Forst erklärt https://forsterklaert.de/ Wissen aus dem Wald Fri, 10 Apr 2026 11:24:27 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.5 https://forsterklaert.de/wp-content/uploads/2020/02/cropped-FavIconForstErklaert-32x32.png Forst erklärt https://forsterklaert.de/ 32 32 Vegetative Verjüngung – wenn der Wald Bäume klont  https://forsterklaert.de/vegetativeverjuengung https://forsterklaert.de/vegetativeverjuengung#respond Sun, 12 Apr 2026 08:00:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=6571 Dass Bäume teilweise spektakuläre Fähigkeiten aufweisen, habt Ihr vielleicht schon mitbekommen. Es gibt Baumarten, die Waldbränden trotzen können, andere wiederum...

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Dass Bäume teilweise spektakuläre Fähigkeiten aufweisen, habt Ihr vielleicht schon mitbekommen. Es gibt Baumarten, die Waldbränden trotzen können, andere wiederum sind über 1000 Jahre alt – und es gibt Bäume, die richtige Klone von sich herstellen können. Klingt nach Science Fiction, ist aber ein Phänomen, das unter die „vegetative Verjüngung“ fällt. In diesem Artikel schauen wir uns diese verblüffende Fähigkeit an, die als eine Überlebensstrategie für Notsituationen beginnt und bei einem Wald aus etwa 50.000 Klonen endet. 

Was ist vegetative Verjüngung? 

Die meisten wissen, dass aus einem Samen eine Pflanze wachsen kann. Aber braucht es dafür immer einen Samen? Schon mal vorweg – nein, braucht es nicht! 

Was es allgemein mit Verjüngung, einer nachfolgenden Generation an Bäumen im Wald, auf sich hat, haben wir Euch bereits in einem früheren Beitrag erklärt. Förster:innen unterscheiden zwischen gesäten, gepflanzten Bäumen oder solchen, die aus Naturverjüngung entstanden sind. 

Vegetative Verjüngung ist anders. Es ist die Fähigkeit, Nachkommen aus Pflanzenteilen bilden zu können. Um zu verstehen, wie Bäume diese Fähigkeit einsetzen, schauen wir uns ein Problem an. Bricht beispielsweise bei einem starken Sturm ein großer Teil der Baumkrone ab, kann das ein ernsthaftes Problem für den Baum sein, das sogar tödlich enden kann. Denn Bäume müssen genügend Licht, Wasser und Nährstoffe aufnehmen, um ihre wichtigen Vitalfunktionen versorgen zu können. Durch den langfristigen Verlust von Blattmasse produziert der Baum weniger Zucker durch Photosynthese. Vereinfacht gesagt, droht damit der Hungertod. 

Schlafende Knospen

An dieser Stelle kommt die vegetative Verjüngung ins Spiel. Grundsätzlich fußt sie auf „schlafenden“ Knospen. 

Falls Ihr Euch jetzt fragt – „Was zur Hölle sind schlafende Knospen?!“, folgt hier eine kurze Erklärung. Anders als normale Knospen, die man vor allem im Winter an Zweigen sehen kann, sind schlafende Knospen im Gewebe unter der Baumrinde angelegt und werden nur in bestimmten Situationen durch Hormone im Baum (Phytohormone) aktiviert. Das kann man sich wie ein smartes Notprogramm vorstellen. Die Baumkrone produziert ein bestimmtes Hormon, das durch die ganze Pflanze geschickt wird. Es blockiert die schlafenden Knospen und signalisiert: Alles ist gut. Treten in der Baumkrone jetzt Verletzungen oder der Wegfall von Kronenteilen auf, verändert sich die Konzentration des Hormons im gesamten Baum, wodurch er die schlafenden Knospen aktiviert. 

Erst dann treiben diese speziellen Knospen aus und können so neue Zweige oder nach und nach eine zweite Krone bilden. In der Forstsprache tragen auf diese Weise gebildete Zweige den Namen „Wasserreiser“. 

Wasserreiser an einer Winter-Linde (Tilia cordata), die an einer viel befahrenen Straße in Göttingen steht.

Mögen wir Wasserreiser?

Wasserreiser kann man häufig bei Stadtbäumen beobachten, denn die weisen überall Verletzungen in den Baumkronen auf. Zusätzlich wird es in Städten im Sommer sehr heiß, was auch zum Absterben von Teilen der Baumkrone führt. Bei Stadtbäumen überprüfen Fachleute regelmäßig Äste, die abbrechen und auf Passant:innen oder Fahrzeuge stürzen könnten und schneiden sie bei Bedarf zurück. Stadtbäume, die also unter einer Menge Stress leiden, versuchen sich über die Bildung neuer Zweige in tieferen Stammbereichen zu helfen. In der Forstwirtschaft sind Wasserreiser aber weniger beliebt. 

Wusstest Du schon…?
Eine Baumkrone ist ein guter Indikator für die Vitalität des Baumes. Bei genügend Licht und Platz bilden zum Beispiel Parkbäume aus diesem Grund eine lange, große Krone aus. Bäume im Wald hingegen haben meistens eine kürzere Krone, die sich weiter oben am Stamm befindet. Das heißt nicht, dass sie weniger vital sind, sondern dass es in den unteren Schichten des Waldes nicht genügend Licht gibt, um die unteren Äste am Leben zu erhalten. Diese sterben dann auf natürliche Weise ab.
Bei Bäumen mit wertvollem Holz achten Förster:innen besonders darauf, dass sich keine Wasserreiser bilden, und entfernen bei manchen Baumarten auch Äste im unteren Stammbereich. Äste, somit auch Wasserreiser, verringern nämlich die Stabilität des Holzes, sodass es zum Beispiel nicht mehr im Hausbau eingesetzt werden kann. Forstleute bezeichnen den Prozess, bei dem die unteren Äste entfernt werden, als „Ästung“. Wenn Forstwirt:innen die Ästung fachgerecht durchführen, nehmen die Bäume dabei keinen Schaden. 

Stockausschlag als Überlebensfähigkeit

Beim Stockausschlag handelt es sich nicht etwa um einen fiesen Ausschlag, unter dem ein einsamer Stock im Wald leidet, sondern um ein Extrembeispiel für vegetative Verjüngung. Nach dem Fällen eines Baums verbleibt im Wald der Baumstumpf und die Wurzeln. In der Forstsprache werden Baumstümpfe häufig „Stubben“ oder „Stock“ genannt. Letzteres ist namensgebend für diese Form der vegetativen Verjüngung, die manche Baumarten einsetzen können, um ihr Überleben zu sichern. Beim Stockausschlag bilden diese nämlich neue Triebe, aus denen ein neuer Baumstamm entstehen kann. Wichtig ist dabei – es handelt sich noch um denselben Baum. Vereinfacht gesagt, lässt der Baum seine Gliedmaßen nachwachsen.

Der Stockausschlag eines Ahorn-Baums nach der Fällung. 

Grundsätzlich neigen Laubbäume eher zum Stockausschlag als Nadelbäume. Besonders ausgeprägt ist der Stockausschlag bei den Eichenarten, Hainbuchen, Eschen, Pappeln, Ulmen, Robinien und Weiß-Erlen. 

Wundheilung bei Bäumen

Ähnlich wie beim Wundverschluss des Menschen versuchen Bäume, Verletzungen aller Art mit Wundgewebe, dem sogenannten Kallus, zu verschließen, damit keine Keime eindringen und dem Baum weiteren Schaden zufügen können. Der Kallus wächst dann von den Wundrändern her über die Verletzung. Manchmal passiert dabei etwas Erstaunliches. In der Nähe der Wunde können bestimmte Zellen umprogrammiert werden. Diese beginnen sich zu organisieren und bilden ein neues, kleines Wachstumszentrum. Aus diesem Gewebe entwickeln sich dann die sogenannten „adventiven“ Knospen, die quasi die Schwestern der schlafenden Knospen sind. 

Entweder hat ein Baum also das Glück, direkt schlafende Knospen an der richtigen Stelle zur Verfügung zu haben oder muss nach einer Verletzung neue bilden. Letztendlich sind sie dann der Grund für das Entstehen neuer Triebe.

Allein können diese Knospen in einem solchen Fall aber nicht das Überleben der Bäume sichern. Ausschlaggebend dafür, ob überhaupt neue Zweige gebildet werden können, ist, ob der Baum genügend Zucker mit der Photosynthese produzieren und speichern konnte, bevor er gefällt wurde. Ein Baum ohne Blätter (wie es ein Baumstumpf nun mal ist) ist auf seine gespeicherten Reserven angewiesen, um neue Zweige auszubilden. 

Stockausschlag als Grundlage für historische Waldbewirtschaftung

Unter bestimmten Umständen können Bäume also erneut austreiben und so zunächst überleben. Überlebenswichtig war der Stockausschlag auch für unsere Vorfahren. Das Mittelalter gilt als die Epoche des Holzes. Es war die Lebensgrundlage der Menschen zum Kochen, Bauen und Heizen. Logischerweise hat man Holz in großen Mengen benötigt. Bevor es Heizkörper, Fernwärme oder Heizdecken gab, musste mit Holz geheizt werden – und das in rauen Mengen. Hinzu kam außerdem, dass, anders als heutzutage, der Transport von Holz oder anderen Waren sehr arbeitsintensiv und anstrengend war.

Jüngere Bäume, die noch nicht besonders dick waren, konnte man gut mit wenigen Handgriffen fällen und leichter transportieren als große, schwere Baumstämme. Deshalb hat man gerade für die Brennholznutzung dünnere Bäume genutzt. Im Anschluss an das Fällen junger Bäume wurde sich darauf verlassen, dass diese wieder austreiben. Das war zum einen viel günstiger als das Säen neuer Bäume, zum anderen wuchsen diese Wälder viel schneller wieder an. 

Es entsteht ein eigenes Waldbild: Der Niederwald

Aus dieser Holznutzung ergab sich vor einigen hundert Jahren ein typisches Waldbild, das man Niederwald nennt. Niederwälder sind, wie der Name schon verrät, niedrig. Üblicherweise waren in Niederwäldern die Bäume zwischen 10 und 15 Meter hoch. Verglichen mit unseren heutigen Wäldern, in denen Bäume Höhen von mehr als 30 Meter erreichen, sah der mittelalterliche Wald in der Nähe der Siedlungen teilweise aus wie eine bessere Buschlandschaft. Wichtig ist, dass in Niederwäldern der Stockausschlag vorherrschte.

Ein großer Vorteil des Stockausschlages gegenüber Pflanzen, die von der Pike auf wachsen müssen, ist, dass der Stockausschlag auf Zuckerreserven im Baumstumpf zurückgreifen und diese direkt ins Wachstum investieren kann. Ganz besonders wichtig im Mittelalter waren Eichenwälder aus Stockausschlag. Die Menschen gewannen die Baumrinde der Eichen, um mit den enthaltenen Gerbstoffen die Ledergerberei zu versorgen. Zusätzlich konnte man Eichenwälder als Hutewälder für die Ernährung der Schweine nutzen und das hochwertige Holz dann trotzdem noch verwenden. 

Wusstest Du schon…?
Bereits die Römer haben sich den Stockausschlag zunutze gemacht und ganze Wälder so kultiviert. Sie bezeichneten Wälder, die sie regelmäßig fällten und aus deren Stümpfen oder Wurzeln neue Zweige austrieben, als „Silvae caeduae“. Diese Wälder konnten aus verschiedenen Baumarten bestehen. Die Römer haben so Brennholz gewonnen, Zaunpfähle oder – ganz wichtig – Pfähle für Weinreben hergestellt. Mittelalterliche Mönche haben sich an Überlieferungen und Schriften der Römer orientiert und diese Form der Bewirtschaftung übernommen.

Absenker – wenn einem Ast Wurzeln wachsen

Während der Stockausschlag sehr häufig bei Laubbäumen anzutreffen ist, findet sich bei den Nadelbäumen oder generell bodennah wachsenden Arten häufiger eine andere, abgefahrene Form der vegetativen Verjüngung. Hier bilden schlafende Knospen in Zweigen, die den Boden für längere Zeit berühren, neue Wurzeln. Das kann passieren, wenn ein bodennaher Ast für längere Zeit in Kontakt mit dem Erdboden kommt. Mit der Zeit kann dadurch ein neuer Baum, der von den neuen Wurzeln lebt, entstehen. Die Pflanze stellt die Versorgung des Gewebes ein, sodass es abstirbt und sich die Verbindung zum Mutterbaum mit der Zeit löst. 

Auf diese Weise verbreiten sich auch manche Straucharten. Ein bekanntes Beispiel für eine Strauchart wäre die Brombeere (Rubus fruticosus). Ihre langen, biegsamen Triebe wachsen oft bogenförmig und berühren mit der Zeit den Boden. Bleibt der Trieb für längere Zeit im Kontakt mit dem Boden, bilden sich Adventivwurzeln aus. Auf diese Weise breiten sich Brombeersträucher oft von selbst aus.  

Stecklinge – Pflanzenvermehrung für die Profis

Die Pflanzengurus unter Euch wissen, dass man sich Ableger von Pflanzen besorgen und daraus neue Pflänzchen ziehen kann. Stecklinge sind im Grunde nichts anderes als abgeschnittene Pflanzenteile – meist junge Zweige oder Triebabschnitte, die man von einem Mutterbaum nimmt. Dieser abgetrennte Spross hat zunächst keinen eigenen Wurzeln. Unter geeigneten Bedingungen kann er neue Wurzeln bilden und sich dadurch zu einer eigenständigen Pflanze entwickeln. Da ein Steckling vegetativ, also ohne Samenbildung entsteht, ist er genetisch identisch mit dem Mutterbaum. Er trägt dieselbe DNS und hat die gleichen Anlagen. Trotzdem können Umweltbedingungen später beeinflussen, wie stark bestimmte Eigenschaften ausgeprägt werden. 

In der Forstwirtschaft nutzen Fachleute diese Form der Vermehrung gezielt, um besonders vorteilhafte oder widerstandsfähige Individuen zuverlässig zu vermehren. An der Schnittstelle reagiert das Gewebe zunächst mit der Bildung des Kallus. Daraus entstehen anschließend Adventivknospen, die dann aber Wurzeln ausbilden. So bildet der ursprünglich wurzellose Zweig ein eigenes Wurzelsystem aus. 

Wusstest Du schon…?
Eine weitere wichtige Form, die an Stecklinge anknüpft, ist die „Veredelung“, die oft bei Obstbäumen in der Landwirtschaft angewendet wird. Hintergrund ist, dass man eine Obstsorte mit exakt denselben Eigenschaften vervielfältigen möchte. Dafür wird ein Steckling der gewünschten Pflanze präzise mittels einer kleinen „Operation“ auf einen anderen Baum angebracht. Die Gewebe beider Teile verwachsen dann über eine Kallusbildung miteinander. Die Unterlage liefert das Wurzelsystem und die aufgebrachte Pflanze bildet dann die Früchte der gewünschten Obstsorte. 

Wurzelbrut, das Klonprogramm der Natur

Von Wurzelbrut spricht man, wenn aus den oberflächennahen Wurzeln einer Pflanze neue Triebe wachsen. Aus diesen Trieben können mit der Zeit auch prächtige Baumstämme werden. Wichtig ist aber: Diese Baumstämme sind quasi der Mutterbaum – mit einem weiteren Stamm. Diese neuen Baumstämme haben den großen Vorteil auf ein vollkommen ausgereiftes Wurzelnetzwerk zurückgreifen zu können. Darüber erhalten sie u.a. wichtige Mineralien und Wasser. Teilweise bleiben die Verbindungen zu den anderen Baumstämmen über die Wurzeln noch bestehen. In anderen Fällen können die Verbindungen auch absterben, womit dann jeder Stamm ein perfekter Klon des Mutterbaums mit einem eigenen Wurzelwerk ist. Wurzelbrut wird vor allem bei Weiß- und Grau-Pappeln, Aspen, Weiß-Erlen, Robinien und den Ulmenarten beobachtet. 

Im US-Bundestaat „Utah“ befindet sich der sogenannte „Pando-Klon“. Es handelt sich dabei um einen Wald, der fast so groß wie 60 Fußballfelder ist und aus ca. 50.000 Baumstämmen besteht. 

Das Pando-Beispiel für vegetative Verjüngung

Faszinierend ist, dass es sich bei all diesen Bäumen um Klone desselben Baumes handelt, die teilweise sogar über ihre Wurzeln noch miteinander verbunden sind. Manche bezeichnen den Pando daher als den größten zusammenhängenden Organismus der Welt. Der Pando besteht aus der Amerikanischen Zitter-Pappel (Populus tremuloides), die auch Aspe genannt wird. Im Herbst nehmen ihre Blätter einen wunderschönen gelben Farbton an. Aus der Ferne könnte man ihre weißen Stämme mit Birken verwechseln. 

Im „Pando“ bildet die Amerikanische Zitter-Pappel tausende Klone über die Wurzelbrut.

Die Aspe ist eine der Baumarten, die auch Adventivknospen an ihren Wurzeln aufweist, weshalb man bei ihr die Wurzelbrut besonders gut beobachten kann. Sie gilt als eine Pionierbaumart. Das heißt u.a., dass ihre Samen sehr leicht sind und weite Strecken zurücklegen können. Deshalb müssen sie darauf eingestellt sein, in neue Gebiete zu gelangen, in denen ganz neue Bedingungen herrschen können. Befinden sich an einem solchen Standort bereits andere Bäume oder Sträucher, kann es schwierig werden, sich als heranwachsendes Bäumchen zu behaupten. Wird eine Pflanze überwachsen, leidet sie an Lichtmangel. Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie an diesem Mangel sterben wird. In solchen Fällen bietet die Wurzelbrut einen erheblichen Vorteil, da neue Individuen zumindest für eine Zeit mit dem Wurzelwerk des Mutterbaums verbunden sind und dadurch Nährstoffe vom Mutterbaum erhalten. Das verschafft auch in diesem Fall einen Wachstumsvorteil. 

Da es sich bei der Wurzelbrut, wie bei den anderen Beispielen auch, um Klone eines Mutterbaums handelt, besteht für jedes Individuum aber auch eine Gefahr. Jede Anfälligkeit für Krankheiten oder Schädlinge, die der Mutterbaum aufweist, haben auch die Klone. Besteht jetzt, wie beim Pando, ein ganzer Wald aus Klonen, dann ist das Risiko für das Absterben der gesamten Fläche sehr hoch. 

Pappelklone aus Wurzelbrut, die im Forstbotanischen Garten der Universität Göttingen wachsen.

Lust auf mehr?

Falls Ihr jetzt Lust bekommen habt, Euch noch mehr mit der Ökologie von Bäumen und Wäldern auseinanderzusetzen, dann schaut Euch gerne mal diese Artikel an.

Bei Euch in der Nähe habt Ihr Bäume mit Stockausschlag oder Wasserreiser gefunden? Schickt uns gerne Bilder bei Instagram @Forsterklaert.

Quellen:

Bartsch, N., Lüpke, B. von, & Röhrig, E. (2020). Waldbau auf ökologischer Grundlage (8. vollst. überarb. u. erw. Aufl). utb GmbH.

Bartsch, N., & Röhrig, E. (2016). Waldökologie: Einführung für Mitteleuropa. Springer Spektrum. https://doi.org/10.1007/978-3-662-44268-5

Braun, H. J., Braun, H. J., & Siebert, D. (1982). Lehrbuch der Forstbotanik. G. Fischer.

Clausen, W. (1974). Zur Geschichte und Vegetation ostholsteinischer Stockausschlagwälder (Bd. 24). AG. Floristik.

Hasel, K., & Schwartz, E. (2006). Forstgeschichte: Ein Grundriß für Studium und Praxis (3. Auflage). Verlag Dr. Kessel.

Leibundgut, H. (1981). Die natürliche Waldverjüngung. Haupt.

Lyr, H. (Hrsg.). (1992). Physiologie und Ökologie der Gehölze: Mit 85 Tabellen. Fischer.

Mantel, K., & Hauff, D. (1990). Wald und Forst in der Geschichte: Ein Lehr- und Handbuch. Schaper.

Menninger, M. (2001). Die Römer und der Wald: Untersuchungen zum Umgang mit einem Naturraum am Beispiel der römische Nordwestprovinzen. F. Steiner.

Schopfer, P. (1989). Experimentelle Pflanzenphysiologie. 2: Einführung in die Anwendungen. Springer.

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AdWidK – Rehrücken mit Parmesan-Polenta und Kräuterseitlingen https://forsterklaert.de/rehruecken https://forsterklaert.de/rehruecken#respond Sun, 05 Apr 2026 08:00:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=6564 In unserer Reihe “Aus dem Wald in die Küche” stellen wir Euch Rezepte mit Wild vor, die sich ganz einfach...

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In unserer Reihe “Aus dem Wald in die Küche” stellen wir Euch Rezepte mit Wild vor, die sich ganz einfach in die Alltagsküche integrieren lassen. Unser heutiges Rezept ist dabei mal ein etwas edleres Gericht, vielleicht für ein gemütliches Dinner mit Freund:innen oder Familie. Oder zum Beeindrucken beim ersten Date? Auch wenn das Gericht dieses Mal echt was her macht, steht Ihr trotzdem nicht lange in der Küche und könnt mit wenig Aufwand wirklich beeindrucken: Rehrücken trifft auch cremige Polenta mit reichlich Parmesan und leckeren geschmorten Pilzen. Let’s go!

Welche Zutaten benötigt Ihr?

Für dieses wunderbare, wilde Rezept haben wir uns von der ebenso wunderbaren Hannah Kleeberg @herrlichdining inspirieren lassen. 

Für etwa 4 Personen:

  • 800 g Rehrücken
  • 200 g Polenta
  • etwas Salz und Pfeffer
  • 1 L Milch
  • 80 g Butter
  • 100 g Parmesan
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 rote Zwiebel
  • 200 g Kräuterseitlinge
  • 1 EL Sojasauce
  • etwas Thymian und Rosmarin
  • Butterschmalz bzw. Bratöl zum Anbraten
Diese Zutaten benötigt Ihr für das Rezept. 

Wie wird’s gemacht?

Den Rehrücken zunächst in etwas Butterschmalz in einer Pfanne mit einer Knoblauchzehe und den Kräutern von beiden Seiten scharf anbraten. Danach in eine etwas gefettete Auflaufform geben und bei ca. 150 Grad (Umluft) für ca. 20 Minuten garen. Am besten ist es, wenn Ihr ein Braten-Thermometer habt. Bei einer Kerntemperatur von 54 bis 58 Grad Celsius ist das Fleisch noch leicht rosa und dadurch sehr zart und saftig.

Während das Fleisch im Ofen gart, könnt Ihr nun eine Zwiebel klein würfeln und ebenso eine Zehe Knoblauch. Die Kräuterseitlinge in größere Würfel schneiden und alles gemeinsam in einer Pfanne anbraten. Zum Schluss mit etwas Sojasauce ablöschen und etwas Thymian und Rosmarin hacken und ebenfalls dazugeben. Die Pilze bei niedriger Temperatur ziehen lassen. 

Wusstest Du schon…?
Wenn Du die geschmorten Pilze noch etwas pfiffiger zubereiten möchtest, kannst Du noch einen Esslöffel braune Misopaste und einen winzigen Schluck Balsamico hinzugeben.

Für die cremige Polenta zunächst die Milch mit etwas Salz zum Kochen bringen. Sobald die Milch kocht, die Polenta dazugeben und mit einem Schneebesen kräftig rühren. Die Hitze reduzieren und die Polenta etwa 10-15 Minuten ziehen lassen. Je nach Cremigkeitswunsch könnt Ihr auch noch etwas Milch nachgegen. Dann kommt der Parmesan und die Butter dazu. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Die cremige Parmesan-Polenta auf einen Teller streichen und die Pilze darauf geben. 

Den Rehrücken in Scheiben schneiden und auf den Pilzen garnieren. Dazu schmeckt auch noch etwas Preiselbeermarmelade ganz hervorragend.

Alles auf einem Teller anrichten und schmecken lassen!

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit!

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WMADWR #33 – Was ist uns Wald wert? https://forsterklaert.de/wmadwr33wert https://forsterklaert.de/wmadwr33wert#respond Sun, 29 Mar 2026 08:00:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=6532 Was ist Wald eigentlich wert? Wenn man Wald verkauft, dann schaut man, wie viel Holz auf der Fläche steht, also...

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Was ist Wald eigentlich wert? Wenn man Wald verkauft, dann schaut man, wie viel Holz auf der Fläche steht, also wie viele Bäume können geerntet und verkauft werden und wie viel wächst potenziell dazu. Und mit ein bisschen Finanzmathematik erhält man am Ende einen Wert. Aber das kann’s doch nicht gewesen sein!? Wald ist doch so viel wertvoller, als nur der finanzielle Gewinn aus dem Holzverkauf. Er reinigt die Luft und das Wasser, ist Erholungs- und Bildungsort und Klimaschützer. All das hat doch auch einen Wert. Die Frage “Wie viel ist unser Wald wirklich wert?” hat sich der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) gestellt und das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) mit einer Studie dazu beauftragt.

Dr. Andreas Bley und Dr. Jesko Hirschfeld erzählen Euch in dieser Folge vom wahren Wert unserer Wälder, bzw. wie viel uns mehr Wald wert wäre (cooler Zungenbrecher!). Das Ergebnis hat uns aus den Socken gehauen… aber hört selbst! Klar ist: Jeder Baum, der gepflanzt wird, rentiert sich um ein Vielfaches – um im Finanzsprech zu bleiben. Bäume pflanzen lohnt sich also doppelt und dreifach. Der BVR hat es vorgemacht und bereits 1,4 Millionen Baumsetzlinge finanziert und gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) größtenteils in die Erde gebracht – und jetzt seid Ihr dran mit Bäume spenden. Die SDW, die Ihr aus dieser Folge hier schon kennt, erhält Eure Spende direkt und pflanzt sie bei der nächsten Aktion ein. Ihr könnt die Region auswählen und nach Lust und Laune Bäumchen spenden.

Erzählt uns gerne, wie Ihr unseren Podcast findet, welche Gäste Ihr gerne hören würdet und welche Themen wir in den nächsten Folgen besprechen sollen. Tippt Eure Anregungen gerne einfach hier unten in die Kommentare! Oder wollt Ihr sogar selbst mal mit uns quatschen?

Dieser Podcast ist Teil einer Werbekooperation mit dem BVR.

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WMADWR #32 – Wie ging es weiter mit dem Hutewald? https://forsterklaert.de/wmadwr32hutewald https://forsterklaert.de/wmadwr32hutewald#respond Sun, 15 Mar 2026 09:00:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=6502 Unser Video zu Hutewäldern hat bei Euch voll ins Schwarze getroffen. Auch wenn Jan bei dem Dreh den Hut auf...

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Unser Video zu Hutewäldern hat bei Euch voll ins Schwarze getroffen. Auch wenn Jan bei dem Dreh den Hut auf hatte, geht es in Hutewäldern nicht um Kopfbedeckungen, sondern ums Hüten – also Vieh, das in den Wald getrieben wird. Und weil die Geschichte der Hutewälder noch nicht auserzählt ist, hat Jan sich mit Dario Wolbeck von der Nordwestdeutschen forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen getroffen und nochmal das Thema Hutewälder ausgebuddelt (Achtung, Bodenkundewitz aus letzter Folge). Dario erklärt, welchen Wert die historische Nutzungsform des Hutewaldes hat. Vieh in den Wald zu treiben und es dort zu mästen, hat eine Jahrhundertealte Tradition. Es entstehen lichtdurchflutete urwaldartige Wälder, die eine wahnsinnige Artenvielfalt bieten. Und gleichzeitig sind diese wertvollen Wälder in Gefahr, weil sie nicht mehr so genutzt werden wie früher –  sie wachsen zu, dunkeln aus und der spannende Lebensraum geht verloren. Da müssen also dringend Naturschützer:innen her und die Hutewälder retten! Oder vielleicht ein paar Künstler:innen? Na, was es damit wohl auf sich hat…

Hier findet Ihr wie angekündigt eine Karte mit einigen bekannten Hutewäldern. Falls Euch welche einfallen, die nicht in der Karte vermerkt sind, schreibt sie gerne in die Kommentare – dann können wir und unsere Hörerinnen und Hörer die auch noch entdecken:

Erzählt uns gerne, wie Ihr unseren Podcast findet, welche Gäste Ihr gerne hören würdet und welche Themen wir in den nächsten Folgen besprechen sollen. Tippt Eure Anregungen gerne einfach hier unten in die Kommentare! Oder wollt Ihr sogar selbst mal mit uns quatschen?

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Frauenpower für den Wald! https://forsterklaert.de/frauen https://forsterklaert.de/frauen#respond Sun, 08 Mar 2026 09:00:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=6486 Ein großer, bärtiger Mann mit Hut und grünem Lodenmantel steht mit Dackel und Büchse im Wald – das ist das...

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Ein großer, bärtiger Mann mit Hut und grünem Lodenmantel steht mit Dackel und Büchse im Wald – das ist das Bild, das vermutlich den meisten als Erstes in den Sinn kommt, wenn man(n) an einen Förster denkt. Forstliche Berufe waren lange Zeit komplett den Männern vorbehalten und auch heute noch ist die Forstwirtschaft eine deutlich männerdominierte Branche. Dieser Artikel soll über den steinigen Weg der Frauen in der Forstwelt und den aktuellen Stand informieren, über Herausforderungen von Försterinnen und Forstwirtinnen aufklären, aber auch Lösungen und Perspektiven aufzeigen.

Wir haben das Glück, immer wieder mit kompetenten und coolen Frauen im Forst zusammenarbeiten zu können. Hier zum Beispiel Försterin Paula von Landesforsten Rheinland-Pfalz.

Forstfrauen – zum Pflanzen okay, aber doch bitte nicht im Hörsaal

Historisch gesehen sind Frauen schon immer im Wald zu finden und haben dort wichtige Jobs übernommen. In der Geschichte waren es meist die Frauen, die Beeren, Kräuter und Laubstreu beispielsweise als Einstreu für Tiere mit nach Hause brachten. Außerdem waren Frauen oft zuständig für das Sammeln von Brennholz, das der ganzen Familie in den harten Wintern das Überleben sicherte.

Der erste bezahlte Job, den Frauen im Wald übernahmen, war der der Kulturfrauen. Sie arbeiteten oft in den Pflanzgärten der Baumschulen oder pflanzten und pflegten Aufforstungen. Das war schwere körperliche Arbeit, die schlecht entlohnt und vollkommen fremdbestimmt war (By the way: alle, die schon mal als Saisonarbeiter:innen in einem Pflanztrupp im Wald mitgearbeitet haben, wissen, dass das ein knochenharter Job sein kann – also von wegen schwächeres Geschlecht!). Die Bedeutung der Kulturfrauen wurde besonders nach dem Ende des 2. Weltkrieges deutlich, als sie als „Trümmerfrauen des Waldes“ riesige kahle Flächen wieder aufforsteten. Nach dem Krieg wurden große Mengen an Holz geschlagen, das zum Wiederaufbau oder als Teil der Reparationszahlungen benötigt wurde. Im Anschluss waren es Frauen, die einen großen Teil der heutigen Wälder wieder begründeten.

Die Arbeit der Kulturfrauen wurde unter anderem auf der 50 Pfennig Münze festgehalten.

Kulturfrauen ja, ABER

Im Forstdienst hingegen waren zu dieser Zeit keine Frauen zu finden – aus dem einfachen Grund, dass diese nicht erwünscht waren. Vor dem 2. Weltkrieg war ein abgeleisteter Militärdienst die Voraussetzung, um Förster zu werden, wodurch Frauen grundsätzlich ausgeschlossen wurden. Obwohl es diese Regelung nach dem Krieg nicht mehr gab, wurde dann ein amtsärztliches Zeugnis gefordert, durch das Frauen (wer hätte es gedacht) wieder systematisch benachteiligt wurden, indem zum Beispiel eine Mindestkörpergröße gefordert wurde. 

In Deutschland hat sich die allererste Frau im Jahr 1934 in den Studiengang Forstwissenschaften eingeschrieben. Aber erst viel später, in den 1970er Jahren, war es dann so weit, dass mehrere Frauen an unterschiedlichen Universitäten in Deutschland in forstlichen Studiengängen eingeschrieben waren. Zu dieser Zeit war es Frauen außerdem erstmals möglich, als Försterinnen oder in Führungspositionen zu arbeiten.

Wusstest Du schon…? 
Wer lieber zuhört statt selbst zu lesen kann sich die sehr gute Folge des sehr guten Podcasts „Wie man aus dem Wald ruft“ von Forst erklärt mit Maren und Gesa, die unter anderem von ihren Erfahrungen als junge Frauen im Forst berichten, anhören – zu finden ist die WMADWR-Folge #14 auf allen gängigen Podcastplattformen, wie z.B. hier auf Spotify.

Wie ist die Lage für Frauen im Forst heute?

Der kurze geschichtliche Abriss zeigt deutlich, wie schwer der Weg von Frauen in der Forstwirtschaft war. Seit gut 50 Jahren arbeiten Frauen in Deutschland also im Forst und trotzdem liegt ihr Anteil in den Landesforstverwaltungen im Durchschnitt bei lediglich 9 %. In der DDR gab es mehr lohnarbeitende Frauen. Die Gleichstellung war dadurch schon früher weiter fortgeschritten als im Westen, weshalb die Anteile in den neuen Bundesländern häufig höher sind.

Fürs Auszeichnen braucht es vor allem Sachverstand, den können sich alle aneignen.

Ein paar aktuelle Zahlen zur Frauenquote in verschiedenen Positionen im Forstsektor liefert eine repräsentative Untersuchung aus Bayern. Die beiden Projekte „Fem4Forest“ und „Fem2Forest“ sind EU-kofinanzierte Projekte der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft als eine von 15 Partnerorganisationen aus zehn Ländern des Donauraumes. Die Forschungs- und Innovationsprojekte beschäftigen sich mit den Themen Wald in Frauenhand und der Einbindung von jungen Frauen in den Forstsektor. Die Umsetzung und die daraus resultierenden Ergebnisse und Publikationen liefern sehr wertvolle, aktuelle Informationen rund um das Thema Frauen im Forst in Bayern und Mitteleuropa.

Aktuelle Zahlen belegen: Die Forstbranche bleibt männerdominiert

Im Rahmen des EU-Projekts „Fem2Forest“ wurde zum Beispiel untersucht, wie der Frauenanteil in der bayerischen Forstwirtschaft dauerhaft erhöht werden kann, wobei auch Zahlen erhoben wurden. Der Anteil von Absolventinnen des Ausbildungsberufs Forstwirt:in liegt in Bayern bei 2-3 %. Der Anteil an weiblichen Studentinnen in den Bachelor- und Masterstudiengängen ist im Gegensatz dazu schon deutlich höher und liegt bei rund 30 %. Interessant ist allerdings, dass im Anwärterjahr bzw. im Referendariat die Quote dann wieder nur noch bei 28 % bzw. 25 % liegt. Es ist also nicht nur eine gefühlte Wahrheit, sondern durch Untersuchungen wie diese wissenschaftlich belegt, dass die Forstbranche nach wie vor ein eher konservatives, männerdominiertes Umfeld ist.

Wusstest Du schon…?
Der Frauenanteil des Forst erklärt-Teams liegt mittlerweile bei knapp 60 % und entspricht damit so gar nicht einer branchenüblichen Verteilung. Forst erklärt ist also ein schlechtes Beispiel zum Stützen der Statistiken, aber wohl das beste Beispiel überhaupt, dass Frauen, auch und gerade in einem männlich dominierten Umfeld, nicht fehl am Platz sind. Im Gegenteil, das Team profitiert von der Diversität und den unterschiedlichen Sichtweisen.

Herausforderungen von Frauen in forstlichen Berufen

Die geringen Frauenanteile und die damit einhergehende Unterrepräsentation sind aber nicht die einzigen Herausforderungen, denen Frauen im Forstsektor begegnen. Auch einige Stereotype und Vorurteile halten sich immer noch hartnäckig. Frauen seien ja schwach und einfach nicht geeignet für einen “Männerberuf” wie diesen. Dadurch wird Frauen ihre Kompetenz abgesprochen und sie werden anders behandelt als ihre männlichen Kollegen. Auch heutzutage werden gerade junge Frauen oftmals nicht ernst genommen oder auf Äußerlichkeiten reduziert.

Und ja, leider fallen auch im Jahr 2026 noch viel mehr diskriminierende und sexistische Kommentare als man denkt. Oft kommen da Sprüche, die klar machen, dass einem die Arbeit nicht zugetraut wird oder die auf Äußerlichkeiten bezogen sind. Meistens kommen diese Kommentare allerdings von Außenstehenden wie z.B. Waldbesitzern oder Jagdpächtern, und sind mittlerweile glücklicherweise eher Einzelfälle und nicht mehr die Norm. Trotzdem sind ein dickes Fell und eine gewisse Portion Schlagfertigkeit Eigenschaften, die Frauen im Forst nach wie vor zugutekommen – zum Beispiel, wenn einem doch mal Fragen gestellt werden wie: „Ja Mädel, wann kommt denn jetzt eigentlich mal der richtige Förster?“.

Innerhalb der Branche, unter Kolleg:innen und im Arbeitsalltag ist der Umgang meist sehr wertschätzend und auf Augenhöhe. Trotzdem gibt es diese Problematik durch eine jahrzehntelange Internalisierung auf jeden Fall noch. So ist es leider für Frauen durch veraltete Rollenbilder und Strukturen immer noch schwieriger, z.B. Führungspositionen zu erreichen oder überhaupt ernst genommen zu werden. 

Försterin, der schönste Beruf?

Vereinbarkeit von Waldberufen und Familie

Eine weitere geschlechtsspezifische Herausforderung ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die in der Realität nach wie vor oft sehr schwierig ist. Schade ist, dass das oft zu einem Problem der Frauen gemacht wird, statt anzuerkennen, dass es sich hierbei um ein strukturelles, gesellschaftliches Problem handelt. 

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist heutzutage immer noch ein Punkt, der viele Frauen in Forstberufen beschäftigt. Dabei könnte das gerade im Forst eigentlich richtig gut funktionieren. Bei den meisten Forstberufen gibt es nämlich Gleitzeitmodelle, bei denen viel Homeoffice möglich ist, was die Organisation vom Familienalltag schon erleichtern kann. Jobsharing, ein Konzept, bei dem sich zwei Personen eine Stelle teilen, ist ebenfalls eine Möglichkeit, die sich vor allem für Revierleitungspositionen hervorragend anbietet. Und sind wir mal ehrlich, wenn es wirklich mal brennt, kann man Kinder doch auch gut mal mit in den Wald nehmen – auf alle Fälle besser als in ein Großraumbüro!

Mehr Girl Power für die Forstwirtschaft!

Diversität am Arbeitsplatz bringt viele Vorteile mit sich – das gilt natürlich auch, oder sogar ganz besonders, in der Forstwirtschaft. Frauen in männerdominierten Arbeitsfeldern bringen nämlich nicht nur neue Blickwinkel, Denkweisen und Ideen, sondern auch Kreativität und andere Talente mit. Davon können nicht nur die Forstbetriebe und Verwaltungen profitieren, sondern natürlich auch der Wald und die Natur.

Wie kann man also den Frauenanteil im Forst steigern? Das erfordert ein Umdenken und zielsichere Maßnahmen, um Forstberufe für junge Frauen attraktiver zu machen. Es braucht zum Beispiel mehr Ansätze für flexible Arbeitsmodelle. Was außerdem wichtig ist, ist die Sichtbarkeit von Försterinnen und Forstwirtinnen zu steigern, denn es braucht weibliche Vorbilder, um mehr Frauen auf die Berufe aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass es eben kein „Männerjob“ ist. Bei der erfolgreichen Umsetzung von Maßnahmen für Gleichstellung ist es superwichtig, dass männliche Kollegen in Initiativen und Programmen beteiligt sind. Schließlich wollen wir am Ende ja gemeinsam im und für den Wald arbeiten.

Frauen, Vernetzt Euch!

Ein weiterer Tipp für alle Forstfrauen, und die, die es werden wollen, ist Vernetzung und ein regelmäßiger Austausch untereinander. Dafür gibt es zum Beispiel in Bayern bereits einige Angebote und Initiativen, wie ein Mentoring-Programm für Studentinnen der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf oder ein überregionales, mehrtägiges Treffen von Frauen in Forstberufen, mit wechselnden fachlichen Schwerpunkten und Veranstaltungsorten. In Göttingen in Niedersachsen gibt es beispielsweise jeden zweiten Mittwoch im Monat an der HAWK den Forstfrauenstammtisch. Erkundige Dich doch mal, ob es auch in Deiner Nähe spannende Angebote zur Vernetzung unter Forstfrauen gibt!

Wusstest Du schon…? 
Wenn Du noch mehr über Försterinnen und Frauen in der Forstwirtschaft wissen willst, dann schau gerne auf der Seite des Vereins Frauen im Forstbereich e.V. vorbei. Das ist ein Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Frauen in der deutschen Forst- und Holzwirtschaft zu vernetzen. Sie informieren auf Instagram regelmäßig über Veranstaltungen, internationale Verbindungen und alles, was Frauen im Forst bewegt. Mit Christiane, der 1. Vorsitzenden vom Verein Frauen im Forst gibt es bei Forst erklärt ein spannendes Interview, schaut auch hier gerne mal rein!

Warum Försterin der beste Job der Welt ist

Dieser Artikel berichtet über die Geschichte von Forstfrauen und klärt über die Herausforderungen für Frauen in der Männerdomäne Forstwirtschaft auf. Leider wird auch deutlich, dass man sich als Frau nach wie vor oft beweisen muss und es für Frauen in der Branche schwierig sein kann. Daran wollen und müssen wir etwas ändern. Das geht in erster Linie durch mehr Frauen im Forst. Und das sollte kein Problem sein, denn Försterin ist ja wohl der beste Beruf überhaupt! 

Der wohl schönste Arbeitsplatz – Hunde immer erlaubt!

Försterin zu sein ist ein abwechslungsreicher Job mit vielen Facetten und dem Wald als den wohl schönsten Arbeitsplatz der Welt. Die Arbeit draußen in der Natur ist eine sinnstiftende Tätigkeit, bei der man etwas bewegen kann, und bei viel Verantwortung auch sehr viel Freiheit und Flexibilität im Arbeitsalltag hat. 

Wie erlebt Ihr das Frauenbild in der Forstwirtschaft? Berichtet uns gerne in den Kommentaren!

Quellen:

https://www.bdf-online.de/aktuelles/news/steigender-anteil-von-frauen-in-den-forstberufen

https://www.lwf.bayern.de/fem4forest

Wagner, L.; Skiba, A.; Böhling, K. (2026): Forstberuf im Wandel. LWF aktuell 156, S. 4 – 8

Meier, A.-M. (2018): Geschlechterverhältnisse im Forstbereich. AFZ-Der Wald 1/2018, S. 46f

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WMADWR #31 – Der verborgene Schatz (Bodenkunde) https://forsterklaert.de/wmadwr31bodenkunde https://forsterklaert.de/wmadwr31bodenkunde#comments Fri, 06 Mar 2026 05:01:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=6484 Wir starten mit einem Rätsel: Es ist immer unter uns. Es ist älter als die Menschheit (oder vielleicht doch nicht?!)....

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Wir starten mit einem Rätsel: Es ist immer unter uns. Es ist älter als die Menschheit (oder vielleicht doch nicht?!). Bäume stehen total drauf. Es ist unser größter Schatz. Na? Habt Ihr eine Idee? Vielleicht hat der Titel Euch schon die Lösung verraten: In dieser Podcastfolge geht es um unseren Boden – oder besser gesagt, die Bodenkunde. Zu Gast ist niemand geringeres als Dr. Sabine Ammer, die als Bodenkundlerin an der Universität Göttingen schon so einige Forststudis durch die Prüfung gebracht hat. Gleichzeitig ist sie zuständig für die Ausbildung der Waldpädagoginnen und -pädagogen. Dinge einfach und verständlich zu erklären, sind also voll ihr Ding. Sie ist damit der perfekte Gast für unsere Podcast.

Inhaltlich kommen wir von Hölzchen auf Stöckchen – oder besser: von Steinchen auf Schlüffchen. Frau Ammer erklärt ausführlich, wie ein Boden entsteht, was einen “fetten Boden” ausmacht und wieso es so wichtig ist, den Wald und insbesondere den Boden zu schützen. Unser Waldboden war nicht umsonst ***Boden des Jahres 2025***. Na, wer möchte denn diesen Titel nicht tragen?! Als weitere Premiere ist auch Liz das erste Mal im Podcast dabei (weil Felix Angst hatte, sich zu blamieren). Auch sie hat bereits unter Frau Ammer die Bodenkunde fürchten lieben gelernt. Viel Spaß beim Zuhören. 

Erzählt uns gerne, wie Ihr unseren Podcast findet, welche Gäste Ihr gerne hören würdet und welche Themen wir in den nächsten Folgen besprechen sollen. Tippt Eure Anregungen gerne einfach hier unten in die Kommentare! Oder wollt Ihr sogar selbst mal mit uns quatschen?

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Waldbau für das Militär – was Panzer zum Naturschutz beitragen https://forsterklaert.de/militaer https://forsterklaert.de/militaer#respond Sun, 01 Mar 2026 09:00:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=6422 Der Wald hat viele Funktionen, die uns zugutekommen. Wir nutzen den nachwachsenden und nachhaltigen Rohstoff Holz oder erholen uns nach...

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Der Wald hat viele Funktionen, die uns zugutekommen. Wir nutzen den nachwachsenden und nachhaltigen Rohstoff Holz oder erholen uns nach anstrengenden Tagen im kühlen Grün. Doch er schützt uns auch vor Erosion oder Lawinen, reinigt unser Trinkwasser und beherbergt Tier- und Pflanzenarten, die für unser Ökosystem eine zentrale Rolle spielen.
Und jetzt kommt’s: Er kann noch mehr!
Was der sogenannte Funktionswaldbau ist, welche Rolle er für das Militär spielt und wie sich das alles auf den Naturschutz auswirkt, erfahrt Ihr in diesem Artikel!

Felix hat für Euch den Standortübungsplatz in Hagenow mit dem Revierleiter Renke Hobbie unsicher gemacht. 

Wusstest Du schon…?
In Deutschland kann jede:r Wald besitzen. Neben Privatpersonen gehört Wald ebenfalls zu Gemeinden oder Städten. Darüber hinaus hat jedes Bundesland Wald, welcher durch eigene Forstbetriebe bewirtschaftet wird. Die Bundesforstverwaltung namens Bundesforst kümmert sich um Wald- und Offenlandflächen, die der Bundesrepublik Deutschland gehören. 

Wälder in den Händen des Bundes 

Durch das freie Betretungsrecht darf man als Waldbesucher:in den Wald betreten, egal wem dieser gehört. Obwohl der Bundeswald an vielen Stellen für Besucher:innen offen ist und durch Wanderwege und Naturschutzprojekte zur Erholung beiträgt, gibt es auch Gebiete, in die man nicht hinein darf. Das hängt mit der Funktion dieser Liegenschaften zusammen. Der Bund stellt nämlich auch für andere staatliche Akteure (Bundespolizei, Zoll) oder wichtige Bauprojekte (Autobahn, Bahn, Schifffahrt) Flächen zur Verfügung und betreut diese. So baut man Autobahnen beispielsweise, soweit es geht, auf bundeseigenen Flächen.

Ein Auto der Bundeswehr im Hagenower Wald. 

Auch Übungsflächen vom Militär werden je nach Liegenschaft vom Bund betreut. Auf den Übungsplätzen selbst fällt diese Aufgabe zum Beispiel an das Bundeswehr Dienstleistungszentrum. Wald- und teilweise auch Offenlandflächen betreut weitestgehend Bundesforst selbst. 

Auf den Flächen von Bundesforst kümmern sich die Förster:innen um den sogenannten Funktionswaldbau. Damit versuchen sie, den Ansprüchen der Nutzer:innen wie dem Militär, der Bundespolizei, etc. gerecht zu werden und gleichzeitig klimastabile Wälder und Naturschutz zu fördern. 

Wusstest Du schon…?
Felix und Jan durften auf dem Standortsübungsplatz Hagenow ein Video für Euch filmen. Das findet Ihr auf unserem YouTube-Kanal!

https://youtu.be/43p4uxXZWBg

Militär-Ansprüche an den Wald

Fast 60 Prozent der Waldflächen, die Bundesforst betreut, dienen militärischen Zwecken. Die militärische Nutzung variiert dabei je nach Tätigkeit der Streitkräfte und erfordert einen angepassten Waldbau. So birgt jeder Übungsplatz eine einzigartige Natur, die auf die Anforderungen der Nutzer:innen zugeschnitten ist. Ein Panzergrenadierbataillon hat nämlich andere Anforderungen an ihre Übungsorte als zum Beispiel Fallschirmjäger. Die von den Förster:innen gestalteten Waldbestände bilden eine Kulisse für die Manöver der dort eingesetzten Truppen. Damit sich die Soldat:innen also nicht nur im Buchenbestand verstecken können, bieten die Liegenschaften eine Vielzahl von unterschiedlichen Baumarten und Ökosystemen. 

Es gibt verschiedene militärische Nutzungsformen auf den Liegenschaften. Truppen- und Standortübungsplätze sind dabei die klassischen Übungsflächen des Militärs. Truppenübungsplätze sind große Areale, auf denen komplexe Großübungen simuliert werden. Durch den Einsatz von gepanzerten Fahrzeugen und scharfer Munition benötigt man eine größere Fläche, um die Sicherheit aller Beteiligten und Unbeteiligten zu gewährleisten. 

Wusstest Du schon…?
Die Reichweite einer Panzerkanone beträgt mehrere Kilometer. Bei Schießübungen muss man also großräumige Sicherheitsbereiche festgelegen.

Standortübungsplätze befinden sich oftmals in der Nähe von Kasernen und sollen die Übungen für die Grundausbildung und weiteres Training der Soldaten gewährleisten. Bei den Übungen wird lediglich Übungsmunition eingesetzt, es sei denn, es befindet sich eine offizielle Schießanlage auf dem Gelände. 

Diese Eiche nahe der Schießanlage hat bereits einige Kugeln abgefangen.

Funktionen über das Militär hinaus

Der Wald erfüllt auf den unterschiedlichen Liegenschaften verschiedene Funktionen. Dabei geht es nicht nur um die Funktionen für das Militär, sondern auch für das Umland. Lärm- und Staubschutz sind zwei Aspekte, die vor allem der Bevölkerung zu Gute kommen sollen. Aus diesem Grund werden Nadel- und Laubbäume so gepflanzt, dass sie durch eine heterogene Struktur und einen vielschichtigen Aufbau Lärm abpuffern und zusätzlich Staub abgefangen wird. Für ungestörte militärische Übungen ist auch die Sichtschutzfunktion von großer Bedeutung. Die Ansprüche an unsere Wälder können ganz unterschiedlich sein, im Fall einer militärischen Nutzung von Wäldern spielen z.B. die Holzproduktion oder die Erholung als Funktionen des Waldes eine untergeordnete Rolle. 

Der vielschichtige Aufbau des Waldes fängt Lärm und Staub ab. Kleine Lichtungen dienen dazu, den Schalldruck einzufangen und abzudämpfen. 

Auf Truppenübungsplätzen oder Schießbahnen kann der Wald außerdem als eine Art Kugelfang dienen. Dadurch können die Soldat:innen realitätsnah bei Übungen auch in die freie Landschaft schießen. Deswegen achten Förster:innen darauf, dass geschossharte Baumarten diese Schutzfunktion langfristig bieten können. 

Damit der Funktionswaldbau langfristig gesichert werden kann, setzt Bundesforst auf die Mischung von klimastabilen Baumarten und einen vielschichtigen Waldaufbau sowie breite Waldränder aus einheimischen Sträuchern und Heckengewächsen. 

Trotz der Projektile, die sie bereits eingefangen hat, ist diese Eiche noch lebendig. Die durch die Einschüsse entstandenen Veränderungen in der Rinde schaffen Mikrohabitate für Tier- und Pflanzenarten.

Bodenschutz ist Naturschutz 

Ein Panzergrenadierbataillon, das mit Panzern auf der Fläche Manöver übt, nutzt ihre Liegenschaften teilweise sehr intensiv. Sie verwenden die vielseitige Kulisse des Waldes und des Offenlandes, um sich auf unterschiedliche Szenarien vorzubereiten. 

Die Schädigung des Bodens kann insbesondere in abschüssigem Gelände zu Erosion führen. Niederschläge können die Situation verschärfen und große Teile von Hängen wegspülen. Umso wichtiger ist es, auf die Bodenstrukturen zu achten. Um der Bodenschädigung entgegenzuwirken, werden passende Gehölze oder Heckenstrukturen gepflanzt, damit diese den Boden durch ihre Wurzeln stabilisieren. Geflechte aus Reisig, sogenannte Faschinen, der Einsatz von Weidenstecklingen oder Drahtschotterkästen dienen den Bundesförster:innen als Werkzeugkoffer für den Erosionsschutz.

Die Fahrspuren der Panzer wirken zunächst zerstörerisch, doch in ihnen fühlen sich seltene und geschützte Arten wie die Gelbbauchunke pudelwohl! 

Wie der Naturschutz vom Militär und Funktionswaldbau profitiert 

Die Bodenverwundungen der Panzer rufen in Euch jetzt vielleicht Unmut hervor. Doch regelmäßige Fahrübungen sind für die Vorbereitung der Soldat:innen sehr wichtig und haben nebenbei einen spannenden Effekt für eine in Deutschland stark gefährdete Art. Die Gelbbauchunke, die früher in natürlichen Flussauen vorkam, ist in Deutschland streng geschützt. Durch die Begradigung von Flüssen oder die Entwässerung von Land fehlen ihr die kleinen, immer wieder trockenfallenden Gewässer, die sie zum Überleben braucht. Eine Alternative bilden Pfützen oder Fahrspuren, die durch regelmäßige Benutzung einem konstanten Wandel unterzogen sind (und somit immer wieder trockenfallen oder Wasser führen). Auf den Übungsplätzen der Bundeswehr finden sie genau das. 

Durch die Misselhorner Heide nahe Hermannsburg führen wunderschöne Wanderwege. Sie gehört zum Naturpark Südheide. 

Panzer fahren für den Naturschutz?

Auch im Offenland können Panzer regelrecht zur Landschaftspflege eingesetzt werden. Heideflächen entstanden ursprünglich durch eine intensive Landnutzung der Menschen und gelten deshalb auch als Kulturlandschaft. Ohne die aufwendige Pflege würden auch die letzten lila blühenden Heidschnucken Gefilde verschwinden. Um einer Verbuschung des Heidekrauts und der Wiederbewaldung entgegenzuwirken, muss die Heide kurz gehalten werden. Dies wird im Naturschutz durch Beweidung, Abbrennen oder Bodenbearbeitung gewährleistet. Diese Maßnahmen erfordern viel Arbeit, Geld und Engagement. Eine ausreichende Bodenbearbeitung kann auch durch die Befahrung mit einem Panzer gewährleistet werden. Nicht ohne Grund gehören die Truppenübungsplätze Munster und Bergen zu den Refugien des Heidekrauts.  

Auf den Heideflächen von Bundesforst kommen auch die letzten Vorkommen von Birkwild vor. Neben den Übungen der Bundeswehr darf die Natur dort nämlich noch Natur sein. Das Offenland wird hier nur gepflegt, nicht bewirtschaftet oder gedüngt und der reduzierte Besucherdruck durch die Einschränkungen für die Öffentlichkeit gibt einigen scheuen oder seltenen Tier- und Pflanzenarten genau die Ruhe, die sie brauchen. 

So ruhig und idyllisch kann ein Ort des Militär sein, hier auf dem Standortübungsplatz Hagenow. 

Achtung, es kommt noch mehr!

Es gibt aber auch militärisch genutzte Flächen, auf welchen die Aufgaben der Förster:innen nicht direkt ersichtlich sind. Auf einem Flugplatz beispielsweise. Neben der Aufgabe, bestimmte Areale frei zu halten, wird auch darauf geachtet, dass die Bäume je nach Entfernung zur Startbahn eine gewisse Höhe nicht überschreiten. Wachsen sie darüber hinaus, müssen sie aus Sicherheitsgründen eingekürzt werden.  

Neben militärischen Liegenschaften sind Bundesförster:innen auch für sogenannte “Verkehrsflächen” des Bundes zuständig. Damit ist nicht nur der Straßenverkehr, sondern auch die Schifffahrt gemeint. Auf diesen Streifen neben Autobahnen oder Flüssen wie der Elbe achtet man darauf, dass jede nutzende Person in Sicherheit ist. Bäume, die Verkehrsteilnehmer:innen oder Spaziergänger:innen gefährden, werden demnach entfernt. Entlang von Flüssen werden auch Flussauen gepflegt. Außerdem geht es an größeren Wasserstraßen darum, Seitenwinde durch Baumbewuchs zu minimieren, damit der Wind die Schiffe nicht an Kanalwände oder ans Ufer drückt. 

Ihr merkt es schon: Funktionswaldbau hat viele Facetten. Zumal trotz der angestrebten Funktionen auch ein klimastabiler Wald geschaffen und Naturschutz unterstützt werden soll. Den Funktionswaldbau gibt es natürlich nicht nur auf militärischen Liegenschaften, sondern auch in vielen anderen Bereichen, wie zum Beispiel dem Hochwasser- oder Lawinenschutz. Wenn wir darüber auch mal berichten sollen, schreibt uns gerne einen Kommentar!

Disclaimer: Dieser Artikel ist als Bestandteil einer Kooperation mit Bundesforst entstanden.

Quellen:

https://www.rote-liste-zentrum.de/de/Detailseite.html?species_uuid=904b64c6-3c3c-4c62-a979-dcb7715e48c0

https://www.bundesimmobilien.de/der-bundeswald-ist-auch-kuenftig-in-guten-haenden-e0751e902d766ab5

https://www.lueneburger-heide.de/natur/sehenswuerdigkeiten/3408/misselhorner-heide-naturpark-suedheide.html

https://www.lueneburger-heide.de/natur/artikel/14017/heide-pflege.html

https://www.naturschutzstiftung-heidekreis.de/informationen/naturraum/heide-und-magerrasen

Bundesforst (2002): Die Bundesforstverwaltung. Bundesministerium der Finanzen (Hrsg.) 

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Bodendenkmäler – historische Geheimnisse des Waldes https://forsterklaert.de/bodendenkmaeler https://forsterklaert.de/bodendenkmaeler#comments Mon, 23 Feb 2026 09:45:56 +0000 https://forsterklaert.de/?p=6467 Viele Funktionen des Waldes sind offensichtlich: er ist Holzlieferant, Lebensraum für Pflanzen und Tiere und ein Ort für Erholung. Eine...

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Viele Funktionen des Waldes sind offensichtlich: er ist Holzlieferant, Lebensraum für Pflanzen und Tiere und ein Ort für Erholung. Eine weitere wichtige, wenn auch weniger offensichtliche Funktion, ist der Erhalt und die Konservierung von historischen Strukturen. Insbesondere der Waldboden schützt teilweise schon seit Jahrtausenden das kulturelle Erbe unserer Vorfahren. Warum der Wald für Bodendenkmäler so wichtig ist, was man im Wald tief versteckt alles finden kann und warum auch hier der Klimawandel eine Bedrohung ist, wollen wir Euch in diesem Artikel erklären. 

Jan hat sich Bodendenkmäler von einem richtigen Experten erklären lassen, schaut mal rein!

Der Wald als Zeitzeuge

Als Bodendenkmäler bezeichnet man archäologische Stätten oder historische Strukturen im Boden. Diese sind häufig in Wäldern zu finden, unter deren Schutz sie über Jahrhunderte, manchmal sogar Jahrtausende hinweg, erhalten geblieben sind. Der Wald bewahrt also wie ein Archiv wichtiges Kulturerbe. Meist sind Bodendenkmäler überirdisch sichtbar – als künstlich angelegte Hügel, Gräben oder Steinformationen verschmelzen sie heute mit der Waldlandschaft. Doch wenn man genauer hinschaut, erzählen sie die Geschichte unserer Vorfahren, die Siedlungen erbauten, Grabstätten errichteten, Handelsrouten anlegten und in Schlachten kämpften.

Die Rolle des Waldes

Der Wald und die Umweltbedingungen, die er schafft, spielen eine elementare Rolle beim Erhalt von kulturellem Erbe im Boden. Der Wald schützt durch einen intakten Baumbestand vor Überprägung sowie Erosion durch Wind und Wasser. Die im Boden eingeschlossenen historischen Relikte sind weder Sauerstoff noch Sonnenlicht ausgesetzt und sind bei konstanter Temperatur über Jahrhunderte hinweg bestens konserviert. Im Offenland hingegen überbauen oder verändern wir Menschen viele historische Strukturen. Im Wald findet keine derart intensive Nutzung des Bodens statt, weshalb die Bodendenkmäler oft deutlich besser erhalten und dadurch wissenschaftlich wesentlich interessanter sind. 

Ein ganz normaler Hügel – oder doch nicht?

Es gibt eine ganze Reihe von historischen Strukturen, die heute als Denkmäler in Wäldern an vergangene Zeiten erinnern. Hier mal ein paar Beispiele aus vorindustriellen Zeiten:

Hügelgräber

Hügelgräber sind runde Aufschüttungen aus Steinen und Erde aus der Bronze- und Eisenzeit (ca. 2.200 bis 550 Jahre v. Chr.). Sie haben einen Durchmesser zwischen 5 und 40 m. Je größer der Hügel, desto mächtiger und angesehener war die Person, die dort begraben liegt. Hügelgräber enthalten oft wertvolle Grabbeigaben wie Schmuck und Waffen und wurden meist entlang von Fernhandelsrouten und Straßen angelegt. 

Wenn Ihr wissen wollt, ob Jan hier vor einem echten Hügelgrab steht, schaut ins Video oben!

Gräben und Steinformationen

Als unmissverständliche Grenzmarkierungen zwischen Siedlungsgebieten hat man früher Gräben angelegt. Die hat man auch zur Markierung von speziellen Nutzungsrechten, wie z.B. dem Jagdrecht, genutzt. Eine weitere Form der Grenzmarkierung sind Steine und Steinformationen, die man oft auch als Richtungsweiser verwendet hat.

Hohlwege

Eine hohe kulturhistorische Bedeutung haben sogenannte Hohlwege. Durch die jahrhundertelange intensive Nutzung mit Vieh und Fahrzeugen sowie Erosion sind aus Verbindungen zwischen zwei Orten tiefe Fahrwege entstanden, die man dadurch heute noch gut erkennen kann. 

Aborglyphen

Die Denkmäler im Wald müssen aber nicht immer schon hunderte von Jahren alt sein. Auch aus dem 20. Jahrhundert finden wir Kulturrelikte in unseren Wäldern. Vor allem die Weltkriege habe Spuren im Wald und an den Bäumen hinterlassen: Sogenannte Arborglyphen sind in die Baumrinde geritzte Symbole und Zeichen, die oft im Zweiten Weltkrieg entstanden sind. Diese Ritzungen finden wir häufig an Buchen, weil ihre Rinde so glatt ist und damit eine gute Leinwand bietet. 

Das Bild zeigt eine Arborglyphe, also ein Ritzung in die Rinde einer Buche, aus dem Zweiten Weltkrieg.

Granatsplitter und Geschosse

Bei der Ernte von alten Laubbäumen, oft Eichen, findet man immer wieder Granatsplitter oder Geschosse, die im Holz stecken. Diese Relikte aus den Weltkriegen führen zu einem erheblichen Wertverlust des Holzes. Laubholzsägewerke in entsprechenden Gebieten haben deswegen Metalldetektoren, damit ihre Sägen nicht durch das Metall im Holz kaputt gehen.

Schützengräben

Auch Gräben im Wald können aus dem modernen Zeitalter stammen. Besonders größere Gräben in räumlicher Nähe zu Städten sind meist Schützengräben aus dem Krieg.

Wusstest du schon…?
Der Limes ist wohl das bekannteste Beispiel für ein Bodendenkmal. Der Limes diente als militärische und wirtschaftliche Abgrenzung zwischen dem Römischen Reich und den germanischen Völkern. Die antike Grenzlinie, die in Deutschland durch Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz verläuft, ist 550 km lang und damit das längste Bodendenkmal nach der Chinesischen Mauer. An diesem Beispiel zeigt sich deutlich, wie gut der Wald historische Strukturen konserviert. Dort, wo der Limes im Wald verläuft, ist er noch deutlich besser erhalten als im Offenland.

Bodendenkmäler erkennen

Doch woher weiß ich denn nun, ob die Erhöhung im Wald einfach nur ein stinknormaler Hügel ist – oder tatsächlich ein Zeitzeuge aus der Vergangenheit sein könnte? Diese Frage ist nicht nur interessant, sondern auch relevant für Förster:innen und Waldarbeiter:innen, um die Bodendenkmäler bei ihrer Arbeit berücksichtigen und dadurch schützen zu können. 

Zur Erkennung von Bodendenkmälern kann man Kartenmaterial verwenden. Es gibt sogenannte Schummerungskarten, die die Erdoberfläche plastisch darstellen und somit Strukturen im Boden sichtbar werden lassen. Solche Karten sind in den meisten Bundesländern online öffentlich verfügbar. Eine Alternative dazu sind historische Karten aus Archiven. 

Solche digitalen Schummerungskarten kann ein:e Förster:in nutzen, um Strukturen im Boden zu erkennen.

Ein weiterer Indikator für historische Nutzung können sogenannte Kulturreliktarten sein. Das sind meist Pflanzen, die oft in der Nähe von alten Siedlungen vorkommen und dadurch Zeugen von menschlicher Aktivität sind. Ein Beispiel hierfür ist das Echte Eisenkraut (Verbena officinalis), eine aufrechte Staudenpflanze mit kleinen lila Blüten. Das Eisenkraut kommt als Kulturrelikt in der Nähe von Wegen und Siedlungen vor und genießt als Heilpflanze und kulturelles Symbol einen mystischen Ruf.

Wusstest du schon…?
Archäolog:innen und Expert:innen für Denkmalpflege identifizieren Bodendenkmäler durch Auswertungen von Luftbildern und Archivrecherchen sowie durch Geländebegänge. Seit noch nicht allzu langer Zeit gibt es außerdem eine technische Innovation, mit der man Denkmäler finden kann: Das sogenannte LiDAR, „Light Detection and Ranging“. Sehr detailliertes, luftbildgestütztes Laserscanning macht die Geländeoberfläche sichtbar, indem Vegetation und Bebauung herausgerechnet werden. Dadurch sieht man menschliche Eingriffe in den Boden sehr gut, auch wenn sie vor Ort kaum zu erkennen sind. Durch diese neue Methode kommen viele, bislang nicht entdeckte Bodendenkmäler zum Vorschein.

Die Geheimnisse des Waldes in Gefahr

Also – Metalldetektor, Bodendenkmalkarte, Schaufel und los geht’s zur Schatzsuche?

Auf keinen Fall! Jedes Bodendenkmal, das der Wald für uns bewahrt, ist ein empfindliches und wertvolles kulturelles Gut. Illegale Ausgrabungen und Grabraub führen zu unumkehrbarer Zerstörung und dem Verlust von einem Teil Geschichte. Auch die Verfüllung von Hohlwegen und Gräben zerstört Landschaftsmerkmale mit historischer Bedeutung. Meistens werden Bodendenkmäler allerdings nicht absichtlich beschädigt, sondern durch Unwissenheit. Dieses Unwissen kann beispielsweise bei der Holzernte durch große Maschinen zur Schädigung von eingelagerten Funden führen. Eine weitere Gefährdung ist wie so oft der Klimawandel. Dieser kann durch teils drastische Veränderungen der Umweltbedingungen beispielsweise zum Absterben von Bäumen mit Arborglyphen führen, die dann für immer verloren sind. 

Schützen kann man nur, was man kennt

Wie kann man also den Schutz von Denkmalsubstanz sicherstellen? Der Schutz von Bodendenkmälern ist im Bundeswaldgesetz sogar gesetzlich verankert: §11, Abs. 2 Nr. 1 BWaldG: „Bei der Bewirtschaftung soll die Funktion des Waldes als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte angemessen berücksichtigt werden.“ Genauere Vorgaben dazu geben die jeweiligen Landesdenkmalpflegegesetze. 

Aber: man kann nur schützen, was man kennt. Nur durch das Bewusstsein und die Aufmerksamkeit von Förster:innen, Waldbesitzer:innen und Jäger:innen ist ein Schutz überhaupt möglich. Wenn man also im Wald historische Strukturen findet oder vermutet, kann man diese beim Landesamt für Denkmalpflege melden, sodass sie offiziell ausgewiesen und kartiert werden können. 

Auch historische Karten wie diese können Hinweise auf Bodendenkmäler im Wald geben.

Bodendenkmäler vor Eurer Haustür?

Bodendenkmäler machen Geschichte im Wald vor unserer Haustür greifbar und erlebbar und sind dadurch ein wertvolles und schützenswertes Kulturerbe. Wenn Ihr jetzt Lust auf noch mehr Forstgeschichte bekommen habt, müsst Ihr nicht lange suchen – schaut Euch doch mal diese Artikel von Forst erklärt an:

Hutewälder – Relikte einer vergangenen Zeit

Forstgeschichte – ein Blick in die Vergangenheit der Wälder 

Waldglas – wie in unseren Wäldern Glas hergestellt wurde 

Wisst Ihr von historischen Strukturen und Denkmälern im Wald vor Eurer Haustür? Berichtet uns gerne davon in den Kommentaren!

Quellen:

https://www.waldwissen.net/de/lernen-und-vermitteln/forstgeschichte/archaeologie-im-wald

https://bodendenkmalpflege.lvr.de/media/bodendenkmalpflege/aktuelles/pdf/neu_Hessen_Bodendenkmaeler-unter-Wald_2018.pdf

https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/service/dateien/lwf-spezial-03_denkm__ler_im_wald.pdf

https://bodendenkmalpflege.lvr.de/media/bodendenkmalpflege/projekte/pdf_2/Cott_Zeiler_Die_Waldbauern_in_NRW_Heft_4_2023.pdf

https://www.gesetze-im-internet.de/bwaldg/BJNR010370975.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Echtes_Eisenkraut

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Ernte von Saatgut in schwindelerregenden Höhen https://forsterklaert.de/saatgut https://forsterklaert.de/saatgut#respond Sun, 15 Feb 2026 09:00:00 +0000 https://forsterklaert.de/?p=6442 Wir brauchen auch in Zukunft gesunde Wälder, vor allem brauchen wir in diesen eine größtmögliche Baumartenvielfalt. Förster:innen sind seit Jahren...

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Wir brauchen auch in Zukunft gesunde Wälder, vor allem brauchen wir in diesen eine größtmögliche Baumartenvielfalt. Förster:innen sind seit Jahren dabei, dem Wald unter die Arme zu greifen, um ihn klimafit zu gestalten. Stichwort Waldumbau! Dazu nutzen sie unter anderem Bäume, die in Baumschulen aus einer kleinen Frucht oder einem Saatkorn herangezüchtet wurden. Doch woher kommt eigentlich das Saatgut für alle diese Bäume? Kann man das einfach vom Boden aufsammeln? Nicht ganz. Für manches Saatgut, beispielsweise der Tanne, müssen Zapfenpflücker:innen bis zu 35 m hoch hinauf in die Baumkronen – ganz schön wackelig und gefährlich. Was vom Sammeln des Saatgutes bis zum Pflanzen eines neuen Baumes noch alles passieren muss, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Wusstest Du schon…?
Während bei der Fichte die Zapfen nach unten hängen, stehen die Zapfen der Tanne auf dem Ast. Sie lösen sich irgendwann langsam auf und rieseln als Einzelteile auf den Boden. Wenn Ihr auf dem Waldboden also einen ganzen Zapfen seht, kann es sich dabei niemals um einen Tannenzapfen handeln. 

Eine Weißtanne aus der Vogelperspektive. Um an die oben auf dem Ast stehenden Zapfen zu gelangen, müssen die Zapfenpflücker:innen bis hoch hinauf in die Krone.

Vom Mutterbaum zum Wald von morgen

Bei der Saatguternte werden die Samen, Zapfen oder die Früchte von Bäumen geerntet, um daraus neues Pflanzmaterial für Baum-Nachwuchs zu erzeugen. Gerade im Hinblick auf den Klimawandel und den Waldumbau spielt die Gewinnung von hochwertigem Saatgut eine zentrale Rolle. Aus dem geernteten Saatgut sollen gesunde und qualitative neue Bäume wachsen. Bis so ein neuer Baum aber wieder irgendwo in den Wald gepflanzt wird, steht erstmal einiges an Arbeit an: Zunächst identifiziert man geeignete Samenbäume, das Saatgut muss man ernten und lagern bzw. weiterverarbeiten. Anschließend verkauft man entweder das Saatgut oder bereits daraus gezogene junge Bäumchen. Doch wie genau läuft dieser ganze Prozess ab?

Vom Saatkorn zum neuen Baum. Um diese junge Weißtanne in den Wald pflanzen zu können, benötigen wir mutige Baumkletter:innen.

Wusstest Du schon…?
Fruktifizieren nennt man das Ausbilden von Früchten des Baumes. Teilweise dauert es Jahrzehnte, bis ein Baum zum ersten Mal Früchte ausbildet. Bei der Weißtanne sind es beispielsweise um die 40 Jahre. Außerdem tragen die Bäume nicht in jedem Jahr gleich viele Früchte. In sogenannten Mastjahren bilden sie besonders viele aus.

Auch beim Saatgut kommt es sowohl auf äußere, als auch innere Werte an

Wichtig ist, dass man beim Saatgut auf eine geeignete Herkunft und Qualität achtet. Man erntet die Samen, Früchte oder Zapfen der sogenannten Mutterbäume. Diese Bäume müssen, um beerntet werden zu können, aus zugelassenen Erntebeständen stammen. Das bedeutet, die Vitalität, also die Gesundheit des Baumes, sowie auch die Wuchsleistung und äußere Qualität, bspw. ein gerader Wuchs, wurden geprüft und erfüllen die gestellten Voraussetzungen. 

Aber auch die inneren Werte, die genetischen Eigenschaften der Bäume, sind enorm wichtig. Auch dabei gilt es, eine hohe Vielfalt zu bewahren, um möglichst viele unterschiedliche genetische Voraussetzungen zu sichern. So gibt es genetische Unterschiede zwischen den Baumarten, aber auch zwischen Bäumen einer Art. Die Herkunft der Bäume gibt Informationen zur Angepasstheit, Stresstoleranz und Widerstandsfähigkeit. Also wie gut oder lange ein Baum zum Beispiel mit Trockenstress umgehen kann. 

Woher das Saatgut für neue Bäume stammt, kann genau nachvollzogen werden. Um Zapfen oder Früchte ernten zu dürfen, müssen die Wälder dafür zugelassen sein.

Welches Saatgut für welche Region?

Zusätzlich achtet man deshalb noch auf die Herkunft des Saatgutes. In Deutschland gibt es verschiedene Herkunftsgebiete, aus denen das Saatgut stammen kann. Je nach Herkunft können sich Bäume „innerlich“, also genetisch, sowie von ihrem äußerlichen Erscheinungsbild unterscheiden. Ein Herkunftsgebiet weist gleiche ökologische Bedingungen auf, differenziert nach klimatischen Gegebenheiten. Bei manchen Baumarten ist zusätzlich die Höhenlage besonders wichtig. Die Fichten aus höheren Bergregionen haben bspw. schmalere Kronen und sind so besser gewappnet gegen Schnee und Sturm als Fichten aus flachen Lagen. Wichtig ist also, dass das Herkunftsgebiet des Saatgutes mit dem des neuen Pflanzortes des Baumes übereinstimmt.

Fichte ist nicht gleich Fichte! So besitzen Fichten, die aus höheren Lagen stammen, meist eine säulenförmigere Krone mit kürzeren Ästen. So sind besser vor Schnee und Stürmen geschützt. Fichten, die in tieferen Lagen stehen, haben eher Kronen in Form eines Kegels.

Wusstest Du schon…?
Nichts passiert hier ohne Regeln! Das Inverkehrbringen von forstlichem Saat- oder Pflanzgut wird seit 2003 durch das sogenannte Forstvermehrungsgutgesetz geregelt. Nur in dafür zugelassenen Beständen darf eine Saatguternte überhaupt durchgeführt werden. Eine klitzekleine Ausnahme gibt es. Wenn ich in meinem eigenen Wald junge Pflanzen ausbuddele und sie an einem anderen Ort in MEINEM Wald wieder einpflanze, ist das erlaubt. Man bezeichnet es auch als Wildlinge werben. 

Wie erntet man das Saatgut?

Ab dem Frühsommer kann man bei den meisten Baumarten beispielsweise anhand der Dichte von Blüten festgestellen, wie viele Samen bzw. Früchte sie tragen werden und ob sich eine Ernte lohnen wird.

Je nach Baumart unterscheidet sich das Saatgut erheblich in seiner Größe und Form. Eicheln und Bucheckern sind vergleichsweise schwere Baumfrüchte, die “einfach” von den Bäumen fallen und die man entweder mit Hilfe von ausgebrachten Netzen oder durch Aufsammeln ernten kann. Gleiches gilt auch für Nüsse, wie Walnuss oder Schwarznuss. Bei Wildobstarten, wie der Kirsche oder auch der Mehlbeere, pflückt man die Früchte von den Ästen aus dem Baum. 

Eicheln und Bucheckern lassen sich in sogenannten Mastjahren gut vom Boden aufsammeln. Teilweise legt man auch Netze unter die Kronen, um die Früchte so aufzufangen.

Weiter gibt es sogar richtige Samenplantagen, die man extra für die Gewinnung von Saatgut angelegt hat. Auf diesen Plantagen hat man Bäume gepflanzt, die eine besondere Vitalität, Form und Wuchsleistung aufwiesen. Hier pflegt man die Bäume extra so, dass sie sich gut vom Boden aus beernten lassen, aber trotzdem ausreichend Saatgut liefern.

Saatguternte in windigen Höhen

Teilweise kann eine Ernte von Saatgut auch am liegenden Stamm erfolgen. Am aufwändigsten und auch am gefährlichsten ist das Ernten von Saatgut am stehenden Stamm. Diese Arbeit leisten die Baumsteiger:innen, auch als Zapfenpflücker:innen  bezeichnet. Um beispielsweise an die Zapfen der Weißtanne zu kommen muss man sich in schwindelige Höhen begeben – nämlich bis zur Krone des Baumes. Das sind mal eben ganz sportliche 35 bis 50 Meter! Die Baumsteiger:innen sammeln in der Krone die noch geschlossenen Zapfen, in denen sich der Samen befindet. Eine ausreichende Sicherung ist dafür unabdingbar. Einen Baumsteiger in Action könnt Ihr Euch in diesem Video ansehen. 

Was passiert mit dem geernteten Saatgut?

Da viele Baumarten nicht jährlich Früchte ausbilden, ist eine korrekte Lagerung notwendig, um jedes Jahr Saatgut anbieten zu können. In sogenannten Samendarren wie in Jatznick oder Annaburg werden Nadelholz- oder Erlenzapfen weiterverarbeitet. Felix durfte für den Videodreh zur Saatguternte einen Blick in die Samendarre des FOGZ (Forstliche Genressourcen Zentrum) der Landesforsten Rheinland-Pfalz werfen. Gemeinsam mit Mitarbeiter Lars können wir jetzt den Weg des gepflückten Zapfens bis hin zum fertig aufbereiteten Saatgutes verfolgen:

Zunächst werden die Zapfen zum Nachreifen und Trocknen gelagert. Durch regelmäßiges Umschichten verhindert man, dass sie schimmeln und entzieht weiter Feuchtigkeit.

Die Natur kontrolliert nachahmen

In der Natur würde der Tannenzapfen irgendwann einfach zerbröseln und der Samen durch den Wind verbreitet werden. In der Samendarre muss man nach dem Trocknen des Zapfens das “Zerbröseln” nachahmen und die verschiedenen Bestandteile des Zapfens mit Hilfe einer Siebtrommel voneinander trennen. Die sogenannte Entflügelungsmaschine befreit am Ende den Samen noch vom Flügelchen. Danach reinigt man mit Hilfe von Luftdruck noch weiter und siebt, bis am Ende dann nur noch das Saatkorn übrig bleibt. Das Saatgut von Nadelbäumen kann man, wenn man es gut gekühlt, bis zu zehn Jahre aufbewahren.

Wusstest Du schon…?
Tannenzapfen bestehen aus der sogenannten Spindel (Längsachse im Zapfen), dem Samenkorn mit dem Flügelchen und den Zapfenschuppen.

Laubholzsamen können entweder direkt ausgesät oder auch eingelagert werden. Bucheckern müssen beispielsweise trocken, im Dunkeln und vor allem sehr kühl eingelagert werden. Am besten bei 3-5°C, wobei die Luftfeuchtigkeit bei 28-30 % liegen sollte. Bei diesen Bedingungen verbleibt das Saatgut bis zu 100 Tage. Wenn man erste Keimwurzeln erkennen kann, ist das Saatgut bereit, um es auszusäen. Das Saatgut wird dann vor allem an Baumschulen oder direkt an Landesforstverwaltungen verkauft, diese nutzen es, um den klimastabilen Wald von morgen zu pflanzen. 

Et voilà – nun lagert man das fertige Weißtannen Saatgut erstmal ein.

Wusstest Du schon…?
Strati – was? Die sogenannte Stratifikation bedeutet, dass das eingelagerte Saatgut vor der Aussaat gekühlt gelagert wird. Damit simuliert man den “Winter”, um die Keimung des Saatgutes zu fördern. Why that? Natürlicherweise würden die Samen, nachdem sie am Mutterbaum gereift sind, in eine Ruhephase (Dormanz) verfallen. Sie benötigen dann eine Kältephase, denn erst danach überwinden sie die Keimruhe und die Samen beginnen zu keimen. 

Saatgut-Forschung für den klimastabilen Wald von morgen

Auch zu Forschungszwecken wird das Saatgut genutzt. Beispielsweise um zu testen, wie bestimmte Herkünfte auf Stress, bspw. wenig Wasser, reagieren. So kann man Hinweise darüber bekommen, welche Genetik potentiell in Zukunft am besten für den Klimawandel gewappnet ist.

Um den klimastabilen Mischwald von morgen zu gestalten, braucht es hochwertiges Saatgut. Der Weg vom gesammelten Zapfen über die Aufbereitung und Lagerung bis hin zum ausgepflanzten Pflänzchen und dem erfolgreichen Heranwachsen eines Baumes dauert mindestens so lange, wie diesen Satz zu lesen. Wir hoffen, dass Ihr in diesem Artikel etwas Neues lernen konntet – vor allem aber, dass deutlich geworden ist, wie viel Geduld, Fachwissen und Verantwortung in der Saatguternte stecken. Denn jeder gesammelte Samen ist ein kleiner, aber entscheidender Baustein für die Wälder der Zukunft.

Quellen:

Morat, J. (2015). Der Forstwirt (6. Aufl.). Verlag Eugen Ulmer, 679 S.

https://fgrdeu.genres.de/nationales-inventar/herkunftsgebiete/fov-herkunftsgebiets-vo

https://baumspezialisten.de/leistungen/saatguternte/#:~:text=Was%20ist%20Saatguternte?,sowie%20in%20der%20Holzqualit%C3%A4t%20erbringen.

https://www.nw-fva.de/unterstuetzen/vermehrungsgut

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Das Buch trägt den Namen “Forst erklärt: Warum wir den Wald brauchen – und er uns” und erscheint am 18.03.26 im EMF-Verlag. Und wir sind stolz wie bolle! Hier findet Ihr alle Infos rund ums Buch und unsere ganz offizielle Einladung zur Release-Lesung!

Das Cover unseres ersten Buchs!

Worum geht’s in unserem Buch?

Dieses Buch beginnt mit der Frage, was Wald eigentlich ist. Es geht um den Wirtschaftsraum, der gleichzeitig Erholungsort ist und nebenbei essentiell für das Leben auf unserem Planeten. Es geht aber auch um andere Aspekte, wie die Jagd, wie man mit Holz Geld verdient und ob das alles so gut fürs Klima ist. Wir erklären, warum nichts tun oft keine Option ist, wenn der Wald allein nicht mehr gegen den Klimawandel ankommt. Mit Steckbriefen werden die wichtigsten Tier- und Pflanzenarten in unseren Wäldern vorgestellt. Schon bald werdet Ihr Fichten und Tannen voneinander unterscheiden und Tiere aufzählen können, denen man beim Waldspaziergang am ehesten begegnet. Und Ihr erhaltet Tipps, wie nachhaltiges Walderleben für Erwachsene und Kinder noch mehr Spaß machen kann. Mit diesem Buch schauen wir auch gemeinsam in die Zukunft und fragen uns, wohin sich der Wald entwickeln könnte. Denn obwohl es beim Thema Wald vor allem um das Analoge geht, hält auch hier die Digitalisierung und der technische Fortschritt Einzug.

Die Idee hinter unserem Buch ist eigentlich die gleiche, die wir mit all unseren Plattformen, vor allem aber mit der Website und dem Blog verfolgen. Wir wollen Wissen über den Wald leicht zugänglich machen und für den Wald begeistern. Wichtig ist uns dabei, den Wald als Ganzes zu erfassen und die verschiedenen Perspektiven einzunehmen. Deshalb ist unser Buch nicht nur Waldführer, sondern zeigt mit einer gehörigen Portion Realismus auf, warum wir den Wald brauchen – und er uns.

Warum ausgerechnet ein Buch?

In unserem Buch können wir unsere Inhalte nochmal anders und neu angehen, manchen Themen mehr Platz geben oder für eine neue Übersichtlichkeit sorgen. Und vor allem: Ein Buch bleibt. Das Haptische eines Buches sorgt dafür, dass man Informationen anders, teilweise besser aufnehmen kann. Man kann sich Wichtiges markieren, vielleicht sogar Eselsohren reinmachen. Man kann ein Buch verschenken und sich darüber austauschen, wie man es über einen Artikel im Internet selten macht. Außerdem lädt es zum Blättern und Schmökern ein, das kann man über keine Internetseite sagen.

Klingt toll, wo kriege ich dieses Buch?

Bei uns! Und überall, wo es Bücher gibt. Ihr könnt also in den Buchladen Eures Vertrauens gehen, besonders gerne natürlich in unabhängige Buchhandlungen, und dort dieses Buch kaufen. Genauso könnt Ihr das Buch natürlich in allen bekannten Online-Shops bestellen – und auch bei uns.

Wenn Ihr das Buch bei uns (vor-)bestellt, verdienen wir ein klein wenig mehr daran. Da wir alle Einnahmen aus dem Buch verwenden, um unser Projekt und damit die Bildungsarbeit für Naturthemen weiter voranzutreiben, freuen wir uns, wenn Ihr uns mit einem Kauf in unserem Shop direkt unterstützt. Als kleines Add-On werden wir alle bei uns im Shop vorbestellten Exemplare persönlich für Euch signieren!

Als Autor:in verdient man erst so richtig gut, wenn man sämtliche Bestsellerlisten anführt. Bis dahin muss man sich mit Anteilen am Verkaufspreis zufriedengeben, nachdem Kosten für Druck und Material abgezogen wurden und natürlich andere Akteure wie Handel und Verlag ihre Anteile bestimmt haben. Wenn wir über unseren eigenen Shop verkaufen, ist unser Anteil vom Kuchen einfach etwas größer. Dadurch wird es uns ermöglicht, unsere Arbeit fortzuführen und mehr solcher Bildungsprojekte umzusetzen!

Hab ich da was von Lesung gehört?

Absolut! Das Erscheinen unseres ersten Buches wollen wir mit Euch feiern. Und deswegen veranstalten wir unsere erste Lesung in unserer Geburtststadt Göttingen: 

Datum: 20. März 2026
Zeit: 19:00 – 21:00 Uhr
Veranstaltungsort: Nörgelbuff
Adresse: Gronerstraße 23, 37073 Göttingen
Abendkasse: 20 €
Vorverkauf: 15 € (zzgl. Gebühren)
Kulturticket (gilt für Studis aus Göttingen): VVK 1 € (zzgl. Gebühren), AK 5 €

Tickets bekommt Ihr hier:

Was erwartet mich bei der Lesung?

Felix darf unter Beweis stellen, dass er das Buch tatsächlich endlich komplett durchgelesen hat (kein Versprechen, testen wir dann gemeinsam). Er, Lea und Jan führen uns etwas durch das Buch, erzählen von seiner Entstehungsgeschichte und lesen vielleicht die ein oder andere Stelle vor. Außerdem zeigen wir Filme und werden bestimmt auch die ein oder andere witzige oder abenteuerliche Geschichte aus 6 Jahren Forst erklärt erzählen. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen von Forst erklärt und von dem Prozess, ein Buch zu schreiben. Vor allem wollen wir aber diesen Meilenstein zusammen feiern!

Im Anschluss an die Lesung gibt es natürlich die Möglichkeit, das Buch und weiteren Forst erklärt-Merch zu kaufen und ne Runde zu plaudern.

Danach (ab 22 Uhr) legt Jan bei der Indie Party “Ich geh heut tanzen” auf und alle, die schon bei der Lesung waren, kriegen einen Rabatt auf den Einlass! Es wird schön und vielleicht auch ein bisschen wild! Bis bald im Buff!

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