will, ist (mit Semesterticket) in 30 min in Berlin.

Link zur Homepage: https://www.hnee.de/studium/bachelor/forstwirtschaft 

Fachhochschule Erfurt

Studiengang: Forstwirtschaft und Ökosystemmanagement (auch Dual möglich)

Campus Erfurt

NC: ca. 2,2

Dauer: 7 Semester / 3 ½ Jahre

Größe: unbekannt

Praxisbezug: Es wird so oft versucht wie möglich, raus zu gehen, vor allem in den Sommersemestern ist man regelmäßig im Wald und schaut sich Bodenprofile, Waldbestände etc. an.

Zusätzliche Angebote: unbekannt

Besonderheiten: Dadurch, dass ich an einer Fachhochschule studiere, wird das Studium mit viel praktischer Lehre gestaltet. Außerdem gibt es hier in Erfurt einen extra Campus (grüner Campus) für grüne Studiengänge wie Forst, Gartenbau und Landschaftsarchitektur.

Wohnsituation: Die Wohnsituation schätze ich als recht gut ein. Es gibt mehrere Studentenwohnheime und auch so sollte man nicht allzu viele Probleme bei der Wohnungssuche haben. Ich selber wohne im Wohnheim und bin damit sehr zufrieden. Gerade hier kann man schnell mit vielen Leuten Kontakt knüpfen.

Studentisches Leben: Da ich aus einem kleinen Dorf aus Brandenburg komme, war ich am Anfang skeptisch, als ich in die Stadt gezogen bin. Allerdings ist Erfurt wunderschön! Es fühlt sich nicht wirklich wie eine Stadt, sondern mehr wie ein großes Dorf an. Es gibt wunderschöne Straßen und Gassen mit Fachwerkhäusern, viel Kultur, Restaurants und Studentenbars zu entdecken.

Link zur Homepage: https://www.fh-erfurt.de/fakultaeten-und-fachrichtungen/landschaftsarchitektur-gartenbau-und-forst/forstwirtschaft/bachelor-forstwirtschaft-und-oekosystemmanagement

Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Göttingen

Studiengang: Forstwirtschaft

HAWK

NC: 2,0

Dauer: 6 Semester / 3 Jahre

Größe: ca. 40 Studierende

Praxisbezug: Im vierten Semester finden 2-3 Exkursionen pro Woche statt.

Zusätzliche Angebote: Ihr könnt das Waldpädagogik Zertifikat während Eures Studiums erwerben.

Besonderheiten: Das Besondere hier an der Hochschule ist die Abwechslung und die Vielfalt der Module. Das Lernen in kleineren Gruppen (Max. 40 Leute in einer Semestergruppe) die Atmosphäre ist dadurch persönlicher und man knüpft engere Kontakte. Wir haben viele Exkursionen verteilt im gesamten Semester, dadurch einen sehr engen Praxisbezug. Im vierten Semester finden einige Projektarbeiten statt, die die Praxisnähe nochmals unterstreichen. Die nicht zu vergessenen guten Berufsaussichten, wenn man in den klassischen Forstdienst möchte.

Wohnsituation: Die Wohnsituation ist bescheiden. Klar, man findet immer irgendwo eine Möglichkeit. Allerdings sind die Preise hier doch höher als in anderen Uni-Städten. Eine gute Alternative sind die Studiwerke, wenn man sich früh genug anmeldet, bekommt man auch eine Zusage.

Studentisches Leben: Das studentische Leben ist abhängig von deiner Person. Ich persönlich habe fast nur Forsti/Arbo- Freunde hier in Göttingen. Wir halten uns oft in Campusnähe auf (Kellnerweg, Kneipe, Botan. Gärten). Ansonsten kann das Leben in Gö schon vielfältig sein, man hat ja jede Menge zu erkunden (Kiessee, Kneipen in der Stadt).

Link zur Homepage: https://www.hawk.de/de/studium/studiengaenge/bsc-forstwirtschaft-goettingen

Hochschule Rottenburg

Studiengang: Forstwirtschaft

Rottenburg

NC: 2,2-2,7

Dauer: 7 Semester (6 Theorie Semester und 1 Praxis Semester) / 3 ½ Jahre

Größe: unbekannt

Praxisbezug: Zumindest in den ersten Semestern ca. 2x/Woche Übungen oder Exkursionen im Lehrwald. Später etwas weniger. I.d.R. mind. 2 größere Tagesexkursionen im Semester. Im Sommer öfter als im Winter.

Zusätzliche Angebote: Im Zuge Eures Studiums bieten die Wahlmodule eine große Auswahl an Zusatzangeboten, u.a. der Jagdschein kann absolviert werden, es gibt einen Seilklettertechnik A-Kurs, einen Vorbereitungskurs FLL-zertifizierter Baumkontrolleur und Ihr könnt die Ausbildereignung für Berufs-und Arbeitspädagogik bekommen.

Besonderheiten: Sehr kleine und familiäre Hochschule. Lehrwald direkt an den Campus angrenzend. Sehr schöne Hochschule mitten im Grünen. Lange Tradition des Studiengangs – ziemlich ausgereift. Vergleichsweise viele Übungen und Exkursionen im Wald. Jagdmöglichkeiten im Lehrrevier. Alle Forststudenten können im Rahmen des Studiums den Jagdschein mitmachen (keine begrenzten Plätze). Sehr auf Revierleitung ausgelegt.

Wohnsituation: Im Großraum Stuttgart, deshalb nicht ganz billig. Aber deutlich günstiger als Tübingen. Nur sehr begrenzte Wohnheimplätze, aber viele private WGs (meistens zwischen 300-400€). Bei rechtzeitiger Suche (ggf. Auch schon vor Zusage der Hochschule) ist auf jeden Fall etwas zu finden. Wohnungen gibt es auch, meistens aber eher in einem Teilort. Dort gibt es dann auch eher etwas, wo Hunde erlaubt sind. Das ist in den WGs in der Innenstadt öfter das Problem.

Studentisches Leben: Rottenburg ist eine kleine Stadt. Verhältnismäßig wohnen dort viele Studenten, hauptsächlich von der HFR. Viele kulturelle Angebote wie in großen Studentenstädten gibt es nicht (nur eine Handvoll Bars, keine Disco etc.). Dafür findet das Studentenleben oft in WG-Gärten, am Lagerfeuer oder am Neckar/Baggersee statt. Wer Lust auf mehr hat, fährt nur 10 min mit der Bahn nach Tübingen.

Link zur Homepage: https://www.hs-rottenburg.net/studium/bsc-forstwirtschaft/

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT)

Studiengang: Forstingenieurwesen

HSWT

NC: 2,2-2,5

Dauer: 7 Semester / 3 ½ Jahre

Größe: unbekannt

Praxisbezug: Normalerweise mindestens 1x pro Semester auf Exkursion tw. auch 2x oder noch öfter, dann aber einige davon als Eintagesexkursion (Sägewerk, Pflanzgarten o.ä.)

Zusätzliche Angebote: Ihr könnt im Zuge dieses Studienganges den Jagdschein und das Waldpädagogik Zertifikat erwerben

Besonderheiten: Wir werden sehr speziell auf den weiteren Berufsweg als Revierleiter in der bay. Forstverwaltung oder den Staatsforsten vorbereitet. Durch das Zentrum Wald und Holz entstehen auch gewisse Symbiosen mit der LWF und der TUM.
Das Besondere ist die familiäre Atmosphäre zwischen den Professoren und den Studierenden, sowie die Nähe zum Wald und der Praxis.

Wohnsituation: Schon kritisch, in Freising selbst relativ teuer. Im Umland dann günstiger, aber halt auch mit gewissen Entfernungen zum Campus verbunden.

Studentisches Leben: Durch den Campus mit TUM und HSWT ist viel los. Studentenpartys, Verbindungsfeiern, Festivals und Feste in der Umgebung.

Link zur Homepage: https://www.hswt.de/hochschule/organisation/fakultaeten/wald-und-forstwirtschaft

Die verschiedensten Faktoren können darüber entscheiden, welche Forst-Uni oder Hochschule am besten für Euch geeignet ist. Wir hoffen, dass unser Artikel Euch eine gute Starthilfe gibt! Wenn Ihr noch offene Fragen habt, schreibt sie in die Kommentare! Im nächsten Teil dieser Reihe geht es dann darum, was Ihr mit einem Forststudium machen könnt.

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Wie wird man Förster oder Försterin? – Alle Infos zum Forststudium https://forsterklaert.de/studium https://forsterklaert.de/studium#respond Sun, 13 Jul 2025 08:01:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=6024 Findet Ihr den Gedanken ansprechend, den ganzen Tag draußen zu sein und dabei sogar noch Geld zu verdienen? Dann ist...

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Findet Ihr den Gedanken ansprechend, den ganzen Tag draußen zu sein und dabei sogar noch Geld zu verdienen? Dann ist der Beruf der Försterin bzw. des Försters vielleicht was für Euch! Hier in diesem Artikel – und in den beiden kommenden – haben wir alle wichtigen Infos zum Förster:in werden und Forststudium für Euch zusammengefasst: Welcher Studienort ist der Beste? Welche Unis gibt es und wie ist der NC? Was macht man als Förster:in? Und was für andere Berufe gibt es sonst noch so im Wald?

Ein Arbeitsplatz im Wald

Bevor ich (Zoe) mit dem Studium der Forstwissenschaften angefangen habe, hatte ich ein romantisiertes Bild vom Förster:innen-Dasein. Morgens in aller Früh aufstehen und den Sonnenaufgang vom Hochsitz genießen, danach mit meinem Jagdhund durch den Wald spazieren, den ein oder anderen Baum markieren und nachmittags eine Moorrenaturierung organisieren. Zum Förster:innen Alltag gehört allerdings sehr viel mehr. Zuerst einmal: Förster:innen sind für die Leitung eines Waldgebietes zuständig. Diese Waldgebiete nennen wir “Reviere”, deshalb werden Förster:innen auch Revierleiter:innen genannt.

Die Aufgaben umfassen natürlich die holzwirtschaftlichen Aspekte – welche Bäume gestärkt werden sollten, welche gefällt werden – aber auch der Verkauf des Holzes wird organisiert (z.B. auf einer Submission, mehr dazu hier). Bei der Bewirtschaftung müssen die Försterinnen und Förster darauf achten, dass der Wald möglichst gesund und stabil bleibt, wobei jeder Wald da andere Ansprüche hat. In manchen Wäldern liegt der Fokus eher auf Erholung, damit Ihr in Ruhe Euren Waldspaziergang genießen könnt und in anderen z.B. auf Bewirtschaftung, Jagd oder Naturschutz. Entscheiden tut das immer der Waldbesitzer oder die Waldbesitzerin. Im Großen und Ganzen müssen die Förster:innen darauf achten, dass der Wald schön stabil bleibt – besonders im Hinblick auf den Klimawandel. (Mehr zum Waldumbau findet Ihr hier und mehr zum klimastabilen Wald hier). 

Felix wird fast seit Beginn von seinem Forststudium von seiner Hündin begleitet – in Hörsäle und bei Sonnenaufgang auf den Hochsitz.

Wusstest Du schon…?
Das Gehalt eines Försters oder einer Försterin hängt davon ab, wo sie angestellt sind. Sie können verbeamtet werden, bei einem privaten Betrieb arbeiten oder sich selbstständig machen – dadurch variiert natürlich das Gehalt. Wir haben dazu auch einen ganzen Artikel geschrieben, den Ihr Euch unter diesem Link anschauen könnt.

Damit unser Wald gesund und munter bleibt, müssen die Förster:innen sich auch um die Tiere des Waldes kümmern. Verschiedene Tiere schnabulieren die jungen Bäumchen und dann kann der Wald nicht von alleine nachwachsen, deshalb müssen die Förster:innen unter anderem Jagden organisieren oder auch mal selber zum Gewehr greifen. Der Sonnenaufgang auf dem Hochsitz ist also doch möglich! Wenn Ihr mehr darüber erfahren wollt, weshalb wir Jagen, dann schaut Euch mal unsere Artikel-Reihe dazu an. Den ersten Artikel findet Ihr hier.

Vom Forststudium zu den Aufgaben im Wald

Im Wald fallen viele unterschiedliche Aufgaben an. Unsere Förster:innen müssen diese jedoch nicht alleine bewältigen. Ihnen stehen Forstwirt:innen zur Seite, die neben dem Fällen von Bäumen auch andere Tätigkeiten übernehmen. Der Job der Förster:innen ist es, die Aufgaben der Forstwirt:innen zu koordinieren, d.h. Förster:innen übernehmen Verantwortung bei ihrer Arbeit.

Förster:innen sind häufig draußen im Wald unterwegs, manchmal allerdings am Schreibtisch anzutreffen (besonders wenn es regnet, ist das ganz angenehm). Ihre Aufgaben unterscheiden sich je nach Arbeitgeber (dazu später mehr), aber spannend und vielseitig sind sie auf jeden Fall. Förster:in ist ein Beruf, bei dem einem nie langweilig wird!

Manchmal schwappen die Schreibtisch-Aufgaben auch in die Wald-Zeit, wie hier bei Försterin Paula.

Wege in den Wald

Findet Ihr, der Beruf des Försters oder der Försterin wäre etwas für Euch? Habt Ihr Lust, mehr über Eure Lieblingsbaumart zu erfahren? Dann wäre ein Forststudium vielleicht etwas für Euch. In Deutschland gibt es einige Studiengänge, mit denen Ihr später als Förster:in im Wald arbeiten könnt. Die Studiengänge haben unterschiedliche Schwerpunkte und heißen entsprechend unterschiedlich. Damit Ihr Euch nicht in das komplizierte Wirrwarr stürzen müsst, haben wir es für Euch getan und haben uns sogar unterschiedliche Meinungen zu den Studiengängen eingeholt.

Wusstest Du schon…?
Das hier ist nur ein Teil unserer „Förster:in werden“-Reihe. Die anderen Teile findest Du hier und hier. Und hier haben wir auch noch ein Video dazu!

Wo mit dem Forststudium beginnen? Universität vs. Hochschule

Aber die Basics zuerst: Ihr könnt einen forstlichen Bachelor-Studiengang an einer Universität oder an einer Fachhochschule studieren. Wo genau da der Unterschied ist, seht Ihr in der Tabelle.

UniversitätFachhochschule
VoraussetzungAllgemeine Hochschulreife bzw. AbiturFachhochschulreife bzw. Fachabitur
Studiendauer für den Bachelor6 Semester (3 Jahre)je nach FH 6-7 Semester (3- 3 ½ Jahre)
SchwerpunkteEs gibt zwar einige Bezüge zur Praxis, doch die Theorie bildet die Grundlage. Wissenschaftliches Arbeiten wird gelehrt und es gibt Einblicke in verwandte Themenfelder.Es gibt viele praktische Übungen und Exkursionen. Die Inhalte beziehen sich konkret auf das spätere Berufsleben und das dafür benötigte Wissen. 
Größe des StudiengangsKann unterschiedlich sein, idR jedoch zwischen 100 und 200 Studierende.Deutlich weniger Studierende, oft um die 50.
ZukunftsmöglichkeitenNeben dem klassischen Beruf der Förster:innen gibt es den Weg in die Wissenschaft, die Holztechnik, Naturschutz und vieles Weitere. Zur Spezialisierung empfiehlt sich ein Master.Ähnlich wie an der Universität, allerdings liegt der Fokus mehr auf dem Försterberuf. Manche FHs haben zudem Programme mit den Landesforsten zum vereinfachten Berufseinstieg. Andere forstliche Bereiche oder ein Master sind auch möglich.

Es gibt eine ausgeprägte Diskussion, ob eine Fachhochschule besser ist, um Förster:in zu werden oder eine Universität. Am Ende ist es eine persönliche Entscheidung und hängt davon ab, was für ein Lerntyp Ihr seid oder welche Richtung Ihr nach Eurem Bachelor einschlagen wollt. Ein Forststudium lohnt sich in jedem Fall. Am Ende des Tages bringen Euch auf jeden Fall beide Wege ein Stückchen näher in den Wald, egal wofür Ihr Euch entscheidet!

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Die Notwendigkeit vom Landnutzungswandel  https://forsterklaert.de/landnutzungswandel https://forsterklaert.de/landnutzungswandel#respond Sun, 17 Mar 2024 16:30:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=4644 Diese Umwandlung der ursprünglichen Landbedeckung - nämlich Wald - droht nun alle Grenzen zu sprengen und uns in große Gefahr zu bringen. Was es mit dem Landnutzungswandel auf sich hat und was wir gegen die Gefahren tun können, erfahrt Ihr in diesem Artikel. 

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Seit der Mensch sesshaft geworden ist, gestaltet er die Umwelt anders als zuvor. Dem folgten die Kultivierung von Feldern und die Haltung von Vieh. Um die Ansprüche der Menschen zu befriedigen, werden bis heute Wälder gerodet. Entweder um die Flächen umzuwandeln und neben der Nahrungssicherung Bauland zu gewinnen oder für die Gewinnung von Ressourcen, wie zum Beispiel Brenn- oder Bauholz.
Diese Umwandlung der ursprünglichen Landbedeckung – nämlich Wald – droht nun alle Grenzen zu sprengen und uns in große Gefahr zu bringen. Was es mit dem Landnutzungswandel auf sich hat und was wir gegen die Gefahren tun können, erfahrt Ihr in diesem Artikel. 

Weideland für Tiere spielt schon seit jeher eine wichtige Rolle. Früher wurden die Tiere auch in alte Eichenwälder getrieben, wo sie sich an den Eicheln satt fressen konnten. Wenn Ihr mehr über diese Hutewälder wissen möchtet, findet Ihr in unserem Artikel über die Eiche mehr dazu.

Wie wir den Wald an den Abgrund drängen

Mit Sicherheit haben die meisten von Euch schon Bilder von brennenden Regenwäldern gesehen. Von 2002 bis 2022 hat die Welt eine Waldfläche verloren, die circa 72,53 Millionen Hektar groß ist. Das ist eine größere Fläche als ganz Marocco. Alleine 2021 wurden jede Minute ungefähr 10 Fußballfelder an tropischem Regenwald vernichtet. Wissenschaftler:innen gehen davon aus, dass wir bei einigen tropischen Wäldern bald den Kipppunkt erreicht haben, an dem sie mehr Kohlenstoffdioxid (CO2) ausstoßen als speichern. Denn ist eine Fläche erstmal gerodet, entwickelt sich nicht wieder direkt die gleiche Artenvielfalt und Waldstruktur.

Wie in unseren heimischen Wäldern in Deutschland, siedeln sich zunächst die Arten an, die mit Freiflächen zurechtkommen. Darüber hinaus siedeln sich lediglich die Bäume an, deren Samen auch auf die Fläche kommen können. Nach einer Brandrodung sind dies viel weniger Arten, als dort ursprünglich vorgekommen sind. Auch die Bodenfunktionen sind geschädigt und durch die Verbrennung ist bereits ein großer Teil des gespeicherten CO2 freigesetzt worden.
Die meisten dieser Brände werden bewusst von Menschen gelegt, um Land für die Landwirtschaft oder Viehzucht zu gewinnen.

57 % des Waldverlustes konnte man unterschiedlichen Gründen zuordnen. Die Gewinnung von unterschiedlichen Rohstoffen wie Fleisch, Palmöl, Soja, Kakao, Kautschuk, Kaffee und Holzfasern wird hier anteilig dargestellt. 

Nicht nur Menschen essen Sojaprodukte

Wie die Abbildung vom “World Recources Institut” zeigt, macht die Viehwirtschaft alleine 36 % der Flächen aus und ist demnach der größte Treiber der Rodungen, gefolgt von Palmöl, welches sich zum Beispiel in Haarprodukten und Nutella versteckt. Das Soja, welches hier größtenteils angebaut wird, landet nicht – wie man jetzt denken könnte –  in vegetarischen oder veganen Produkten. Auch dieses Produkt ist hauptsächlich für die Fütterung in der Massentierhaltung.
Wie Ihr vielleicht schon merkt, ist unser Konsum in der globalisierten Welt das größte Problem für die Wälder in anderen Ländern. Wenn wir also möchten, dass sich in anderen Ländern etwas verändert, sollten wir uns zuerst an die eigene Nase fassen!  

Landnutzungswandel, um die Menschheit trotz Klimawandel zu ernähren

Abgesehen von den menschlichen Eingriffen, bedroht auch der menschengemachte Klimawandel unsere Wälder. Der Wald stirbt und es entstehen große Freiflächen. Gründe dafür sind Windwurf, Borkenkäfer oder auch Waldbrände
Doch wie wir schon in früheren Artikeln erläutert haben, speichert der Wald nicht nur CO2, sondern generiert auch Regen und speichert Wasser, befestigt Land durch Durchwurzelung und steigert die Biodiversität.

Dennoch gibt es mittlerweile so viele Menschen, dass die Versorgung mit Nahrungsmitteln eine große Rolle spielt. Genau aus diesem Grund müssen wir es schaffen, die vorhandene Landfläche multifunktional zu nutzen, ohne dabei die Grenzen unserer Erde zu überschreiten.   

Ein lichter Waldrand in einem Naturschutzgebiet bei Hildesheim. Hier wachsen im Frühjahr zwischen Perlgras Teppichen viele verschiedene Frühblüher wie Lerchensporn (Corydalis cava), Buschwindröschen (Anemone nemorosa) oder gelbe Windröschen (Anemone ranunculoides).

Wer definiert die Grenzen? 

Achtung, jetzt wird es erstmal wissenschaftlicher. Wir haben Euch in einem anderen Artikel bereits die planetaren Belastungsgrenzen vorgestellt. Wenn Euch das so gar nichts sagt, könnt Ihr hier mehr darüber erfahren. Als kleine Auffrischung des Themas gibt es jetzt aber nochmal die Kurzfassung: 

Die planetaren Belastungsgrenzen zeigen, wie weit Menschen die Ökosysteme beeinflussen und verändern können, bevor sie durch menschliches Umgestalten kollabieren. Überschreitet man die von Wissenschaftler:innen aufgestellten Grenzen, bewegt man sich außerhalb des sicheren Handlungsraums. Das bedeutet, dass die Auswirkungen des Handelns unabsehbar sind und ein hohes Risiko bergen.  

Die Risikostufen werden durch die Farbgebung dargestellt. Wird eine Grenze überschritten, wechselt die Farbe von Grün zu Gelb oder Rot (steigendes Risiko) bis zu dunkelrot (Hochrisiko-Zone). Die Landnutzungs- oder Landsystemwende Grenze ist bereits überschritten und nähert sich der Hochrisiko-Zone.

Landnutzungswandel

Der Landnutzungswandel oder auch Land-system-change ist eine von neun planetaren Belastungsgrenzen. Sie ist ebenfalls eine von sechs Grenzen, die wir bereits überschritten haben. Die Forscher:innen, welche die Belastungsgrenzen entwickelt haben, legen ihren Fokus beim Landnutzungswandel auf die verbleibenden Waldflächen.

Denn Waldflächen haben einen stärkeren Einfluss auf die Landoberfläche und die Atmosphäre als die meisten anderen Landsysteme. Seine Reduzierung steht repräsentativ für die Umwandlung von ursprünglichen Landsystemen und soll die Überwachung der Grenze vereinfachen. Der Fokus des Walderhalts liegt dabei auf den Wäldern, die nicht nur das regionale, sondern das Weltklima beeinflussen.

Wusstest Du schon…?
Es ist gar nicht so einfach herauszufinden, ob Waldflächen gerodet wurden. Forscher:innen können zwar Satellitenbilder auswerten, jedoch erkennt man auch hier nicht unbedingt, ob es sich um einen Regenwald oder eine Palmölplantage handelt. Auch gerodete Regenwaldflächen, auf denen sich wieder Wald entwickeln, sind auf Satellitenaufnahmen nur schwer von den ursprünglichen Wäldern zu unterscheiden. Nur durch einen Besuch vor Ort wird deutlich, wie viel Artenärmer die neuen Wälder sind. 

Auch in Deutschland haben wir viele Flächen für die Landwirtschaft oder den Anbau von bestimmten Baumarten entwässert. Auch viele Moorflächen wurden stillgelegt, um Platz für unsere Nahrungsversorgung und Weideland zu generieren. Das sollten wir nicht vergessen, wenn wir jetzt mit dem Finger auf andere Länder zeigen.

Das Problem mit dem CO2

Der tropische Regenwald ist das wohl bekannteste Beispiel dafür. Er speichert Unmengen an Kohlenstoffdioxid (CO2) und hat einen starken Einfluss auf die Verdunstung. Fallen die Wälder weg, verdunstet nicht mehr so viel Wasser, wodurch sich Regenfälle vermindern. Die ursprünglichen Regenwälder verwandeln sich so in trockene Savannen.

Doch auch den borealen Wäldern wird eine große Rolle zugeschrieben. Sie verhindern, dass Sonnenstrahlung die Böden erwärmen und CO2 frei wird. Temperierte Wälder haben voraussichtlich einen weniger starken Einfluss. 
Damit das regionale und globale Klima erhalten bleiben kann, sollte eine gewisse Waldbedeckung gegeben sein. Die Wissenschaftler:innen orientieren sich dabei an der Waldbedeckung, die vor der Industrialisierung vorhanden war – dies betrachten sie als hundertprozentige Bewaldung. 

Landnutzungswandel…zurück?

Was heißt das? Bevor der Mensch Industriegebiete und Kohlekraftwerke erbaute, war die Welt schöner und bewaldeter. Das war ein Zustand, der unserer Umwelt viel besser getan hat. Doch mit der Zeit hat der Mensch die Grenze für die ideale Waldbedeckung überschritten. Die Grenze (in der Abbildung der grüne Bereich, bevor es gelb wird) liegt für tropische und boreale Wälder bei 85 % und für temperierte bei 50 %. Ende 2023 haben wir all diese Grenzen überschritten. Für die tropischen Wälder liegen wir bereits außerhalb der Zone des wachsenden Risikos bei 59 %. 

Ende 2023 liegen die Anteile des tropischen Waldes bei 59 %, des Temperierten bei 41 % und des Borealen bei 63 %.

Was können wir verändern? 

Schon jetzt leben 8,16 Milliarden Menschen auf der Erde. Der Bedarf an Essen, Wohnraum und Energie wird in den nächsten Jahrzehnten nicht sinken. Die Landfläche selbst wird demnach auch immer knapper, weil sie viele Funktionen erfüllen soll. Doch um wie oben gesagt an der eigenen Nase anzufangen, richten wir den Blick wieder auf Deutschland.

Große Flächen wie Felder sind für die Landwirtschaft zum Beispiel sehr attraktiv. Sie bergen wenig Aufwand und demnach einen potentiell hohen Ertrag. Betrachtet man hingegen die Aspekte der Wasserwirtschaft, wird klar, dass offene Agrarflächen schneller aushagern und Stürmen schlechter trotzen können. Vor allem im Klimawandel, durch den Extremereignisse wie Stürme, Dürre oder Überflutungen immer mehr werden, müssen wir Alternativen finden. 

Auch die Artenvielfalt kann durch die großen Äcker leiden, dabei müssen sich biologische Vielfalt und Landwirtschaft nicht ausschließen. Schon Hecken und Blühstreifen zwischen den Feldern erhöhen die Artenvielfalt enorm. Davon profitieren sogar die Feldfrüchte, da mehr bestäubende Insekten vor Ort sind.

Wusstest Du schon…?
Viele Pflanzen sind auf die Bestäubung von Bienen oder anderen Insekten angewiesen. An den Samen in einer Rapsschote kann man zum Beispiel ablesen, wie erfolgreich und somit zahlreich die Bestäubung der jeweiligen Blüten war. 

Wenn Ihr mal wieder in der Feldmark spazieren seid und Euch der Wind um die Ohren pustet, könnt Ihr mal versuchen auf Hecken in der Nähe zu achten. Oftmals ist es dahinter sehr viel windstiller. 

Ab durch die Hecke

Ist ein Feld von einer Hecke umsäumt, ist es viel besser geschützt. Hecken nehmen aber natürlich bewirtschaftete Fläche weg.
Agroforstsysteme beschäftigen sich unter anderem damit, solche Hecken zu nutzen. Bei diesem Prinzip geht es – wie der Name schon verrät – um eine Mischung aus Land- und Forstwirtschaft. Man kann also nicht nur Feldfrüchte, sondern auch schnellwachsende Pappeln oder Weiden auf den Feldern anpflanzen. Sie schützen die Feldfrüchte vor Winderosion und spenden im Sommer Schatten. Ihr Holz können wir darüber hinaus nutzen. Wenn Euch dieses Thema interessiert, findet Ihr hier einen ganzen Artikel dazu! 

In wärmeren Ländern sind Agroforstsysteme schon weiter verbreitet. In Frankreich werden zum Beispiel Feldfrüchte zusammen mit Walnussbäumen angebaut. So erntet man zusätzlich die Walnüsse und kann das Holz der Bäume nutzen, wenn sie keinen guten Ertrag mehr liefern. Außerdem schützen sie die Fläche vorm Austrocknen und bremsen den Wind auf der Fläche. Über dem Feld auf dem Bild stehen Olivenbäume.

Abgesehen vom Schutz der Feldfrüchte und der Doppelnutzung von angebauten Rohstoffen geht es um den Schutz des Bodens, damit wir den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid reduzieren. Um die Landflächen multifunktional zu nutzen, hat der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (sehr viel kürzer ausgedrückt: Der WBGU) ein Konzept entwickelt. Damit Euer Kopf jetzt nicht anfängt zu rauchen, sparen wir uns das für einen anderen Artikel auf.

Das war jetzt wieder mal viel Input auf einmal. Hat Euch das Thema Landnutzungswandel gefallen? Gibt es Fragen, die wir noch nicht beantwortet haben, oder weiterführende Artikel (zum Beispiel zu dem Konzept des WBGU), die Euch gefallen würden? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen! 

Quellen:

Helmholtz Centre for Environmental Research (UFZ) https://www.youtube.com/watch?v=AtJUBIBzf5k 

WBGU: Landwende im Anthropozän: Von der Konkurrenz zur Integration (o.J.), URL: https://www.wbgu.de/de/publikationen/publikation/landwende 

https://research.wri.org/gfr/forest-extent-indicators/deforestation-agriculture#how-much-forest-has-been-replaced-by-specific-agricultural-commodities

Schulz, C.: Planetare Grenzen – Über die Belastbarkeitsgrenzen der Erde (2023), in: CareElite, URL: https://www.careelite.de/planetare-grenzen/ 

Stockholm Resilience Centre: Planetary boundaries (2023), URL: https://www.stockholmresilience.org/research/planetary-boundaries.html

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Grüner Klassenraum – Was ist Waldpädagogik? https://forsterklaert.de/waldpaedagogik https://forsterklaert.de/waldpaedagogik#respond Sun, 03 Mar 2024 16:30:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=4608 Spricht man darüber, was der Wald alles für uns leistet, dann werden immer die drei übergeordneten Hauptfunktionen unterteilt: Die Schutz-, Nutz- und die Erholungsfunktion. Zur Erholungsfunktion gehört auch die Bildungsfunktion. Das bedeutet, der Wald ist ein Ort zum Lernen. Sozusagen ein grünes Klassenzimmer. Egal ob für Erwachsene, Jugendliche oder Kinder. Bildung im Wald bezeichnet man auch als Waldpädagogik. Wie Waldpädagogik genau funktioniert und was sich dahinter verbirgt, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

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Spricht man darüber, was der Wald alles für uns leistet, dann werden immer die drei übergeordneten Hauptfunktionen unterteilt: Die Schutz-, Nutz- und die Erholungsfunktion. Zur Erholungsfunktion gehört auch die Bildungsfunktion. Das bedeutet, der Wald ist ein Ort zum Lernen. Sozusagen ein grünes Klassenzimmer. Egal ob für Erwachsene, Jugendliche oder Kinder. Bildung im Wald bezeichnet man auch als Waldpädagogik. Wie Waldpädagogik genau funktioniert und was sich dahinter verbirgt, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Was genau ist Waldpädagogik?

Waldpädagogik kann auch als Umweltbildung bezeichnet werden. Es bedeutet, Menschen über wald- und umweltbezogene sowie forstwirtschaftliche Themen zu informieren. Dabei ist das übergeordnete Ziel, Verständnis und Akzeptanz für diese Inhalte zu vermitteln. Und damit im besten Fall das eigene Handeln der Menschen nachhaltig zu beeinflussen. Ganz nach dem Motto: Man schützt nur, was man kennt.

Waldpädagogik ist auch Bestandteil der sogenannten Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE genannt. Der Begriff der BNE wurde bereits 1996 auf der UN-Umweltkonferenz in Rio de Janeiro ins Leben gerufen. Es geht dabei darum, Menschen durch Bildung dazu zu befähigen, ihr Leben eigenverantwortlich und (umwelt-)bewusst zu gestalten, sodass den Generationen nach uns eine Erde mit den Ressourcen zur Verfügung steht, wie sie uns zur Verfügung steht. Es geht also vor allem darum, Bewusstsein dafür zu schaffen, dass unser heutiges Handeln sich auf die Zukunft unserer Kinder und Enkel auswirken wird!

Wenn Ihr Euch noch genauer zu BNE informieren wollt, findet Ihr hier noch weitere Infos dazu.

Was wird bei Waldpädagogik gemacht?

Wie der Name schon verrät, findet Waldpädagogik meistens genau hier statt – nämlich im Wald. Der Wald funktioniert sozusagen als Grünes Klassenzimmer. 
Der Lernort Wald bietet bereits so vieles zu entdecken. Dort gibt es viele Geräusche, Gerüche und Dinge zum Anfassen. Der Lerneffekt ist dabei bereits schon dadurch viel höher, weil die Teilnehmer:innen hier etwas hautnah erleben können. Emotionen spielen im Lernprozess nämlich eine wichtige Rolle.

Wie genau so ein Tag im Wald abläuft, ist natürlich abhängig von den Teilnehmenden. Je nach Altersgruppe verläuft der Tag spielerischer, aktiver oder vielleicht etwas bedachter und ruhiger. Wie so ein Waldtag zum Beispiel für eine 4. Klasse aussehen kann, seht Ihr oben. Aber auch Erwachsenenbildung, wie beispielsweise hier eine Führung von Forst erklärt im Göttinger Stadtwald ist Waldpädagogik.

Waldpädagogik kann auch Erwachsenenbildung sein. Hier hat das Forst erklärt- Team einige Göttinger:innen durch Ihren Stadtwald geführt.

Beim Lernen spielen Emotionen eine wichtige Rolle. Das nutzen Waldpädagogen und Walpädagoginnen und versuchen ein Gleichgewicht zwischen Lernen, Spielerischen und Erziehung zu finden. Verschiedene Konzepte von Waldpädagogen und Walpädagoginnen werden dazu genutzt. Als Beispiele kann man hier kurz Gerhard Trommer (Rucksackschule), Pestalozzi (Ganzheitliches Lernen) und Joseph Cornell (Flow Learning) erwähnen. 

Wozu brauchen wir Waldpädagogik?

Jetzt kann man sich natürlich die Frage stellen, wozu man Waldpädagogik überhaupt braucht?

Tatsächlich haben viele Studien bereits belegen können, dass für viele Kinder der Zugang zur Natur und zum Wald nicht mehr selbstverständlich ist. Dadurch findet eine Entfremdung zur Natur statt. Was man nicht kennt, wozu man keinen Bezug hat, das nimmt auch keine Bedeutung im eigenen Leben ein. Doch angesichts unserer aktuellen Weltsituation ist es immer wichtiger, dass wir unser eigenes Handeln reflektieren können und verstehen, wie es sich auf unsere unmittelbare Umwelt auswirkt.

“Man schützt nur was man kennt” ist deshalb wieder der Leitspruch, wenn es um die Ziele der Waldpädagogik geht. Wir können mit der Walpädagogik bereits im Kindesalter die Schönheit und wichtige Bedeutung unserer Wälder, Natur und Umwelt vermitteln und vor allem schöne Erlebnisse dort schaffen, die positive Emotionen damit verknüpfen.

Wo gibt es das und wie kann ich es nutzen?

Wenn Ihr jetzt selbst Lust bekommen habt, mal an einer waldpädagogischen Aktion teilzunehmen, dann haben wir hier ein paar spannende Tipps für Euch gesammelt.

  1. Bei einem Forstamt in Eurer Nähe anfragen: In den Forstämtern in Eurer unmittelbaren Umgebung gibt es natürlich auch ausgebildete Waldpädagogen und Waldpädagoginnen, die Ihr einfach anfragen könnt. 
  2. Selbstständige Waldpädagogen und -pädagoginnen in Eurer Region. Diese findet Ihr meist über deren Website.
  3. Teilweise haben Forstämter oder Nationalparks waldpädagogische Einrichtungen wie bspw. Walderlebniszentren oder Jugendwaldheime. Sicher findet Ihr so etwas auch in Eurer Region.
  4. Und zu guter Letzt – schreibt uns gerne an: Das Team um Forst erklärt umfasst einige ausgebildete Waldpädagogen und Waldpädagoginnen. Wir konnten diese Ausbildung im Rahmen unseres Forststudiums absolvieren. Euer Glück – wir leben mittlerweile ziemlich verteilt in Deutschland und vielleicht sogar in Eurer Nähe.

Wenn Ihr zum Beispiel in einer Kita oder Schule arbeitet, könnt Ihr für Wandertage oder Klassenfahrten solch waldpädagogische Angebote wahrnehmen. Aber natürlich könnt Ihr auch mit Eurer Firma/Unternehmen einen Tag im Wald unternehmen. Waldpädagogik ist nicht nur etwas für Kinder und Jugendliche!

Durch Umweltbildung möchte man den Blick auf die Schönheit und Bedeutung des Waldes lenken, denn “Man schützt nur was man kennt”.

Materialien, die Ihr nutzen könnt!

Viele Materialien zur Umweltbildung und Walpädagogik sind sogar frei zugänglich und für jede:n nutzbar. Im Folgenden findet Ihr eine kleine Übersicht mit Materialien, die Ihr vielleicht selbst nutzen könnt:

Die Waldpädagogischen Bildungsbausteine wurden von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, den Landesforsten Mecklenburg-Vorpommern und dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern herausgebracht. Sie beinhalten verschiedene Themen wie bspw. die Stockwerke des Waldes oder Totholz im Wald und können kostenlos heruntergeladen werden. Geeignet ist das Material für Kinder der 3. und 4. Klasse.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald stellt unter dem Bildungsserver Wald unter anderem mit den “Klimakönnern” kostenloses Bildungsmaterial für Kinder im Kita-, Grundschulalter, aber auch für weiterführende Schulen zur Verfügung. 

Auf der Website Waldmeister vom Haus des Waldes (Forst Baden-Württemberg) findet Ihr Ideen für umweltbildende spielerische Aktivitäten. Dort kann man nach Anzahl und Alter der Teilnehmenden filtern und viele Ideen für verschiedene Aktionen.

Wir hoffen, wir können Euch in diesem Artikel einiges zur Waldpädagogik erklären. Wenn Ihr wissen wollt, wie Ihr selbst zertifizierte Waldpädagogen oder Waldpädagoginnen werden könnt, dann lasst uns das gerne wissen.

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Mit dem Smartphone den Wald erkunden – die beliebtesten Bestimmungsapps https://forsterklaert.de/bestimmungsapps https://forsterklaert.de/bestimmungsapps#comments Sun, 17 Sep 2023 18:39:25 +0000 https://forsterklaert.de/?p=4199 Im Wald gibt es Vieles zu entdecken. Bei der Vielfalt von Pflanzen, Pilzen und Tieren fällt es oft schwer, das Eine vom Anderen zu unterscheiden. Gerade beim Pilzesammeln kann dies fatal sein. Doch die Digitalisierung macht auch vor dem Wald nicht halt, sodass uns hier seit geraumer Zeit Bestimmungsapps weiterhelfen können. Sie suchen durch gezielte Fragen, Fotos oder Anweisungen das passende Ergebnis für das fragliche Objekt heraus und sind im Wald leichter mitzuführen als dicke Bücher. 

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Im Wald gibt es Vieles zu entdecken. Bei der Vielfalt von Pflanzen, Pilzen und Tieren fällt es oft schwer, das Eine vom Anderen zu unterscheiden. Gerade beim Pilzesammeln kann dies fatal sein. Doch die Digitalisierung macht auch vor dem Wald nicht halt, sodass uns hier seit geraumer Zeit Bestimmungsapps weiterhelfen können. Sie suchen durch gezielte Fragen, Fotos oder Anweisungen das passende Ergebnis für das fragliche Objekt heraus und sind im Wald leichter mitzuführen als dicke Bücher. 

Vor allem bei unscheinbaren Pflanzen bekommen wir Probleme mit der Bestimmung. Keine auffällige Blüte und grüne Blätter? Also eine Pflanze wie jede andere? Auch wenn Ihr keine Blüte finden könnt, die Apps helfen Euch weiter. Hier handelt es sich um die geschützte Breitblättrige Stendelwurz – eine Orchidee.  

Bestimmungsapps – Einfach aber nicht immer akkurat

Bestimmungsapps arbeiten zumeist mit den Bildern, die man selbst macht. Dabei empfehlen sie, welche Teile einer Pflanze man fotografieren soll, zum Beispiel die Blüten oder ein Blatt. Anschließend liefern die Apps Vorschläge, vor welcher Pflanze man stehen könnte. Wir haben uns mal umgehört und wollen Euch die beliebtesten Bestimmungsapps kurz vorstellen:

PlantNet bestimmt eine Vielzahl von heimischen und fremdländischen Pflanzen. Verschiedene Forschungseinrichtungen haben PlantNet gemeinsam entwickelt. Jan schätzt hier zum Beispiel die Anbindung zu Wikipedia und, dass die Community bewerten kann, ob die App eine Art richtig zugeordnet hat. 

Flora Incognita ist auf in Deutschland heimische Wildpflanzen spezialisiert. Nach der Erkennung wird neben den Pflanzen-Vorschlägen auch für jede Art ein Verbreitungsgebiet, ihre wichtigen Merkmale und ihr Schutzstatus vorgebracht. Mehrere Bundesministerien unterstützen diese App. Bei uns im Forst-Semester an der HAWK nutzen die meisten diese App. 

So sieht ein Teil der Bedienung in Flora Incognita aus. Nach und nach fotografiert man unterschiedliche Teile der Pflanze. Manchmal ist auch schon nach dem ersten Bild klar, um welche Pflanze es sich handeln muss. 

iNaturalist erkennt nicht nur Pflanzen, sondern auch Insekten. Des Weiteren teilt die App mit, was andere Nutzer:innen in dem Gebiet bereits für Pflanzen oder Insekten gefunden haben. 

Name:PlantNetFlora IncognitaiNaturalist
Bestimmung von:PflanzenPflanzenPflanzen & Insekten
Preis: kostenloskostenloskostenlos
Betriebssystem:iOS & AndroidiOS & Android iOS
Kleine Übersicht der Pflanzen-Bestimmungsapps.

Wer singt denn da? 

Bei einem Waldspaziergang interessiert man sich vielleicht nicht nur für die Pflanzen, sondern auch für die Tiere, denen man begegnet. Obgleich sich das größere Wild nicht zeigen mag, gibt es doch viele kleine Waldbewohner, die sich um uns herum tummeln können. Gerade für die Vögel gibt es einige Apps, die den Waldspaziergang noch spannender machen können.

Bestimmungsapps für Vögel

Habt Ihr Euch schon mal gefragt, wie Ihr Vögel an ihrem Gesang erkennen könnt?

Bei diesem Unterfangen kann Euch zum Beispiel BirdNet helfen. Diese kostenlose App erkennt 3.000 Vogelstimmen, indem Ihr diese mit Eurem Handymikro aufnehmt. Die App identifiziert dann direkt unterwegs den zugehörigen Vogel. Wenn Ihr lieber Euer Datenvolumen sparen und die Vögel zu Hause in Eurem Wlan bestimmen möchtet, ist dies auch möglich. Ein Nachteil: Die App denkt dann, dass Ihr den Vogel vor Eurer Haustür entdeckt habt. 

Die App Flora Incognita gibt bei ihren Vorschlägen die Genauigkeit einer Art vor, bei den Apps für Vögel funktioniert das ähnlich.

Merlin Bird ID funktioniert dagegen anders. Die App bestimmt Euch Vögel nicht durch ihre Stimme, sondern durch ihr Aussehen. Hier lädt der Nutzer oder die Nutzerin entweder selbstgeschossene Bilder hoch oder beantwortet vorgefertigte Fragen zum Aussehen des Vogels. Diesen Fragenkatalog kann man auch offline abrufen.

Man kann in der kostenlosen App nicht nur heimische Vögel, sondern auch fremdländische Arten bestimmen. Dazu lädt man sich in der App einfach unterschiedliche Erweiterungen herunter. Das verbraucht jedoch auch einiges an Speicherplatz. Außerdem ist die App komplett auf Englisch. 

NABU Vogelwelt funktioniert ähnlich wie die Merlin Bird ID. In dieser App kann man aus einem vorgefertigten Katalog Vögel aus ganz Europa bestimmen. Dabei sucht man die passenden Merkmale des Vogels heraus und erhält im Anschluss auch noch wichtige Informationen und Bilder der Art. Die App ist jedoch nicht komplett kostenlos. Wenn Ihr auch mehr über den Gesang der Vögel oder ihre Eier lernen möchtet, müsst ihr Erweiterungen kaufen.    

Auf der Suche nach einem gesunden – nicht tödlichen – Mittagessen 

Pilze können sich zum Verwechseln ähnlich sehen. Wer von Euch weiß, welchen Pilz wir hier sehen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen! 

Es gibt auch viele Apps für die Pilzerkennung. Sehr benutzerfreundlich ist der Pilzator (Android) oder im iOS-Betriebssystem PilzErkenner genannt. Für eine schnelle und leichte Bestimmung ist diese App sehr gut geeignet. Mittels Fotoerkennung bietet sie eine gewisse Auswahl. Den Fundort des Pilzes kann man in der App speichern und erneut aufrufen. Die App bietet darüber hinaus eine Liste der gängigen Waldpilze und welche davon genießbar sind und – wichtig – welche nicht. Zusätzlich kann man in einem Pilzquiz bei der Erkennung von Pilzen besser werden. Ein fundiertes Grundwissen vermittelt diese App allerdings nicht. 

Meine Pilze dagegen liefert abgesehen von der Fotobestimmung noch ein Pilzbuch und ein Lexikon, sowie viele andere Features. Dabei erleichtern Filter die Bestimmung. Als eine Art allwissende App ist sie der Testsieger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie. Sie ist also etwas für Personen, die ihre Pilzsuche gerne etwas professioneller gestalten möchten. Für viele Features benötigt man bei dieser App jedoch die kostenpflichtige Vollversion. Darüber hinaus ist sie nur für Android verfügbar.

Natürlich helfen Euch die Apps auch bei Bäumen weiter! Durch ein Bild von der Rinde, des Blattes oder im Winter von der Knospe, steht Ihr nie wieder ratlos im Wald herum. 

Wusstest Du schon…?
Um das Mittagessen wirklich sicher und in aller Ruhe genießen zu können, ohne unangenehme bis gefährliche Folgen, solltet Ihr Pilze bestimmen einmal richtig lernen. Apps sind ein tolles Mittel und eine gute Ergänzung, doch Kurse von Profis lassen sich dadurch noch nicht ersetzen. Außerdem können die Streifzüge durch den Wald spannende Exkursionen sein!

Bestimmungsapps vs. Profis

Ihr merkt, Bestimmungsapps sind tolle Hilfsmittel, durch die wir den Wald vor unserer Haustür noch ein wenig besser verstehen können. Das kann sehr viel Freude machen, doch gerade bei Pilzen ist auch Vorsicht geboten. In diesem Fall ersetzen Apps die Expertise nur bedingt. Falls Ihr selbst mehr lernen möchtet, haben wir Euch in diesem Artikel einige wichtige und spannende Lehrbücher aufgezählt und Ressourcen verlinkt, die nicht nur das Forst-Studium enorm erleichtern können. Erzählt uns gerne in den Kommentaren, was Ihr lieber nutzt, Bücher oder Apps! Und habt Ihr noch mehr Empfehlungen, fehlt hier vielleicht Eure Lieblings-App? Wir freuen uns auf noch mehr Tipps!

Der Beitrag Mit dem Smartphone den Wald erkunden – die beliebtesten Bestimmungsapps erschien zuerst auf Forst erklärt.

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Forststudium-Lifehacks – wichtige Infos zum Studienbeginn https://forsterklaert.de/forststudiumanfangen https://forsterklaert.de/forststudiumanfangen#comments Sun, 10 Sep 2023 15:30:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=4192 Während der Sommer gerade in den letzten Zügen ist, geht es im Wald richtig los. Die Blätter färben sich langsam bunt, die Holzernte beginnt bald und auch die Jagdsaison fängt jetzt erst so richtig an. Für manche Menschen bedeutet der Herbstbeginn aber auch den Beginn eines neuen Lebensabschnittes. Die Rede ist von allen, die das Glück haben, ein Forststudium zu beginnen. Für Euch ist dieser Artikel!

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Während der Sommer gerade in den letzten Zügen ist, geht es im Wald richtig los. Die Blätter färben sich langsam bunt, die Holzernte beginnt bald und auch die Jagdsaison fängt jetzt erst so richtig an. Für manche Menschen bedeutet der Herbstbeginn aber auch den Beginn eines neuen Lebensabschnittes. Die Rede ist von allen, die das Glück haben, ein Forststudium zu beginnen. Für Euch ist dieser Artikel!

Wir bei Forst erklärt haben (fast) alle Forst studiert. Um ehrlich zu sein, sind manche von uns auch noch dabei. Trotzdem blicken wir auf einige Jahre an forstlichen Hochschulen und Unis zurück. Und da wir immer wieder Fragen bekommen, wie man sich am besten auf so ein Studium vorbereitet, hatten wir kurzerhand die Idee mal ein kleines Forststudium 1×1 zu schreiben. In diesem Artikel erfahrt Ihr alles, was Ihr braucht, was Ihr lernen werdet und worauf es (aus studentischer Perspektive) wirklich ankommt. Einen kleinen Disclaimer müssen wir allerdings machen: Die meisten von uns haben in Göttingen an der HAWK und der Uni studiert. Forst kann man aber auch an anderen Orten in Deutschland studieren. Die Grundlagen sind vermutlich alle gleich, im Detail unterscheiden sich die Ansprüche der Unis aber dann schon. Es ist also schwierig, eine Pauschale für alle Universitäten zu finden. 

Was lernt man im Studium?

Im Grunde ist das Forststudium ein breit aufgestelltes, naturwissenschaftliches Studium mit wirtschaftlichen Einflüssen. Ihr könnt also davon ausgehen, dass ihr alle Bäume, die bei uns wachsen erkennen und bestimmen müsst. Ja, dazu  gehört auch, dass man die botanischen Namen (die so lateinisch und griechisch anmuten) kennen muss. Eine Liste, welche Arten das sind, verlinken wir Euch hier. Ihr könnt also mit dem Lernen der botanischen Namen direkt beginnen! Wie Ihr vielleicht schon mal gehört habt, sehen Bäume aber nicht immer gleich aus. Deswegen müssen wir sie im Winter anhand ihrer Knospen und im Sommer anhand der Blätter bestimmen können. Um das zu lernen, gibt es extra Bestimmungsschlüssel. Welche das sind, haben wir Euch unten in der Bücherliste verlinkt.

Neben den Bäumen müssen wir auch eine Vielzahl von krautigen Pflanzen kennen. Im Grunde alles, was auf dem Waldboden wächst, sollten wir bestimmen können. Von Farnen über Moose bis zu Gräsern rauben die krautigen Pflanzen, die meist im Frühjahr abgefragt werden, vielen Studierenden den Schlaf. 

Keine Angst!

Aber keine Angst. Bei uns gab es eine Vielzahl von Tutorien und Praxisübungen, in denen man alle Pflanzen in Ruhe lernen konnte. Auch hier ist es tatsächlich von Vorteil, möglichst frühzeitig mit dem Lernen der botanischen Begriffe zu beginnen. Umso früher Ihr damit anfangt, desto mehr Zeit habt Ihr während des Studiums für Kneipentouren oder andere Freuden des Studilebens. Außerdem solltet Ihr auf Euren Katerspaziergängen und Dates im Wald mal rechts und links vom Wegesrand schauen. Dort werdet Ihr immer wieder auf “Ah, das kenne ich doch!” oder “Was war das nochmal?” stoßen. 

Neben den botanischen Kenntnissen werden natürlich auch verschiedene Tiere, Insekten und Pilze abgefragt. Als Förster:in sollte man einen Borkenkäfer am besten erkennen, bevor er den ganzen Wald aufgefressen hat. Auch dazu gibt es dann Listen mit prüfungsrelevanten Arten, die aber recht stark variieren. 

Neben der Artenkunde geht es besonders am Anfang des Studiums auch viel um Grundlagen. Ihr dürft also schön nochmal Mathe, Physik und Chemie lernen. Besonders letzteres ist wichtig, wenn es dann später in die Bodenkunde geht. Aber auch hier keine Sorge. Wir hatten ziemlich tolle Profs und Kommilitoninnen und Kommilitonen, die die Bodenkunde so großartig fanden, dass die Begeisterung einfach irgendwann übergesprungen ist. Und dann ging das Lernen quasi von selbst!

Neben diesen naturwissenschaftlichen Themen ging es bei uns auch viel um Grundlagen der BWL, Controlling oder anderen betriebswissenschaftlichen Themen. Dazu findet man im Internet aber glücklicherweise eine Vielzahl von Lehrvideos, weil diese Themen in so vielen anderen Bereichen im Leben ebenfalls relevant sind.

Auch zum Studium gehört der Umgang mit Karten und GIS Software.

Die Sache mit den Scheinen

Eine der häufigsten Fragen ist, ob man als Förster oder Försterin auch einen Jagdschein braucht. Und tatsächlich wird diese Qualifikation in den meisten Stellenausschreibungen verlangt. Das ist auch logisch, denn die Jagd ist unmittelbar mit dem Wald verknüpft. Falls Ihr jetzt einen Studienplatz, aber noch keinen Jagdschein habt, könnt Ihr ganz entspannt aufatmen: Eigentlich alle forstlichen Universitäten bieten die Möglichkeit, einen Jagdschein zu absolvieren. Das kann zwar ganz schön anstrengend sein, nach einem langen Unitag dann auch noch abends für den Jagdschein zu lernen – dafür hat man aber viele Freund:innen und Kommilitoninnen und Kommilitonen um sich, mit denen man gemeinsam leiden kann. Außerdem ist der Jagdschein über die Unis meist deutlich günstiger als in privaten Jagdschulen.

Auch ein Motorsägenschein ist vorteilhaft, wenn man im Wald arbeiten möchte. Den kann man manchmal über die Unis machen, wir kennen aber auch viele, die den einfach irgendwann über private Lehrgänge absolviert haben. Da man in der Regel aber nur einen Wochenendkurs machen muss, ist das keine allzu große Herausforderung.

Ein Angelschein ist als Förster:in in der Regel nicht vonnöten. Da könnt Ihr also in Ruhe aufatmen.

Ein Hörsaal an der Uni Göttingen.

Was muss man vor dem Forststudium können?

Ein alter Witz unter Studierenden sagt “Wenn man vor dem Bachelor eine Ausbildung zum Forstwirt und einen Jagdschein hat, ist es ein ganz entspanntes Studium”. Natürlich fallen viele Dinge leichter, wenn man sie vorher schonmal gehört hat. Gerade der Jagdschein ist neben dem Studium ein recht großer zeitlicher (und emotionaler) Stressfaktor. Trotzdem kann man auch ohne Vorkenntnisse gut ins Studium starten und zu einem sehr guten Abschluss kommen. Am Ende ist es wie so oft eine Frage der eigenen Motivation und Disziplin. Lasst Euch also nicht einschüchtern, wenn Ihr ohne Vorkenntnisse im Hörsaal sitzt. Das Studium ist ja dafür da, euch alles beizubringen!

Ein Geheimtipp zum Studienbeginn

Ein Tipp, den wir allen künftigen Forststudis geben wollen, ist, vorher ein kleines Praktikum zu machen. Selbst wenn Ihr nur für ein paar Tage bei einem Förster oder einer Försterin mitgeht, hilft es doch enorm, wenn man die Dinge, die man im Studium lernt schon einmal in der Praxis gesehen hat. Die meisten Forstleute sind auch total nett und freuen sich über interessierte, junge Menschen. Wenn Ihr Interesse habt, fragt also einfach mal bei Eurem nächsten Forstamt nach, ob Ihr mal vorbei gucken könnt. Generell gilt: Auch während des Studiums, auch in den Semesterferien, sind Praktika sinnvoll. Gelerntes wirklich einmal anzuwenden hilft wahnsinnig weiter und außerdem lernt man ab und an Kniffe für folgende Semester. Manch eine böse Zunge sagt, “In einem Monat Praktikum habe ich mehr gelernt als in einem ganzen Jahr Studium”.

Und falls Ihr dann immer noch nicht genug bekommt, könnt Ihr ja mal einen Blick in die Literaturliste unten werfen und mit dem auswendig lernen verschiedenster Pflanzen beginnen!

Ein wichtiger Teil vom Forststudium findet draußen statt.

Die wichtigste Literatur fürs Forststudium:

Bäume bestimmen:

Bäume bestimmen wir in der Regel im winterkahlen Zustand mit diesem Bestimmungsbuch. Bei uns wurde das als Sammelbestellung über die Hochschule angeschafft. Es bietet aber einen tollen Einstieg in die Arbeit mit Bestimmungsschlüsseln. 

Dann haben wir noch eigene Sammlungen von Bildern in unserer Dropbox, mit denen ihr die Bestimmung üben könnt:

Die Bildrechte liegen alle bei uns und dürfen gerne von Studis zum Lernen genutzt werden. Für alle anderen Arten der Nutzung schreibt uns bitte eine kurze E-Mail!

Krautige Vegetation bestimmen:

  • DAS Standardwerk zur Pflanzenbestimmung ist der sogenannte Rothmaler. Dafür muss man aber schon ziemlich geübt sein. Wir haben daher immer eine vereinfachte Version von Rita Lüder genutzt. Die enthält (anders als der Rothmaler) auch Fotos und macht es daher wesentlich einfacher, Pflanzen zu bestimmen.

Forstpraxis:

  • Für alles forstpraktische ist „Beruf Forstwirt“ zu empfehlen (vielen ist das Buch noch unter dem alten Titel “der Forstwirt” bekannt.)
  • Zum Thema Waldökologie empfehlen wir dieses Buch.
  • Für alle Waldbaulichen Themen empfehlen wir dieses Buch. Das ist, wie eigentlich alles hier genannte, ein absolutes Standardwerk auf dem Thema.

Noch ein kleiner Studierenden-Spar Tipp:
Falls Ihr Bücher kauft, behaltet die Belege! Diese Ausgaben könnt Ihr später alle steuerlich geltend machen und so bares Geld sparen. Je nach Uni kann man sich viele Bücher (auch die oben genannten) als E-Book downloaden, wenn man eingeschrieben ist. Das spart ungemein Geld.

Wir hoffen, wir können mit dieser Übersicht einen kleinen Einblick ins Forststudium geben. Falls Ihr selbst studiert (habt), lasst uns gerne einen Kommentar da, welche Standardwerke wir noch in die Liste aufnehmen sollen, oder welche Tipps Ihr für angehende Studis habt.

Falls Ihr gerade ein Studium neu beginnt, wünschen wir Euch ganz, ganz viel Freude mit diesem wunderbaren Studiengang und sicherlich bis bald im Wald!

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Exkurs: Citizen Science – alle können forschen! https://forsterklaert.de/citizenscience https://forsterklaert.de/citizenscience#respond Sun, 13 Nov 2022 16:30:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=3570 Beobachtet Ihr gerne seltene Vögel oder bestimmt in Eurer Freizeit Pflanzen und Tiere? Dann steckt in Euch ein richtiger Forscher oder Forscherin! Mit coolen “Citizen Science” Projekten könnt Ihr an verschiedensten interessanten Themen mitforschen - und das ganz ohne akademische Ausbildung. Wie Ihr in die Fußstapfen von Charles Darwin und Isaac Newton treten könnt, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

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Beobachtet Ihr gerne seltene Vögel oder bestimmt in Eurer Freizeit Pflanzen und Tiere? Dann steckt in Euch ein richtiger Forscher oder Forscherin! Mit coolen “Citizen Science” Projekten könnt Ihr an verschiedensten interessanten Themen mitforschen – und das ganz ohne akademische Ausbildung. Wie Ihr in die Fußstapfen von Charles Darwin und Isaac Newton treten könnt, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Was ist Wissenschaft?

Es gibt viele Definitionen von Wissenschaft, doch keine einheitliche und allgemeingültige Beschreibung. Man kann sagen, dass die Wissenschaft eine Sammlung von menschlichem Wissen, Erkenntnissen und Erfahrungen ist, die stetig erweitert und gelehrt wird. Die Wissenschaft wird in die drei Kategorien Naturwissenschaften (z.B. Mathematik, Biologie), Sozialwissenschaften (z.B. Politik, Wirtschaft) und Geisteswissenschaften (z.B. Kunst, Geschichte) eingeteilt. Bei allen geht es immer um das Gewinnen von neuen Erkenntnissen (Forschung) und die Vermittlung der Erkenntnisse an die nächste Generation von Wissenschaftler:innen (Lehre).

Durch die Erfindung des Mikroskops, wurde den Menschen eine ganz neue Welt offenbart. Ohne Mikroskope wären viele Wissenschaftsbereiche überhaupt nicht möglich.

Um wissenschaftlich zu arbeiten, muss man sich an einige Regeln halten. Zu Beginn jeder wissenschaftlichen Arbeit steht die Beobachtung der Umgebung. Dabei fallen einem Sachen auf, die man versucht zu erklären. Das ist die sogenannte These. Diese These versucht man anschließend mit Hilfe der Forschung zu belegen. Bei sehr komplexen Sachverhalten dauert das schon mal mehrere Jahre. Sobald eine wissenschaftliche Arbeit abgeschlossen ist, veröffentlicht man sie und andere Wissenschaftler:innen können sie überprüfen. Dafür wiederholt man dieselbe Arbeit noch einmal, um zu sehen, ob sich auch die Ergebnisse wiederholen. Und jetzt kommt ein extrem wichtiger Faktor ins Spiel: die Reproduzierbarkeit. Um die Ergebnisse vergleichen zu können, müssen die Forschungen exakt gleich ablaufen. Aus diesem Grund spricht man der Methodik, also der Beschreibung dessen, wie die Wissenschaftler:innen vorgegangen sind, eine sehr hohe Priorität zu.

Wusstest Du schon…?
Wissenschaft kennt keine “absoluten Wahrheiten”. Es gibt also kein Richtig oder Falsch. Das bedeutet, es entwickeln sich immer wieder neue Erkenntnisse, die eine frühere Gewissheit widerlegen. 

Hobbywissenschaftler:innen

Viele bekannte Persönlichkeiten der Geschichte waren eigentlich Laien auf ihrem Gebiet. Charles Darwin, der Erfinder der Evolutionstheorie, war von Beruf Theologe. Auch Isaac Newton, Nobelpreisträger für Physik, beschäftigte sich lediglich in seiner Freizeit mit den Naturwissenschaften.

Charles Darwin, der Erfinder der Evolutionstheorie, war studierter Theologe. Nach seinem Studium bereiste er die Welt – zusammen mit seinem Beagle.

Dass man keine akademische Ausbildung benötigt, um wissenschaftlich arbeiten zu können, ist also nicht neu. Die natürliche Neugier der Menschen genügt schon. Eine von vielen beliebten Kategorien ist die Ornithologie. Es gibt unzählige begeisterte Hobby Ornitholog:innen, die ständig mit dem Fernglas auf der Suche nach seltenen Arten sind, um diese zu bestimmen. Oft haben sie sogar mehr Ahnung als promovierte Biologinnen und Biologen.

Jetzt zum eigentlichen Thema: Citizen Science

Die ins Deutsche übersetzte Bürgerwissenschaft macht sich die natürliche Neugier der Menschen zu Nutze. Das Prinzip ist, dass hauptberufliche Wissenschaftler:innen sich Unterstützung aus der Bevölkerung holen. Sowas funktioniert natürlich nicht bei jeder Art der Forschung. Doch unter bestimmten Umständen lassen sich dadurch Erkenntnisse gewinnen, die ohne die Unterstützung von vielen Personen überhaupt nicht möglich wären.

Hobby Ornitholog:innen kennen sich häufig sogar besser mit Vögeln aus als studierte Biolog:innen.

Der wesentliche Vorteil dieser Art der Forschung ist nämlich, dass große Datenmengen erzeugt werden können, die räumlich und zeitlich sehr flexibel sind. Laien können natürlich keine super komplexen Laboruntersuchungen durchführen, aber zumindest einfache Messungen durchführen oder Bilder auswerten. Die Wissenschaftler:innen können auch Schulungen durchführen oder Anleitungen erstellen, wie die Laien bei ihrer Arbeit vorgehen sollen.

Wovon redet der da?

Ihr könnt Euch noch nicht so richtig vorstellen, wovon ich überhaupt rede? Naja, nehmen wir mal Folgendes an: Ein Biologe möchte die Wassertemperatur aller deutschen Seen am 1. November um 8 Uhr morgens messen. Logischerweise ist das für ihn alleine überhaupt nicht möglich, er kann ja nicht an mehreren Orten gleichzeitig sein. Eine Möglichkeit wäre, weitere Biolog:innen hinzuzuziehen, die ihn bei seiner Datenerhebung unterstützen. Allerdings ist das sehr unrealistisch, denn allzu viele Biolog:innen gibt es gar nicht. Eine vergleichsweise einfache Messung der Wassertemperatur können aber auch Laien durchführen. Dies könnte deutschlandweit zum Beispiel durch mehrere Grundschulklassen im Rahmen des Sachunterrichts durchgeführt werden. Die Lehrkräfte führen die Messungen durch und die Schulkinder haben Spaß und lernen etwas über die Ökologie von Gewässern. Eine Win-Win-Situation für Alle!

Die Temperatur abzulesen ist nicht schwer.

Im forstlichen Bereich wäre ein gutes Beispiel die Beobachtung, zu welchem Zeitpunkt im Herbst die Bäume in unterschiedlichen Gebieten der Bundesrepublik ihre Blätter abwerfen. Das könnte wichtige Erkenntnisse im Rahmen des Klimawandels geben. Die Allgemeinheit kann den Wissenschaftler:innen auch Inspiration durch ungewöhnliche Ideen und Methoden geben. Außerdem fördert die interaktive Arbeit die Transparenz und Akzeptanz in der Bevölkerung.

Wusstest Du schon…?
Überall, wo große Datenmengen entstehen, ist das Thema Datenschutz präsent. Besonders problematisch kann das im medizinischen Bereich sein, wenn es um Gesundheitsdaten von Patient:innen geht.

Coole Projekte

Vor einiger Zeit haben wir einen Artikel über Agroforst für Euch geschrieben. Dabei geht es um die Kombination von Ackerflächen, Wiesen und Weiden mit Bäumen und Sträuchern. Daraus können sich viele wirtschaftliche und auch ökologische Vorteile ergeben. Diese Bewirtschaftungsform ist allerdings nicht neu, sondern gab es schon vor vielen Jahrhunderten, zum Beispiel in Form von Hutewäldern und Streuobstwiesen. Das Citizen Science Projekt “agroforst-monitoring” erforscht den Einfluss von Agroforst auf unsere Landschaft, vor allem in Bezug auf Boden- und Klimaschutz und die Biodiversität. Das Projekt hat die Westfälische Wilhelms-Universität Münster ins Leben gerufen. Ihr könnt bei den Aufnahmen auf den teilnehmenden Bauernhöfen mithelfen – ganz ohne Vorkenntnisse.

Agroforst Konzepte können eine gute Alternative zugunsten der Biodiversität sein.

Jede Beobachtung zählt! Bei dem Projekt “naturgucker.de” kann ebenfalls jede:r von Euch mitmachen, und zwar immer und überall. Das Projekt existiert schon seit 2008 und dient einem langfristigen Monitoring unserer Tier- und Pflanzenwelt. Um mitzumachen, müsst Ihr nur die Online-Plattform öffnen und Eure Beobachtungen vom letzten Spaziergang, der Urlaubsreise oder dem Wochenendausflug eintragen. Dabei ist es egal, ob es sich um häufige Vogelarten wie Amsel und Taube oder seltene Säugetiere wie Feldhamster und Fischotter handelt. Durch die Masse an Beobachtungen kann man eine interaktive Karte erstellen. So kann man langfristige Rückgänge von Tierarten in einem bestimmten Gebiet frühzeitig erkennen. Das Ganze gilt natürlich nicht nur für Tiere, sondern auch für alle möglichen Pflanzen.

Ihr beobachtet die Natur gerne ganz genau? Dann ist Citizen Science vielleicht was für Euch!

Kanntet Ihr das System Citizen Science schon? Vielleicht beobachtet Ihr ja auch gerne Vögel oder interessiert Euch für ganz andere Themengebiete. Es gibt in allen möglichen Wissenschaftsbereichen solche Bürgerprojekte. Probiert es doch einmal aus und forscht zusammen mit Gleichgesinnten an einem Projekt Eurer Wahl. Vielleicht könnt Ihr sogar zu interessanten neuen Erkenntnissen beitragen!

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Wie wird man Förster oder Försterin? https://forsterklaert.de/wie-wird-man-foerster-oder-foersterin https://forsterklaert.de/wie-wird-man-foerster-oder-foersterin#respond Thu, 14 Oct 2021 14:37:48 +0000 https://forsterklaert.de/?p=2583 Den tristen Büroalltag eintauschen gegen einen Job an der frischen Luft, immer begleitet von einem treuen Vierbeiner und einer Motorsäge?...

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Den tristen Büroalltag eintauschen gegen einen Job an der frischen Luft, immer begleitet von einem treuen Vierbeiner und einer Motorsäge? Das ist der Traum von immer mehr Menschen. Daher erreicht uns auch immer öfter die Frage, wie man eigentlich Förster oder Försterin wird. Um das zu beantworten, haben wir uns mit Leonie getroffen. Sie war Forstinspektoranwärterin bei den Landesforsten Rheinland-Pfalz. Im Interview erzählt sie Felix, wie es für ihn nach dem Forststudium weitergehen kann und welche Schwierigkeiten es auf dem Weg zum Förster oder zur Försterin gibt. 

Mittlerweile hat Leonie ihre Prüfungen übrigens bestanden und hat nun endlich geschafft, wovon wir noch Träumen: Sie ist endlich Försterin!

Das Video, welches wir in Zusammenarbeit mit den Landesforsten Rheinland-Pfalz produziert haben, findet Ihr ab sofort auf unserem YouTube Kanal!

Wenn Ihr Euch über die verschiedenen Wege Forst zu studieren informieren wollt, können wir Euch unsere Artikel zu dem Thema empfehlen:

Ernte von Saatgut in schwindelerregenden Höhen

Wir brauchen auch in Zukunft gesunde Wälder, vor allem brauchen wir in diesen eine größtmögliche Baumartenvielfalt. Förster:innen sind seit Jahren dabei, dem Wald unter die Arme zu greifen, um ihn klimafit zu gestalten. Stichwort Waldumbau! Dazu nutzen sie unter anderem Bäume, die in Baumschulen aus einer kleinen Frucht oder einem Saatkorn herangezüchtet wurden. Doch woher…

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Was macht man nach dem Abschluss vom Forststudium? 

Der Weg ins Forststudium steckt voller Entscheidungen. Welches Studium genau, Uni oder Hochschule, welcher Standort. Hat man das alles geschafft und sich im Studium selbst zurechtgefunden, steht man schon wieder vor der nächsten Entscheidung. Was mache ich nach meinem Abschluss? Viele haben von Vornherein ein klares Ziel: Förster:in werden. Doch das wird man nicht automatisch…

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